Gasheizung Test bzw. Vergleich (07/2020)

Mit unserer Kaufberatung sowie Tipps & Tricks zum besten Produkt!

Das Wichtigste in Kürze

  • Für den Vergleich von Gasheizungen dienen Brennstoff-Verbrauch, Energieeffizienz, Abgaswerte, Wasserspeicher und Anschaffungskosten.
  • Gasbrennwertheizungen zeigen gute Werte in Effektivität und Wirkungsgrad – auch Daten der Heizleistung, Gasverbrauch und Abgaswerte werden mit einkalkuliert.
  • Gasheizungen, die über 15 Jahre alt sind, sollten bald durch ein Neugerät ersetzt werden: Das spart Kosten dank höherem Wirkungsgrad und effizienterer Ressourcennutzung moderner Brennwerttechnik.

Ratgeber: Fragen, mit denen Du Dich vor dem Kauf einer Gasheizung beschäftigen solltest

Ein Kaufratgeber mit allen wichtigen Entscheidungshilfen für die Anschaffung deiner perfekten Gasheizung: Von Energieeffizienz über Brennwert bis hin zum Wirkungsgrad. Im folgenden Ratgeber zu Gasheizungen findest Du alle wichtigen Informationen für die richtige Auswahl Deines persönlichen Testsiegers.

Du erfährst, welche Dienstleister und Markengeräte es gibt und auf welche Faktoren Du vor dem Kauf einer neuen Gasheizung achten solltest. Aktuelle Testberichte, Werte der Testsieger und die Ergebnisse von Warentests sind in diese Übersicht mit eingeflossen.

Begriffe rund um Gasheizungen

Der Begriff Gasheizung umfasst diverse Heizanlagen, die Gas als Brennstoff nutzen. Andere Bezeichnungen sind beispielsweise:

  • Gasbrennwerttherme
  • Gastherme
  • Heizwerttherme
  • Heiztherme
  • Brennwerttherme
  • Brennwertgerät
  • Brennwertkessels
  • Heizkessel
  • Gaskessel
  • Gasheizkessel
  • Kessel

Mit einer Gasheizung sind Geräte gemeint, die Erdgas oder Flüssiggas nutzen, um Heizwasser für Heizkörper zu gewinnen. Auch sind Geräte verfügbar, die zudem für Bad und Küche warmes Leitungswasser bereitstellen.

Die Montage der Gasheizung

Es gibt Gasbrennwertthermen, die hängend montiert werden können – aber auch Modelle, deren Heizkessel groß sind und die stehend montiert werden müssen. Eine wandmontierte Gasheizung ist recht klein und kann auch in Ecken und an engen Stellen angebracht werden. Das sind beispielsweise Bereiche auf dem Dachboden, unter der Küchen-Spüle oder im Bad. Große und schwere Gasheizsysteme und Brennwert-Gaskessel werden meist im Heizungskeller aufgestellt.

Schon vor dem Kauf solltest Du daher an die Montage und Installation der Gasheizung denken.

Wichtig sind

  • Montage-Ort: Gewicht und die Größe der Heizanlage
  • Montageart: stehend oder hängend
  • Anschlüsse: für Brennstoff und Abgase

Bei Unsicherheiten, welche Modelle geeignet sind, frage schon vor dem Kauf einen Profi um fachkundigen Rat. Eine Fachfirma in deiner Region wird bei der Auswahl der richtigen Gasheizung behilflich sein und kann sich danach auch um Installation und Wartung kümmern.

Die Installation sollte zur Sicherheit durch eine Fachfirma erfolgen. Beim Anschluss der Gastherme müssen Arbeiten an der Gasleitung vorgenommen werden.

Erdgas oder Flüssiggas

Die Ressourcen werden durch moderne Gasheizungen sehr energieeffizient genutzt. Die meisten Gasheizungen nutzen Erdgas zur Verbrennung. Aber auch für Flüssiggas geeignete Gasheizungen sind im Handel erhältlich. Flüssiger Brennstoff als Energiequelle hat Vorteile und Nachteile.

Vorteile:

  • umweltfreundlich durch minimierte Produktion von Kohlendioxid
  • nutzbar in Häusern, die über keinen Erdgas-Anschluss verfügen
  • gute Alternative zur Ölheizung

Nachteile:

  • separater Tank ist nötig
  • Einhaltung vieler Sicherheitsregeln

Entscheidung: Welche Gasheizungen gibt es und welche ist die richtige für Dich?

Es lassen sich vier Typen von Gasheizungen unterscheiden. Es gibt Kombithermen, die gleichzeitig das Heizungswasser aufheizen und zur Erwärmung von Brauchwasser dienen. Einfache, kleinere Heizanlagen wärmen einzelne Räume auf und können auch kleine Warmwasserspeicher, wie Durchlauferhitzer bedienen. Es gibt auch Gasheizungen für ganze Wohnungen und Etagen – auch mit Wärmepumpe und Wärmetauscher. Hinzu kommen Zentralheizungen, die ganze Häuser versorgen können.

Hier ist eine Auswahl von Herstellern hochwertiger Gasheizungen:

  • Remeha
  • Buderus
  • Brötje
  • Vaillant
  • Junkers
  • Viessmann
  • Weishaupt

Die Anbieter führen verschiedene Modellreihen von Gasheizungen. Die Hersteller haben teils sehr vergleichbare und teils recht spezielle Heizsysteme auf Lager. Eine fachkundige Beratungen bieten sie alle an.

