Ölbrennwertkessel Test bzw. Vergleich (05/2020)

Mit unserer Kaufberatung sowie Tipps & Tricks zum besten Produkt!

Das Wichtigste in Kürze

  • Ölbrennwertkessel werden mit Öl befeuert, daher haben sie ihren Namen. Viele Ölbrennwertkessel können mit allen Heizöl-Arten betrieben werden.
  • Diese Geräte arbeiten gegenüber anderen Alternativen wie dem Niedertemperaturkessel besonders effizient, da das Heizöl fast komplett in Energie umgewandelt wird.
  • Heizleistung, Größe, Modell, Bedienung und viele weitere Kriterien sind bei der Auswahl des richtigen Brennwertkessel mit Öl notwendig.

Ratgeber: Fragen, mit denen Du Dich vor dem Kauf eines Ölbrennwertkessels beschäftigen solltest

Die Meinungen über Ölheizungen gehen zwischen Experten und Nutzern stark auseinander. Doch Brennwertkessel zeigen, dass diese Geräte besonders effizient arbeiten. Seit 1982 serienreif werden daher heutzutage zahlreiche Heizungen mit einem Brennwertkessel mit Öl genutzt und eingebaut. Doch wer sich für einen Ölbrennwertkessel entscheidet, sollte sich vorher mit einigen Fakten auseinander   setzen und auch Tests und Vergleiche heranziehen, um das bestgeeignete Modell für sich zu finden.

Das ist ein Ölbrennwertkessel

Ölheizungen zählen zu den bekanntesten Kesselarten. In rund einem Viertel aller deutschen Haushalte sorgt Öl für angenehme Temperaturen im Winter und warmes Wasser. Der Ölkessel ist neben Tank und Pumpe ein klassisches Bauteil dieser  Heizung. In diesem Heizkessel ist ein Ölbrenner verbaut, der – wie der Name schon sagt – die Verbrennung von Öl realisiert. Die meisten Ölbrenner sind heutzutage sogenannte Blaubrenner, bei dessen Verbrennung nur wenig Ruß produziert wird. Der Blaubrenner gilt als effizienter als der Gelbbrenner.

Generell wird bei Kesseln zwischen Niedertemperaturkesseln und Brennwertanlagen unterschieden. Ein Brennwertkessel ist ein Heizkessel, der den Energieinhalt des eingesetzten Brennstoffes fast vollständig ausnutzt. Bei einem Ölbrennwertkessel ist dies der Energieinhalt des Öls. Bei Niedertemperaturheizungen wird die Effizienz nur mit dem Heizwert ausgedrückt. Brennwertheizungen benötigen keinen Schornstein im klassischen Sinn. Über spezielle Abgasleitungen können hier die Abgase an der Außenwand entweichen.

Brennwerteffekt: Vor- und Nachteile von Technik und Brennstoff

Brennwertkessel mit Öl punkten vor allem mit ihrer hohen Effizienz. Denn in ihnen wird das Heizöl optimal in Wärmeenergie umgewandelt: Auch die Abgase werden genutzt, deren Wärme bei anderen Techniken ungenutzt bleibt – diese heißen Abgase werden bei Alternativen meist einfach durch den Schornstein oder Abgasleitungen aus dem Haus geblasen, da sonst der enthaltende Wasserdampf kondensieren würde.

Nicht so bei der Brennwerttechnologie: Die Wärme der Abgase – oder besser gesagt im enthaltenen Wasserdampf – wird genutzt, die Gase mittels Wärmetauscher abgekühlt. Die Abgase entweichen kalt ohne die Wärme. Die herausgefilterte Wärme der Kondensation wird in Brennwertkesseln ebenfalls zur Wärmebereitstellung genutzt. Das macht die Brennwerttechnik so effizient und spart rund 30 Prozent Heizöl und damit Heizkosten.

Jedoch ist Öl ein fossiler Brennstoff, der nicht unbegrenzt zur Verfügung steht und eines Tages aufgebraucht sein wird. Das macht einen Brennwertkessel mit Öl scheinbar weniger umweltschonend. Wissenschaftler arbeiten aber längst an alternativen Brennstoffen oder speziellen Zusätzen. Bioheizöl ist beispielsweise schwefelarm und setzt sich zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen zusammen. So können rund 10 bis 20 Prozent des fossilen Öls eingespart werden.

Die Brennwerttechnik lässt sich problemlos auch mit erneuerbaren Energien kombinieren. Wer also heute in eine Ölbrennwertheizung investiert, ist auch für die Zukunft gut aufgestellt.

