Terrassenplatten kaufen – Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Terrassenplatten kaufen – Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Die Ansprüche an den Terrassenplatz im Garten sind hoch: Er sollte modern aussehen, viel Gemütlichkeit bieten und gleichzeitig praktisch sein. Dementsprechend ist ein geeigneter Untergrund erforderlich, der sich mit Terrassen- oder Gehwegplatten schaffen lässt. Bevor Sie die Platten auf Ihrer Terrasse verlegen, fragen Sie sich höchstwahrscheinlich, welche Pflastersteine am besten geeignet sind. Das Sortiment in den gängigen Baumärkten wie Hornbach oder OBI ist groß, sodass die Auswahl nicht gerade leicht fällt. Wodurch sich die einzelnen Terrassenplatten unterscheiden und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber von Heimhelden.de.

Unterschiede zwischen den einzelnen Platten

Am stärksten unterscheiden sich Terrassenplatten durch ihr Material. Die klassischen Terrassenplatten verfügen in der Regel nicht über eine Beschichtung, sind 40 mal 40 Zentimeter groß und bestehen aus Beton. Diese Platten sind sehr preiswert, allerdings nicht besonders attraktiv.

Moderner und ansehnlicher, aber trotzdem günstig sind Natursteinimitate aus Beton. Es gibt sie in unterschiedlichen Formaten, mit außergewöhnlichen Beschichtungen und in vielen Farbtönen. So wird die Terrassenplatte aus Beton ein wahrer Eyecatcher.

Qualitative Betonplatten sind mit einem bestimmten Anteil an Natursteinen versehen. Zudem gibt es Varianten mit schmutzabweisenden Oberflächen. Den preiswerten Platten aus Beton stehen die Natursteinplatten gegenüber, die etwa aus Marmor, Granit oder Sandstein bestehen können. Sie sind zwar teurer, aber optisch sehr ansprechend. Das Farbspektrum ist hier ebenso groß wie die zur Auswahl stehenden Texturen. Zudem sind die Natursteine frei von Giftstoffen. Reizvoll sind zudem Terrassenplatten aus dunklem Holz oder in Terrakotta-Optik. Aber nicht nur optisch unterscheiden sich die einzelnen Varianten, sondern auch in puncto Qualität und Preis.

Welche Materialien stehen zur Auswahl?

Lange sah der Markt der Terrassenplatten eher trist aus. Die typischen Betonplatten waren in einem eintönigen Grau gehalten und wiesen alle ein und dieselbe Form auf. Bis heute ist die Standardausführung unter den Terrassenplatten zwar grau, aber es gibt mittlerweile auch viele Alternativen, die optisch ansprechender sind. Grundsätzlich teilt man Terrassenplatten anhand ihres Materials in vier Gruppen ein:

  1. Terrassenplatten aus reinem Beton
  2. Terrassenplatten aus Beton mit Natursteinanteilen
  3. Terrassenplatten aus Naturstein wie etwa:
    • Granit
    • Basalt
    • Muschelkalk
    • Sandstein
    • Travertin
  4. Terrassenplatten aus anderen Materialien wie:
    • Kunststoff
    • Holz
    • Feinsteinzeug

Platten aus Naturstein sind dabei am teuersten, aber auch am individuellsten. Bei Natursteinplatten gleicht keine Platte der anderen.

Industriell hergestellte Betonplatten enthalten mitunter Giftstoffe, die schädlich für Ihre Gesundheit sein könnten. Platten aus Naturstein hingegen sind immer frei von gefährlichen Giften.

Terrassenplatten aus Kunststoff oder Holz sind in zahlreichen Mustern und Farbnuancen erhältlich. Oft bilden sie das Design der Natursteinplatten nach, es gibt aber auch Varianten in Holzoptik.

Welche Farbe soll Ihre neue Terrasse haben?

Dank der modernen Terrassenplatten können Sie Ihre Terrasse in einem beliebigen Design gestalten. Längst sind die Platten nicht mehr nur in Grau oder Anthrazit gehalten, es gibt auch viele andere Farben wie beispielsweise Schwarz, Braun und Beige. Einige Ausführungen sind auch gelb oder rot nuanciert.

Unterschiede gibt es auch in Bezug auf die Qualität

Ähnlich wie Fliesen unterscheiden sich auch Terrassenplatten in ihrer Qualität. Ein Indiz für die Qualität ist vor allem die Stärke der einzelnen Platten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Gehwegplatten nicht zu dünn sind. Leider sind nicht alle Terrassenplatten wirklich frostsicher. Auch das sollten Sie beim Kauf berücksichtigen, damit Sie sich lange an Ihrer neuen Terrasse erfreuen können.

