Stress mit der Kinderzimmer-Raumgestaltung minimieren

Stress mit der Kinderzimmer-Raumgestaltung minimieren

Die Bepanthen-Kinderförderung hat die Universität Bielefeld beauftragt, eine Studie zum Stresslevel von Kindern und Jugendlichen zu erstellen[1]. Das Ergebnis: Jedes sechste Kind leidet unter Stress – und dieser beginnt häufig im Kinderzimmer. Die Gründe reichen von hohen Erwartungen der Eltern bis hin zu fehlendem Freiraum für Selbstbestimmung. Vielen Eltern ist das Problem nicht bewusst, weshalb wir in diesem Artikel darauf aufmerksam machen. Des Weiteren erklären wir, wie Eltern ihren Kindern ein Mitbestimmungsrecht bei der Gestaltung ihres Zimmers einräumen.

Stress – die Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts

Stress hat sich in den letzten Jahren zu einer Volkskrankheit der modernen Gesellschaft entwickelt. Einer Studie der Techniker Krankenkasse[2] zufolge gehört Stress für mehr als jeden zweiten Deutschen (57 Prozent) zum Alltag. Nur 13 Prozent geben an, nie gestresst zu sein. Ein Blick auf das Alter der Gestressten offenbart, dass die größten Werte bei den 36- bis 45-Jährigen zu finden sind. Diese Menschen sind mit großer Wahrscheinlichkeit Eltern von Kindern und Jugendlichen. Diese Sandwich-Generation versucht, Familie und Beruf zu managen – nicht immer mit den besten Ergebnissen.

Die obige Statistik wirft die Frage auf: Übertragen Eltern den Stress aus ihrer Arbeitswelt und ihrem Privatleben auf ihre Kinder? Fakt ist, dass das Leben in der modernen Welt von Menschen immer mehr abverlangt. Nicht jeder kann mit dieser wachsenden Anforderung gut klarkommen.

Das Problem wird durch den aktuellen Trend zur Landflucht ausgeweitet. Insbesondere junge Menschen ziehen in Städte, wo sie größere Chancen auf ein gutes Leben sehen. Laut der TK-Studie sind 69 Prozent der Großstadtmenschen manchmal oder häufig gestresst. Bei ihren Kollegen auf dem Land beträgt der Anteil nur 58 Prozent.

Stress hat bei Kindern nachweisbare Auswirkungen

Bei Erwachsenen führt Stress früher oder später zum Burn-out-Syndrom. Etwa jeder Fünfte soll an der Krankheit leiden[3]. Gefährlich ist Burn-out aus dem Grund, weil viele Menschen die Anzeichen nicht erkennen. Unbehandelt führt Burn-out häufig zur (vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit. 2014 gab es unter 1.000 versicherten Verbrauchern fünf Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund von Burn-out[3]. Zehn Jahre zuvor kam nur ein Fall unter 1.000 Versicherten vor. Nicht immer führt Burn-out zur Arbeitsunfähigkeit. Jeder Zehnte muss sich aufgrund der Krankheit Arbeitsunfähigkeitstage nehmen.

Was für Erwachsene ungesund ist, kann für den Nachwuchs nur noch schlimmere Folgen haben. Kinder befinden sich im Wachstum, ihr Körper und Hirn können noch nicht mit psychischen Problemen fertig werden. Hinzu kommen Stressfaktoren, die Erwachsene nicht besitzen:

  • Leistungsdruck in der Schule
  • hohe Ansprüche der Eltern
  • maximale Leistung für eine Sportart erbringen

Kinder berichten davon, dass diese Stressfaktoren sie wütend oder zornig machen. Die Forschungsgruppe der Universität Bielefeld fand zudem heraus, dass gestresste Kinder eine niedrige Kompetenz im Bereich Problemlösung besitzen. Jedes sechste Kind ist nicht in der Lage, Probleme selbstständig zu lösen. Hinzu kommen Versagensängste, die jedes zweite Kind plagen.

Mitbestimmungsrecht bei der Kinderzimmergestaltung

Nur wenige Eltern realisieren die Notwendigkeit für ihre Kinder, einen Ort zum Zurückziehen zu benötigen. Für sie ist das eigene Zimmer ein Ort, wo sie sich geborgen fühlen – zumindest in Theorie. Fakt ist, dass in vielen Haushalten Kinder wenig zu sagen haben, wenn es darum geht, das eigene Zimmer zu gestalten.