Drei Angaben: Brennwert versus Heizwert versus Hersteller-Nutzungswert

Der Heizwert einer Anlage beschreibt die Wärmemenge, die beim Verbrennen des Brennstoffes (wie Öl oder auch Gas) entsteht. Niedertemperaturkessel haben meist nur eine Effizienz von 87 Prozent, ältere Techniken sogar weniger als 68 Prozent. Grund ist, dass durch die Verbrennung Abgase entstehen, die Kondensationswärme enthalten. Bei Niedertemperaturheizungen geht diese Wärme verloren – denn die Gase werden samt enthaltender Wärme aus dem Haus geblasen.

Der Brennwert – der Namensgeber der Brennwerttechnik – liegt hingegen höher, denn hier werden Heizwert und Kondensationswärme addiert, da die Kondensationswärme der Abgase ebenfalls genutzt wird. So liegt ein typischer Brennwert meist bei 98 Prozent. Vorsicht Marketingstrategie: Für Verwirrung sorgt nicht selten der (von den Herstellern berechnete), angegebene Nutzwert vor allen auch in Tests und Vergleichen bei Brennwertheizungen. Diese Nutzungsgrade sind oft bei Brennwertkesseln über 100 Prozent angesetzt – das ist jedoch nicht mit einem Brennwert über 100 Prozent gleichzusetzen.

Die Berechnungsart der Hersteller ist hier unterschiedlich. Hier wird der Heizwert als Berechnungsgrundlage herangezogen und durch die Nutzung der Abgase zur weiteren Wärmegewinnung kann ein Prozentsatz über 100 Prozent herauskommen. Richtiger wäre es, den Brennwert als Grundlage zu nehmen, die Leistung kann nicht über 100 Prozent steigen. Tests haben gezeigt, dass die realen Nutzungsgrade entgegen den Herstellern bei Ölbrennwertkessel zwischen 94 und 96 Prozent liegen.

Eignung eines Ölbrennwertkessels

Ein Ölbrennwertkessel kann sowohl im Altbau als auch im Neubau eingesetzt werden. Hier gibt es keine Unterschiede. Vor allem, wenn das alte Heizsystem ohne Brennwerttechnik bereits auf Öl basierte, sollte ein Ölbrennwertkessel dem Gasbrennwertkessel bevorzugt werden, da hier keine weiteren Umrüstungen notwendig sind. Auch in Gegenden ohne Anschluss an Erdgas ist die Ölvariante zu empfehlen.

Jedoch ist die Ölheizung vom Platzaufwand deutlich höher als eine Gasheizung – verursacht vor allem durch den Öltank. Aber auch große Heizkörper oder eine Flächenheizung bzw. Bodenheizung sind notwendig, damit die Brennwerttechnik mit Öl auch besonders effizient arbeiten kann. Denn nur dann liegt die Rücklauftemperatur des Wassers so niedrig, dass die Brennwerttechnik ihre Wirkung entfalten kann. Daher lohnt sich die Anschaffung einer Heizung mit Ölbrennwertkessel nur, wenn der notwendige Platz auch vorhanden ist.

Wer unsicher ist, kann sich von einem Experten und im Fachbetrieb beraten lassen. Sie leben in einem Hochwassergebiet? Hier werden Ölheizungen kaum noch installiert, denn das Hochwasserschutzgesetz von 2018 schreibt vor, dass Heizöltanks hochwassersicher installiert werden.

Entscheidung: Welche Ölbrennwertkessel gibt es und welcher ist der richtige für Dich?

Brennwertkessel können sowohl mit Gas als auch mit Öl betrieben werden. Diese generelle Unterscheidung sollte immer beachtet werden. Aber auch bei den Brennwertgeräten mit Öl gibt es weitere Unterschiede. Manche von ihnen können nur eine Brennstoffart verarbeiten, andere alle drei aktuell möglichen: normales Heizöl, schwefelarmes Heizöl oder Bioheizöl.