Die Preisunterschiede bei Terrassenplatten sind groß

Die Preise der Terrassenplatten weichen stark voneinander ab. Bei den klassischen Betonplatten ist der Preis pro m² am günstigsten. Auch die Varianten aus Holz und Kunststoff sind preiswert. Tiefer in die Tasche greifen müssen Sie dagegen bei Terrassenplatten aus Naturstein wie Granit. Hier können Sie jedoch Geld sparen, indem Sie die Platten im Angebot kaufen. Auch der Hersteller der Terrassenplatten beeinflusst den Preis: Die Platten von bekannten Marken wie Diephaus sind in der Regel teurer als die No-Name-Ausführungen aus dem Baumarkt.

Tipps für den Kauf von Terrassenplatten

In erster Linie entscheidet natürlich Ihr persönlicher Geschmack, für welche Terrassenplatten Sie sich entscheiden. Aber auch der Standort, die Untergrundbedingungen und Ihr Budget bestimmen mit, welche Platten am besten für Sie in Frage kommen. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf eine gute Verarbeitung und auf Frostsicherheit. Andernfalls werden Sie nicht lange Freude an Ihrer Terrasse haben.

Für Hunde- und Katzenbesitzer sind dunkle Terrassenplatten besser geeignet als helle Ausführungen. Schmutz und Haare sind dann nicht so leicht erkennbar.

Suchen Sie sich Ihre Terrassenplatten immer bei gutem Tageslicht und bei trockener Witterung aus. Der Grund: Bei Nässe verändern die Platten ihre Farbe, sodass Sie mit der Farbwahl dann später unzufrieden sein könnten. Sofern Sie vorhaben, sich die Platten nach Hause liefern zu lassen, sollten Sie die Ware direkt nach der Ankunft auf Vollständigkeit überprüfen. Zudem sollten Sie genau untersuchen, ob die Platten Beschädigungen aufweisen. Spätere Reklamationen sind meist nicht mehr möglich. Wichtig ist, dass die Platten rutschhemmend sind. Das gilt speziell für Natursteinplatten aus Granit. Andernfalls besteht bei Regenwetter Rutschgefahr auf der Terrasse.

Werkzeuge und Zubehör zum Verlegen am besten gleich mit dazu kaufen

Wenn Sie sich Terrassenplatten kaufen möchten, empfehlen wir Ihnen, sich das Werkzeug und das Zubehör, das Sie für die Verlegung benötigen, direkt mit zu erwerben. Dank der folgenden Werkzeug- und Zubehörliste werden Sie nichts vergessen.

Einen Winkelschleifer zum Kürzen der Steinplatten und eine Rüttelplatte benötigen Sie in der Regel ebenfalls. Beide Werkzeuge müssen aber nicht unbedingt gekauft werden. Stattdessen können Sie sie in vielen Baumärkten gegen eine faire Gebühr ausleihen: Ein Winkelschleifer kostet pro Tag meist weniger als 15 Euro, für die Rüttelplatte zahlen Sie am Tag etwa 30 Euro.

Zusammenfassung

Die Zeiten, in denen es Terrassenplatten nur in einem tristen Grau und in Einheitsgröße im Angebot gab, sind vorbei, denn wer heute Terrassenplatten kaufen möchte, steht vor einer großen Auswahl an Materialien, Farben, Stärken und Formen. Neben den herkömmlichen Betonplatten in Anthrazit gibt es attraktive Varianten aus Naturstein wie Granit, Travertin oder Muschelkalk, aber auch moderne Alternativen aus Holz oder farbigem Kunststoff. Empfehlenswert ist es, nicht nur die eigentlichen Terrassenplatten zu kaufen, sondern direkt auch das notwendige Zubehör und das erforderliche Werkzeug zu beschaffen.

Artikelbild: Kasia Bialasiewicz / Bigstock.com

1 Kommentar

  1. David 12.07.2017 07:26 Uhr

    Ja, das Aussehen der Terrasse und der Kauf der Platten muss gut überlegt sein. Immerhin ist das ja nicht wie eine Wandtapete, die man alle paar Jahre erneuert. Danke für den guten Artikel, mit den wertvollen Tipps und Anregungen.

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