Beispiele für beliebte Modelle sind

  • Optimat von Oertli – übernommen von Remeha
  • Calenta von Remeha
  • Modell Condens oder Cerapur ZSB von Junkers
  • WGB von Brötje
  • Vitodens von Viessmann

Mit einer modernen Gasheizung ist häufig kein Schornstein mehr nötig. Ersetzt wird er durch ein Edelstahl- oder Kunststoffrohr, das als Abgasleitung dient.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst Du Gasheizungen vergleichen und bewerten

Es gibt viele verschiedene Gasheizungen im Handel. Schau immer auch nach aktuellen Testsiegern mit guter Gesamtnote. Faktoren zum besseren Vergleichen sind beispielsweise die Energieeffizienz und der Heizwert. Gasverbrauch und Abgaswerte sind ebenso Faktoren für eine Einschätzung der Modelle – je nach Typ der Gasheizung.

Die Energieeffizienz

Der Energiekompass ist seit 2010 verpflichtend und wird durch eine EU-Richtlinie auch für Gasheizungen bestimmt. Darin finden sich Leistungsdaten und Energieeffizienzklasse der Gasheizung.

Gasthermen können anhand der Effizienzklassen im Energiewert eingeschätzt werden. Nach Verbrauch gliedern sich die Energieklassen in A bis G:

  • beste Energieeffizienz: Klasse A
  • unterste Energieklasse: Klasse G

Umso höher die Energieeffizienzklasse, desto weniger Brennstoff wird verbraucht und umso besser sind die Umwelteigenschaften. Eine hohe Energieeffizienz zahlt sich auf lange Sicht aus.

Die Wärmeleistung der Heizung

Die Leistung der Gasheizung bezieht sich auf die Kraft, die benötigt wird, um eine bestimmte Temperaturdifferenz in der Warmwasserbereitung zu erzeugen. In Abhängigkeit von der Länge der Leitungen kann es trotz hoher Leistung der Heizung vorkommen, dass es ein paar Sekunden dauert, bis das warme Wasser ankommt. Kaltes Standwasser muss oft erst aus der Leitung abfließen.

Wasserspeicher und Durchflussrate

Je nach Versorgungsumfang kann eine Gasheizung über eine geringere oder höhere Heizkapazität verfügen. Das bezieht sich auf die Menge an Wasser, die erhitzt werden kann – zum Heizen oder zum Duschen. Das Wasser wird durch verschiedene Heiztechniken erwärmt. Ein Prinzip ist das eines Durchlauferhitzers: Heizstäbe erhitzen durchfließendes Wasser, sobald es benötigt wird. In einer Gasheizung mit großem Wassertank muss das Wasser durchgehend erhitzt werden – dafür kann eine höhere Abnahmemenge gewährleistet werden.

Kombithermen und Wasserspeicher

Zwar nimmt eine Kombitherme mit Gas kaum Platz ein, hat aber den Nachteil, dass die gleichzeitig verfügbare Warmwassermenge eher gering ist. Kombithermen sind besonders stark, wenn die Leitungswege kurz sind, wenig Warmwasser am Stück benötigt wird und wenige Abnahme-Stellen vorhanden sind.  Alternativen sind dann Brennwertkessel für Gas mit integriertem Warmwasserspeicher. Die kleinen Speicher überbrücken die Anheizzeit und liefern sofort heißes Wasser, wenn es benötigt wird. Zudem gibt es Brennwertkessel für Gas mit externem Warmwasserspeicher, denn manchmal ist einfach vor Ort kein Platz für einen Speicher, der aber für viele Personen und Wohnräume sinnvoll sein kann.

Wissenswertes rund um das Thema Gasheizung

Hier findest Du weitere interessante Informationen zu Gasheizungen.

Speicher für Solare Hybridlösungen

Warmwasserspeicher sind besonders bei Kombi-Geräten von Gasheizung und Solarthermie oder Wärmepumpe sinnvoll. Gerade im Sommer wird viel Wärme durch Sonnenenergie erzeugt und füllt den Solarspeicher. Ein zusätzlicher Wasserspeicher ist dann hilfreich, um die Energie abnehmen zu können, bevor sie verloren geht.

Wärmetauscher und Wärmepumpe

Eine Gastherme erhitzt Wasser durch eine Gasflamme. Mit der Wärme-Austausch-Technik wird die Energie über den Wärmetauscher auf durchfließendes Wasser übertragen. Wärmetauscher spielen auch in anderen Geräten eine Rolle zur Übertragung von Heizenergie.

Viele Geräte arbeiten auch mit sogenannten Wärmepumpen. Damit kann beispielsweise Umweltenergie aus verschiedenen Quellen gewonnen werden. Genutzt werden kann thermischen Energie aus:

  • Luft
  • Erde
  • Grundwasser

🔥 Was ist eine Gasheizung?

Mit einer Gasheizung sind Geräte gemeint, die Erdgas oder Flüssiggas nutzen, um Heizwasser für Heizkörper zu gewinnen. Auch sind Geräte verfügbar, die zudem für Bad und Küche warmes Leitungswasser bereitstellen.

💡 Welches Gas wird für eine Gasheizung benötigt?

Die meisten Gasheizungen nutzen Erdgas zur Verbrennung. Aber auch für Flüssiggas geeignete Gasheizungen sind im Handel erhältlich.

❓ Was bedeutet Energieeffizienz bei Gasheizungen?

Gasthermen können anhand der Effizienzklassen im Energiewert eingeschätzt werden. Nach Verbrauch gliedern sich die Energieklassen in A bis G.

🚦 Was ist die beste Energieklasse?

Die beste Energieklasse ist A, die unterste Energieklasse ist G. Umso höher die Energieeffizienzklasse, desto weniger Brennstoff wird verbraucht und umso besser sind die Umwelteigenschaften. Eine hohe Energieeffizienz zahlt sich auf lange Sicht aus.

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