Schleifpaste Test bzw. Vergleich (01/2021)

Mit unserer Kaufberatung sowie Tipps & Tricks zum besten Produkt!

Schleifpaste

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einer Polierpaste lassen sich Partikel in kleinstem Maße abtragen, sodass die Oberfläche des Autolackes rund um den Kratzer wieder eben wird.
  • Mithilfe einer Schleifmaschine kann man die Schleifpaste auch auf größeren Oberflächen präzise und effektiv auftragen.
  • Schleifpasten bestehen in der Regel aus einem Trägermedium, einer Paste und den darin enthaltenen Schleifpartikel, die man auch Abrasivstoffe Diese Abrasivstoffe wirken beim Einarbeiten wie kleine Schneidkeile.

Ratgeber: Fragen, mit denen Du dich vor dem Kauf von Schleifpaste beschäftigen solltest

Jeder Autofahrer kennt das – einmal unachtsam gewesen und schon prangt ein mehr oder weniger kleiner Kratzer auf dem Autolack. Das Fahrzeug muss jetzt nicht sofort zu einem Profilackierer oder zur Autoaufbereitung gebracht werden. Mit Schleifpaste, den nötigen Utensilien und mit ein wenig Geduld kann man dem Kratzer selbst zu Leibe rücken.

Schleifmittel oder auch Polierpasten werden bei der Autopflege eingesetzt. Man kann mit den Polierpasten Lacke und andere Metalle pflegen und dabei gleichzeitig die Oberfläche bearbeiten. Gerade bei der Autopflege kommt die Schleifpaste sehr oft zum Einsatz.

Im Handel bekommt man Schleifprodukte in verschiedenen Körnungen. Damit kann man die Oberfläche des Autolacks individuell abtragen, was vom leichten polieren des Lacks bis hin zum gewünschten Aufrauen des Untergrundes reicht, welches vor einer neuen Lackierung zwingend erfolgen muss.

Wo werden Schleifpasten angewandt?

Polierpasten kommen in Autolackierereien, beim Tuning und in der Autopflege zum Einsatz. Die meisten Schleifprodukte haben eine sandige Körnung in einer schmierigen und pflegenden Flüssigkeit, welche mit einem Schwamm oder einem Tuch auf den Lack aufgetragen wird. Soll der Lack nicht komplett abgetragen, sondern vielmehr nur auf Glanz poliert werden, empfiehlt es sich zu einem Poliermittel mit einer minimalen Körnung und einer minimalen Schleifwirkung zu greifen.

Mit einem solchen Poliermittel lassen sich Verschmutzungen, wie zum Beispiel Baumharz, Vogelkot, Staub oder tote Insekten von der Lackoberfläche beseitigen, was dem Fahrzeug mithilfe eines Poliertuchs einen neuen Glanz und ein neues Finish verleiht. Selbst verwitterte Lacke werden mit dieser Form der Versiegelung wieder wie neu. Solche Polierpasten können auf allen Lackarten angewandt werden, wenn man einige Tipps der Hersteller befolgt.

Schleifmittel können in der Beschaffenheit wie feines Mehl, klassischer Sand oder gar wie Rollsplit mit starker Schleifwirkung sein. Je nach Anwendung sollte man auf die richtige Körnung achten, damit die gewünschte Wirkung erzielt werden kann.

Schleifprodukte werden dazu auf die verkratzte Oberfläche aufgetragen und dabei möglichst mit einem speziellen Tuch eingearbeitet. Dabei sollte man immer kreisende Bewegungen einsetzen, denn so lässt sich der Druck am besten kontrollieren. Durch diese Art der Bewegungen arbeiten sich die sogenannten Schneidkeile in die Schleifkratzer ein und sorgen dafür, dass die Fläche rund um den Kratzer eben wird.  Auf keinen Fall sollte man Schleifpaste zu oft anwenden, denn sie kann auf Dauer die Oberfläche beschädigen, denn durch Anätzungen trägt sie zu viel von dem Material aus den Poren ab.

Entscheidung: Welche Schleifpasten gibt es und welche ist die richtige für dich?

