Auto in der Garage überwintern

Auto in der Garage überwintern

Zuerst sollte in der Garage alles Unnötige beseitigt werden, damit das Fahrzeug von allen Seiten zugängig ist. Weiterhin ist für gute Lichtverhältnisse zu sorgen. Passendes Werkzeug, wie Kerzen-, Gabel- und Ringschlüssel, sowie verschiedene Schraubenzieher und Putzmaterial sind unentbehrlich, damit kleinere Reparaturen und Reinigungsarbeiten erledigt werden können. Sinnvoll ist es, die Batterie abzuklemmen oder sie komplett herauszunehmen. Je nach länge der Standzeit des Autos kann der Ladezustand der Batterie überprüft und gegebenenfall aufgeladen werden. Fällt die Temperatur unter die Nullgradgrenze kann man die Gummidichtungen an Türen und Fenstern mit einem Pflegemittel einreiben, um beim Öffnen keine Probleme zu bekommen. Auch die Türschlösser vertragen eine Behandlung mit Spray, so dass gegen ein Einfrieren vorgesorgt ist. Hin und wieder ist das Anlassen des Motors von Vorteil. Ebenfalls ist das Treten der Bremsen und der Kupplung angebracht, damit sie ihre Gängigkeit behalten.

Sicherlich ist das Alter des Fahrzeuges ein wichtiges Merkmal, da die heute produzierten Autos völlig anders konstruiert sind und ein Zugang zu den einzelnen Motorteilen so gut wie nicht mehr möglich ist. Eine Reparatur kann meist nur in Verbindung mit Diagnosegeräten erfolgen. Aber es gibt ja noch genug ältere Fahrzeuge, wenn nicht gar Oldtimer, deren Pflege und Erhalt eine Lebensaufgabe darstellt. Diese alten Schätzchen bedürfen einer besonderen Zuneigung, um sie sicher über den Winter und die nächsten Jahre zu bringen. Während der Standzeit ist das Abdecken mit einem luftdurchlässigen großen Tuch erforderlich um Staub und Feuchtigkeit abzuhalten. Auch das kurze Rein- und Rausfahren aus der Garage hält die gesamte Mechanik in Schwung, so dass man bei den ersten Sonnenstrahlen im Frühling den Wagen besteigt, den Zündschlüssel dreht und schon erklingt ein sonorer Klang des Motors, der die Herzen höher schlagen lässt. Für manche Fahrzeuge lohnt sich auch mit einer speziellen Politur den Lack winterfest zu machen.

Hier heißt es: Gib dem Rost keine Chance

Das Gleiche gilt natürlich für alle Chromteile, an denen sich besonders gerne kleine unschöne Pickelchen in den Wintermonaten bilden. Noch idealer ist eine Garage mit Heizung, die aber in den seltensten Fällen vorhanden ist. Mit einem Stromanschluss lässt sich im Winter, bei extremen Niedrig-Temperaturen durch einen Heizlüfter das Klima eine wenig nach oben fahren.

Bei älteren Fahrzeugen ist hin und wieder das Aufstellen der Türen angebracht, damit sich im Innenraum keine unangenehmen Gerüche bilden können. Bei dieser Arbeit kann man auch gleich die Scharniere durch Sprühfette gängig halten. Die Scheiben bedürfen ebenfalls einer Pflege, damit nach längerer Standzeit keine matten Stellen entstehen, die häufig nur sehr schwer zu entfernen sind. Alles in allem ist es klüger seinen Wagen im Winter zu pflegen. Er wird sich mit einer langlebenden Zuverlässigkeit bedanken.

Artikelbild: © tab62 / Shutterstock

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2 Kommentare

  1. Nico Alberts 17.03.2020 10:40 Uhr

    Gut zu wissen, dass bei den heutigen Fahrzeugen der Zugang zu einzelnen Motorteilen so gut wie nicht mehr möglich ist. Bei meinem alten BMW musste ich mich früher noch selbst um den Hohlraumschutz kümmern, da sich dort häufig Feuchtigkeit gesammelt hat und das Auto dann von innen heraus zu rosten begann. Hätte ich damals gewusst, dass es sinnvoll ist ab und zu die Türen aufzustellen, hätte ich wohl einiges vermeiden können.

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  2. Nico Alberts 23.03.2020 11:56 Uhr

    Wenn unser Cabrio im Winter in der Garage steht, dann geht mein Mann immer mal wieder dorthin und macht die Standheizung an, damit der Motor nicht verkühlt. Er hat auch Angst, dass sich sonst auf den Chromteilen so kleine Pickelchen bilden. Interessant, dass man manche Fahrzeuge auch mit einer speziellen Politur winterfest machen kann.

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