Rigipsplatten-Preis – Wodurch werden die Kosten für Gipskarton beeinflusst?

Rigipsplatten-Preis – Wodurch werden die Kosten für Gipskarton beeinflusst?

Viele Heimwerker möchten Gipskartonplatten für den Innenausbau oder den Trockenbau verwenden, weil sie zahlreiche Vorteile wie eine einfache Verarbeitung bieten. Doch mit welchen Kosten müssen Sie rechnen, wenn Sie eine Trockenbauwand oder -decke mit Gipskarton bauen wollen? Auf diese Frage gibt es – wie so oft – keine allgemeine Antwort, denn die Preise für Gipskartonplatten hängen von vielerlei Faktoren ab, wie etwa von der Stärke, den Maßen und dem Einsatzbereich. Erfahren Sie in diesem Heimhelden.de-Ratgeber mehr über die Preisfaktoren und die Preisgestaltung bei Rigipsplatten.

Rigipsplatten sind beliebte Baustoffe für den Innenbereich

Platten aus Gipskarton stehen bei vielen Hobby-Handwerkern hoch im Kurs, wenn es um den Innenausbau geht. Mit Rigipsplatten lassen sich sowohl bestehende Wände verkleiden als auch schnell und einfach neue Innenwände einziehen. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Gipskartonplatten sind einfach zu verarbeiten und gleichzeitig preisgünstig. Vergleicht man die Kosten von Rigips-Wänden mit den Preisen, die Sie für massive, gemauerte Wände zahlen müssten, so ist Gipskarton deutlich preiswerter. Dazu kommt noch, dass die Platten viele weitere Vorteile bieten:

  • Hoher Feuerwiderstand
  • Geringes Gewicht
  • Kleiner Flächenverlust

Zudem können Wände aus Gipskarton vergleichsweise einfach wieder zurückgebaut werden, was bei gemauerten Wänden nicht der Fall ist.

Welche Faktoren beeinflussen bei Rigipsplatten den Preis?

Grundsätzlich gilt bei Gipskartonplatten dasselbe wie bei vielen anderen Baustoffen und Materialien: Die Qualität beeinflusst den Preis! In dieser Hinsicht gibt es bei Rigipsplatten tatsächlich große Unterschiede, denn je nachdem, für welchen Einsatzzweck die Platten gekauft werden, sind sie anders beschaffen.

Verwechseln Sie Gipskartonplatten beim Kauf nicht mit sogenannten Gipswandbauplatten. Letztere bestehen vollständig aus Stuckgips und sind daher meist viel teurer als Gipskartonplatten.

Für den normalen Trockenausbau benötigen Sie andere Platten als zum Abhängen von Decken oder für die Herstellung eines Estrichs. Darüber hinaus gibt es noch spezielle Ausführungen wie etwa Rigipsplatten, die imprägniert und daher auch für Feuchträume geeignet sind. Platten mit einer speziellen Glasfaserarmierung sind ebenfalls erhältlich. Sie erhöhen den Feuerschutz. Solche Varianten sind natürlich teurer als einfache Gipskartonplatten, die Sie für die Verkleidung von bestehenden Wänden einsetzen. Für die Spezialplatten müssen Sie mehr zahlen, erhalten dafür aber auch vorbehandelte Platten in einer hervorragenden Qualität.

Bekannte Hersteller von Rigipsplatten

Der Preis richtet sich aber nicht nur nach der Art der Platten, sondern auch nach dem Hersteller. Die klassische Gipskartonplatte wird unter dem Markennamen „Rigips“ vertrieben und stammt von der Firma Saint Gobain. Neben diesem Hersteller gibt es nur noch einen weiteren großen Hersteller, der den Markt für Gipskartonplatten maßgeblich beeinflusst: Knauf. Die meisten Gipskartonplatten, die Sie im Handel finden, stammen von einer dieser beiden Marken. Auch das benötigte Zubehör wie Fugenspachtel oder Kantenglätter wird meist von Knauf oder Saint Gobain hergestellt. Es gibt noch weitere Firmen, die Gipskartonplatten produzieren, wie zum Beispiel Lafarge oder Danogips. Sie sind im Handel aber eher selten zu finden und nicht so weit verbreitet. Dafür können Platten dieser Marken Ihnen einen Preisvorteil ermöglichen.

Die verschiedenen Gipskartonplatten und ihre Einsatzbereiche

Die normalen und preisgünstigen Rigipsplatten sind nicht feuchtigkeitsbeständig. Nur speziell imprägnierte Gipskartonplatten, die Sie häufig an der grünen Farbe erkennen, eignen sich daher für Feuchträume wie Bad und Küche. Darüber hinaus gibt es Gipskartonplatten, die mit Glasfasern beschichtet sind. Sie bieten sich für Einsatzbereiche an, die besonders hohen Anforderungen an den Feuer- und Brandschutz genügen müssen. Einige Platten sind mit Dämmung kombiniert, um den Schallschutz zu erhöhen. Im Allgemeinen unterscheidet man die folgenden Ausführungen bei Rigipsplatten, die jeweils unterschiedliche Preise aufweisen:

  • Normale Bauplatte (GKB)
  • Feuerschutz-Bauplatte (GKF)
  • Bauplatte imprägniert (GKBI)
  • Feuerschutz-Bauplatte imprägniert (GKFI)
  • Gipskarton-Verbundplatte mit Hartschaum

Grundsätzlich kommen Gipskartonplatten häufig beim Innenausbau zum Einsatz, etwa um nicht tragende Innenwände oder leichte Verkleidungen zu realisieren. Zudem werden sie gerne genutzt, um Decken abzuhängen. Sie sorgen für einen ebenen, glatten Untergrund auf ungleichmäßigen Rohwänden, sodass Sie keinen Trockenputz benötigen. Auch für Verkofferungen, die Elektro- oder Installationsleitungen verschwinden lassen, bieten sich Gipskartonplatten an.

Wie teuer sind die einzelnen Platten?

Herkömmliche Gipsplatten, die zwei Meter lang, 1250 Millimeter breit und 12,5 Millimeter stark sind, kosten in der Regel sechs Euro pro m². Wenn Sie stärkere Platten kaufen möchten, müssen Sie entsprechend mehr Geld ausgeben: So kostet dieselbe Platte mit einer Stärke von 18 Millimetern ungefähr neun Euro pro Quadratmeter.

Wenn Gipskartonplatten im Angebot sind, sind immer Preisersparnisse möglich. Es lohnt sich daher, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen, wenn Sie Geld sparen möchten.

Für eine Feuerschutzplatte mit den Maßen 2 Meter x 1250 Millimeter x 12,5 Millimeter zahlen Sie im Durchschnitt acht Euro pro Quadratmeter, während sich der Preis für imprägnierte Platten, die für Feuchträume geeignet sind, meist auf etwa zehn Euro pro Quadratmeter beläuft. Gedämmte Platten können bis zu 20 Euro pro Quadratmeter kosten. Wenn Sie eine Wand dämmen möchten, die etwa 25 Quadratmeter groß ist, so zahlen Sie also bereits 500 Euro für die Platten. Zusätzlich müssen Sie noch Ansetzbinder und anderes Zubehör kaufen, wodurch weitere Kosten entstehen.

Beim Preis der Rigipsplatten immer genau hinschauen

Sofern Sie die Preise für Gipskarton- und Gipsfaserplatten miteinander vergleichen, sollten Sie immer die Einheit, für die der jeweilige Preis gilt, genau im Blick haben. Prinzipiell sind die zwei folgenden Preisangeben möglich:

  • x Euro pro Stück / x Euro pro Platte
  • x Euro pro Quadratmeter

Beim ersten Hinschauen wirken Quadratmeter-Preise oft günstiger als die Stückpreise. Das ist aber nicht unbedingt der Fall, weshalb Sie nachrechnen sollten.

Die Tatsache, dass ein günstiger Quadratmeter-Preis nicht immer wirklich eine Preisersparnis bietet, zeigt das folgende Beispiel für eine imprägnierte Gipskartonplatte der Größe 2000 x 1200 Millimeter. Das entspricht einer Fläche von 2,4 Quadratmetern. Anbieter A berechnet für diese Gipskartonplatten 3,93 Euro pro Quadratmeter, während Anbieter B für eine Platte 6,74 Euro verlangt. Auf den ersten Blick scheint es, als sei Anbieter A günstiger, aber das ist ein Irrtum: Rechnet man den Quadratmeter-Preis in den Stückpreis um, so kostet bei ihm eine einzelne Platte knapp 9,41 Euro. Anbieter B ist also die bessere Wahl!

Wie Sie die Gesamtkosten der Rigipsplatten berechnen

Wenn Sie zum Beispiel eine sechs Meter lange und 2,4 Meter hohe Trockenbauwand auf beiden Seiten mit Rigipsplatten verkleiden möchten, benötigen Sie zwölf Platten der Größe 2000 x 600 für jede Wandseite, also insgesamt 24 Rigipsplatten. Nun können Sie die Rigipsplatten bei einem günstigen Anbieter kaufen. Allerdings müssen Sie zu den Gesamtkosten noch weitere Materialkosten addieren, wie etwa das Zubehör für die Trockenbauwand, die zuvor errichtet werden muss.

Zusammenfassung

Die Frage, wie teuer Rigipsplatten sind, lässt sich nicht pauschal beantworten, denn die Kosten richten sich nach mehreren Faktoren, wie etwa nach der Stärke, dem gewünschten Einsatzbereich und der Marke. Beispielsweise sind imprägnierte oder feuergeschützte Gipskartonplatten teurer als einfache Ausführungen, die zum Verkleiden einer Wand eingesetzt werden. Da es bei den einzelnen Anbietern Unterschiede zwischen den Preisen der Rigipsplatten gibt, lohnt sich ein Preisvergleich, allerdings sollten Sie hierbei darauf achten, ob der Preis pro Quadratmeter oder pro Stück gilt.

Artikelbild: © olgavolodina / Bigstock.com

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