Homeoffice teilen: Wenn das heimische Büro mit Mitarbeitern besetzt wird

Homeoffice teilen: Wenn das heimische Büro mit Mitarbeitern besetzt wird

Die Meinungen über das Homeoffice sind geteilt. Einer Umfrage von Bitkom zufolge würden 41 Prozent der Arbeitnehmer gerne einige Tage von zu Hause aus arbeiten. Fast jeder Dritte (28 %) bevorzugt das Büro, 21 Prozent würden gerne ausschließlich von zu Hause aus arbeiten. Abseits dieser Wünsche ist das Homeoffice für viele Menschen bereits Realität. Laut derselben Studie arbeitet jeder Zehnte bereits von daheim.

Was in vielen Umfragen und Studien nicht ersichtlich wird, ist die Veränderung des Arbeitsumfelds. Hier scheint es in den letzten Jahren eine Entwicklung zu geben, die in den 1970er Jahren bereits zu beobachten war: Damals entstanden eine Reihe von (heute erfolgreicher) Unternehmen in Garagen. Dieser Trend scheint heute wieder Fuß zu fassen. Kleinstunternehmen beginnen ihren Eintrittsversuch auf dem Markt von zu Hause aus. Dort werden mehrere Mitarbeiter beschäftigt, wodurch für ein Büro anfallende Kosten gespart werden. Doch die Einrichtung des Heimbüros für mehrere Mitarbeiter bringt einige Herausforderungen mit sich.

Herausforderungen überwinden: Privatleben und Arbeit trennen

Wenn das heimische Büro mit Mitarbeitern geteilt werden soll, muss zunächst eine große Herausforderung überwunden werden: Wie trennt man sein Privatleben von der Arbeit?

Diese Herausforderung besteht grundsätzlich auch bei Menschen, die alleine von zu Hause arbeiten. Kommen Mitarbeiter hinzu, wird das Problem jedoch verstärkt. Sie erhalten schließlich Zugang zum Haus des Besitzers. Das Problem könnte man lösen, indem man ein Homeoffice nicht in einem Arbeitszimmer im Haus einrichtet, sondern in einem Anbau, der getrennt vom Haus betreten werden kann. Das Homeoffice ist somit klar von der privaten Wohnfläche getrennt und die beiden Welten stoßen nicht aufeinander.

Homeoffice bauen: Unabhängigkeit durch Glasanbau

Wer sein Privatleben von seiner Arbeit trennen möchte, der kommt nicht drum herum, ein weiteres Zimmer anzubauen. Beim Anbau gibt es mehrere Möglichkeiten, eine davon ist der Glasanbau. Was die meisten Menschen als Wintergarten nutzen, kann durchaus auch als Homeoffice dienen.

Ein Glasanbau bringt den Vorteil mit sich, dass von vornherein für ausreichend Licht gesorgt wird, welches von der Natur zur Verfügung gestellt wird. Durch die Positionierung im Garten erhalten die Mitarbeiter sogar einen schönen Ausblick auf die Natur, wodurch das Wohlbefinden gesteigert wird.

Ein Anbau ist immer mit einer Baugenehmigung und einem Bebauungsplan verbunden. Jedes Grundstück besitzt eine Baugrenze und Baulinie. Erstere gibt an, bis wohin gebaut werden darf. Letztere ist ein Hinweis, bis wohin Bauherren bauen müssen.

Nachdem die Grenzen erkannt und eine Lösung gefunden wurde, muss nur noch das passende Material gefunden und zu einem Glaszimmer verbaut werden. Anschließend sollte man sich einige Lösungen für einen Sonnenschutz mithilfe von Jalousien oder Ähnlichem überlegen, denn zu viel Licht kann beim Arbeiten stören.

Die Ausstattung: Möbel, Computer und Co.

Das Homeoffice sollte sich in puncto Ausstattung in keiner Weise von einem klassischen Büro unterscheiden. Es muss hinsichtlich der Möbel, Beleuchtung und Wahl der Gerätschaften perfekt ausgestattet sein. Nur auf diese Weise lässt sich hier produktiv arbeiten.

