Heizen mit der Biomasseheizung – eine sparsame und umweltfreundliche Alternative zu Öl und Gas

Heizen mit der Biomasseheizung – eine sparsame und umweltfreundliche Alternative zu Öl und Gas

Bereits seit den 90er-Jahren klettern die Gas- und Ölpreise permanent nach oben und es ist kein Ende in Sicht. Aus diesem Grund sind Verbraucher mit Öl- und Gasheizungen vermehrt auf der Suche nach sparsameren Alternativen in puncto Heizenergie. Wer umweltbewusst heizen und dabei auch noch Geld sparen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Ein Umstieg auf Ökogas ist eine Variante. Aber auch eine Biomasseheizung sollte in Betracht gezogen werden. Sie ist im Betrieb kostengünstiger als herkömmliche Öl- und Gasheizungen und gilt zudem als umweltfreundlich. Das liegt daran, dass der Energieträger Holz im Gegensatz zu den üblichen fossilen Brennstoffen CO2-neutral verbrennt. Wenn Sie sich für eine Biomasseheizung entscheiden, leisten Sie deshalb einen wertvollen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz und schonen gleichzeitig Ihren Geldbeutel. Erfahren Sie in diesem Heimhelden.de-Artikel, welche Vorteile die Biomasseheizung mitbringt und mit welchen Brennstoffen sie betrieben werden kann.

Vorteile der Biomasseheizung

Laut KWB Deutschland hat die Biomasseheizung eine Vielzahl von Vorteilen:

  • Reduzierung der Heizkosten
  • Langfristige Versorgungssicherheit
  • Möglichkeit für staatliche Zuschüsse
  • Klimaschutz
  • Hohes Maß an Heizkomfort

Es lohnt sich daher auf jeden Fall, diese Form der Heizung zu berücksichtigen, wenn Sie Ihre Gas- oder Ölheizung durch eine umweltfreundlichere und sparsamere Alternative austauschen möchten.

Reduzierung der Heizkosten

Ein Blick auf die Statistiken der letzten Jahre und Jahrzehnte beweist, dass die Preise für den Brennstoff Holz im Gegensatz zu den Preisen für fossile Brennstoffe seit Langem stabil bleiben. Der Grund: Die Holzpreise hängen nicht von den Weltmarktpreisen für Erdgas und Erdöl ab. Deshalb können Sie Ihre Heizkosten mit einer Biomasseheizung dauerhaft um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Langfristige Versorgungssicherheit

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Aber auch aus geografischer Sicht nimmt seine Verbreitung zu. In Europa werden die Waldflächen weiter ausgebaut, wodurch der Brennstoff Holz in Zukunft in einem noch größeren Umfang zur Verfügung stehen wird.

Mit 3,6 Milliarden Kubikmetern gehören die größten Holzvorräte in Europa momentan zu Deutschland.

Außerdem wächst pro Jahr im Wald mehr Holz nach, als tatsächlich benötigt wird. Experten vertreten deshalb die Meinung, dass der Brennstoff auch in Zukunft in einer ausreichenden Menge zur Verfügung stehen wird. Statt wie bei den fossilen Brennstoffen mit Engpässen rechnen zu müssen, genießen Sie mit dem Rohstoff Holz daher eine langfristige Versorgungssicherheit.

Staatliche Zuschüsse sind möglich

Wer eine Holzheizung in sein Eigenheim einbauen lässt, kann dabei finanzielle Unterstützung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhalten. Der Grund: Holz ist ein klimaneutraler Brennstoff, sodass die Biomasseheizung vom Staat unterstützt wird.

In Deutschland wird der Einbau einer Biomasseheizung auf verschiedene Weisen gefördert. Neben dem deutschlandweiten Marktanreizprogramm (MAP) gibt es auch Zuschüsse von einigen Bundesländern. Ferner sind in zahlreichen Kommunen Förderungen möglich.

Darüber hinaus profitieren Sie von Steuervorteilen, wenn Sie sich für die Verwendung einer umweltfreundlichen Heizanlage entscheiden.

Die Biomasseheizung trägt zum Klimaschutz bei

Auch für Menschen mit einem hohen Umweltbewusstsein stellt die Biomasseheizung eine gute Wahl dar. Das Heizen mit Holz ist sehr klimafreundlich, denn bei die Verbrennung gilt im Gegensatz zu Öl und Gas als CO2-neutral. Das liegt daran, dass Holz beim Verbrennen nur so viel CO2 abgibt, wie ein Baum im Laufe seines Lebens aufnimmt. Eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes trägt dazu bei, den Klimawandel zu verzögern und die durchschnittlichen Temperaturen nicht weiter in die Höhe zu treiben.

