Bleichmittel Test bzw. Vergleich (01/2021)

Mit unserer Kaufberatung sowie Tipps & Tricks zum besten Produkt!

Bleichmittel

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Textil-, Papier- oder Holzindustrie werden verschiedene Bleichverfahren Für den Privatgebrauch kommen in der Regel weniger umweltschädliche Bleichmittel zum Einsatz.
  • Bleiche ist nicht nur hilfreich gegen Verschmutzungen und Flecken in Textilien. Es wird auch zum Aufhellen von Haaren, Zähnen oder Kleidungsstücken verwendet.
  • Für den Hausgebrauch gibt es den Allrounder in Supermärkten, Discountern sowie Drogerien zu kaufen. Die Kosten sind dabei überschaubar.

Ratgeber: Fragen, mit denen Du dich vor dem Kauf von Bleichmittel beschäftigen solltest

Was ist ein Bleichmittel?

Bleichmittel, auch „Bleichen“ genannt, sind Substanzen, die in der Papier- und Textilindustrie sowie beim Waschen von Textilien eingesetzt werden. Gerade für Letztere kommen sie im häuslichen Gebrauch gerne zum Einsatz. Dabei zerstören sie auf chemische Weise Stoffe, die in den Kleidungsfasern enthalten sind und diese verfärben. In der Regel geschieht das durch Oxidation der Substanzen, deshalb sind Bleichmittel auch Oxidationsmittel. In der Papier- und Textilindustrie kommen sie zum Einsatz, um naturfarbige Fasern zu weißen oder Verfärbungen zu beseitigen.

Früher wurden Bleichmittel auf Basis von Chlor hergestellt. Mit Rücksicht auf die Umwelt gibt es heute für den Hausgebrauch insbesondere Sauerstoff-basierte Bleichmittel. Für Flüssigbleichen kommt insbesondere Wasserstoffperoxid und in der pulverförmigen Variante Natriumperborat zum Einsatz. In der Industrie wird auch heute noch häufig zu einer chlorbasierten Bleiche gegriffen. Der Stoff ist zwar äußerst effektiv, jedoch eine starke Belastung für die Umwelt.

Wofür können Bleichmittel eingesetzt werden?

Es gibt viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten, sowohl im privaten als auch dem industriellen Kontext. Dazu gehören die Folgenden:

  • Haushalt
  • Kosmetik
  • Zahnmedizin
  • verschiedene Industriezweige

Haushalt

Bleichmittel können zur Textilreinigung eingesetzt werden. Außerdem verfügt das Mittel über eine desinfizierende sowie antibakterielle Wirkung. Es kann allerdings empfindliche Farben angreifen und befindet sich daher in der Regel nicht in Fein- oder Waschmitteln für bunte Wäsche. Tests zeigen, dass sie in Vollwaschmitteln zwar vorkommen können, jedoch häufig erst bei höheren Temperaturen wirksam werden.

Für die Behandlung einzelner Gewebe gibt es jedoch Produkte aus Sprühflaschen, die gezielt aufgetragen werden können sowie Hygienebleichen zum Entfernen von Grauschleiern oder Vergilbung in Textilien. Dabei sind die Bleichen für den Haushalt in der Regel Sauerstoff-basiert. In flüssigen Mitteln ist die Basis zumeist Wasserstoffperoxid, in den Pulvern, wie beispielsweise dem Fleckensalz, kommt Natriumperborat zum Einsatz. Dies ist ein besonders wasserlösliches Perborat.

Bleichmittel sorgen zudem für Sauberkeit auf Oberflächen und helfen als Geruchsentferner in der Spülmaschine. Es löst dabei selbst eingetrocknete sowie hartnäckige Flecken.

Kosmetik

Bleichmittel findet sich insbesondere in Haarfarben. Das starke Wasserstoffperoxid wird dabei zum Aufhellen, bzw. Blondieren der Haare eingesetzt.

Zahnmedizin

In Sachen Zahnoptik wird Bleichmittel gerne zum Aufhellen sowie zur Entfernung von Belägen auf den Zähnen verwendet. Es ist in diesem Zusammenhang jedoch nicht unumstritten.

Verschiedene Industriezweige

In der Papierindustrie wird Zellstoff immer noch häufig mit Chlordioxid oder Hypochlorit gebleicht. Allerdings setzen immer mehr Länder auf umweltfreundlichere Verfahren mit Wasserstoffperoxid oder Ozon, auch wenn diese deutlich teurer sind. Chlorfrei gebleichter Zellstoff wird auch als TCF-Zellstoff bezeichnet (totally chlorine free). Mit Chloroxid gebleichter Zellstoff trägt hingegen die Bezeichnung ECF (elementary chlorine free).

