Händedesinfektionsmittel Test bzw. Vergleich (07/2020)

Mit unserer Kaufberatung sowie Tipps & Tricks zum besten Produkt!

Händedesinfektionsmittel

Das Wichtigste in Kürze

  • Mithilfe eines Händedesinfektionsmittels werden potenzielle Krankheitserreger abgetötet. Somit sind Produkte dieser Art gut im Kampf gegen Erkrankungen wie Grippe, Noroviren, Adeno Virus oder aktuell dem Corona-Virus. Das Händedesinfektionsmittel ist auch wirksam gegen Pilze und Bakterien.
  • Damit man sich auf die uneingeschränkte Wirkungsweise des Händedesinfektionsmittels verlassen kann, muss man sich unbedingt an die angegebene Einwirkzeit vom Hersteller halten. Zumeist liegt diese bei ca. 30 Sekunden.
  • Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum des Händedesinfektionsmittels erreicht, sollte man es nicht mehr verwenden. Ab diesem Datum können die Wirkung und Desinfektion nicht mehr ausreichend garantiert werden.

Ratgeber: Fragen, mit denen Du Dich vor dem Kauf von Händedesinfektionsmittel beschäftigen solltest

Gerade in den kalten Monaten des Jahres sollte man Wert darauflegen, dass man seine Hände regelmäßig und ausreichend desinfiziert. Die Händedesinfektion sorgt dafür, dass Bakterienarten, Keimarten und andere Erreger effektiver entfernt werden als beim reinen Fingerwaschen. Im Übrigen gilt dies aktuell auf Grund des gefährlichen Corona-Virus rund um das Jahr.

Jeden Tag kommt man mit Menschen in Kontakt. Es werden Nettigkeiten ausgetauscht und dabei meist unwissend auch Keime, Viren und anderen Krankheitserregern. Gerade aus diesem Grund ist ein gewisses Maß an Hygiene unerlässlich. Dies kann auf der einen Seite mittels Händewaschens mit Seife und/oder einem zusätzlichen Händedesinfektionsgel geschehen. Auf der anderen Seite gibt es noch eine breite Palette an anderen Produkten, die man auch sehr gut unterwegs nutzen kann, wie zum Beispiel Desinfektionstücher.

Was genau ist ein Händedesinfektionsmittel?

Bevor man sich für den Kauf eines Desinfektionsmittels entscheidet, sollte man sich erst einmal mit der Wirkungsweise des Mittels vertraut machen. Dies geht am besten, wenn man Händedesinfektionsmittel klar von einfachen Reinigungsmitteln (Seife) für die Hände abgrenzt.

  • Reinigungsmittel – es beseitigt sichtbare Verschmutzungen und entzieht dabei Keimen ihre Lebensgrundlage.
  • Händedesinfektionsmittel – beseitigen zusätzlich infektiöse und krankheitserregende Keime.

Nutzt man ein Handdesinfektionsmittel oder auch ein Desinfektionsmittel für Flächen, dann bedeutet dies immer, dass Krankheitserreger durch bestimmte Inhalts- und Wirkstoffe abgetötet werden. Sicherlich können nicht alle Keime komplett beseitigt werden, jedoch wird die Anzahl an Pilzen, Viren und anderen Erregern deutlich reduziert. Gerade in Zeiten von Grippe, bei Norovirus und aktuell bei dem SARS-COV-2 Virus ist es ratsam sich die Hände, die Unterarme und auch Flächen regelmäßig zu reinigen. Krankenhäuser und Arztpraxen nutzen die Präparate zusätzlich gegen MRSA (antibiotika-resistente Keime).

Was bewirkt ein Desinfektionsmittel?

Hier kommt es in erster Linie auf die Bestandteile und auf die richtige Einwirkzeit an. Grundsätzlich werden durch ein Händedesinfektionsmittel der Befall von einem Virus und Pilzarten reduziert. Viele Keimarten sind gegen bestimmte Wirkstoffe immun, sodass für jeden Anwendungszweck ein anderes Desinfektionsmittel zum Einsatz kommen muss. Im medizinischen Bereich wirken die hochwertigen Produkte gegen

  • MRSA
  • Rotavirus
  • Norovirus

Wie oft sollte man ein Händedesinfektionsmittel nutzen?

