Die afrikanische Teufelskralle

Die afrikanische Teufelskralle

Die Afrikanische Teufelskralle ist ein Heilkraut, dessen Wurzeln einen Wirkstoff besitzen, der eine leicht entzündungshemmende Wirkung zeigt. Die Teufelskralle ist eine Arzneipflanze zur Behandlung von Rheuma, Arthrose oder auch Rückenschmerzen. Eine andere Form der Anwendung besteht gegen Verdauungsbeschwerden und gegen Appetitlosigkeit.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Teufelskrallen stammen aus Afrika und wachsen als wurzelartiges Gewächs oberhalb der Erde. Das Kraut verfügt über bis zu zwei Meter lange Stengel und eine circa 1 Meter lange Pfahlwurzel. Die Wurzel der Teufelskralle benötigt folglich ausreichend Platz für ihre Festigung und ihre Ausbreitung. Ihre Pfahlwurzeln bilden außerdem große, knollige Sekundärwurzeln, die ebenfalls tief liegen.

Die Teufelskrallenwurzel bezieht das nötige Wasser vor allem aus der Tiefe des Bodens. Der Standort muss ganzjährig in der prallen Sonne liegen, da das Gewächs die Bedingungen in der Savanne gewohnt ist. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Teufelskralle die Bedingungen hierzulande nicht verträgt. Sie gedeiht an sich nur in Afrika. In einem Gewächshaus gedeiht sie womöglich mit viel Aufwand. Der Boden sollte sandig sein.

Ursprünglich wächst die Teufelskralle in der Savanne von

  • Namibia,
  • Botswana oder
  • Simbabwe.

Sie ist Trockenheit gewohnt und benötigt nur sehr wenig Wasser. In Afrika sät sich die Teufelskralle selbst aus. Denn die verholzenden Früchte werden in der Natur vom Wind oder vielmehr von Tieren fortgetragen. Die Früchte tragen innerhalb die Samen und sind zunächst hellgrün. Ihre Farbe wechselt von Purpurfarbe bis Beige-Braun.

Merkmale, Aussehen und Wuchs

Die Teufelskrallenwurzel oder Afrikanische Teufelskralle ist ein krautiges Gewächs. Sie verfügt über radial angelegte Stängel. Die Laubblätter der Teufelskrallenwurzel wachsen weitgehend aufrecht. Die Blätter sind knapp 7 cm lang und fiederlappig gezackt. Die Form der Blätter der Teufelskralle wirkt überwiegend grob und nicht feingliedrig. Die Blütenkelche blühen etwa einen Tag lang. Die Blüten sind etwa 6 cm groß und glockenförmig.

Die Farbe der Blüten ist Hellrosa bis Rot. Die Frucht der Teufelskralle ist wiederum krallenförmig. Sie bleibt im Fell von Tieren hängen, die die Pflanze streifen. Dies führt zur Verbreitung der Teufelskralle. Die Samen der Früchte befinden sich innerhalb von zwei Kammern.

Die ausgebildeten Früchte des Heilkrautes verfügen sogar über eine Größe von etwa 15 cm. Sie sind krallenförmig und namensgebend für die Teufelskralle.

Steckbrief Teufelskralle
Verbreitung nur in Afrika weit verbreitet
Inhaltsstoffe Iridoid-Glycoside, Phytosteringemisch, Phenylpropanoide wie Acteosid, Zimtsäure, Flavonoide, ungesättigte Fettsäuren, Triterpene, Chlorogensäure
Heilwirkung schmerzstillend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd
Einsatzbereiche Arthrose, Gicht,Rückenschmerzen, Appetitlosigkeit, Entzündungen, Gelenkschmerzen, Neuralgie, Hexenschuss
Anbau In Europa nicht möglich oder sehr schwierig
Blütenfarbe hellrosa bis rötlich
Blütezeit (Monat) nicht bekannt, aber einmal pro Jahr
Blütenform kelchförmige Blüten
Blattfarbe dunkelgrüne Blattfarbe
Blattform fiederlappig oder eiförmig mit welligen, hochgebogenen und gerafften Rändern
Zier- oder Nutzwert grob wirkendes, exotisches Kraut
Verwendung Salbe, Tee, Tropfen
Winterhärte gedeiht im afrikanischen Winter
Wuchseigenschaften großflächiger Wuchs in die Tiefe und weitflächig an der Oberfläche
Licht intensive Sonneneinstrahlung
Bodenart Sandboden
Bodenfeuchte trockener Savannenboden