Eltern sollten ihre Kinder aktiv in die Gestaltung ihres Wohnraumes miteinbeziehen. Wir empfehlen Eltern, ihr Projekt über das geplante Projekt im Voraus zu informieren. Dem Nachwuchs geben sie die Aufgabe, Wünsche zu sammeln und diese den Eltern zu präsentieren. Anschließend erarbeiten beide Seiten gemeinsam, welche Wünsche unter Anbetracht der räumlichen Gegebenheiten und dem Budget infrage kommen.

Im digitalen Zeitalter fällt die Auswahl von Kindermöbeln besonders einfach. Bei dem Spezialisten baby-walz.de finden Eltern Möbel-Komplettsets, mit denen man stressfrei das komplette Kinderzimmer einrichten kann. Die Möbel dort sind zum Teil in thematischen Designs erhältlich. Falls das Kind kein Komplettset wünscht, kann es gemeinsam mit den Eltern einzelne Elemente auswählen:

  • ein Bett
  • mehrere Schränke und Regale
  • Dekorationen und Accessoires
  • ein Schreibtisch und Sitzmöbel

Wichtig ist, dass Eltern die Meinung und Wünsche ihrer Kinder respektieren und diese nicht unbegründet abschlagen. Stattdessen sollten sie dem Nachwuchs erklären, warum ihr Wunsch nicht zum Kinderzimmer passt.

Die farbliche Gestaltung des Kinderzimmers

Bis die ausgewählten Kindermöbel und Accessoires nach Hause geliefert werden, haben Eltern und Kinder ausreichend Zeit, sich um die farbliche Gestaltung des Raumes zu kümmern.

Bei der Farbgestaltung müssen Eltern das Thema Schadstoffe ernst nehmen. Dazu haben wir hier einen ausführlichen Artikel publiziert.

Die Gesundheit des Kindes hat oberste Priorität. Deshalb soll das Zimmer nicht nur als Rückzugsort dienen, damit das Kind sich entspannen kann. Diese Umgebung muss komplett schadstoffarm sein.

Testberichte haben gezeigt, dass in vielen Tapeten und Farben Schadstoffe enthalten sind. Achten Sie beim Kauf deshalb auf folgende Tipps:

  • Klassische Raufasertapeten sowie Papiertapeten sind beliebt und meist frei von Schadstoffen. Da sie atmungsaktiv sind, erhöhen sie die Qualität des Raumklimas. Achten Sie beim Kauf auf das Siegel Der Blaue Engel.
  • Wer seine malerische Kunst zur Geltung bringen möchte, kommt um die Verwendung von Farben nicht herum. Leider enthalten viele Farben Lösungsmittel, Formaldehyd und Weichmacher. Entscheiden sie sich für unbedenkliche Dispersionsfarben auf Wasserbasis.

Lesen Sie den Ratgeber Gesund und umweltfreundlich Renovieren (PDF) vom Umweltbundesamt. Er informiert ausführlich über Farben, Tapeten und Co. sowie ihre Inhaltsstoffe.

Unabhängig davon, ob sie das Kinderzimmer tapezieren oder mit Farbe bestreichen: Machen Sie die Angelegenheit zu einem Gemeinschaftsprojekt mit ihrem Kind. Wenn das Kind eigene Motive auf die Wand malen möchte, sollten sie es nicht daran hindern. Helfen Sie ihm stattdessen mit Schablonen und erklären Sie dem Kind, wie es das Werkzeug richtig verwendet.

Berücksichtigen sie die Wirkung der Farbe

Ob bei Möbeln, den Wänden, dem Fußboden oder den Accessoires – Farben wirken sich auf das Gemüt des Kindes aus. Grundsätzlich sollte ein Kinderzimmer einladend wirken. Aus diesem Grund empfehlen wir, helle Töne zu wählen. Mit kräftigeren Farben können Eltern und Kinder Akzente setzen. Mehr zum Thema Farben im Kinderzimmer gibt es in diesem Ratgeber.

Zusammenfassung

Menschen der modernen Welt werden zunehmend von Stress geplagt. Eltern haben hohe Erwartungen an ihre Kinder und versetzen den Nachwuchs in eine stressige Situation. Versagensängste und ein fehlendes Mitbestimmungsrecht verschlimmern die Situation. Indem Eltern das Kinderzimmer gemeinsam mit dem Nachwuchs gestalten, kreieren sie einen Rückzugsort, der den Wünschen des Kindes entspricht.


  1. Burn-Out im Kinderzimmer: Wie gestresst sind Kinder und Jugendliche in Deutschland?
  2. Bleib locker, Deutschland! TK-Studie zur Stresslage der Nation
  3. Quelle: WIdO

Artikelbild: © hkeita / Shutterstock

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