Dies hängt in erster Linie vom Anwendungsbereich ab. Die Handdesinfektion sollte immer erfolgen, wenn man Kontakt mit infektiösen Menschen oder infizierten Gegenständen hatte.

Die verschiedenen Arten von Desinfektionsmitteln

Die richtige Hygiene findet nicht nur an den Händen und auf der Haut statt. Virusarten und Bakterien können sich überall vermehren, daher sollte man auch regelmäßig Flächen mit einem Mittel zur Flächendesinfektion reinigen.

Art von DesinfektionsmittelWirkungsweise
Hände- und Hautdesinfektionhilft die Übertragung von Keimarten und anderen Erregern zwischen Menschen zu verhindern bzw. zu minimieren; Handdesinfektionsmittel bekommt man flüssiger Form, aber auch als Desinfektionsgel oder als Desinfektionstücher; Alle Produkte sind besonders hautverträglich und hautschonend;
FlächendesinfektionGerade in Krankenhäusern, in Arztpraxen und im Lebensmittelbereich ist eine Flächendesinfektion sehr wichtig; Es werden in erster Linie große Flächen und medizinisches Gerät desinfiziert; die Produkte gibt es meist als Konzentrat, sodass sie mit Wasser verdünnt werden müssen; zumeist werden diese Produkte aufgesprüht, es gibt aber auch spezielle Desinfektionstücher;

Zumeist ist die Nutzung von Mitteln zur Hautdesinfektion und anderen Produkten zur Desinfektion der Hände im Privatbereich nicht nötig. In der Regel reicht das häufige und richtiger Händewaschen vollkommen aus.

Wann sollte welches Händedesinfektionsmittel genutzt werden?

Es gibt eine große Palette von Händedesinfektionsmitteln, jedoch ist die Anzahl der Wirkstoffe in den Mitteln überschaubar. In erster Linie kommt Alkohol zum Einsatz. Anlässlich des Welthändehygienetages am 5. Mai zeigt das Folgende einen Überblick über die verschiedenen Händedesinfektionsmittel. Gerade in medizinischen Bereichen ist die Fingerdesinfektion unerlässlich, denn hier reicht oft das normale Händewaschen nicht aus.

Bei einer hygienischen Fingerdesinfektion soll die transiente Hautflora reduziert werden, daher sind hier nur wenige Wirkstoffe oder Präparate wirklich geeignet. Diese Mittel sollen eine viruzide Wirksamkeit sicherstellen und dabei den hohen Anforderungen der Hautverträglichkeit gerecht werden. In erster Linie stehen hierzu verschiedene Alkohole, wie zum Beispiel Ethanol, Isopropanol, n-Propanol und Benzylalkohol zur Verfügung.

Alkohole haben den Vorteil, dass sie gut wasserlöslich sind, schnell abtrocknen und ein breites Wirkungsspektrum haben. In hohen Konzentrationen sind sie allerdings nur bedingt gegen Viren wirksam, es kommt oft zu unerwünschten Wirkungen wie Hautreizungen und ein Austrocknen der Haut. Durch Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Duftstoffe oder rückfettende Substanzen in einigen Produkten können Allergien ausgelöst werden.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt einige Händedesinfektionsmittel:

Handelsnamenicht viruzidbegrenzt viruzidviruzid
Saraya Haut und Händex
Sensiva Händedesinfektionx
Sterilium Classic pure/medx
Sterilium Virugardx

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat diese Produkte auf Wirksamkeit zusammen mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Umweltbundesamt (UBA) Unbedenklichkeit für die Gesundheit und die Umwelt geprüft.

Warum soll man die Hände mit einem Desinfektionsmittel reinigen?

