Grundlagen bei der Installation von Sanitäranlagen im Haus

Grundlagen bei der Installation von Sanitäranlagen im Haus

Ein Planungsaspekt beim Hausbau ist die Installation von Sanitäranlagen. Die großen Mengen an Wasser und besonders auch Abwasser machen eine gute Planung notwendig, um spätere Schäden zu vermeiden. Daher ist es besonders wichtig, hierbei nicht zu sehr zu sparen und die Planung vorher vollständig durchzuführen und hausspezifische Problembereiche zu identifizieren. Das beginnt bei den Rohren und endet bei der Erzeugung von warmem Wasser. Zu beachten ist dabei vieles und Fehlerquellen sind entsprechend vielfältig.

Hierfür bietet der nachfolgende Text eine Übersicht über die wichtigsten Planungsaspekte und dabei häufig auftretende Probleme.

Diese Planungsmöglichkeiten obliegen dem Hausbauer selbst

Die Planung von Häusern muss aus bautechnischen Gründen eigentlich immer mit einem Architekten abgesprochen werden. Allerdings ist die Gestaltung nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen ohne Probleme möglich. Daher können Hausbauer auch selber festlegen, wie viele Badezimmer es geben soll und wo diese liegen sollen.

Auch die Ausstattung der jeweiligen Sanitärräume kann mitbestimmt werden. Bei praktischen Geräten, wie der Technik zum Erhitzen von Wasser, ist ebenfalls ein Mitspracherecht vorhanden und Abwägungen empfehlen sich im Besonderen. Somit gibt es für den Hausbauer viele Möglichkeiten der Mitbestimmung und individuellen Gestaltung.

Installation von Rohrsystemen

Die Bedeutung von Rohrsystemen kann gar nicht genug betont werden. Sie bringen das Wasser, welches nicht nur Lebensmittel ist, sondern auch entscheidend für die Hygiene im Haus ist. Somit ist die Versorgung mit sauberem Wasser bereits von großer Bedeutung. Auch das richtige Abfließen ist wichtig. So werden Gerüche vermieden. Generell sollten die Rohre vollumfänglich dicht sein, damit die Wände nicht von innen heraus beschädigt werden und die teuren und aufwändigen Wasserschäden verhindert werden können.

Das richtige Material bei Rohren

Die Abwägung des richtigen Rohrmaterials ist schwierig. Gesundheitsaspekte sollten zumindest bei den Versorgungsrohren immer eine große Rolle spielen, während die Stabilität und Langlebigkeit für Ver- und Entsorgung wichtig sind. Die Seite „MeinHausShop“ ermöglicht hier den Vergleich diverser Produkte namhafter Hersteller. Darüber hinaus spielt natürlich der Preis auch immer eine wichtige Rolle, da der Hausbau an sich große Mengen an Geld bindet und das Budget begrenzt ist. Generell gilt aber auch hier die Devise, dass das Sparen zu Beginn mit hohen Kosten zu einem späteren Zeitpunkt verbunden sein kann.

Das mit am besten regulierteste Lebensmittel in Deutschland ist und bleibt das Leitungswasser. Schadstoffe sollen möglichst nicht ins Wasser eindringen und bis das Wasser bei den privaten Rohren angelangt, gelingt das auch. Kunststoffrohre stehen allerdings schnell im Verdacht, kleinere Mengen an Schadstoffen beizusteuern. Durch das Ablösen kleinster Partikel wird das Wasser somit oftmals minimal verändert. Gesetzliche Vorgaben zu erlaubten Gesamtmengen werden hierbei allerdings nur selten überschritten.

Vorteile liegen in der Regel auch im Preis und im Gewicht beim Verbauen. Rohre aus Kupfer werden recht selten verwendet und bringen ebenfalls Probleme mit beigemischten Materialien mit sich. Die Mengen an Kupfer, die abgesondert werden, sind dabei allerdings ebenfalls recht unbedenklich.

Darüber hinaus bildet sich nach einiger Zeit eine Schicht an der Innenseite der Rohre. Diese Schicht ist aber schützend und sorgt dafür, dass es keine Verunreinigungen durch das Kupfer gibt. Das verzögerte Einsetzen ist aber besonders im ersten Jahr der Nutzung problematisch. Daher werden die Rohre aus Kupfer heutzutage den Kunststoffrohren nicht mehr vorgezogen.

