4 leicht umsetzbare Maßnahmen für den Umweltschutz zu Hause

4 leicht umsetzbare Maßnahmen für den Umweltschutz zu Hause

Die globale Erwärmung ist ein Thema, über das sich Experten streiten und nicht einigen können. Fakt ist, dass wir Menschen die Umwelt unnötig belasten. Ob die globale Erwärmung eine Konsequenz unserer Handlung ist, spielt dabei keine Rolle. Mit simplen Maßnahmen kann jeder Einwohner einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, ohne seinen Komfort zu reduzieren.

Der nachfolgende Artikel wurde mit Informationen aus dem Ratgeber zum Thema Umweltschutz im Haushalt von sonneundstrand.de verfasst. Der Ratgeber enthält 123 Tipps zur Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen zu Hause.

Klimaschutz geht alle Einwohner an

Die sorgfältige Mülltrennung ist einer der wichtigsten Beiträge zum Umweltschutz in Deutschland. Die Bundesbürger sind in diesem Bereich vorbildlich. Leider sieht es in anderen Disziplinen nicht so rosig aus.

Die Ursache für dieses Problem ist laut dem amerikanischen Wissenschaftler des Worldwatch Institute Erik Assadourian der sogenannte Konsumismus, der in Industriestaaten herrscht. In 50 Jahren hat sich die weltweite Bevölkerung mehr als verdoppelt. Im selben Zeitraum stiegen die Konsumausgaben sechsfach. Beliebte Konsumgüter sind Autos, Kühlschränke, Computer und Mobiltelefone. Mehr als ein Sechstel der Bevölkerung (16 Prozent), die Verbraucher wohlhabender Industriestaaten, sind für 78 Prozent des weltweiten Konsums verantwortlich.

Zu diesen Industriestaaten gesellen sich aufstrebende Nationen wie China und Indien, in denen sich immer mehr Menschen zu Konsumenten entwickeln. Diese Entwicklung, die in den nächsten Jahren rasant zunehmen wird, ist langfristig nicht praktikabel. Erneuerbare Ressourcen wie Holz und Trinkwasser würden unter diesen Bedingungen nicht ausreichen.

Wohlstand ist nicht gleich Konsum

Am Anfang des Artikels schrieben wir, dass Umweltschutz nicht mit einem reduzierten Komfort erreicht werden muss. Diese Erkenntnis ist bei vielen Verbrauchern noch nicht angekommen. Für sie ist Umweltschutz der Verzicht auf bestimmte Produkte, Dienstleistungen oder Lebensweisen.

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Zurückzuführen ist diese Denkweise auf den Wohlstand eines Verbrauchers, der in einem Industriestaat wohnt. Das Wohlergehen hat sich im Laufe der Jahre verändert und ist nicht länger ausschließlich mit Dingen wie mehr Freizeit und Erholung verbunden, sondern vermehrt mit Konsum.

Der übermäßige Konsum ist in vielen deutschen Wohnungen sichtbar. Die Ausstattung wird regelmäßig ergänzt oder ersetzt, obwohl kein wirklicher Bedarf dafür besteht. Der Ersatz von funktionsfähigen Produkten ist generell kritisch zu betrachten. Zwar verbraucht eine neue Waschmaschine weniger Strom. Ist es aber aus ökologischer Sicht sinnvoll, ein funktionierendes Gerät wegzuwerfen?

1. Minimalismus befreit den Geist und entlastet die Umwelt

Immer mehr Menschen entdecken den minimalistischen Lebens- und Einrichtungsstil für sich. Minimalismus bedeutet nicht, auf Dinge zu verzichten, sondern ausschließlich Produkte zu kaufen, die man wirklich benötigt.

In der Praxis kann jeder Mensch wohnen. Zwei Szenarien kommen infrage:

  1. Beim Umzug in eine neue Wohnung oder beim Hausbau planen die Bewohner alles minimalistisch: Der Vorteil dieses Szenarios liegt darin, dass man von null anfängt und in puncto Gestaltung der Wohnräume grenzenlos arbeiten kann.
  2. Eine bestehende Wohnung soll entrümpelt werden: Dieses Szenario erfordert etwas mehr Arbeit. Die Bewohner des Hauses müssen eine Bestandsanalyse ausführen. Mit ihr halten sie den Hausrat fest und entscheiden, welche Dinge sie nicht länger benötigen.

Weitere Tipps zur Umsetzung des minimalistischen Wohnstils in den eigenen vier Wänden haben wir hier zusammengefasst.