Einen großen Stellenwert bei der Hygiene nimmt die Fingerdesinfektion ein. Da in rund 80 % aller Fälle Infektionen von Menschen zu Menschen über die Hände übertragen werden. An dieser Stelle muss demnach die Infektionskette unterbrochen werden. Mit nur 30 Sekunden Fingerdesinfektion kann man Leben retten. In Deutschland gibt es schätzungsweise 900.000 nosokomiale Infektionen mit 30.000 Todesfällen pro Jahr.

Wie wirksam sind Desinfektionsmittel für Hände?

Die Wirksamkeit von einem Händedesinfektionsmittel hängt vom Einsatzbereich ab.
Das genutzte Mittel sollte in jedem Fall bakterizid (gegen Bakterium) und levurozid (gegen Hefepilze) sein. Kommt es zum Kontakt mit Menschen, die eine Virusinfektion haben, dann sollte das Handdesinfektionsmittel wirksam gegen bestimmte Virusarten sein.

  • begrenzt viruzid – wirksam gegen behüllte Virusarten wie Hepatitis-B-Viren, Hepatitis-C-Viren, HIV
  • begrenzt viruzid PLUS – wirksam gegen behüllte Viren sowie unbehüllte Adeno-, Rota- und Noroviren
  • viruzid – wirksam gegen alle Viren, also die behüllten und die unbehüllten

Bei einer offenen Lungentuberkulose werden Händedesinfektionsmittel eingesetzt, die mykobakterizid bzw. tuberkulozid sind.

Alkoholische Händedesinfektionsmittel sind nicht sporizid – sie wirken nicht gegen Bakteriensporen. Es müssen zwingend Einmal-Handschuhe getragen werden, die danach entsorgt werden. Anschließend müssen die Hände erst desinfiziert und dann gründlich gewaschen werden, um die Sporen abzuspülen.

Entscheidung: Welche Händedesinfektionsmittel gibt es und welches ist das Richtige für Dich?

Sucht man nach Mitteln zum Desinfizieren der Hände, wird man auf eine breite Palette an Produkten stoßen. Es gibt unter anderem

  • die flüssige Händedesinfektion
  • das Hautdesinfektionsmittel
  • das Desinfektionsgel
  • die Desinfektionstücher
  • die hautschonende und hautverträgliche Fingerdesinfektion
  • die rückfettende Fingerdesinfektion
  • Desinfektionsmittel für Allergiker
  • Handdesinfektion auf Alkoholbasis

Damit man das Desinfektionsmittel richtig anwendet und eventuelle Nachteile bei der Nutzung vermeiden kann, sollte man sich immer an die Herstellerangaben, wie Dosierung und Kontaktwirkzeit halten. Diese findet man meist auf dem Etikett oder in der Packungsbeilage.

Vor- und Nachteile von Desinfektionsmitteln

VorteileNachteile
Mittel wirken sehr zuverlässigunsachgemäße Nutzung kann zur Bildung von resistenten Keimen führen
breite Auswahl an unterschiedlichen Variantenbei zu häufiger Anwendung wird die Haut geschädigt
in verschiedenen Größen erhältlich
ideal für die Desinfektion der Hände unterwegs, wenn ein Waschen nicht möglich ist
Desinfektionstücher kann man zur Not auch für Flächen einsetzen

Bekannte Hersteller und Marken

Schaut man sich nach Händedesinfektionsmitteln um, wird man auf eine Reihe von Herstellern und Marken treffen.

Hersteller und MarkeEigenschaften
Sagrotan von Reckitt Benckiserwirkt gegen Bakterium (bakterizid), gegen Pilze (fungizid) und gegen Viren (viruzid); wird sowohl in Kliniken, Arztpraxen und im Haushalt verwendet
Octenisept von SchülkeMittel zur Desinfektion von Händen und zur Wund- und Schleimhautdesinfektion; wirkt als Antiseptikum gegen Viren, Hefen, Bakterienarten und Pilze
Sterillium von BodeSterillium-Desinfektionsmittel sind für die Haut geeignet; die Inhaltsstoffe in dem Mittel wirken gegen Pilze, Bakterien und Tuberkuloseerreger

