Alpenveilchen

Alpenveilchen

Das Alpenveilchen zählt zu den beliebtesten Pflanzen auf deutschen Fensterbänken. Gleichzeitig haftet ihm auch ein wenig der Ruf eines Verlegenheitsgeschenks für griesgrämige Schwiegermütter an. Völlig zu Unrecht: Das Cyclamen persicum, so sein lateinischer Name, überrascht mit einer kaum zu überblickenden Vielfalt an Erscheinungsformen in den unterschiedlichsten Blütenfarben. Aber aufgepasst: Als Prinzessin auf der Erbse stellt das Alpenveilchen für Blumenliebhaber eine echte Herausforderung dar. Diese sensible Schönheit ist viel zu schade, um nach der ersten Blüte auf dem Kompost zu enden – doch nur mit der richtigen Pflege erfreut sie ihren Besitzer viele Jahre lang.

Steckbrief

Das Alpenveilchen gehört zu der Familie der Primeln und ist ursprünglich in Kleinasien zuhause. Wahrscheinlich im siebzehnten Jahrhundert gelangte es nach Frankreich und fand dann in ganz Europa seine Liebhaber. Um das Jahr 1860 begann man ,zunächst hauptsächlich in England, mit der Züchtung verschiedener Sorten.

Das Zimmer-Alpenveilchen

Als Zimmerpflanze ist das Alpenveilchen nicht einfach zu pflegen. Seine ganze Schönheit zeigt es nur, wenn seine besonderen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Zu große Wärme mag Cyclamen persicum nicht, direkte Sonneneinstrahlung nimmt es übel. Im Wintergarten oder an einem Ostfenster fühlt es sich am wohlsten. Das Alpenveilchen braucht immer ausreichend Wasser, besonders während der Blütezeit von Juli bis März. Seine Knolle, die ein paar Zentimeter aus der Erde zeigen sollte, darf jedoch nie nass werden – Fäulnisgefahr! Besser ist es, den Topf für einige Minuten in eine Schale mit Wasser zu stellen. Während der Blüte sollte auch auf regelmäßiges Düngen geachtet werden. Nach der Blüte wird nur wenig gegossen und ab April nicht mehr gedüngt. Nun muss besonders darauf geachtet werden, dass die Pflanze zwar nicht völlig durchnässt wird, aber auch nicht austrocknet.
Während der Ruhezeit möchte das Alpenveilchen an einem kühlen, hellen Platz stehen – 12 bis 16 Grad sind ideal. In den nächsten Monaten werden die Blätter langsam vertrocknen und sollten dann beherzt ausgezupft werden. Nach der Ruhezeit wird die Knolle umgetopft, wieder ausgiebiger gegossen und es wird wieder gedüngt. Bei so guter Pflege wird Cyclamen persicum neu austreiben und bald wieder in seiner vollen Schönheit erblühen.

Artikelbild: © irisphoto1 / Shutterstock

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