In Kombination mit der optimalen Körnung und der richtigen Anwendung kann man mit einem Schleifprodukt einen gleichmäßigen Abschliff von verkratzten Oberflächen erzielen. Die Anwendung dieser Polierpasten ist meist sehr einfach. Bei größeren Flächen kann man sich die Arbeit mit einem elektrischen Schleifer deutlich erleichtern. Bei kleineren Flächen sollte man möglichst zu speziellen Schleifschwämmen oder Poliertüchern greifen. Dank der verschiedenen Körnungen kann man die Polierpaste auch bei starken Abriebstärken von Oberflächen einsetzen. Eine sehr feine Körnung eignet sich sehr gut zum Polieren, sodass selbst ein verwitterter alter Autolack wieder wie neu aussieht.

Schleifmittel mit einer groben Körnung verwendet man meist, wenn der Lack komplett aufgeraut werden soll, weil er für eine neue Lackierung vorbereitet wird oder wenn man ein Möbelstück aufarbeiten und neu lasieren möchte. Hat man sich beim Kauf einer Schleifpaste für die richtige Körnung und vor allen Dingen für ein hochwertiges Produkt entschieden, wird man mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Die Vor- und Nachteile von Schleifpasten

Vorteile Nachteile
gleichmäßiger Abschliff von Oberflächen manueller Einsatz erfordert großes Fingerspitzengefühl
einfach in der Anwendung  
große Flächen können mit einer Schleifmaschine bearbeitet werden

Nutzt man die Schleifpaste manuell, dann sollte man auf konstante Bewegungen und einen gleichmäßigen Druck achten, denn sonst könnte das Ergebnis wellig wirken und man muss zusätzliche Arbeitsschritte einplanen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst Du die Schleifpasten vergleichen und bewerten

Hat man sich entschieden, Schleifpaste für die Lackbearbeitung oder für die Aufbereitung eines Möbelstücks zu kaufen, sollte man das Schleifprodukt gezielt für die entsprechende Oberfläche auswählen. Schleifpasten, die in der EU hergestellt werden, unterliegen strengen Kontrollen und müssen auf der Verpackung die exakte Körnung benennen. Lauft man dagegen ein Billigprodukt, gibt man nicht nur doppelt Geld aus, sondern es kann auch zu sichtbaren Schäden an den bearbeiteten Oberflächen kommen.

Daher sollte man den verschiedenen Testberichten und auch den Bewertungen von anderen Nutzern ein wenig Zeit widmen und sich eventuell auch Tipps aus einer Werkstatt holen. Nur so kann man einigermaßen sicher sein, dass man sich für die richtige Körnung und auch für ein hochwertiges Produkt entschieden hat. Hilfreicher Ansprechpartner ist in jedem Fall die Stiftung Warentest, welche einen Vergleichssieger benennen kann, denn beim Kauf von Schleifpasten sollte man auf keinen Fall Kompromisse eingehen.

Welche Hersteller von Schleifpasten und Polituren gibt es?

Gerade bei Schleifpasten und Polituren haben sich einige Hersteller einen Namen gemacht. Zu den bekanntesten zählen:

  • 3M
  • Sonax
  • Liqui Moly
  • Chemico
  • Rotweiss

Wo kann man Schleifpasten kaufen?

Schleifpasten bekommt man sowohl in Baumärkten wie auch im Fachhandel für Autozubehör oder in Werkstätten. Selbstverständlich kann man Schleifpasten auch über das Internet erwerben, da man hier eine große Auswahlmöglichkeit hat und auch die Preise sehr gut vergleichen kann. Jedoch hat man meist beim Online-Kauf keinen echten Ansprechpartner.

Kauft man hingegen die Schleifpaste vor Ort, hat man in der Regel zu jederzeit einen Ansprechpartner und kann sich Tipps und Hilfestellungen holen. Auch wenn der Preis für das Poliermittel ein wenig höher ist, lohnt es sich, direkt vor Ort zu kaufen, denn die Beratung durch Profis ist durch nichts zu ersetzen und kann vor späteren Schäden oder vor Mehrarbeit schützen.

Die Checkliste für den Kauf von Schleifpasten

Vor dem endgültigen Kauf von Schleifpasten sollte man sich die folgenden Tipps genau zu Gemüte führen.