Weitere bekannte Marken und Hersteller sind:

  • Ampri
  • Braun
  • Desomed
  • Schnell
  • Fiberreed
  • Megro
  • Unigloves
  • Ophardt
  • MaiMed
  • Kimberly-Clark
  • Hartmann
  • Schumacher
  • Buzil
  • Braun
  • Antiseptica
  • Ecolab
  • Jolifin
  • Lysoform
  • Merz
  • Rösner-Mautby
  • Temca
  • Weigert
  • Saraya
  • Schülke Sensiva
  • Sterillium Virugard

Wo kann man Händedesinfektionsmittel kaufen?

Zumeist bekommt man Händedesinfektionsmittel in der Apotheke oder in Drogerien, wie zum Beispiel DM, Rossmann und dergleichen. Selbstverständlich kann man Mittel zur Desinfektion der Hände und der Haut auch online bestellen. Hier kann man auf der einen Seite durch Angebote Geld sparen und profitiert meist von einem schnellen Liefer-Service.

Allerdings sollte man bedenken, dass vielfach Versandkosten anfallen, die das Hand- bzw. Hautdesinfektionsmittel wieder teurer machen als im Handel vor Ort. Daher gilt auch hier, dass man immer die Preise vergleicht, um das günstigste und das beste Mittel zum Desinfizieren der Hände zu bekommen.

Was kosten Desinfektionsmittel?

Günstige Hautdesinfektionsmittel bekommt man schon ab 5 Euro pro 50 ml. Sucht man gezielt nach einem Händedesinfektionsmittel, muss man meist mit Preisen von 6 Euro bis 10 Euro je Liter rechnen.

Das Händedesinfektionsmittel für unterwegs

Zumeist haben überbesorgte Mütter und Keimphobiker immer ein Handdesinfektionsmittel zur Hand. Auch auf Reisen haben sich Mittel wie Desinfektionstücher oder ein Desinfektionsgel bewährt. Die handlichen Flaschen benötigen nicht viel Platz und bieten auf ihrem Etikett ausreichend Informationen zu den Inhaltsstoffen, der Herkunft und der Biozertifizierung.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst Du die Händedesinfektionsmittel vergleichen und bewerten

Aufgrund der aktuellen Situation hat man sich zum Kauf von Händedesinfektionsmitteln entschieden. Es sollten hierbei jedoch einige Punkte beachtet werden, denn nur so ist die Desinfektion effizient und wirkungsvoll.

  • Die Einwirkzeit – Hat man das Desinfektionsmittel aus dem Spender oder der Flasche entnommen, benötigt es eine gewisse Zeit, bis es richtig wirkt. Mit der Einwirkzeit, die vom Hersteller angegeben wird, ist die Zeitdauer gemeint, bis ca. 99,99 Prozent der Pilzarten, Virusarten, Bakterien abgetötet sind. Im Schnitt haben Mittel zur Desinfektion der Hände eine Kontaktzeit von 30 Sekunden, um die Hände hygienisch zu desinfizieren. Diese Kontaktzeit ist immer einzuhalten, denn sonst kann es zur Bildung von resistenten Keimen kommen. Die Folge wäre, dass die Mittel in Zukunft nicht mehr wirken.
  • Die Wirkung – Je nach Hersteller und nach Art des Desinfektionsmittels ist das Wirkungsspektrum sehr unterschiedlich. Es gibt Handdesinfektionsmittel, die nur gegen Bakterien wirken. Andere wiederum wirken zusätzlich gegen Viren und andere Erreger. Normalerweise reicht ein bakterizides Mittel vollkommen aus. Geht es jedoch um die Grippe oder die Norovirus, dann sollte man sich ein viruzides Mittel kaufen.
  • Die Hautverträglichkeit – Leidet man generell unter trockenen Händen und trockener Haut oder muss man aus unterschiedlichen Gründen des Öfteren eine Handdesinfektion durchführen, dann sollte man sich für ein Mittel zur Desinfektion entscheiden, das pflegende Komponenten enthält. Diese Mittel greifen die Haut nicht noch zusätzlich an und trocknen sie nicht aus. Im Gegenteil wirken diese Mittel mit ihren Bestandteilen rückfettend und schützen dabei sogar die empfindliche Haut. Zusätzlich kann es hilfreich sein, wenn man zu farbstofffreien und parfümfreien Produkten greift. Der Farbstoff hat keinerlei Auswirkungen auf die Wirkweise des Mittels. Es lohnt also durchaus ein Blick auf die Inhaltsstoffe des Desinfektionsmittels zu werfen.

