Parkett dunkel: Die wichtigsten Aspekte für diese Holzböden

Parkett dunkel: Die wichtigsten Aspekte für diese Holzböden

Er wirkt edel und elegant. Ein dunkler Boden verkleinert einen Raum optisch. Gerade dunkles Parkett wird immer beliebter für solch eine Einrichtung. Doch dafür eignen sich nur bestimmte Holzarten. Das Eindunkeln von Parkett ist ebenso nicht immer möglich.

Die Holzarten eignen sich für dunkles Parkett!

Für dunkles Parkett kommen nicht viele Holzarten infrage, da die meisten eher eine helle Maserung haben. Doch zwischen den wenigen Holzarten gibt es einige Unterschiede und Charakteristiken. Zu den sehr dunklen Parkettholzarten gehören:

  • Wenge
  • Merbau

Dunkle bis mitteldunkle Töne bieten folgende Holzarten:

  • Eiche
  • Robinie
  • Nussbaum
  • Kirsche

Wenge

Wenge ist ein Holz, das eine elegante und eher kühle Ausstrahlung bietet. Der Farbton geht ins Braunschwarze, teilweise wird Wenge auch nachgedunkelt. Es gilt als dunkelste Parkettholz. Der Exot wird oft als der afrikanische Nussbaum-Ersatz bezeichnet. Es ist sehr fest und hart – härter als Eichenholz. Wenge erfreut sich in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit, da es dennoch leicht zu verarbeiten ist. Zudem ist diese Holzart sehr beständig und resistent. Wird Wenge als Zweischichtparkett verlegt, kann auch eine Fußbodenheizung darunter gebaut werden.

Merbau

Aber auch Merbau ist ein beliebtestes Tropenholz, das eine enorme Härte und Langlebigkeit aufweist – 30 Prozent mehr als Eiche. Diese Eigenschaften macht es so beliebt für dunkle Parkettböden – es hält höheren Belastungen mühelos stand. Seine Formstabilität macht die Kombination mit einer Fußbodenheizung möglich. Der Farbton ist dunkel bis ins Rötliche hinein.

Eiche

Modernes Eichenparkett gehört ebenso zu den robustesten Fußböden dieser Zeit. Eiche ist pflegeleicht und kann vor allem durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis punkten. Es besitzt eine hohe Härte und Formstabilität. Ebenso können Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen hervorragend und schnell ausgeglichen werden. Eiche kann hell, aber auch dunkel erscheinen. Das Holz eignet sich auch für die Kombination mit einer Fußbodenheizung.

Robinie

Die Robinie stammt aus hiesigen Gefilden und ist ebenfalls härter als Eiche. Daher kann dunkler Parkettboden aus Robinie auch im Außenbereich gelegt werden. Das Holz bietet einen mitteldunklen Farbton. Die Dielen aus diesem Holz sollten in “Rustikal“ gewählt werden, bei denen keine Farbunterschiede oder Astlöcher aussortiert werden. Das macht den Parkettboden besonders charakteristisch und einzigartig. Eine Fußbodenheizung ist ebenso kombinierbar.

Nussbaum

Parkett aus dieser Holzart gehört zu den edelsten Holzböden, die derzeit erhältlich sind. Nussbaum ist ebenso besonders hart, beständig und vor allem als breite Landhausdiele beliebt. Eleganz verströmt dieses Holz als kleinteiliger Schiffsboden, da es viele Farbnuancen in warmen Brauntönen bietet. Auch diese Holzart kann auf eine Fußbodenheizung verlegt werden.

Kirsche

Kirschbaum-Massivholz-Dielen sind ein wenig weicher als Eiche – 15 Prozent fehlen im Härtegrad. Jedoch ist ihre Erscheinung Rotbraun. Kirsche kann eine hohe Widerstandsfähigkeit aufweisen und wird von Architekten vorwiegend in gewerblich genutzten Räume eingesetzt. Seine Formstabilität ermöglicht ebenso die Verlegung auf einer Fußbodenheizung.

Wo eignet sich dunkles Parkett?

Nicht in allen Räumen ist ein dunkles Parkett optimal, denn solch ein Boden hat eine spezielle Raumwirkung. So ist die Größe beispielsweise ausschlaggebend. Dunkles Parkett sollte nur in großen Räumen verlegt werden, da es das Zimmer optisch kleiner erscheinen lässt. Gleichzeitig macht es einen edlen und exklusiven Eindruck – die Verwendung in Gewerbe- und Showräumen ist daher sehr beliebt. Ebenso schmeicheln gute Lichtverhältnisse dunklem Parkettboden.

Dunkles Parkett ist anfälliger für Staub, Haare und Co, da diese einfacher zu sehen sind. Daher braucht dunkles Parkett regelmäßige Pflege. Auch Kratzer sind oft leichter zu sehen. Bei Kindern und Haustieren im Haushalt sollte diese Wahl gut überlegt sein.