Zudem gibt es bei Ölbrennwertkessel Unterschiede, wo und wie sie angebracht beziehungsweise untergebracht sind. Ölbrennwerttechnik lässt sich zudem auch mit anderen Technologien kombinieren. Daher kann generell zwischen folgenden Arten unterschieden werden:

  • an der Wand hängende Ölbrennwertkessel
  • auf dem Boden stehende Ölbrennwertkessel
  • Sets: Kessel und Wärmespeicher zusammen
  • Ölbrennwertkessel mit Solarenergie kombinierbar

An der Wand hängende Ölbrennwertkessel

Diese Modelle haben in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden. Vor einigen Jahren war noch klar, dass der Brennwertkessel auf dem Boden im abgetrennten Heizkeller steht. Mit Geräten, die an der Wand hängen, ist das nicht mehr so selbstverständlich. Diese Modelle lassen sich im Wohnraum integrieren und sparen wertvoll Platz. Sie lassen sich unabhängig von der Raumluft betreiben. Auch die Anschaffungskosten sind bei dieser Art deutlich günstiger. Oft sind Brennwertkessel, die an der Wand hängen können, eher im kleineren Leistungsspektrum anzusiedeln.

Auf dem Boden stehende Ölbrennwertkessel

Doch auch auf dem Boden stehende Ölbrennwertkessel haben ihre Vorteile. Hier müssen die einzelnen Komponenten nicht auf engstem Raum installiert werden. Das erleichtert oft Wartung und Reparatur. Im Gegensatz zu den hängenden Geräten, bei denen meist das gesamte Gerät als defekt gilt, können beim stehenden Brennwertkessel einzelne Elemente ausgetauscht werden. Doch oft blockieren solches System gleich einen gesamten Raum im Keller – bodenstehende Kessel sind schwerer und brauchen mehr Platz.

Jedoch bieten diese Heizungsmodelle oft eine höhere Leistung und sind notwendig, wenn große Flächen wie beispielsweise in Mehrfamilienhäusern beheizt werden sollen. Sie sind einfach ins bestehende Heizsystem einzubinden, kosten jedoch mehr als wandhängende Geräte. Auf dem Boden stehende Brennwertkessel benötigen keine Überströmeinrichtung.

Die Überströmeinrichtung können den Brennwerteffekt beeinträchtigen. Daher sind bodenstehende Brennwertkessel effizienter.

Sets: Kessel und Wärmespeicher zusammen

Wer nicht viel Platz zur Verfügung kann, sollte auf Sets zurückgreifen, um einen passenden Warmwasserspeicher an den Brennwertkessel zu kombinieren. Bei diesen Sets gehen Sie so sicher, dass keine Kompatibilitätsprobleme auftauchen. Anschlüsse sind genormt, Schläuche einheitlich. Auch Pumpen und Sensoren sind aufeinander abgestimmt. Natürlich kann ein Wärmespeicher auch ohne Ölbrennwertkessel gekauft werden – doch die Einzelteile kosten in der Summe meist mehr als solch in Set.

Ölbrennwertkessel mit Solarenergie kombinierbar

Sie setzten zudem auf erneuerbare Energien und wollen auch Solarenergie zur Heizungsunterstützung nutzen? Dann sollten Sie einen Brennwertkessel mit Schichtspeicher wählen. Denn bei solchen Modellen lässt sich auch die Nutzung solarer Energie kombinieren. Die Sonnenkollektoren können mit dem Ölbrennwertgerät verbunden werden. Für solche Kombinationen zur Heizungsunterstützung gibt es aktuell auch Förderungen aus so manchem staatlichen Topf.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst Du Ölbrennwertkessel vergleichen und bewerten

Den besten Ölbrennwertkessel gibt es nicht wirklich, da der Kessel optimal zur Heizungsanlage und zum Haus passen muss. Das ist immer wieder individuell. Dennoch ist es ratsam, verschiedene Modelle miteinander zu vergleichen. In Tests werden daher immer wieder Testsieger gekürt, die einen Blick vor der Anschaffung lohnen. Die Vergleiche ziehen hier Kaufkriterien zurate, auf die Sie ebenfalls vor Kauf achten können. Dazu gehören unter anderem:

  • Heizleistung
  • Brennstoffart
  • Maße und Gewicht
  • Verarbeitung/Materialien
  • Betriebsgeräusch
  • Bedienung
  • Garantie

Heizleistung

Ein Brennwertkessel soll das Haus beheizen. Daher ist seine Heizleistung ein wichtiges Auswahlkriterium. Die Heizleistung der Modelle kann zwischen 15 und 40 kW schwanken Vor allem kleine Ölbrennwertkessel liefern meist nur eine Leistung von 15 kW. Braucht Ihr Zuhause eine Heizleistung von 40 kW, muss auf große Brennwertkessel zurückgegriffen werden.