Für ausgewaschene Jeans im „Used-Look“ oder zur Herstellung von Batikmustern kommt Bleichmittel auch in der Textilindustrie zum Einsatz. Dabei wird in der Regel auf Bleiche auf Chlorbasis gesetzt. Dieses sorgt dafür, dass Naturfasern die Farbstoffe entzogen werden.

In der Holzbearbeitung wird die Holzoberfläche zur Aufhellung gebleicht. Übliche Bleichmittel sind dabei entweder Wasserstoffperoxidlösungen oder verdünnte Säuren, wie Salz-, Essig- oder Oxalsäure.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Wer sich über Flecken in seinem Lieblingsshirt ärgert oder die Fliesen einfach nicht mehr sauber bekommt, wird schnell von den Vorteilen von Bleichmitteln profitieren. Diese sind individuell dosierbar, wirken auch gegen äußerst starke Verschmutzungen und sind hilfreich bei Verfärbungen.

Allerdings bringen sie auch einige Nachteile mit sich:

  • Bleichmittel ist nicht immer biologisch abbaubar
  • Bleichmittel kann Verätzungen bei Hautkontakt verursachen

Bereits vor rund 7.000 Jahren gab es Bleichmittel. Damals wurde Schwefel eingesetzt. Javelwasser gilt als das erste chemische Bleichmittel. Dieses gibt es bis heute. Vor dem 20. Jahrhundert wurde feuchte Wäsche zudem mit sogenannter Rasenbleiche entgilbt, danach wurden moderne Wasch- und Bleichmittel entwickelt.

Wo kann ich Bleichmittel kaufen und was kostet es?

Bleichmittel gibt es in praktisch jeder Haushaltswarenabteilung. Sei es in Drogerien, Supermärkten oder Discountern – das ein oder andere Produkt wird sich dort auf jeden Fall finden lassen. Daneben findet sich auch online ein großes Angebot. Unter anderem bieten Plattformen wie Amazon, Ebay, Reinigungsberater.de oder Hygi.de ein großes Sortiment an.

Welche Kosten auf dich zukommen, hängt mit der angebotenen Form des Bleichmittels zusammen. Prinzipiell finden sich die folgenden Preisspannen:

Art Kosten
Sauerstoffbleiche 6 – 12 € pro Kilogramm
Flüssigbleiche 1,50 – 10 € pro Liter
Javelwasser 1,10 – 4 € pro Liter

Entscheidung: Welche Bleichmittel gibt es und welches ist das richtige für dich?

Bleichmittel werden schon seit vielen Jahrhunderten eingesetzt. Dabei wurden sie immer weiterentwickelt. Es gibt sie sowohl in flüssiger als auch in Pulverform. An dieser Stelle sollen zwei unterschiedliche Varianten näher betrachtet werden:

  • Sauerstoffbleiche
  • Javelwasser

Was die beiden Mittel unterscheidet und welche Vor- sowie Nachteile sie aufweisen, zeigt sich im Folgenden.

Sauerstoffbleiche

Dieses Mittel mit Aktivsauerstoff kann zum Reinigen, Bleichen und Desinfizieren verwendet werden. Es kommt auch unter dem Namen Percarbonat vor, was nichts anderes bedeutet, als in Soda gebundener Sauerstoff. Das Produkt gibt es sowohl in flüssiger Form sowie als Pulver in unterschiedlicher Konzentration. Auch im Fleckensalz befindet sich häufig Bleichmittel.

Reine Bleiche auf Sauerstoffbasis hat eine hohe Bleichwirkung, ist dabei jedoch völlig unbedenklich. Bei der Anwendung zerfällt sie in die Bestandteile Wasser, Sauerstoff und Soda, die für die Umwelt unbedenklich sind. Sie kann beispielsweise von Zeit zu Zeit zur Vorbeugung gegen Ablagerungen zu einem Waschgang in die Maschine gegeben werden, dient als umweltfreundlicher Entfärber für weiße Textilien und hilft bei der Beseitigung organischer Verschmutzungen.

Auch Küchenutensilien wie Schneidebretter oder Kochlöffel sowie Putzlappen oder Schwämme zum Spülen können durch den Einsatz von Bleichmitteln von Bakterien befreit werden.

Vorteile Nachteile
wirksam gegen Schmutz und sogar Stockflecken in (Voll-)waschmitteln teilweise erst bei hohen Waschtemperaturen wirksam
vielseitig einsetzbar  
gute Umweltverträglichkeit

Damit Bleichmittel bereits bei geringeren Temperaturen aktiv werden, sind einigen Waschmitteln sogenannte Bleichaktivatoren zugesetzt. Diese erhöhen die Aktivität von Bleichmitteln auch unter 60 °C.

