Moderne Korkböden für ansprechende Optik in Wohnräumen

Moderne Korkböden für ansprechende Optik in Wohnräumen

Kork weist die Eigenschaft auf, dass hierdurch der Trittschall insbesondere in sensiblen Bereichen des Hauses gedämpft werden kann. Parallel dazu ist er hinsichtlich seiner Optik relativ flexibel, sodass eigene Ansprüche und Bedürfnisse mit einem grundlegend natürlichen Look umgesetzt werden können. Im Gegensatz zu anderen Fußböden, deren Produktion oftmals mit einem hohen Energieverbrauch verbunden ist, handelt es sich bei Kork um einen zu 100 Prozent ökologischen Rohstoff, der auch nach dem Verlegen noch einen wohnlichen Geruch absondert und dadurch das natürliche Wohnklima steigert.

In diesem Beitrag widmen wir uns einerseits den Eigenschaften von Kork, andererseits werden wir auch wichtige Hinweise zum Verlegen geben.

Die isolierende Wirkung

Die häuslichen Voraussetzungen, die als ideal für die Verlegung von Korkböden gelten, liegen im Bereich von 50 bis 65 Prozent Luftfeuchtigkeit und einer konstanten Raumtemperatur von 20 Grad Celsius. Unter Umständen ist es deshalb angebracht, parallel einen oder mehrere Luftbefeuchter einzubringen, um eine möglichst hohe Langlebigkeit zu schaffen. Vergessen Sie nicht, dass es sich dabei um ein Naturprodukt – die spezielle Oberflächenstruktur bleibt mit regelmäßiger Pflege erhalten, auch bei den vielen Variationen von Kork. Insbesondere nutzt man zur Verbesserung der Rutschhemmung einen feinen Quarzsand, der parallel zur Erneuerung der Lackschicht eingestreut wird.

Kork ist aufgrund seiner natürlichen Struktur elastisch, sodass Raumwärme zu einem Teil erhalten bleibt. Dadurch gilt Kork auch als einer der sogenannten „fußwarmen“ Böden, die noch dazu antistatisch wirken. Überlegungen sind aber grundsätzlich dahingehend anzustellen, inwiefern Sie die Verlegung von Korkboden mit der Installation einer Fußbodenheizung kombinieren möchten. Gerade die modernen Varianten mit bestimmten Optiken sind aufgrund der veränderten Oberflächenbeschaffenheit nicht dafür ausgelegt. Zudem bedarf es entsprechender Dehnungsfugen, um dem natürlichen Bedürfnis dieses Rohstoffes entgegen zu wirken und die Form zu erhalten. Aber gerade bei massiven Korkböden ist die Möglichkeit gegeben, in regelmäßigen Abständen von zwei bis drei Jahren die Versiegelung neu anzulegen – zuvor kann mithilfe im Fachhandel erhältlicher Systeme die alte Struktur abgeschliffen werden.

Kork verlegen in wenigen Schritten

Kork gehört aufgrund der oben bereits beschriebenen Eigenschaften als absolutes Trendmaterial, allerdings müssen insbesondere hier auch gewisse Grundlagen geschaffen werden, um die ordnungsgemäße Verlegung zu gewährleisten.

  • Überprüfen Sie zunächst, ob Risse im Untergrund sichtbar sind und bessern Sie diese gegebenenfalls aus. Auch muss der Untergrund in jedem Fall absolut trocken sein, darf keine Unebenheiten aufweisen. Verunreinigungen gleich welcher Art sollten Sie schonend entfernen, sodass nicht hierdurch oben genannte Defekte und Beschädigungen auftreten.
  • Bezüglich der Unebenheiten gilt, dass vereinzelt auftretende Ansammlungen in der Regel kein Problem darstellen. Lediglich größere Mulden, die ihrerseits auch noch nachgeben können, sollten einige Stunden zuvor mit Spachtelmasse ausgefüllt werden. Erst danach kann eine glatte Fläche zur Verlegung genutzt werden.
  • Danach geht es los, indem man mithilfe einer kurzflorigen Velourswalze den oftmals mitgelieferten Kontaktkleber gleichmäßig und in einer ausreichenden Masse aufträgt. Zuvor sollten Sie die Platten aber ausgepackt und aufgrund der natürlichen Fabrikationsunterschiede miteinander vertauscht haben, sodass diese mindestens 48 Stunden entlüftet werden können. Das hat den Vorteil, dass eine spätere Ausdehnung sich massiv verringert. Ein Hinweis zu Dielenböden: Hier müssen Sie unbedingt zuvor spezielle Verlegeplatten aufsetzen, die als Begradigung wirken.
  • Beginnen sollte man von der Mitte des Raumes aus, wobei unbedingt auf rechtwinklig zueinander stehenden Platten zu achten ist. Positionieren Sie die Platten nach Bedarf in die richtige Stellung und fixieren Sie mithilfe eines Gummihammers, und zwar von innen nach außen in gleichmäßigen Bewegungen. Spätere, aufwendige Korrekturen können Sie hierbei nur effektiv ausschließen, wenn sie die Platten zuvor in der gesamten Fläche mit dem Klebestoff verbunden haben.
  • Achten Sie stets auf eine mindestens zwei Zentimeter breite Dehnfuge im Abstand zu den Rändern, die so am besten ihre Funktionalität erhält. Mit dem Cutter kann bei Bedarf auch nochmals zugeschnitten werden.

Artikelbild / Moderne Korkböden in Wohnräumen: © Artazum and Iriana Shiyan / Shutterstock

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