So bringen Sie ein Wandtattoo richtig an

So bringen Sie ein Wandtattoo richtig an

Wandtattoos sind in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Schließlich kann man damit die Wände seines Zuhauses auf einfache Art und Weise verschönern, ohne gleich neu tapezieren zu müssen. Doch Sie sollten niemals überstürzt handeln, denn bevor Sie ein Wandtattoo an die Wand bringen, bedarf es der einen oder anderen vorbereitenden Maßnahme.

Zunächst sollten sich stets genug Zeit nehmen und auf keinen Fall den Aufwand unterschätzen. Bewahren Sie stets die Ruhe, auch wenn das Anbringen eines Wandtattoos nun wahrlich keine fundierte Ausbildung erfordert. Wie lange das Anbringen eines Wandtattoos wirklich dauern wird, wird Ihnen im Voraus niemand so wirklich sagen können. Dies ist von verschiedenen Faktoren abhängig und kann von Fall zu Fall mitunter enorm variieren. Dies sind zum Beispiel

  • Geschick und handwerkliche Begabung
  • Größe des Wandtattoos
  • Komplexität des Motivs
  • Art und Beschaffenheit des Untergrunds

Vor allem bei sehr großen Wandtattoos ist es besser, wenn Sie sich idealerweise noch eine zweite Person zur Unterstützung dazu holen.

Sollten Sie sich noch nicht darüber im Klaren sein, welches Motiv das Wandtattoo haben soll oder welche Möglichkeiten es inzwischen gibt, dann können Sie sich im Internet zahlreiche Ideen holen, wie zum Beispiel hier. Bei wandtattoo.de erhalten Sie viele nützliche Informationen rund um Motive, Farben, Formen und die Art, wie Sie ein Wandtattoo verwenden können. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Wandtattoo als Wanduhr?

Wandtattoo anbringen – diese Schritte sind erforderlich

Eigentlich handelt es sich bei einem Wandtattoo um nichts Geringeres als um einen etwas größeren Aufkleber, der für gewöhnlich aus einer dünnen Vinylfolie besteht. Auf der Rückseite befindet sich ein spezieller Klebstoff, der gewährleistet, dass der Sticker auch wirklich an der Wand kleben bleibt.

Bevor Sie damit beginnen, das Wandtattoo an die Wand zu kleben, sollten Sie sich die Anleitung, die normalerweise zusammen mit jedem Wandtattoo verschickt wird, gründlich durchlesen.

Zunächst sollten Sie erst einmal klären, wo genau Sie das Wandtattoo aufkleben möchten, denn es gibt Wandtattoos für den Innenbereich und auch spezielle Versionen für den Außenbereich, die besonders UV- und witterungsbeständig sind. Aber auch die Art des Untergrundes selbst sollte zuvor geklärt werden. Je nachdem, um welchen Untergrund es sich handelt, ist eine andere Vorbereitung erforderlich, wie zum Beispiel, wenn Sie das Wandtattoo auf einer Raufasertapete anbringen möchten.

Um ein Wandtattoo anzubringen, sollten Sie zunächst folgendes Zubehör bereithalten:

Schritt 1: Den Untergrund vorbereiten

Der Untergrund, auf dem Sie das Wandtattoo anbringen möchten, muss unbedingt frei von Staub, Schmutz und Fett sein und sollte darüber hinaus trocken sein. Ist die Oberfläche mit zum Beispiel Acryl oder Silikon behandelt, so besteht das Risiko, dass das Wandtattoo darauf nicht halten wird.

Testen Sie am besten erst mit einem Probestück die Klebekraft auf dem Untergrund. Sollte dieses am nächsten Tag noch immer fest an der gewünschten Stelle kleben, dann steht dem Ankleben des Wandtattoos nichts im Wege.

Schritt 2: Die Positionierung

Suchen Sie sich eine Stelle aus, an der Sie das Wandtattoo aufkleben möchten und markieren Sie diese vorsichtig mit einem Bleistift. Halten Sie nun das Wandtattoo an die Wand und richten Sie es mit einer Wasserwaage aus, damit es hinterher auch garantiert gerade hängt. Nun zeichnen Sie noch einmal an einer anderen Stelle eine Markierung an die Wand. Beide Markierungen helfen Ihnen, das Wandtattoo anschließend gerade an die Wand zu kleben.

Schritt 3: Die Trägerfolie

Als nächstes entfernen Sie vorsichtig die Trägerfolie. Legen Sie das Wandtattoo dazu mit der Rückseite nach oben auf einen ebenen Untergrund und ziehen Sie die Trägerfolie langsam in einem flachen Winkel ab. Achten Sie darauf, dass das Wandtattoo dabei nicht kleben bleibt, da es sonst an einigen Stellen droht einzureißen. Gehen Sie daher behutsam vor und nehmen Sie sich Zeit für diesen Schritt.