Wissenswertes rund um das Thema Händedesinfektionsmittel

Welche Inhaltsstoffe sind in Desinfektionsprodukte vertreten?

Je nach Hersteller und nach Wirkungsweise sind unterschiedliche Inhaltsstoffe in den Produkten enthalten. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die Inhaltsstoffe und deren Eigenschaften bzw. Wirkweise.

Bestandteile bei Produkten zur DesinfektionEigenschaften und Wirkweise
Alkoholez. B. Ethanol, Propanol, Isopropanol; in erster Linie in Desinfektionsmittel für Hände; die Proteine der Krankheitserreger werden denaturiert
Aldehydez. B. Formaldehyd, Glyoxal; wirkt gegen Viren, Pilzarten, das Bakterium und Sporen; wird in der Landwirtschaft verwendet; zerstört die Zellwände der Keime
Chlorwirkt gegen Bakterien, Pilzarten und Virusarten; zerstört die Zellwände der Erreger
Jodwirkt gegen das Bakterium, Pilzarten und Viren; Proteine der Krankheitserreger werden denaturiert
Säurenin erster Linie organische Säuren; werden zumeist in der Landwirtschaft eingesetzt; senken den pH-Wert
quaternäre Ammoniumverbindungenwerden sehr oft in der Landwirtschaft eingesetzt; finden sich in Händedesinfektionsprodukten; zerstören den Zellmembran der Erreger
Peroxidez. B. Wasserstoffperoxid, Peressigsäure; wirkt gegen Viren, Bakterien und Sporen als Abkömmlinge der Bakterien; darf nicht mit Metall, Beton und Textilien in Berührung kommen

Kann ein Desinfektionsmittel verderben?

Im Gegensatz zu Lebensmitteln kann ein Desinfektionsmittel nicht schlecht werden. Man kann es also auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verwenden. Jedoch muss man sich bewusst sein, dass Produkte dieser Art nach Ablauf der Haltbarkeit dann nicht mehr die gewünschte Wirkung erzielen. Viele der Bestandteile haben sich in dieser Zeit verflüchtigt. Zumeist sind Händedesinfektionsmittel mit Alkohol rund ein halbes Jahr verwendbar, wenn sie angebrochen sind. Andere Bestandteile hingegen können ihre Wirksamkeit bis zu drei Jahre nach Öffnung der Flasche behalten. Aus diesem Grund sollte man immer auf das individuelle Verfallsdatum laut der Angaben vom Hersteller achten.

Welches Desinfektionsmittel bei Giardien?

Giardien sind eine Art von Parasiten, die den Dünndarm besiedeln. Sehr häufig treten diese bei Tieren auf, können aber auch den Menschen befallen. Hat der Hund oder die Katze Durchfall und wurde durch einen Tierarzt der Verdacht auf Giardien bestätigt, sollte man nach jedem Kontakt mit dem Tier ein Handdesinfektionsmittel verwenden. Ebenfalls sollten alle Utensilien, die mit dem Tier zu tun haben, mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden. Nur so kann man hygienische Umstände garantieren. Zumeist werden die Mittel Endosan Forte S Neu oder Neopredisan 135-1 zur Anwendung empfohlen.

Welche Desinfektionsmittel sind bei Noroviren sinnvoll?

