Terrassenplatten richtig reinigen

Terrassenplatten richtig reinigen

Die Terrasse ist der ideale Ort im Frühling und Sommer, um das gute Wetter zu genießen und ein zentrales Element der Gartengestaltung. Sie nimmt, je nach Gestaltungsart und –umfang, eine Fläche von bis zu 50 Prozent der gesamten Gartenfläche ein. Damit definiert sie naturgemäß die Aufteilung in verschiedene Bereiche, kann aber auch als Verbindungselement zwischen Pflanzenbeeten, Gartenhäusern und Rasenflächen genutzt werden. Mit der Zeit bewirkt die Witterung, dass die Oberfläche uneben wird oder vor allem Natursteine eine Menge Schmutz aufnehmen, welcher einlagert und zu ungleichmäßigen Verfärbungen und Flecken führt.

In diesem Beitrag geben wir Ihnen wichtige Hinweise für die Praxis, im Fokus steht dabei die Arbeit mit einem Hochdruckreiniger.

Zunächst die Oberflächen grob reinigen

Insbesondere Steinoberflächen bieten mit kleinen Einkerbungen, nicht sauber verlaufenden Übergängen oder ähnlichem eine Basis für Ablagerungen, die eine Reinigung und Pflege erschweren. Aus diesem Grunde ist es wichtig, zunächst mit einfachen Hilfsmitteln die groben Schmutzflächen zu säubern und eine möglichst gleichmäßige Oberfläche zu schaffen. Empfehlenswert ist hierfür insbesondere ein Reisbesen, der Laub oder Kies konsequent entfernt. Um die großen Flächen kompakt und vor allem gleichmäßig zu reinigen, bedient man sich der Kraft des Wassers. Herkömmliche Gartenschläuche sind hier jedoch tabu, sie erhöhen lediglich die Wassermenge, fluten die darunterliegende Erdschicht und bieten darüber hinaus eine nur sehr marginale Reinigungsleistung.

Sogenannte Hochdruckreiniger, also Systeme mit einem starken Druck und einem pressenden Wasserstrahl, sind gründlich und für viele Untergrundarten geeignet. Hier werden Leistungen von über 100 bar Wasserdruck umgesetzt, was selbst tiefere Einlagerungen löst und zersetzt. Nur wie ist es möglich, dass aus den üblichen vier bar der Wasserleitung, am Ende in Form des Hochdruckreinigers über 100 bar werden? Die Antwort gibt die Funktionsweise solcher Reiniger selbst, denn sie funktionieren wie eine Art Wasserpumpe. Im Innern wird das Wasser gesammelt und unter hohen Druck gesetzt, über einen speziell verdichteten Schlauch gelingt das Wasser dann mit über 100 bar Wasserdruck in das Handstück. Auf diese Weise ergibt sich eine äußerst kostengünstige und dennoch effektive Reinigungsarbeit. Über einen Pistolengriff kann der Strahl dann reguliert werden und so insofern auch hartnäckiger Schmutz gelöst werden.

Terrassenplatten polieren

Polieren gehört nicht ausschließlich zur Pflege von Wohnräumen dazu, sondern erfährt auch im Bereich der Terrassenplatten eine enorme Bedeutung. War man hier vor nicht allzu vielen Jahren noch auf viele aufwendige Arbeitsschritte angewiesen, übernehmen diese Aufgabe heutzutage kompakte Geräte. Dabei wirkt die Politur nicht nur akut bei Verschmutzungen, sondern macht die Oberflächen und Terrassenplatten zugleich auch wesentlich robuster und insbesondere resistenter gegenüber erneuten Ablagerungen. Vor allem wirkt dieser Effekt als eine Art Schutzschicht vor Feuchtigkeit, die ansonsten als Transportmittel für Schmutzablagerungen in Rillen und freien Flächen dienen würde. Für ein gleichmäßiges Ergebnis empfiehlt es sich, entlang der Maskierung zu arbeiten und eine bestimmte Dosis je Abschnitt aufzutragen.