Pflanzenfamilie und Sorten der Teufelskralle

Die Teufelskrallenwurzel oder Afrikanische Teufelskralle ist eine Heilpflanze und entstammt der Familie der Sesamgewächse, auch Pedaliaceae genannt. Die Pflanze trägt die lateinische Bezeichnung harpagophytum procumbens. Es gibt in den europäischen Gebirgen eine Pflanze, die zumindest vom Namen her mit dieser Heilpflanze verwandt ist. Die europäische Teufelskralle ist jedoch nicht mit der harpagophytum procumbens verwandt. Ein Namensvetter stammt aus der Pflanzenfamilie der Glockenblumengewächse, beziehungsweise gibt es einige wenige Namensvetter im Pflanzenreich. Der Name bezieht sich hier auf die Formgebung der Blüten.

Die Heilpflanze Teufelskralle kommt anscheinend nur in der Pflanzengattung der Rötegewächse vor. Der britische Naturforscher William John Burchell hat die Pflanze im Jahr 1822 zuerst schriftlich beschrieben und klassifiziert. Der Forscher Meissner konnte diese Beschreibung im Jahr 1840 nochmals spezifizieren. Seitdem spricht man von zwei Unterarten. Neben der Unterart procumbens gibt es in Botswana, Zimbabwe und Südafrika ebenfalls die Unterart transvaalense. Für die heilende Tinktur ist wohl aber nur die Unterart procumbens interessant.

Herkunft und Vorkommen der Teufelskralle

Ärzte nutzen für die Nutzung als Tinktur nur die Naturheilkräuter mit den bekannten Inhaltsstoffen. Das Heilkraut harpagophytum procumbens stammt aus den Gegenden der afrikanischen Savanne. Es ist in Afrika überaus weit verbreitet. Sogar im

  • östlichen Südafrika,
  • Nord- und
  • Zentralafrika

wird die Heilpflanze gegen schmerzende Beschwerden gefunden. Sie kommt auf Grund ihrer Systematik nur in Afrika vor. Die Teufelskralle ist dort eine weit verbreitete Pflanze, die in Botswana, Zimbabwe, Namibia bis hinein nach Südafrika wächst.

Ernte und Lagerung (Blütezeit)

Ärzte empfehlen für eine heilende Wirkung nur die Tinktur aus der Wurzel. Noch genauer sind die Sekundärwurzeln interessant. Diese sind Speicherwurzeln. Die Primärwurzeln oder der hauptsächliche Wurzelstock werden nicht genutzt. Glücklicherweise kann dieser Pflanzenteil das gesamte Jahr über entnommen werden. Die oberen Pflanzenteile sind wohl noch nicht erforscht und werden nicht genutzt.

Die getrockneten Naturheilkräuter wirken sogar bei Hunden und Pferden. Das Heilkraut kommt in Form der getrockneten und zerkleinerten Sekundärwurzeln zum Einsatz. Diese nehmen ein Gewicht von bis zu 600 g ein. Die Blüte, die Früchte und die Stängel sind nicht interessant.

Allerdings ist dieses Heilkraut stark bedroht. Die Wildbestände müssen schonend behandelt werden. Die Hauptwurzel wird inzwischen deswegen in der Erde belassen und nur die Nebenwurzeln ausgegraben.