Sucht man nach einem speziellen Mittel gegen den Norovirus, hat man die freie Wahl, denn es gibt hier kein spezielles Mittel ausschließlich gegen diesen. Die Erkrankung wird durch Viren ausgelöst. Daher reicht ein normales Desinfektionsmittel gegen das Virus nicht aus. Man muss darauf achten, dass das Mittel der Wahl mit dem Zusatz viruzid deklariert ist. So dann kann es effektiv gegen Viren wirken.

Was bei einem Corona-Verdacht tun?

Aktuell hält das Corona-Virus die ganze Welt in Atem. Viele Punkte sind noch nicht erforscht, sodass hier auch abschließend nicht wirklich etwas gesagt werden kann. Nachfolgend ein paar Punkte, die auf einen Corona-Verdacht hindeuten und was man tun soll. In mehr als 60 % aller Verdachtsfälle klagen Betroffene über Fieber und einen trockenen Husten. In weniger als 20 % aller Fälle berichten Betroffene von Kurzatmigkeit, Übelkeit mit Erbrechen, Muskel- und Gelenkschmerzen, einer verstopften Nase, Halsschmerzen, Durchfall und Kopfschmerzen.

Des Weiteren sollte man sich fragen, ob man innerhalb der letzten 14 Tage nach Auftreten der Symptome in einem Risikogebiet war oder Kontakt mit einer Person aus einem Risikogebiet bzw. einer an Corona erkrankten Person hatte. Ist dies der Fall, sollte man sofort seinen Arzt oder das zuständige Gesundheitsamt informieren.

Um sich vor dem gefürchteten Corona-Virus zu schützen ist eine ausreichende Handhygiene mit Handdesinfektionsmitteln das A und O. Bekommt man aufgrund der aktuellen Lage nirgend ein entsprechendes Mittel, dann reicht das gründliche Fingerwaschen mit Wasser und Seife vollkommen aus, wenn man die Hinweise des Robert Koch-Instituts (RKI) beachtet. Die behüllten Viren des Corona-Virus sind empfindlich gegenüber den Tensiden in Seife und können durch das gründliche Fingerwaschen mit Syndets inaktiviert werden.

Was bedeutet viruzid oder begrenzt viruzid?

Es werden spezielle Wirkungsbereiche definiert. Diese sind unterteilt in Bakterien, Viren, Pilze und deren Untergruppen wie Hefen sowie behüllte und unbehüllte Viren. Die Mittel werden daher als bakterizid (Bakterien abtötend), levurozid (Hefepilze abtötend), sporoizid (Sporen abtötend), begrenzt viruzid (wirksam gegen behüllte Viren) und viruzid (wirksam gegen behüllte und unbehüllte Viren) eingestuft. Zu den behüllten Virusarten zählen die Influenza-, Herpes-, Hepatitis- und HI-Viren. Diese sind relativ instabil und daher gegen die meisten Händedesinfektionsmitteln mit alkoholischen Komponenten empfindlich.

Möchte man den behüllten Ebola-Virus inaktivieren, dann reicht die Desinfizieren mit einem begrenzt viruziden Produkt. Gegen die unbehüllten Rhinoviren, die zum Verursacher von vielen banalen grippalen Infekten gelten, reichen begrenzt viruzide Mittel jedoch nicht aus. Zu den meist genannten Nebenwirkungen dieser Produkte zum Desinfizieren zählen die trockne und die gereizte Haut. Daher ist es wichtig bei Verwendung von Händedesinfektionsmitteln auf eine gute Hautpflege zu achten, die jedoch die Wirksamkeit der Produkte nicht beeinträchtigen darf.

Reicht im Alltag das Händewaschen?

Im alltäglichen Leben, wenn man nichts mit medizinischen Einrichtungen zu tun hat, reicht das gründliche Fingerwaschen mit Wasser und Seife vollkommen aus. So lassen sich die meisten pathogenen Keime entfernen.

Was verstehen Experten aber unter gründlichem Fingerwaschen? Dazu müssen die Hände mindestens 30 Sekunden mit ausreichend Seife gereinigt werden. Nicht vergessen werden dürfen die Handoberflächen und die Zwischenräume der Finger sowie die Fingerspitzen.