Bei Natursteinen, also vor allem Marmor, Granit oder Schiefer, muss unbedingt auf ein spezielles Steinpflegemittel zurückgegriffen werden. Diese werden auf die Eigenschaften der Natursteine ausgelegt und versprechen einen hohen Reinigungseffekt. Gewählt werden kann in diesem Zusammenhang aus Mitteln mit seitenmattem oder glänzendem Schutzfilm, wobei eine Kombination aus beiden Sorten ein Element moderner Gartengestaltung darstellt. Zudem bewirkt die Politur, dass gerade die individuellen Einfärbungen und Muster zum Vorschein kommen und einen neuen Glanz erhalten.

Moos richtig entfernen

Moose haben sich ursprünglich aus Grünalgen entwickelt und bilden kein Stütz- oder Leitgewebe aus, sie finden zur Ablagerungen auf Terrassenplatten also nahezu ideale Bedingungen vor. Einerseits breiten sie sich mit einer dicken Schicht auf der Oberfläche aus, andererseits bilden sich auch Ausläufer in den vielen Poren von Natursteinplatten. Für diese Art von Ablagerung wird ein sogenannter Dreckfräser benötigt, der zu den standardisierten Einstellungen von Hochdruckreinigern zählt. Hiermit kann ein gleichmäßiger, in der Größe variabler Rotationstrahl erzeugt werden, um punktuelles Arbeiten wesentlich zu erleichtern. Hierzu ist es wichtig, die Position des Strahls in fast 90 Grad zu stellen, da so auch Ablagerunen unmittelbar vor der Oberfläche erreicht werden können. Ein Tipp: Viele Geräte lassen sich mittlerweile mit intelligentem Zubehör ausstatten, in diesem Fall bietet der Spritzschutz eine große Abdeckung gegenüber umliegenden Gartenelementen.

Weitere Tipps für die Praxis

Die Leistung des Hochdruckreinigers ist die eine Sache, eine andere Sache ist jedoch die langfristige Wirkung der Reinigungsmittel. Besonders hartnäckige Ablagerungen, die mitunter mehrere Anläufe benötigen, erfordern eine höhere Dosis. Hierzu empfiehlt es sich, die betreffende Stelle zuvor etwas einwirken zu lassen und erst danach mit dem Hochdruckreiniger zu Werke zu gehen. Hier gibt es eine große Auswahl im Fachhandel, insbesondere im Bereich der Reiniger mit Aktiv-Formel und frei von Säuren wird man fündig. Achten Sie bei der Auswahl dieser Reinigungsmittel deshalb darauf, dass sich hiermit auch Silikonfugen reinigen lassen. Dadurch müssen einige Bereiche nicht umständlich abgedeckt werden.

Zudem kann es ratsam sein, auf Geräte mit einem integrierten Brenner zu setzen. Dieser erhitzt das aufgenommene Wasser, sodass vor allem jene Gärtner davon profitieren, die lediglich auf einen Kaltwasseranschluss zurückgreifen können. Dieser Effekt ist für die Wirksamkeit insbesondere bei Öl- und Fettflecken entscheidend, denn Wasserdruck allein hilft hier leider nicht. Sie lassen sich, je nach Hersteller und Größe, unterschiedlich stark regulieren.

Artikelbild: © Marina Lohrbach / Shutterstock

1 Kommentar

  1. Bernd Glucke 19.04.2017 09:15 Uhr

    Ich habe eigentlich die besten Erfahrungen mit elektrischen Fugenreinigern gemacht. Sehr viel einfacher und auch gar nicht teuer. Hier ist eine Internet-Seite, die die besten Elektrischen Fugenreiniger getestet hat und sogar anhand Videos zeigt wie gut die funktionieren. Hoffe das hilft :))

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