Rückenschmerzen nach dem Schlafen: häufig liegt es an der Matratze

Rückenschmerzen nach dem Schlafen: häufig liegt es an der Matratze

Wachen Sie jeden Morgen mit schmerzhaften Verspannungen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und vielleicht sogar Taubheitsgefühlen und Kribbeln in den Armen und Beinen auf?

Das deutet darauf hin, dass Sie auf einer falschen Matratze schlafen. Mit diesem Problem sind Sie nicht allein, denn über 50 Prozent aller Deutschen haben mit quälenden Rückenschmerzen zu kämpfen, die teilweise aus einer ungesunden Körperhaltung am Tag, oft aber auch an einer schlechten Schlafposition in der Nacht hervorgerufen werden.

Genau deshalb ist es von so großer Bedeutung, dass nicht nur Lattenrost und Matratze aufeinander abgestimmt werden, sondern vor allem auch die Matratze zu Ihrem Körperbau und Ihren Schlafgewohnheiten passt. In diesem Artikel erläutern wie Ihnen, wie eine Matratze Rückenschmerzen auslösen kann und wie Sie schmerzhafte Verspannungen der Muskulatur und eine Überbelastung der Gelenke vermeiden, indem Sie auf der für Sie perfekten Matratze schlafen.

Wie eine Matratze zu Rückenschmerzen führen kann

Zunächst ist es egal, ob Sie eine Kaltschaummatratze oder eine Latexmatratze besitzen: Wenn diese Matratze nicht zu Ihrer Schlafposition und Ihrem Körperbau passt, werden Sie zwangsläufig früher oder später Rückenschmerzen bekommen.

Die meisten Menschen achten auf eine gute Haltung am Arbeitsplatz, weil sie dort viel Zeit verbringen. Aber auch im Bett befinden Sie sich durchschnittlich sechs bis acht Stunden am Tag, weshalb eine dauernde Fehlhaltung im Schlaf ebenso ungünstig ist wie eine Fehlhaltung am Arbeitsplatz.

Ein großes Problem besteht in der Kuhlenbildung. Ist eine Matratze zu weich oder einfach durchgelegen, entstehen Kuhlen. Darauf reagiert der Körper unbewusst mit permanenter Anspannung, um eine bequeme Position einzunehmen, die zum Körperbau passt. Das verhindert jedoch, dass sich die Muskulatur nachts entspannen und regenerieren kann.

Die Muskeln verspannen und verkrampfen sich, was zwangsläufig zu Schmerzen führt. Aber auch eine zu harte Matratze kann Rückenschmerzen begünstigen. Die Matratze muss an den Schultern, der Hüfte und dem Becken ausreichend nachgeben. Klappt das nicht, erzeugt sie zu viel Gegendruck, sodass die Muskeln in einer ungünstigen Position verweilen. Der Körper wird nicht optimal gelagert, kann sich nicht erholen und verspannt.

Verspannungen vorbeugen – mit der richtigen Matratze

Wenn Sie nachts Verspannungen vermeiden und somit Schmerzen vorbeugen möchten, ist es das A und O, eine gute Matratze auszuwählen. Dabei gilt: Die Matratze, die für eine andere Person perfekt ist, kann für Sie völlig unpassend sein. Daher gibt es beim Matratzenkauf auch keine Möglichkeit für pauschale Empfehlungen. Aus diesem Grund sollten Sie laut rueckenfit.info vor allem auf folgende drei Punkte achten, wenn Sie sich eine Matratze aussuchen:

  1. geeigneter Härtegrad
  2. hohe Punktelastizität
  3. mehrere Liegezonen

Im Folgenden erläutern wir Ihnen, was das konkret bedeutet.

Der richtige Härtegrad

Welcher Härtegrad für Sie optimal ist, hängt zunächst von Ihrem Körpergewicht ab. Bei höherem Körpergewicht ist auch ein höherer Härtegrad empfehlenswert.