Nach dem Waschen ist es besonders wichtig, dass die Hände gründlich abgetrocknet werden. Grund hierfür ist, dass feuchte Hände mehr Keime übertragen als trockene. Der Faktor liegt hier bei 1.000. Aus hygienischer Sicht sollte man sich die Hände am besten mit einem saugkräftigen Papiertuch trocknen, denn dies sorgt schnell für trockene Hände. Des Weiteren werden durch das Abreiben mit dem Papier die restlichen Keime entfernt.

Was bestimmt den Erfolg eines Händedesinfektionsmittels?

Viele zusätzliche Faktoren bestimmen, ob ein Händedesinfektionsmittel wirkt. Das heißt:

  • die Haut muss gesund und gepflegt sein; Hände und Fingernägel müssen sauber sein; Fingernägel müssen kurz geschnitten sein und schließen mit der Fingerkuppe ab
  • künstliche, gegelte Nägel oder Nagellack ist nicht erlaubt, da Nagellack Mikrorisse haben kann, in denen sich Bakterien einnisten. Künstliche Nägel weisen mehr Bakterien auf als natürliche Nägel und perforieren zudem die Schutzhandschuhe
  • sowohl an Händen wie Unterarmen dürfen keine Ringe, Armbänder, Uhren oder Piercings getragen werden, da es hier zu Verletzungen kommen kann und Erreger ideale Verstecke finden, die mit einem Handdesinfektionsmittel nicht erreicht werden
  • eventuelle Wunden an den Händen müssen flüssigkeitsdicht abgedeckt werden
  • im Übrigen stellen Tattoos kein hygienisches Risiko dar, außer wenn das Areal um das Tattoo entzündet ist

Die richtige Anwendung von Händedesinfektionsmitteln

Nur so kann ein Mittel zur Händedesinfektion richtig wirken:

  • Gebrauchsanweisung des Herstellers beachten
  • Hände müssen trocken sein
  • Hände vollständig mit der Flüssigkeit benetzen
  • Einwirkzeit einhalten
  • richtige Konzentration verwenden – die meisten Mittel sind gebrauchsfertig und dürfen nicht verdünnt werden
  • häufig die Handdesinfektion wiederholen und Hände nur bei sichtbarer Verschmutzung waschen

So sollen die Hände mit einem Produkt zum Desinfizieren der Hände eingerieben werden, damit alle Stellen erreicht werden.

  • Für eine Anwendung benötigt man 2 Hübe des Produktes aus dem Spender, was einer Menge von 3 bis 5 ml entspricht.
  • Handfläche auf Handfläche reiben
  • die rechte Handfläche über den linken Handrücken und die linke Handfläche über den rechten Handrücken
  • Handfläche auf Handfläche mit verschränkten und mit gespreizten Fingern
  • Außenseite der Finger auf der gegenüberliegenden Handfläche mit verschränkten Fingern reiben
  • beide Daumen vollständig einreiben
  • geschlossene Fingerkuppen der rechten Hand in der linken Handfläche reiben und umgekehrt

Wann sollen die Hände desinfiziert werden?

Dies ist abhängig von bestimmten Indikationen und Momenten. Generell gilt laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im medizinischen und chirurgischen Bereich:

  • vor einem Kontakt mit einem Patienten, insbesondere bei geschwächten und infektionsgefährdeten Menschen
  • vor einer aseptischen Tätigkeit wie Wundversorgung, Zahnpflege, Schleimhautkontakt, Kontakt mit Eintrittsstellen von Kathedern oder bei invasiven Eingriffen
  • nach dem Kontakt mit infektiösem Material
  • nach dem direkten Kontakt mit einem Patienten, da jeder infektiös sein kann
  • nach dem Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung – also nach dem Wechsel der Bettwäsche, Kontakt mit Bett oder Nachtschrank bzw. den persönlichen Gegenständen des Patienten
  • vor dem Anlegen von sterilen und nicht sterilen Einmal-Handschuhen
  • nach dem Ablegen der Handschuhe

