Töpfe und Pfannen: So erkennt man gutes Kochgeschirr

Töpfe und Pfannen: So erkennt man gutes Kochgeschirr

Ob klein, groß, beschichtet oder mit Sandwichboden, teuer oder billig – welche Töpfe und Pfannen sind nun die richtigen für den heimischen Herd? Nicht nur das Lineal kann hier helfen, auch ein wenig Know-how kann nicht schaden.

Wärmeverteilung und Energieeffizienz

Gutes Kochgeschirr zeichnet sich vor allem durch eines aus: eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Ein guter Koch braucht an allen Stellen von Pfanne, Topf und Co die gleiche Temperatur. Gutes Geschirr heizt daher schnell auf, hält die Wärme und gibt sie gleichmäßig wieder ab. Ebenso ist die Energieeffizienz wichtig, die das Geschirr aufweist. Hervorragende Utensilien sind so nutzbar, dass der clevere Koch die Energiezufuhr frühzeitig reduziert und die Restwärme nutzt. Aber auch Material, Verarbeitung, Griffe und Deckel sind ausschlaggebend.

Welches Material ist das Richtige?

Es gibt verschiedene Materialien, die für Kochgeschirr geeignet sind. Möglich sind Kochtöpfe und -pfannen aus:

  • Edelstahl
  • Aluminium
  • Gusseisen
  • Kupfer
  • Stahlemaille
  • Glas
  • Keramik

Die meisten Töpfe sind heutzutage aus Edelstahl hergestellt (80 Prozent), Aluminium folgt mit 13 Prozent und der Rest verteilt sich auf Eisen, Kupfer, Glas, Emaille und Keramik. Edelstahl ist besonders beliebt, da dieses Material sehr robust ist, gut aussieht und extreme Temperaturwechsel aushält. Jedoch leidet das Material die Wärme nicht gut. Der Topfboden kann daher aus einen Mix von Aluminium, Kupfer und Silber bestehen. Diese sogenannten Sandwichböden zeichnen sich durch eine schnelle Wärmeleitung aus. Aluminium leitet Wärme gut, ist leicht und meist günstig. Jedoch verbeult und verfärbt es sich leicht. Zudem können säurehaltige und salzige Lebensmittel dem Material schaden und sich selbst mit dem Aluminium anreichen.

Kochgeschirr aus Aluminium ist daher eher ein günstiges, aber kurzlebiges Kochvergnügen. Gusseisen leitet die Wärme besonders gut, braucht aber lange, bis es warm wird. Auch diese Töpfe sind sehr robust und können ewig halten. Sie sind jedoch schwer und die Reinigung von Hand wird empfohlen. Der clevere Koch nutzt Gusseisengeschirr vorwiegend zum Schmoren und Garen. Der beste Wärmeleiter unter den Materialien ist Kupfer. Töpfe aus diesem Metall bieten eine einmalige Optik, dennoch sind sie anfällig für Kratzer und Flecken. Ebenso reagieren säurehaltige Lebensmittel damit.

Stahlemaille zeichnet sich durch einen Kern aus Stahlblech aus, ist glatt und kratzfest. Hier gibt es verschiedene Formen und Muster, die gut Wärme leiten und als Allroundgeschirr eine gute Figur machen. Auch Glas und Keramik können zum Kochen genutzt werden. Doch Töpfen aus diesen Materialien haben eine geringere Wärmeleitfähigkeit. Hier sind Aufläufe gut aufgehoben.

Eine Beschichtung einer Bratpfanne ist nur eine zusätzliche Hilfe, dass das Bratgut nicht anklebt. Ein Koch, der genügend Aufmerksamkeit auf seine Speisen richtet, wird sie nicht benötigen.

Das sollte beim Kauf beachtet werden

Beim Kauf von Kochgeschirr sollten lieber weniger, aber gute Produkte erstanden werden. Viele Modelle aus dem Discounter sind meist nur kurzlebig. Aber nicht jedes teure Topfset taugt auch etwas. Die Stiftung Warentest bietet regelmäßig Orientierungshilfen. Um effizient zu kochen, sollten die Größen von Topf und Pfanne zur Kochplatte passen. Sonst wird Energie verschwendet. Der angegebene Durchmesser ist jedoch der des oberen Randes, entscheidend ist der Boden. Daher kann es nicht schaden, Platte und Topf vorher auszumessen. Auch ist die Ebenheit des Bodens ausschlaggebend für Wärmeleitung und Energieeffizienz. So ist das Lineal beim Einkauf von Kochtöpfen zweierlei hilfreich: zum Ausmessen sowie Überprüfen, ob sich der Boden nach außen wölbt. Ist dies der Fall, liegt weniger Fläche auf der Herdplatte und es wird ebenso mehr Energie verbraucht. Auch kann so kein gleichmäßiges Garen garantiert werden.

Nicht nur die richtige Pflege ist für Töpfe und Co entscheidend für deren Langlebigkeit. Küchenhelfer aus Holz, Silikon oder Kunststoff können die Oberflächen ebenso schonen.

Griffe und Co: Zu jedem Topf den richtigen Deckel

Aber nicht nur Größe, Material und Ebenheit entscheiden über die Qualität. Ein weiteres Kriterium sind die Griffe. Diese sollten nicht heiß werden. Kunststoffgriffe erwärmen sich nicht, Keramikgriffe gehen leicht kaputt gehen. Edelstahl- und andere Metallgriffe erhitzen – wenn auch langsam. Auch zu kleine, enge Griffe verhindern ein gutes Halten des Topfes. Ebenso dürfen sie nicht zu nah am oberen Rand angebracht sein – hier besteht Verbrühungsgefahr im Dampf. Verschweißte Griffen halten am besten, angenietete Exemplare können sich lockern. Auch der Deckel spielt eine wichtige Rolle. Dieser muss exakt passen, damit keine Energie verschwendet wird. Eine gewisse Schwere des Deckels ist ebenso von Vorteil.

Zusammenfassung

Gutes Kochgeschirr ist nicht nur am Preis zu erkennen. Ausschlaggebend sind Wärmeverleitung und Energieeffizienz. Hier gibt es verschiedene Materialien, die sich gut und weniger gut eignen. Auch sollten Töpfe und Pfannen immer auf die Platte passen, gute Griffe haben und der Deckel passen. Dann kann das Geschirr langlebig für kulinarische Höchstleistungen sorgen.

Artikelbild: © Photographee.eu / Shutterstock

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