Die notwendige Heizleistung eines Ölbrennwertkessels hängt natürlich von der Größe der zu beheizenden Fläche ab. Um diese zu berechnen, kann die Wohnraumfläche mit 0,1 multipliziert werden. Richtwerte sind: Für 150 Quadratmeter braucht es 15 kW, für 250 Quadratmeter 25 kW und für 300 Quadratmeter 30 kW.

Brennstoffart

Achten Sie bei der Auswahl eines Brennwertkessels mit Öl auch darauf, welche Heizölarten verwendet werden können. Testsieger schneiden hier oft gut ab, indem sie mit allen drei Ölarten heizen können: mit normalem Heizöl, schwefelarmen Heizöl oder Bioheizöl. Wer solch ein Gerät wählt, ist unabhängiger und kann zukünftig mehr für den Umweltschutz leisten.

Energieverbrauch

Der Stromverbrauch eines Ölbrennwertkessels ist ebenso ein wichtiges Kaufkriterium. Denn ohne Strom läuft kein Brenner und kann auch kein Öl verbrennen. Strom wird unter anderem für Ölförderpumpe, Zündung, Ölwärmung, Gebläsemotor und Co benötigt. Der Energiebedarf wird meist im Jahresstromverbrauch angegeben und in Test verschiedener Modelle miteinander verglichen. Achten Sie hier auf einen möglichst geringen Bedarf.

Je kleiner die Feuerleistung des Brenners, je öfter der Kessel starten muss und je mehr Gebläseleistung notwendig ist (vor allem bei Blau-Brennern), desto höher steigt der Strombedarf. Auch moderne, mehrstufige Brenner, bei denen zwischen kleiner und größerer Leistung umgestellt werden kann, brauchen mehr Stufen als einstufige Ölbrenner.

Maße und Gewicht

Bei diesem Kriterium gibt es große Unterschiede zwischen verschiedenen Ölbrennwertkesseln. Achten Sie darauf, dass die Maße zu ihren räumlichen Gegebenheiten passen. Vor allem bei der Auswahl eines Sets, bei dem der Ölbrennwertkessel bereits einen Warmwasserspeicher inkludiert hat, braucht es viel Platz, da diese Modelle oft größer ausfallen.

Verarbeitung/Materialien

Achten Sie auch auf eine robuste Konstruktion und eine sorgfältige Verarbeitung. Diese Kriterien fließen ebenso oft in Testergebnisse und Vergleichen von Ölbrennwertkesseln ein. Bei günstigeren Modell sind oft Aluminium und Kupfer verwendet. Aluminium ist längst nicht so robust wie Edelstahl und es können eher Verschleißerscheinungen auftreten. Kupferleitungen sind als Ablaufleitungen für Kondensat ebenso nur bedingt geeignet, da das Material oft zu „weich“ für die „aggressiven“ Substanzen ist – erst recht, wenn keine Neutralisationsanlage im Brennwertkessel integriert ist. Eine Neutralisationsanlage sorgt für einen besseren pH-Wert.

Betriebsgeräusch

Achten Sie ebenso auf eine leise Arbeitsweise. Hier lohnt sich der Abgleich der Lautstärke der Betriebsgeräusche, vor allem, wenn neben dem Heizungskeller genutzte Räume liegen oder eine wandhängende Lösung ausgesucht wird.

Bedienung

Die Handhabung eines Ölbrennwertkessels sollte ebenfalls vor Kauf unter die Lupe genommen werden. Wie kundenfreundlich sind Bedienung und Bedienungsanleitung? Wie verhält es sich mit Service, Wartung und Wartungsanleitung? Ist eine Montageanleitung dabei und übersichtlich, der Einbau einfach? Testsieger überzeugen hier oft mit einer unkomplizierten Inbetriebnahme.

So manche Brennwertkessel bietet auch modernen Komfort in der Bedienung – und kann beispielsweise per App gesteuert werden. Das hat den Vorteil, dass auch vom Arbeitsplatz oder sogar aus dem Urlaub die Brennwertheizung gesteuert werden kann. Dazu braucht es lediglich eine Internet-Schnittstelle.

Garantie

Wer sich für einen Ölbrennwertkessel entscheidet, will diesen auch über Jahre nutzen. Daher ist auch die vom Hersteller gebotene Garantie ein wichtiges Entscheidungskriterium. Je länger diese läuft, desto besser. So manches Modell wird nur mit einer Garantie von zwei Jahren angeboten, bei anderen läuft diese sogar bis zu zehn Jahre.