Versteifen Sie sich nicht zu sehr darauf, den Härtegrad der Matratze Ihrem Körpergewicht anzupassen. Die einzelnen Hersteller folgen keiner eindeutigen Norm, weshalb der Vergleich der Härtegrade ohnehin schwierig ist. Zudem spielt auch Ihr subjektives Wohlbefinden eine große Rolle. Manche Menschen bevorzugen weichere, andere härtere Matratzen – und das ganz unabhängig vom Körpergewicht.

Achten Sie darauf, Ihre Matratze weder zu hart noch zu weich zu wählen. Ist sie zu weich, sinken Sie zu stark in die Matratze ein, die Wirbelsäule nimmt eine unnatürliche Haltung ein und die Wirbel können sich nicht entspannen. Das führt häufig zu Rückenschmerzen.

Ist die Matratze hingegen zu hart, werden Sie das Liegegefühl als sehr unangenehm empfinden und nur unruhig schlafen. Häufig ist es für Paare empfehlenswert, zwei unterschiedliche Matratzen zu wählen, um sie individuell auf die einzelnen Schläfer abzustimmen.

Die Punktelastizität

Personen, die bereits mit morgendlichen Rückenschmerzen zu kämpfen haben, sollten eine Matratze mit hoher Punktelastizität wählen. Dann kann sich die Matratze auch gut an Ihre Körperpartien anpassen. Das heißt, dass Ihr Nacken und Ihr Rücken gestützt werden, während Becken und Schulter einsinken können. Eine hohe Punktelastizität bedeutet dabei, dass sich der Druck auf einen bestimmten Bereich nicht so stark auf die danebenliegenden Regionen auswirkt.

Die Liegezonen

Meist sind Matratzen mit unterschiedlichen Liegezonen ideal. Das heißt, dass mehrere Härtegrade in einer Matratze kombiniert werden.

Gut ist es, wenn die Matratze im mittleren Bereich etwas weicher ist, damit der Rumpf einsinken und die Wirbelsäule entlastet werden kann. Die anderen Liegezonen können dann etwas härter sein.

Die Anzahl der Liegezonen hängt davon ab, ob Sie ein ruhiger Schläfer sind. Falls ja, können Sie Ihre Matratze ruhig mit vielen Liegezonen an Ihre bevorzugte Schlafposition anpassen. Das wird Ihre Rückenschmerzen deutlich reduzieren. Drehen Sie sich nachts hingegen häufig hin und her, werden Sie wahrscheinlich eher mit einer Matratze glücklich, die nicht so viele Liegezonen besitzt.

Matratze online kaufen oder lieber nicht?

Manche Verbraucher zögern, ihre neue Matratze im Internet zu kaufen, wenngleich die Auswahl dort viel größer ist als im Handel vor Ort. Der Grund: Sie befürchten, auf das Probeliegen verzichten zu müssen und eine Matratze zu erwerben, die ihnen am Ende doch wieder Rückenschmerzen bereitet. Diese Befürchtungen sind aber nicht berechtigt.

Ganz im Gegenteil: Wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg informiert, steht Verbrauchern auch beim Online-Kauf einer Matratze ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. In diesem Zeitraum dürfen Sie die Matratze aus der Schutzfolie auspacken, probeliegen und bei Nichtgefallen wieder zurückschicken. So haben Sie die Möglichkeit, Ihre Matratze in der heimischen Umgebung zu testen und deutlich länger auszuprobieren, als dies im Fachhandel vor Ort möglich wäre.

Zusammenfassung

Wer jeden Morgen mit Nacken-, Kopf- und Rückenschmerzen aufwacht, sollte in Erwägung ziehen, dass dies an der Matratze liegen kann. Eine alte Matratze, die zu Kuhlenbildung neigt, kann ebenso zu Verspannungen, Fehlhaltungen und Schmerzen führen wie eine Matratze, die einfach nicht zu der Person passt, die darauf schläft. Daher sollten Betroffene in diesem Fall über die Anschaffung einer neuen Matratze nachdenken und bei ihrem Kauf darauf achten, dass diese perfekt zum eigenen Körper und der bevorzugten Schlafposition passt.

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