Installation eines Hauswasserverteilersystems

Damit das Wasser im Haus ankommt und weiter gefiltert wird, kommen oftmals Hauswasserverteiler zum Einsatz. Diese können in der Kombination mit anderen Geräten verbunden werden und die Wasserversorgung regeln. Auch das Zählen des gebrauchten Wassers steht mit den Hauswasserverteilern in Verbindung. Um die Installation eines Hauswasserverteilers kommen Hausbauer nicht herum. Dieser kann aber mit Filtern kombiniert werden oder besitzt gleichermaßen eingebaute Filter. Eingebaut sind in der Regel gewisse Feinfilter. Diese sorgen dafür, dass das ohnehin schon saubere Wasser noch einmal in der Qualität steigt.

Durch das externe Installieren von Kalkfiltern und Wasserenthärtern kann das Wasser aber auch weiter gefiltert werden. Um die Versorgung aber nicht vollständig von diesen zusätzlichen Filtern abhängig zu machen, bieten einige Hauswasserverteiler auch Ersatzanschlüsse an, um das Wasser im Problemfall um die Filter herum zu leiten. Hauswasserverteiler bieten Vorteile, indem sie einen Rückfluss des Wassers vermeiden. Bleibt das Wasser einmal im Rohr stehen oder wird gar durch Fehler in einem der angeschlossenen Geräte zurückgedrückt, ist das Ableiten in ein Abflussrohr nicht möglich.

Das Abfließen entgegen der Fließrichtung würde aber eine gefährliche Belastung durch die Rohre darstellen, da das zufließende Wasser mit Druck bereitgestellt wird. Daher sind die Rücklaufsperren ein wichtiger Aspekt, um Wasserschäden und geschwächte Rohre zu verhindern. Im System verbaut werden aber nicht nur weitere Filter, zugleich wird auch die Steuerung einzelner Rohre ermöglicht. Hauswasserverteiler ermöglichen es den gesamten Zufluss von Wasser zu stoppen.

Bei der richtigen Installation können aber auch Hebel verbaut werden, die einzelne Komponenten abstellen. Das ermöglicht das Arbeiten an einigen Sanitäranlagen, ohne das gesamte Haus vom Wasser abzuschneiden.

Warmwasserversorgung durch Elektro-Warmwassererzeuger

Die Möglichkeiten der Warmwassererzeugung sind inzwischen sehr vielseitig. Klassisch wurden dazu Wasserboiler und große Kessel genutzt. Sie finden auch heute noch Verwendung, sind aber sehr platzraubend und benötigen entsprechende Rohre. Warmes Wasser wird daher oft mit der Hilfe von Gas oder Öl erzeugt. Dieses wird entweder in Durchlauferhitzern oder Warmwasserspeichern bzw. Boilern zum Erhitzen genutzt.

Hierbei ist die Abhängigkeit von einem entsprechenden Anschluss ein Problem. Beim Hausbau kann die zentrale Versorgung damit aber durchaus geschehen. Elektronische Warmwassererzeuger bieten ganz andere Vorteile. Sie können sowohl zentral, als auch dezentral unabhängig von Leitungen installiert werden. Besonders die dezentrale Verwendung verringert die Wärmeverluste innerhalb der Rohre. Im Hausbau sind dennoch zentrale Lösungen sinnvoll.

Darüber hinaus sind viele Varianten auch gleichzeitig als Warmwasserspeicher konzipiert. Das ermöglicht die Versorgung von größeren Mengen an Wasser auch bei gleichzeitiger Nutzung im Haus. Es gibt auch kleinere Versionen, die an kleinen unabhängigen Wasserentnahmestellen eingesetzt werden können.

Generell ist die geringe Größe von Vorteil, allerdings können die Kosten durch den Stromverbrauch problematisch sein.

Abschließendes Fazit

Als Hausbauer gibt es leider und auch glücklicherweise zugleich enorm viele Möglichkeiten, um Sanitäranlagen im Haus zu planen und später zu installieren. Die Variationsmöglichkeiten können daher mit der tatsächlichen Nutzung und den benötigten Kapazitäten abgewogen werden. Der Preis sollte aber auch immer eine entscheidende Rolle spielen – längst nicht alles, was technisch möglich ist, empfiehlt sich im spezifischen Fall auch.

Zusammenfassung

Sanitären Installationen im Haus sind so etwas wie die Keimzellen des Hauses, da sie ständig in Nutzung sind. Mittlerweile stehen Materialien und kombinierte Systeme zur Verfügung, die eine saubere und sichere Nutzung von Wasser ermöglichen. Je nach Bautyp und Baujahr, aber auch in Abhängigkeit zur Infrastruktur des Hauses, empfiehlt sich eine vorhergehende Fachberatung.

Artikelbild: © Vladimir Badaev / Bigstock.com

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