Natürliche Unkrautvernichter

Natürliche Unkrautvernichter

Wenn der Garten erblüht und die Blumen in vollster Pracht stehen, ist es jedem Gärtner ein Dorn im Auge: Unkraut. Überall bahnen sich Disteln, Löwenzahn und Co ihren Weg – nicht zur Freude des Betrachters. Gerade feuchtes Wetter fördert das Wachstum in den Beeten, zwischen den Platten und sogar auf der Terrasse. Fast das ganze Jahr über muss der Gärtner dem unliebsamen Wuchs zu Leibe rücken. Nicht immer muss es dabei die chemische Keule sein. Es gibt zahlreiche natürliche Methoden, Unkraut zu vernichten. Hier sind einige von ihnen zusammengestellt.

Unkraut jäten und richtig entfernen

Das beste Mittel Unkraut loszuwerden, ist auch gleichzeitig die umweltfreundlichste Methode: das klassische Jäten von Unkraut. Wer hier erfolgreich sein möchte, sollte lieber nach einem Regen dem Unkraut zu Leibe rücken. Denn dann lassen sich die meisten Pflanzen leicht ohne große Gerätschaften aus dem feuchten Boden ziehen. Bei trockener Erde bietet sich die Gartenkralle als Hilfsmittel an. Mit ihr kann der Boden aufgelockert und das Unkraut anschließend entfernt werden. Wer keine Zeit zum ausführlichen Jäten hat, sollte zumindest die Blütenköpfe abschneiden. So wird verhindert, dass sich die Samen entwickeln.

Doch Unkraut sprießt nicht nur auf dem Rasen und in den Beeten. Auch zwischen Platten und Terrassenbrettern kommt es zum Vorschein. Hier können technische Hilfsmittel zum Erfolg führen: Der Hochdruckreiniger oder Dampfstrahler beispielsweise entfernt hervorragend Unkraut zwischen Wegplatten. Auch elektrisch betriebene Bürstengeräte sind gut geeignet. Fugen sollten mit einem Fugenkratzer oder einem Messer bearbeitet werden. Auch Fugensand ist hier zu empfehlen. Auf thermischer Basis entfernt die Gasflamme den unliebsamen Wuchs.

Der thermische Schock lässt die Pflanze austrocknen und damit absterben. Nach dem elektromagnetischen Prinzip arbeiten andere Geräte. Hier wird die Keimbildung durch elektromagnetische Schwingungen verhindert. Solche Geräte sind jedoch sehr teuer. Der Gärtner muss hier je nach Anbieter bis zu 2000 Euro Investition einplanen.

Verschiedene Hausmittel helfen

Billige Alternativen, Unkraut zu entfernen, sind Omas Geheimtipps. Es gibt zahlreiche Hausmittel, die bei der Beseitigung von Disteln, Löwenzahn und Co helfen können. Essig und Salz sind nur zwei von ihnen. Beide Produkte sind billig, biologisch abbaubar und erfolgreich. Mit ihnen verdünntes Wasser kann auf die Pflanzen einfach aufgesprüht werden. Das lässt sie absterben und einfach aus dem Boden entfernen. Aber Achtung Pflanzenschutzgesetz: Diese Mittel dürfen nicht auf versiegelten Flächen, wie beispielsweise Gehwegen, Einfahrten und Terrassen eingesetzt werden.

Dieses Verbot gilt sowohl für diese Hausmittel als auch chemische Unkrautvernichter. Die Stoffe können so nicht in den Boden sickern und biologisch abgebaut werden. Stattdessen werden sie weggeschwemmt und verschmutzen das Grundwasser. Daher sollte hier beim Einsatz von Salz und Essig aufgepasst werden. Ein weiteres Hausmittel stammt aus der Küche: Kartoffel-, Nudel- und Reiswasser sollte der Koch nicht einfach wegschütten, sondern im Garten als Unkrautvernichter nutzen. Die Stärke im Wasser verstopft die Poren der Pflanzen. So können diese nicht mehr wachsen. Aber es geht auch ohne Zusätze. Einfach kochendes Wasser kann ebenfalls ein Mittel gegen Unkraut sein. Es muss einfach über die Pflanzen geschüttet und abgetrocknet werden.

Das Abbrühen tötet die Pflanze. Es ist das geruchlose Mittel gegen Unkraut. In beiden Fällen müssen die Reste des abgestorbenen Unkrautes nur noch aus dem Boden entfernt werden. Diese Methoden haben alle den Vorteil, dass sie billig im Einsatz sind und beliebig wiederholt werden könnten, sollte die eine oder andere Pflanze nicht erwischt worden sein. Für die Abwechslung kann auch Backpulver oder Brennnesselsud verwendet werden. Und auch die Drogerie bietet natürliche Unkrautvernichter zu kaufen an: ätherisches Basilikumöl oder Zitrusöl. Beide sind Herbizide und hemmen zusätzlich die Keimstoffbildung.

Vorbeugen ist die beste Medizin

Wer dem Unkraut frühzeitig entgegen wirken will, sollte mit der passenden Vorbeugung beginnen. Bei neu angelegten Beeten kann beispielsweise ein Unkrautfließ verlegt werden. Darüber kann frische Erde ausgelegt werden. Das Fließ hemmt das Wachstum von Unkraut. Zudem hält es die Feuchtigkeit besser im Boden. Auch Mulch eignet sich hervorragend. Aus Rinde oder Stroh bestehend kann es auf die obere Erdschicht deckend aufgetragen werden. Dadurch wird ebenfalls verhindert, dass Unkraut erst entsteht. Ein weiterer Vorteil: Mulch sieht optisch ansprechend aus und macht den Anblick des gesamten Beetes schöner.

Der Nachteil: Der Mulch entzieht dem Boden wichtige Nährstoffe. Wer solch eine Deckschicht verteilt, sollte daher häufiger düngen. Auch schon beim Kauf von Saatgut kann Unkraut vorgebeugt werden. Gerade bei Rasensamen ist es zu empfehlen, eher tiefer in den Geldbeutel zu greifen. Die billigen Packungen beinhalten oft verunreinigtes Saatgut. Der Gärtner pflanzt mit dem Rasen auch gleichzeitig das Unkraut in die Erde. Daher sollte auf hochwertige Mischungen geachtet werden, um Unkraut zu vermeiden.

Artikelbild: © Maksud / Shutterstock

 

2 Kommentare

  1. Dr. Hagen Filz 27.03.2017 07:01 Uhr

    Ich suche ein chemisches Spritzmittel, um die Unkräuter in dem Rasen zuvernichten. Welches Mittel können sie mir empfehlen oder evt sogar liefern.

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  2. Dr. Hagen Filz 27.03.2017 07:03 Uhr

    mein Rasen ist mit Vogelmiere, Gänseblumen u.a. total bestzt, obwohl ich einmal im Jahr vertikuliert habe. Bitte helfen sie mir

    direkt antworten

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