Im Lebensmittelbereich sollten die Hände desinfiziert werden, wenn

  • der Arbeitsbereich betreten wird
  • mit Lebensmitteln hantiert wird
  • nach dem Umgang mit kritischen Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch, Geflügel und Eier
  • nach Reinigungs- und Schmutzarbeiten
  • nach Toilettennutzung oder dem Nase putzen
  • vor dem Anlegen und nach dem Ablegen der Handschuhe

In Kitas, Schulen oder anderen Jugendeinrichtungen sollten die Hände desinfiziert werden

  • vor und nach dem Wickeln von Kindern
  • vor und nach der Wundversorgung mit Pflastern und sonstigen Verbänden
  • vor der Zubereitung und Ausgabe von Lebensmitteln
  • nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut und Ausscheidungen
  • nach dem Umgang mit infektiös erkrankten Kindern (Durchfall, Erbrechen, Atemwegsinfekte)
  • nach Reinigungsarbeiten im Sanitärbereich
  • vor dem Anlegen und nach dem Ablegen von Handschuhen

Welche Kriterien muss ein Handdesinfektionsmittel erfüllen?

Desinfektionsmittel sind Substanzen, die bei der chemischen Reinigung zum Einsatz kommen. Damit eine echte Desinfektion vorliegt, dürfen maximal zehn von einer Million Keimen überleben. Einzige Ausnahme bilden die Hygienetücher und die Sprays für die Wäsche. Hier muss die Keimreduktion einen Faktor von 10-7 aufweisen, während es ansonsten 10-5 sind. Nur unter dieser Maßgabe darf ein Produkt die Bezeichnung Desinfektionsmittel tragen.

Warum kann das Desinfektionsmittel an den Händen brennen?

Dazu gibt es unterschiedliche Gründe. Zumeist tritt dieses unangenehme Gefühl auf, wenn das Handdesinfektionsmittel auf eine Wunde kommt. Diese Reaktion ist vollkommen natürlich und signalisiert die Abwehrreaktion des Körpers zum eigenen Schutz. Es kann aber auch durch Überempfindlichkeiten oder Allergien zu einem unangenehmen Brennen durch Mittel zum Desinfizieren der Hände kommen.

Wieso gibt es farbige Desinfektionsmittel?

Farbige Desinfektionsmittel zeigen dem Nutzer nach der Anwendung exakt an, welche Stellen behandelt wurden. Gerade in Kliniken oder in Ordinationen ist dies immens wichtig. Nur wenn die Region um das Arbeitsfeld eines Mediziners ausreichend desinfiziert ist, kann gefahrlos agiert werden.

Wo kann man abgelaufenes Desinfektionsmittel entsorgen?

Bei der Entsorgung von Desinfektionsmitteln ist Vorsicht geboten und Leitlinien sind exakt zu befolgen. Entsorgt man ein solches Spray oder Tücher muss man jedoch wenig beachten. Diese können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Dies liegt daran, dass Tücher gegenüber Lösungen keine Belastung für die Umwelt darstellen. Lösungen können über das Abwasser entsorgt werden.

Bei einem Konzentrat sieht dies anders aus, denn dadurch wird die Umwelt übermäßig stark belastet. Daher zählen Konzentrate bei diesen Produkten als Gefahrengut. Die Konzentrate dürfen nicht einfach entsorgt werden, sondern müssen einem Entsorgungsbetrieb übergeben werden. Bis zur endgültigen Entsorgung sollen die Behälter dunkel, kühl und feuergeschützt aufbewahrt werden.

Was versteht man unter VAH?

VAH ist der Verbund für Angewandte Hygiene und gilt als bevorzugte Instanz, wenn es um die Qualitätssicherung in der prophylaktischen Desinfektion geht.

Was ist die DGHM?

Die DGHM ist die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie.

Artikelbild: JoPanuwatD / Bigstock.com

  • Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen?
  • JaNein

Entspricht einer Bewertung von 4.6 / 5