Wenn Sie das Wandtattoo an der Wand etwas anders anordnen möchten als dies auf dem Trägerpapier der Fall ist, dann können Sie es jederzeit beliebig zurechtschneiden. Dies sollte allerdings geschehen, noch bevor Sie die Trägerfolie abziehen.

Schritt 4: Das Anbringen

Nehmen Sie nun die Transferfolie mit dem Wandtattoo und richten Sie es an den zuvor aufgezeichneten Markierungen aus. Drücken Sie es fest gegen die Wand und streichen Sie vorsichtig mit der Rakel darüber. Üben Sie dabei etwas Druck aus, damit auch wirklich alle Teile des Wandtattoos fest mit der Wand verbunden werden.

Schritt 5: Die Transferfolie

Ziehen Sie nun vorsichtig die Transferfolie ab. Gehen Sie dabei vor wie bei der Trägerfolie und achten Sie auf einen flachen Winkel. Ziehen Sie die Transferfolie nur sehr langsam ab und achten Sie darauf, dass Sie das Wandtattoo nicht versehentlich mit abziehen. Sollte dies doch einmal geschehen, drücken Sie die Transferfolie noch einmal an und gehen Sie noch einmal mit der Rakel über die betreffende Stelle.

Ist die Transferfolie entfernt, greifen Sie zu einem fusselfreien Tuch und streifen vorsichtig über die einzelnen Elemente des Wandtattoos, um diese noch einmal an den Untergrund zu drücken und eventuelle Lufteinschlüsse zu entfernen. Streichen Sie dafür am besten stets von innen nach außen über die Folie. Für zusätzlichen Halt sorgt ein Föhn, da die Vinylfolie durch die leichte Wärme weich wird und sich so noch besser an eventuelle Unebenheiten des Untergrundes anpasst. Halten Sie hierbei aber unbedingt genug Abstand, damit die Folie nicht verschmort. Abschließend sollten Sie natürlich auch noch die Bleistiftstriche wieder mit einem Radierer entfernen.

Diese Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden

Beim Anbringen von Wandtattoos kann so allerhand schief gehen, wenn man nicht alle Eventualitäten berücksichtigt.

Schmutz

Der wohl häufigste Grund, den viele nicht beachten, ist ein unsauberer Untergrund. Selbst die kleinste Menge Staub kann bereits ausreichen, dass die Klebekraft nicht ausreicht. Reinigen Sie den Untergrund daher unbedingt vorher gründlich von Fett und Staub und trocknen Sie ihn gut ab.

Da Wandtattoos in der Regel nicht nur auf unebenen Oberflächen wie etwa auf einer Raufasertapete aufgeklebt werden können, sondern auch auf Glasscheiben oder Fliesen, sollten natürlich auch diese zuvor gründlich gereinigt werden. Greifen Sie hierfür aber unter keinen Umständen zu einem Reiniger mit Abperleffekt, da sonst auch das Wandtattoo nicht richtig kleben wird.

Feuchtigkeit

Oftmals werden Wandtattoos beim Einzug oder nach einer Renovierung an die Wand geklebt. Sollten Sie die Wände gerade erst tapeziert oder frisch gestrichen haben, dann sollten Sie unbedingt wenigstens zwei bis drei Wochen warten, bis Sie das Wandtattoo aufkleben. Wurde die Wand frisch verputzt, dann sollten Sie sogar noch länger warten. Der Grund dafür ist die Feuchtigkeit, die noch lange Zeit in den Wänden sitzt. Kleben Sie das Wandtattoo zu früh auf besteht das Risiko, dass die Restfeuchtigkeit den Klebstoff auflöst, wodurch das Wandtattoo irgendwann unweigerlich von der Wand fallen wird.

Falsche Wandfarbe

Auch wenn dies doch eher die Ausnahme ist, so gibt es doch Wandfarben in denen Substanzen enthalten sind, die sich mit dem Klebstoff vom Wandtattoo nicht vertragen. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass die Wandfarbe garantiert frei von Silikonen oder Acryl ist. Auch Lehm-, Roll- oder Streichputz sind eher ungeeignet.

Zusammenfassung

Wandtattoos werden in den letzten Jahren immer beliebter, kann man mit ihnen doch schließlich sein Zuhause innerhalb kürzester Zeit verschönern. Doch bei der Anbringung kann vieles schief gehen. Deshalb ist eine gründliche Vorbereitung sehr wichtig und niemals zu unterschätzen.

Artikelbild: © Kasia Bialasiewicz / Bigstock.com

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