Die Ausstattung des heimischen Büros ist natürlich mit Kosten verbunden. Diese sollten sich durch die fehlende Zahlung von Mieten innerhalb kurzer Zeit amortisieren. Folgendes gehört zur Ausstattung eines modernen Heimbüros:

  1. Möbel: Die Art der Büromöbel hängt von der Arbeit ab, die im Homeoffice ausgeübt werden soll. Architekten haben andere Ansprüche als Grafikdesigner, sodass die Möbel entsprechend zu wählen sind. Professionelle Bürosysteme, wie sie bei neromoebel.de erhältlich sind, lassen sich genau auf die eigenen Anforderungen anpassen: Hier gibt es Möbelsysteme, die das Homeoffice komplett ausstatten, aber auch die Möglichkeit, einzelne Elemente zu erwerben. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Gestaltung des Büros aktiv zu beeinflussen und auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen.
  2. Beleuchtung: Der Beleuchtung des Büros schenken nur wenige Menschen die Aufmerksamkeit, die dieses Thema verdient. Dabei ist sie von großer Wichtigkeit, um eine sichere, produktive Arbeitsumgebung zu schaffen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat zusammen mit der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft in diesem Dokument (PDF; 3 MB) einen Leitfaden zur Beleuchtung im Büro verfasst, an dem sich Verbraucher orientieren können.
  3. Computer & Co.: Kaum ein Büro kommt ohne Computer, Drucker und andere Geräte aus. Welche genau benötigt werden, kann anhand einer Checkliste ermittelt werden. Wichtig ist, dabei auch zu planen, wie viele Steckdosen, Lichtauslässe und Ethernet-Anschlüsse benötigt werden. Das gesamte Büro soll schließlich mit dem Internet sowie Stromnetz verbunden sein.

Das Thema Ergonomie darf bei der Arbeitsplatzgestaltung auch nicht vernachlässigt werden. Mit diesem Thema befasst sich dieser Artikel von uns ausführlich.

Maximale Produktivität: Mitarbeiter bei Laune halten

Ein Büro ist und bleibt ein Büro. Die Stimmung kann auch hier gedrückt sein, daran ändert letztendlich auch nichts, dass es sich auf dem Grundstück des Chefs befindet. Damit die Laune der Mitarbeiter nicht einen Tiefpunkt erreicht und die Produktivität darunter leidet, sollte das Homeoffice Möglichkeiten zur Ablenkung und zum Ausruhen bieten:

  • Man kann den Mitarbeitern Fahrräder zur Verfügung stellen, die sie nutzen können, um einige Minuten abzuschalten.
  • Eine kleine Küche bietet Mitarbeitern die Möglichkeit, Kaffee zu kochen und sich an Snacks und Obst zu bedienen.
  • Bei schönem Wetter können die Mitarbeiter den Garten nutzen, um sich in der Mittagspause zu erholen.

Die obigen drei Punkte sind nur einige Beispiele, die man im Homeoffice verwirklichen kann. Jeder Homeoffice-Besitzer muss selbst entscheiden, wie er seine Mitarbeiter motivieren kann und welche Mittel er dazu einsetzen möchte.

Arbeitsschutz: Arbeitgeber haften für ihre Angestellten

Mitarbeiter in Privatwohnungen unterliegen dem Gesundheits- und Arbeitsschutz, welcher im klassischen Betrieb gilt. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, dass die Räume professionell und ergonomisch ausgestattet sind.

Folgende Gesetze treffen laut haufe.de auf das Homeoffice zu:

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
  • Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
  • Bildschirmarbeitsverordnung (BildScharbV)

Die Pflicht des Arbeitgebers ist es zudem, für sichere, geeignete Arbeitsbedingungen zu sorgen. Es kann nötig sein, ein Zutrittsrecht für den Arbeitgeber sowie eine beauftragte Person zu vereinbaren.

Zusammenfassung

Das Homeoffice kann durchaus mit Mitarbeitern genutzt werden, wenn es speziell darauf abgestimmt wird. Die größte Herausforderung ist die Trennung der Bürofläche von der privaten Wohnfläche. Weiterhin sind Investitionen zu tätigen, um das Homeoffice auszustatten. Langfristig kann durch ein Homeoffice eine teure Mietzahlung gespart und diese Ersparnis in das eigene Unternehmen investiert werden.

Artikelbild: © toocanimages / Shutterstock


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