Pflege, Krankheiten und Schädlinge der Teufelskralle

Als wildes Heilkraut, das nicht bewusst angebaut wird, ist die Teufelskralle in ein regional verortetes Ökosystem eingebettet. Auf Grund des wilden Anbaus und der reinen Nutzung aus Wildsammlungen treten Schädlinge wie in Monokulturen anscheinend nicht auf. Die Teufelskralle benötigt keine besondere Pflege. Es ist allein wichtig, dass die Hauptwurzeln bei der Ernte nicht abgetötet werden. Es muss gewartet werden, bis sich die sekundären Wurzeln erneut entlang der Hauptwurzel ausbilden.

Schädlinge oder Krankheiten sind folglich für die Wildpflanzen nicht weithin bekannt. Jede Pflanze wehrt sich erfolgreich mit eigenen chemischen Hilfsmitteln gegen Schädlinge. Die Teufelskralle wird in Afrika nicht als großflächig angelegte Monokultur angebaut.

Anwendungsgebiete und -beispiele, Nutzung und Heilwirkung

Die Wurzel der Teufelskralle ist ein beliebtes Heilkraut bei unterschiedlichen Krankheiten. Ihre Anwendung erfolgt als Tee, etwa bei Verdauungsbeschwerden und allgemein für den Magen oder in der Behandlung als Salbe. Die Heilpflanzen sind aber keineswegs nur gut für den Magen. Die Wurzel verwendet man ebenso für die Behandlung vielfältiger weiterer Beschwerden.

Sogar Ärzte empfehlen die Tinktur der Afrikanischen Teufelskralle. Die Dosierung erfolgt individuell und abhängig von der Erkrankung. Sie wirkt beispielsweise bei Entzündungen, Arthrose, Neuralgie, Gelenkbeschwerden, bei Gicht, gegen Appetitlosigkeit und in der Geburtshilfe. Naturheilkräuter dieser Art kommen erfolgreich zum Einsatz. Das Heilkraut wird allein in Form der zerkleinerten und getrockneten Sekundärwurzel genutzt. Aus dieser werden Pflanzenauszüge hergestellt und in Form von Salben oder Tropfen verarbeitet.

Einsatzbereiche im Überblick sind:

  1. Entzündungen
  2. Arthrose
  3. Neuralgie
  4. Gelenkbeschwerden
  5. bei Gicht
  6. Appetitlosigkeit
  7. Schmerzleiden an der Lendenwirbelsäule
  8. Hexenschuss
  9. Spondylose
  10. degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates
  11. gegen Appetitlosigkeit und
  12. in der Geburtshilfe

In der Homöopathie und Medizin ist die Teufelskralle eine überaus beliebte Arzneipflanze. In der Ernährung kann sie nicht zum Einsatz kommen, da es sich nicht um eine Gewürzpflanze handelt. Sie wird für den Magen als Tee verabreicht oder kann etwa in Tropfenform gegeben werden. Beschwerden und Erkrankungen werden in individueller Dosierung der Wurzelwirkstoffe behandelt. Die Behandlung erfolgt unterstützend. Anwendungsgebiete finden sich darüber hinaus mithilfe der Bitterstoffe gegen

  • Appetitlosigkeit,
  • bei Schmerzen an der Lendenwirbelsäule oder
  • gegen degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Zwei Beispiele sind der Hexenschuss oder die Spondylose. Darüber hinaus werden Gelenkschmerzen oder Geburtsschmerzen mit gutem Erfolg mit der Teufelskralle behandelt. Die Inhaltsstoffe werden verschiedenartig verabreicht.

Inhaltsstoffe der Teufelskrallenwurzel

Gegen Gelenkbeschwerden, Gicht, Arthrose oder Rückenleiden erfolgt beispielsweise eine Anwendung in Form einer Salbe. Die Dosierung der Teufelskralle verläuft individuell. Eine Einnahme der Teufelskrallenwurzel kann mit Absprache eines Arztes ebenfalls erfolgen. Die Bitterstoffe helfen etwa gegen Appetitlosigkeit.