Der Heizkomfort ist hoch

Auch der Heizkomfort bleibt bei Biomasseheizungen, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, nicht auf der Strecke. Dasselbe gilt für die Sauberkeit und die Sicherheit der Anlagen. Es handelt sich dabei um automatische Heizsysteme, die sich problemlos bedienen und pflegen lassen.

Welche Brennstoffe werden verwendet?

Wenn Sie sich für eine Biomasseheizung entscheiden, stehen verschiedene Arten von Brennstoffen zur Auswahl:

  • Holzpellets
  • Holzhackschnitzel
  • Holzscheite

Bei allen Varianten stammen die Hölzer entweder aus heimischen Wäldern oder aus sogenannten Energiewäldern mit besonders schnell nachwachsenden Bäumen wie Pappeln oder Weiden. Allerdings haben die verschiedenen Brennstoffvarianten auch Vor- und Nachteile, die bei der Entscheidung in Betracht gezogen werden sollten.

Holzpellets

Bei Holzpellets handelt es sich um Holzpresslinge in einer zylindrischen Form. Der Durchmesser beträgt meist etwa sieben Millimeter, während sich die Länge auf bis zu vier Zentimeter beläuft. Für die Herstellung von Holzpellets kommen naturbelassene Hobelspäne zum Einsatz, die bei der Holzherstellung als Abfall entstehen. Auch Sägemehl wird zum Teil zu Holzpellets verarbeitet. Der Vorteil besteht darin, dass die Dichte bei Holzpellets sehr hoch ist. Dadurch ist der Heizwert höher als etwa bei Holzscheiten. Aufgrund der kompakten Form lassen sich Holzpellets hervorragend dosieren, lagern und transportieren.

Holzhackschnitzel

Holzhackschnitzel werden auch als Hackgut bezeichnet. Es handelt sich dabei um Holz, das mit Hacker-Maschinen zerkleinert wird. Die einzelnen Holzstücke sind ungefähr ein bis fünf Zentimeter lang und werden in Schüttraummetern angeboten. Hackgut stellt die preiswerteste Form unter den Holzbrennstoffen dar. Es eignet sich dazu, um Heizkessel vollautomatisch mithilfe von Schubböden, Bodenrührwerken oder Förderschnecken zu bestücken.

Scheitholz

Stückholz ist wahlweise in einer Länge von einem Meter oder ofenfertig zerkleinert in einer Länge von 25, 33 oder 50 Zentimetern erhältlich.

Der Wassergehalt darf 20 Prozent nicht übersteigen. Deshalb muss frisch geschlagenes Brennholz zwei Jahre lang an einem regengeschützten Ort gelagert werden.

Scheitholz hat zwei Vorteile: Es ist regional verfügbar und verursacht nur geringe Kosten. Allerdings benötigt es bei der Lagerung viel Platz.

Zusammenfassung

Seit Jahren klettern die Preise für Gas und Öl stetig nach oben, sodass es kein Wunder ist, dass viele Verbraucher in puncto Heizen auf der Suche nach einer Alternative sind. Eine Biomasseheizung sollte dabei in Erwägung gezogen werden, denn sie ist preiswert und umweltfreundlich zugleich. Betrieben wird sie entweder mit Holzpellets, Scheitholz oder Holzhackschnitzeln, wobei alle drei Varianten eigene Vor- und Nachteile aufweisen.

Artikelbild: © www.BillionPhotos.com / Bigstock.com

  • Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen?
  • JaNein

Entspricht einer Bewertung von 4.9 / 5

2 Kommentare

  1. Tobias 29.07.2016 13:59 Uhr

    Klasse Beitrag, mir war bisher gar nicht klar das man hier Staatliche Zuschüsse beantragen kann, ist auf jedenfall eine Überlegung wert.

    direkt antworten
  2. Lars 10.01.2020 12:52 Uhr

    Von Hackgut habe ich noch nie etwas gehört bevor ich diesen Artikel gelesen habe. Jedoch habe ich auch erst seit kurzem eine Biomasseheizung in meinem Haus. In der Regel nutze ich Scheitholz, da ich in einer ländlichen Region mit viel Wald lebe. Dort macht unsere Gemeinde einmal jährlich eine Veranstaltung bei der Holz aus dem Wald gekauft werden kann!

    direkt antworten
  3. Birte Maurer 02.04.2020 11:22 Uhr

    Interessant, dass die einzelnen Holzstücke beim Holzhackschnitzel ungefähr ein bis fünf Zentimeter lang sind und in Schüttraummetern angeboten werden. Ich wusste nicht, dass Holzpellets aus dem Abfall der Holzherstellung also aus naturbelassenen Hobelspänen bestehen. Ich denke das sind wirklich gute Alternativen zum Heizen mit Öl oder Gas.

    direkt antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.