Was passt zu dunklem Parkett?

Wer einen dunklen Boden verlegen will, hat unterschiedliche Möglichkeiten. So können gerade zu dunklem Parkett viele Kontraste erzeugt werden. Helle Farbtöne im Raum eignen sich dafür hervorragend. Die Kombination eines dunkeln Parkettbodens mit heller Decke und hellen Wänden lassen den Raum optisch breiter wirken. Wird die Decke ebenfalls dunkel gestaltet, wirkt der Raum zwar breiter, aber niedriger. Werden dunkle Wände kombiniert, kann der sogenannte Kellereffekt erzeugt werden.

Weiße Möbel werden durch einen dunkeln Parkettboden zum Strahlen gebracht. Aber auch dunkle Schränke, Tische und Co lassen sich kombinieren. Die meisten Holzarten vertragen sich mit den dunklen Holzarten auf dem Boden. Lediglich Kirschdielen sollten nicht mit anderen Holzmöbeln kombiniert werden.

Parkett dunkel einfärben – nicht immer möglich!

Ist im Raum schon Parkett verlegt, aber es hat eine helle Maserung? Dann kann es eingefärbt werden. Hierzu wird meist Holzbeize oder Holzfarbe auf die abgeschliffenen Dielen verwendet. Das Nachdunkeln von Parkett gelingt mit nahezu jedem Farbton. Vor allem Eichenparkett, Buchenparkett und Eschenparkett eignen sich dazu. Bei Ahorn und so manchem Tropenholz gelingt das Beizen jedoch nicht immer, das sie aufgrund ihrer Eigenschaft die Beize nur bedingt aufnehmen.

Welcher Farbton dabei letztendlich entsteht, hängt von der Holzart ab. Sie nehmen die Farbpigmente unterschiedlich stark auf – Buche beispielsweise viel besser als Esche. Die schlechte Nachricht ist jedoch, dass beim Verdunkeln von Parkett immer wieder leichte Farbunterschiede in der Fläche auftreten werden. Das liegt am Naturprodukt Holz, das seine charakteristischen Eigenarten hat. Ein unruhiger und nicht einheitlicher Boden ist vorprogrammiert.

Parkett verdunkeln – diese Möglichkeiten gibt es!

Neben dem Färben gibt es noch drei weitere Varianten, den Parkettboden zu verdunkeln. Dazu gehören:

Das Kalken von Parkett wird klassisch bei Eichenboden angewandt, aber auch alle anderen Holzarten sind dafür geeignet. Hierbei wird das Holz zunächst gebürstet. Das Streichen mit einer Drahtbürste öffnet die Poren. Danach wird eine Kalkpaste aufgetragen, die in das Holz eindringt. Nach Entfernen der Überschüsse braucht es eine abschließende Lackierung.

Soll das Parkett durch Öl dunkler werden, wird hier pigmentiertes Parkettöl verwendet. Hier hat der Handel unterschiedliche Farbtöne vorrätig. Das Öl muss als Erstauftrag auf das Holz treffen. Versiegeltes Parkett gilt es daher, vorher abzuschleifen.

Die letzte Möglichkeit eignet sich vor allem für Eiche und Edelkastanie, da diese reich an Gerbsäure sind. Räuchern wird durch Ammoniak erreicht, das in den Boden eindringt. Dazu müssen im betreffenden Raum lediglich Behälter mit Salmiakgeist aufgestellt werden. Das Gas reagiert mit der Säure im Holz, wodurch das Parkett geräuchert wird.

Beim Verdunkeln von Parkett sollte immer auch an die abschließende Versiegelung gedacht werden. Diese lässt das Holz oft noch ein wenig dunkler erscheinen.

Zusammenfassung

Dunkles Parkett wirkt vor allem in großen Räumen edel und elegant. Für diesen Boden sind Hölzer wie Wenge, Merbau oder auch Nussbaum geeignet. Weiße Möbel kommen durch das dunkle Parkett besonders in Strahlen. Wer schon einen hellen Parkettboden verlegt hat, muss diesen nicht austauschen. Holz lässt sich auf unterschiedlichen Wegen nachdunkeln.

Artikelbild: © PlusONE / Bigstock.com

1 Kommentar

  1. JuliusK 05.01.2017 09:55 Uhr

    Danke für den hilfreichen Artikel. Gut verarbeitete und damit qualitative Dielen sehen nicht nur schick aus sondern man fühlt es auch untern den Füßen. Jedoch sind Flecken und Schmutz nicht immer einfach zu entfernen. Was ich gelesen habe ist, dass man am besten die Dielen schleifen lässt von professionellen Handwerkern.

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