Bekannte Inhaltsstoffe der Teufelskrallenwurzel heißen:

  • Iridoid-Glycoside,
  • Phytosteringemisch,
  • Phenylpropanoide wie Acteosid,
  • Zimtsäure,
  • Flavonoide,
  • ungesättigte Fettsäuren,
  • Triterpene und
  • Chlorogensäure.

Die Wirkstoffe sind zahlreich. Unter den Iridoid-Glycosiden befinden sich beispielsweise Harpagid, Procumbid und Harpagosid. Die Wirkstoffe der Teufelskralle und darin speziell das Harpagosid wirken schmerzstillend und entzündungshemmend. Das Heilkraut garantiert keine medizinisch sichere Heilung. Sie kann Schmerzbeschwerden lindern und ergänzend verwendet werden. Die Inhaltsstoffe sind beliebt in der Volksmedizin.

Ein Tee aus Teufelskralle wirkt zum Beispiel bekömmlich gegen Verdauungsbeschwerden. Eine Wirkung bei starken Schmerzempfindungen ist nicht belegt.

Infos zur Giftigkeit der Teufelskralle

Die Wurzel der harpagophytum procumbens sollte als Heilkraut nicht im Übermaß zum Einsatz kommen. Sollte die Teufelskralle nicht ihre gewünschte Wirkung in einer vorgegebenen Dosierung zeigen, dann sollte die Dosis nicht erhöht werden. Es sind für die Teufelskrallenwurzel zwar keine giftigen Erscheinungen bekannt, doch ist eine Überdosierung nicht wünschenswert.

Das Heilkraut Teufelskralle wird gut vertragen, mag dem Körper in erhöhter Dosierung jedoch schaden. Es sollte etwa nicht zu viel Tee davon getrunken werden, da der Magen geschädigt werden könnte. Die Teufelskrallenwurzel kann bestimmte Leiden möglicherweise nicht behandeln. Sollten Rückenschmerzen etwa nicht nachlassen, muss ein Arzt oder Apotheker aufgesucht werden.

Wissenswertes zur Teufelskrallenwurzel

Die Teufelskrallenwurzel ist ein Heilmittel, das gern in der Sportmedizin und Alltagsmedizin zum Einsatz kommt. Sie zeigt eine wohltuende Wirkung außerdem bei

  • Sehnenentzündungen,
  • Wunden,
  • Kopfschmerzen,
  • Geschwüren,
  • Furunkeln oder
  • Gelenkarthrose.

Bei leichten Schmerzen kann eine Wirkung sofort eintreten. Ärzte empfehlen das Heilkraut bei Beschwerden gern ergänzend. Die Tinktur kann mehrmals täglich angewendet werden.

Erkrankungen und Unwohlsein im Bereich des Verdauungstraktes oder Appetitlosigkeit können mithilfe der Bitterstoffe verbessert werden. Eine Behandlung kann schnell wirken. Der Bitterwert der Teufelskrallenwurzel liegt bei etwa 6.000. Dies sind 60 % des Wertes der Wirkung von Enzian. Die Heilpflanzen kommen hier recht erfolgreich zum Einsatz. Heilpflanzen wie die Teufelskralle zeigen eine vergleichsweise milde Wirkung.

Zusammenfassung

Die Teufelskrallenwurzel ist ein Heilkraut gegen einfache Krankheiten, die in den Anwendungsgebieten von Gelenkbeschwerden, Arthrose, Gicht, Rückenschmerzen, leichten Entzündungen und Gelenkerkrankungen zum Einsatz kommt. Die Teufelskralle verfügt über schmerzstillende und entzündungshemmende Inhaltsstoffe und Bitterstoffe, die zum Beispiel appetitanregend wirken. Die Dosierung der Naturheilkräuter ist individuell angesetzt, jedoch wird eine Heilwirkung nicht garantiert.

Artikelbild: Whiskybottle / Bigstock.com

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