2. Müll bereits beim Einkauf vermeiden

Am Anfang des Artikels erwähnten wir bereits, dass die Deutschen Müll vorbildlich trennen. Einen Schritt weiter gehen Verbraucher, die bereits beim Kauf ihrer Produkte darauf achten, dass sie wenig Müll produzieren. Möbel, Accessoires und andere Artikel für den Haushalt müssen alle hergestellt und zum Kunden transportiert werden. Von der Produktion bis zur Auslieferung entstehen Treibhausgase sowie Kosten für den Transport und die Entsorgung.

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Verbraucher können beim Kauf von Möbeln, Accessoires und Co. darauf achten, dass diese wiederverwert- oder recycelbar sind. Inzwischen gibt es beispielsweise Möbelhersteller, die ihre Produktionsprozesse optimiert haben. Sie stellen Möbel aus Holz her, welches wiederverwendbar ist. Möchte ein Kunde ein altes Möbelstück entsorgen, gibt er es an den Hersteller ab und dieser verwertet es zu einem neuen Produkt.

3. Den Garten naturnah gestalten

Die Geschmäcke im Bereich der Gartengestaltung sind von Mensch zu Mensch verschieden. Einige mögen es aufgeräumt, andere bevorzugen eine natürliche Optik. Was viele Hausbesitzer vergessen ist die Tatsache, dass ihre Immobilie den Wohnraum von Tieren, Insekten und Pflanzen reduziert. Wir Menschen müssen mit anderen Lebewesen und Pflanzen koexistieren.

Im Garten gibt es drei Möglichkeiten, die Umwelt zu schützen:

  1. Kein Gift verwenden: Hausbesitzer möchten Ungeziefer wie Schnecken oder Ameisen nicht in ihrem Garten haben. Diese Übeltäter bekämpfen sie mit Pestiziden, obwohl jedes Ungeziefer einen natürlichen Feind hat.
  2. Natürlich gestalten: Ein aufgeräumter Garten mag schön aussehen, jedoch nimmt er Vögeln und anderen Tieren ihren Lebensraum weg. Hecken und begrünte Fassaden dienen ihnen als Lebensraum. Hausbesitzer benötigen Vögel, Igel und Insekten, weil sie Schädlinge verzehren.
  3. Heimische Pflanzen wählen: Exoten mögen schön aussehen, jedoch helfen sie den heimischen Tieren wenig. Besser ist der Kauf von heimischen Pflanzen.

4. Natürliche Möbel und alternative Materialien

Die Deutschen sind Weltmeister beim Kauf von Möbeln. Im Schnitt gibt der deutsche Verbraucher 390 Euro aus[1]. Hinzu kommen Ausgaben für Accessoires und Deko, die weitere 150 Euro pro Person bedeuten.

Die hohen Ausgaben für Möbel stehen nicht gleichzeitig für sinnvolle Investitionen. Lange Zeit investierten Verbraucher in günstige Möbel, die mit Schadstoffen belastet und nicht aus heimischen Hölzern hergestellt wurden. Inzwischen ist ein Trend zum Umweltbewusstsein erkennbar. Deutsche kaufen vermehrt Möbel aus heimischen Massivhölzern.

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Positiv zu bewerten ist der Kauf alter Möbel. Wie bei anderen Produkten leidet die Möbelbranche unter einem Wegwerfproblem. Alte Möbel werden entsorgt, obwohl sie intakt sind. Verbraucher wünschen sich einfach nur neue Möbel. Um dieses Problem zu lösen lohnt sich der Kauf antiker Möbel. Diese sind auf Flohmärkten oder bei Oma erhältlich. Wer sich komplett aufbereitet kaufen möchte, muss einen Fachmann aufsuchen.

Werfen Sie Ihre Möbel nicht weg, verkaufen oder verschenken Sie diese stattdessen.

Ein weiterer positiver Trend ist das Thema Upcycling. Der Grundgedanke ist derselbe wie beim Kauf antiker Möbel: Man möchte die alten Produkte verwenden. Beim Upcycling geht es jedoch darum, aus alten Produkten einen neuen Artikel zu kreieren. Ein gutes Beispiel sind Gartenmöbel aus Paletten.

Zusammenfassung

Umweltschutz ist für die heutigen Bewohner der Erde keine optionale Maßnahme. Jeder sollte sich bemühen, zu Hause Maßnahmen zu ergreifen, die die Umwelt schützen. Dieser Artikel beweist, dass ihre Umsetzung unkompliziert ist und den Komfort nicht beeinträchtigt.


  1. Quelle: Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM)

Artikelbild: © Andrei Shumskiy / Shutterstock

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