  • Wie viel Geld möchte man für die Schleifpaste ausgeben? Ist dieser Preis realistisch?
  • Worin unterscheiden sich günstige Schleifpasten von hochwertigen Polierpasten?
  • Ist die Schleifpaste silikonfrei?
  • Ist die gewählte Schleifpaste alltagstauglich oder sollte man lieber eine Alternative wählen?
  • Wie sehen die Bewertungen von anderen Nutzern aus?
  • Haben Vergleichsportale Tests zu Schleifpasten durchgeführt und wie sahen die Ergebnisse aus?
  • Gibt es einen Kundenservice des Händlers?

Wissenswertes rund um das Thema Schleifpaste

Wie funktioniert eine Schleifpaste?

Schleifpasten werden zur Abtragung und zur Aufbereitung von Oberflächen und Lackschichten genutzt. Mit einer Polierpaste kann man vom groben Schmutz bis zum feinen Lack je nach Körnung und mit dem passenden Werkzeug alle Oberflächen abschleifen. Bei einem Steinschlag im Lack oder bei Unebenheiten durch flache bzw. tiefe Kratzer sowie bei einer komplett neuen Lackierung ist Schleifpaste zum Schleifen eine gute Alternative zu der klassischen Lackabtragung mithilfe von Hitze.

Kleinere Areale kann man gut mit einem Poliermittel und einem Schwamm bearbeiten, bis die Fläche wieder eben wirkt. Möchte man das Fahrzeug auf Hochglanz polieren, dann kann der Einsatz einer externen Schleifmaschine mit einem sehr feinen Schwamm und mit einem mehligen Schleifprodukt eine große Hilfe sein.

Wie setzt man die Schleifpaste richtig ein?

Damit später die polierte Oberfläche einheitlich aussieht und der Lack an jeder Stelle identisch geschliffen wirkt sollte man nur in kreisenden Bewegungen schleifen und dabei möglichst eine konstante Geschwindigkeit beibehalten.

Bei der Bearbeitung bildet die Schleifpaste eine Art Schicht zwischen dem Schleifschwamm und der Oberfläche, die gerade bearbeitet wird. Somit kann sich das Schleifmittel gut verteilen und dadurch einen ebenmäßigen und auch konstanten Abschliff von

  • Rost
  • der alten Lackierung
  • eingebrannten Schmutz
  • sonstige Verschmutzungen

auf der Oberfläche sicherstellen.

Vielfach werden Schleifpasten auch in der Holzbearbeitung eingesetzt. Gerade die Schleifprodukte mit feiner Körnung kommen hier zur Aufbereitung von Massivholzmöbeln zum Einsatz. Im Prinzip ist die Wirkweise hier ähnlich wie die bei der Lackbearbeitung.

Mit einer speziellen Poliermaschine kann man auch große Flächen schnell und mühelos bearbeiten, jedoch sollte man den Umgang mit der Maschine bereits im Vorfeld geübt haben und damit nicht an den Autolack oder ein hochwertiges Möbelstück gehen.

Kleine Kratzer selbst entfernen und Geld sparen

Möchte man wegen eines kleinen Kratzers nicht unbedingt zu einer Autolackiererei oder einem Betrieb für Autoaufwertungen gehen, kann man mit ein wenig Geschick und Geduld solche Kratzer selbst entfernen. Die Politur, die man dazu kauft, sollte möglichst auf den Lack des Wagens abgestimmt sein. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen

  • Einfachen Lackierungen
  • Spezialeffektlackierungen
  • Metalliclackierungen

Des Weiteren ist es wichtig, dass man bedenkt, dass Kratzer nicht gleich Kratzer ist und man eventuell zu speziellen Schleifprodukten greifen muss, um die Oberfläche wieder eben und glänzend zu bekommen. Einen Kratzer kann man nur erfolgreich auspolieren, wenn er nicht zu tief in die Oberfläche geht. Sind die Kratzer tief und gehen dabei durch mehrere Lackschichten, ist vielfach eine neue Lackierung vonnöten und man sollte sich dann an einen Profi wenden. Punktuelle Anwendungen sind in jedem Fall auf nahezu jedem Lack sichtbar. Daher sollte man das Fahrzeug anschließend umfassend mit Autopflegemitteln bearbeiten.

Artikelbild: oatzstocker / Bigstock.com

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