Javelwasser

Javelwasser, auch bekannt unter „Eau de Javel“ oder Bleichlauge. Dabei handelt es sich um eine wässrige Lösung von Kalium- und Natriumhypochlorit mit einer antimikrobiellen sowie bleichenden Wirkung. Die Lauge wird hauptsächlich zum Reinigen, Desinfizieren und Putzen sowie zum Aufhellen von Wäsche verwendet und ist eine farblose bis grüngelbe Flüssigkeit mit Chlorgeruch.

Das Javelwasser verfügt dabei über oxidierende, bleichende, desodorierende, desinfizierende, algizide sowie antimikrobielle Eigenschaft. Allerdings ist die Bleichlauge auch sehr giftig für Wasserorganismen und Pflanzen und zudem reizend für die menschliche Haut.

Vorteile Nachteile
zum Reinigen, Desinfizieren, Putzen sowie Bleichen geeignet reizt Augen und Haut
hilfreich gegen Schimmel, Algen und Mikroorganismen nicht mit allen Materialien verträglich
  giftig für Wasserorganismen und pflanzenschädigend

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst Du Bleichmittel vergleichen und bewerten

Der Markt ist voll mit Marken und Produkten. Da ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Die folgenden Kriterien sollen dabei helfen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen:

  • Anwendungsgebiet
  • Wirkung
  • Sonstiges

Anwendungsgebiete

Zum Fleckentfernen, zur Pflege von Waschmaschine oder Geschirrspüler, als Mittel gegen Kalkablagerungen und vieles mehr – die Anwendungsgebiete sind zahlreich. Gerade für den häuslichen Gebrauch kann es sich dabei lohnen, auf einen Markenhersteller zu setzen. Zudem solltest Du dir im Vorfeld überlegen, wofür Du das Bleichmittel gerne einsetzen möchtest, denn es wird sowohl in Pulver- als auch in flüssiger Form für diverse Einsätze angeboten.

Wirkung

Sowohl bei hartnäckigen Flecken als auch bei Verfärbungen in Textilien ist die Bleiche ein probates Mittel. Selbst dunkle Farben lassen sich damit von weißen Textilien und Oberflächen entfernen. Doch nicht nur als Zugabe zur Weißwäsche, auch bei Buntwäsche kann das Bleichmittel eingesetzt werden. Ganz nebenbei hat es außerdem eine äußerst positive Wirkung auf die Nase, da es für einen frischen Duft sorgen.

Sonstiges

Da es verschiedene Anwendungsgebiete für Bleichmittel gibt, wirst Du nicht das eine Allroundtalent finden. Dennoch kann es beispielsweise helfen, auf den Hersteller zu achten. Gibt es eine Marke, die sich besonders auf dem Markt etabliert hat? Weiterhin kann es sich lohnen, auf Testberichte sowie Kundenrezensionen oder Expertenmeinungen zu achten.

Wissenswertes rund um das Thema Bleichmittel

Wie kann ich mit einem Bleichmittel batiken?

Neben der Beseitigung von Schmutz und Verfärbungen, kommt Bleichmittel auch beim Batiken zum Einsatz. Es hilft dabei, dunkle Kleidung aufzuhellen und sorgt für weiße Muster im Stoff. Damit Du jedoch zufrieden mit deinem Ergebnis bist, solltest Du einiges beachten:

  • Da Dämpfe von Bleichmittel stark und gefährlich sein können, solltest Du auf genügend frische Luft achten. Arbeite daher am besten draußen oder in einem gut belüfteten Bereich.
  • Bleichmittel zum Batiken ist eine starke Chemikalie, die selbst verdünnt ätzend wirken kann. Daher solltest Du bei der Anwendung deine Hände mit Gummihandschuhen schützen.
  • Für den besten Effekt beim Batiken sorgt ein dunkler Ausgangsstoff. Die besten Ergebnisse siehst Du bei schwarzen oder anderen dunklen Kleidungsstücken.
  • Baumwolle oder Leinen gehören zu den bleichbaren Geweben und funktioniert zum Batiken am besten. Auf synthetischen Materialien wie Polyester wirkt sich das Bleichmittel hingegen nicht aus, da diese zu den farbechten Materialien gehören. Empfindliche Stoffe wie Seide solltest Du auf keinen Fall verwenden, da diese im schlimmsten Fall beschädigt werden können.
  • Um die Arbeitsfläche vor dem Bleichmittel zu schützen, solltest Du alte Handtücher oder Tropftücher darauf verteilen, die dreckig werden dürfen. Du solltest außerdem gut darauf achten, dass sich das Hand- oder Tropftuch nicht mit dem Bleichmittel vollsaugt, damit die Arbeitsfläche verschont bleibt.

Artikelbild: Studio-pixeltext / Bigstock.com

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