Tipps zur Stromkostensenkung

Tipps zur Stromkostensenkung

Logischerweise rechnen Bauherren gründlich mit dem Rotstift, wenn es um einen Neubau oder die Sanierung eines Altbaus geht. Doch wenn es um die Energiekosten geht, sollten die Häuslebauer besser nicht am falschen Ende sparen. Schließlich machen die Kosten für Strom und Heizung einen erheblichen Anteil am Jahresbudget aus. Attraktive Angebote für das umwelt- und geldbeutelschonende Bauen gibt es, seitdem das Erneuerbare-Energien-Gesetz im April 2000 in Kraft trat. In Gegenden mit einer hohen Sonneneinstrahlung ist es beispielsweise für die Bauherren attraktiv, das Dach mit Solarzellen zu bestücken. Noch finanziert sich diese Anlage durch die Einspeisevergütung ins reguläre Stromnetz von selbst. Doch ein Ende dieser attraktiven Förderung ist in Sicht.

Eine Alternative: das Niedrigenergiehaus

Wer langfristig Geld sparen möchte, sollte sich überlegen, gleich ein Niedrigenergiehaus zu bauen. Dieses gibt es in verschiedenen Ausführungen. So darf bei einem klassischen Niedrigenergiehaus darf der Heizöl- oder Erdgasverbrauch nicht über sieben Litern pro Quadratmeter und Jahr liegen. Daneben gibt es 3-Liter-Häuser, die nur so viel Energie pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen dürfen, wie in drei Litern Heizöl enthalten sind. Ein Passivhaus kommt ohne Heizung aus und verbraucht nur etwa zehn Prozent der Energie eines durchschnittlichen Gebäudes. Noch weniger Energie verbraucht ein Nullenergiehaus. Der Haken daran ist, dass sich die Kosten für den Bauherren bei dieser Bauweise erheblich steigern. Nicht alle Baumaßnahmen machen bei jedem Gebäude Sinn. Deshalb sollten die Bauherren ihren Architekten schon in der Planungsphase darauf ansprechen und eventuell auch einen Energieberater zurate ziehen. Unter Umständen gibt es für die verschiedenen Baumaßnahmen auch staatliche Zuschüsse, sodass sich die Investition unterm Strich bald amortisiert hat.

Weitere Tipps zum Sparen

Nicht nur das Heizöl oder Erdgas schlägt alljährlich mit einem satten Betrag zu Buche, sondern auch die Stromkosten. Wer baut oder saniert, sollte deshalb schon in der Planung ein Augenmerk darauf legen, wie sich die laufenden Kosten später in den Griff bekommen lassen. Ein wesentlicher Faktor für den Stromverbrauch ist die Beleuchtung, auf die im Durschnitt etwa zehn Prozent der Stromkosten entfallen. Das größte Einsparpotenzial haben die Verbraucher, wenn sie Energiesparlampen verwenden. Während die konventionelle Glühbirne höchstens zehn Prozent des Stroms in Licht verwandelt, hat die Energiesparlampe einen Wirkungsgrad von 35 Prozent. Nach einer Betriebsdauer von etwa 10.000 Stunden hat die Energiesparlampe dem Verbraucher 80 Euro an Stromkosten gespart, denn sie benötigt auch insgesamt weniger Strom als die herkömmliche Glühbirne.

Artikelbild: © Neirfy / Shutterstock

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