Wissenswertes rund um das Thema Öl-Brennwertkessel

Als deutscher Erfinder des ersten Brennwertkessels gilt Richard Vetter. Zunächst gelang es, die Brennwerttechnik für Gas 1982 zur Serienreife zu bringen. Der Brennwertkessel für Öl folgte im Jahr 1984. Doch erst Mitte der 90er-Jahre konnte das Öl dem Siegeszug des Gases folgen, das sich von Anfang an durchgesetzt hatte. Zunächst waren nur kleiner Unternehmen wie „Bomat“ und „ROTEX“ von der Öl-Brennwerttechnik überzeugt, später folgten die großen Unternehmen wie „Viessmann“ und „Buderus“.

Seit 1996 sind Ölbrennwertkessel nach der DIN 4708 Teil 7 genormt. Die deutsche Energieeinsparverordnung von 2015 schreibt inzwischen vor, dass alte Ölheizkessel, die 30 Jahre und mehr im Einsatz sind, durch Brennwertkessel ersetzt werden müssen.

Bekannte Hersteller von Ölbrennwertkessel

Heutzutage gibt es eine große Zahl von Fachhändler, die Ölbrennwertkessel anbieten. Zahlreiche Hersteller haben diese Technik aktuell im Repertoire. Dazu gehören unter anderem:

  • Viessmann
  • Wolf
  • Buderus
  • Vaillant
  • Brötje
  • Bosch
  • Elcotherm
  • Intercal Wärmetechnik

Viessmann Werke GmbH / Co. KG

Dieses Familienunternehmen wurde 1917 gegründet und hat seinen Stammsitz in Allendorf. Viessmann agiert international und hat sich unter anderem auf die Entwicklung und Herstellung von Heiztechnik-Produkten konzentriert. Bekannt und unter den Testsiegern befinden sich oft Ölbrennwertkessel der Serie „Vitoladens“.

Wolf Klima- und Heiztechnik GmbH

Das deutsche Unternehmen hat seinen Sitz in Mainburg und wurde im Jahr 1963 gegründet. Es ist international im Bereich Klima- und Heiztechnik tätig, zwischenzeitlich eine Tochter der Centrotec Sustainable AG. Aktuell bietet das Unternehmen verschiedene Ölbrennwertkessel in der Produktreihe „TopLine“ an.

Die Marke Buderus

Hinter dieser Marke steckte eins ein Familienunternehmen aus Wetzlar, das bereits 1731 gegründet wurde. Jedoch wurde es im Jahr 2003 von der Robert Bosch GmbH übernommen und ging in die Bosch-Thermotechnik GmbH aus. Dennoch findet sich der Name Buderus überall im Handel, denn die Marke wurde beibehalten – Ölbrennwertkessel der „SB-105-Serie“ oder „Logano“ finden sich oft unter gut getesteten Modellen.

Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG

Auch diese Firma ist ein Familienunternehmen, das 1874 in Remscheid gegründet wurde und zu den führenden Herstellern in der Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik gehört. 2018 wurde das Forschungs- und Entwicklungszentrum am Standort erweitert. Bekannt sind unter anderem die Ölbrennwertkessel der Serie „icoVIT“

August Brötje GmbH

Die Firma wird im Jahr 1919 als Handwerksbetrieb gegründet und agiert europaweit als Hersteller für Heiztechnik. Das Unternehmen zählt zu den ersten, die einen wandhängenden Brennwertkessel mit Öl entwickelt haben und anbieten.

Bosch Thermotechnik GmbH

Dieses Unternehmen aus Wetzlar wurde 1995 gegründet und ist eine Tochter der Robert Bosch GmbH. Die Firma zeichnet sich als Hersteller von Heizungsprodukten und Warmwasserlösungen. Neben der Marke „Buderus“ wird bei der Bosch Thermotechnik GmbH auch die Marke „Junkers“ weitergeführt.

Elcotherm AG

Dahinter verbirgt sich eine Firma für Heiztechnik aus der Schweiz, dessen Produkte unter dem Namen „Elco“ international bekannt sind. Die Aktiengesellschaft ist eine Tochter der Ariston-Thermo-Gruppe und der deutsche Ableger hat seinen Firmensitz in Mörfelden-Walldorf.

Intercal Wärmetechnik

Das Unternehmen hat sich mit der Gründung im Jahr 1971 zum Ziel gesetzt gemacht, qualitativ hochwertige Heizprodukte zu fairen Preisen anzubieten. Intercal sitzt in Ost-Westfalen und zählt laut eigener Angabe zu den führenden Brennerherstellern Deutschlands. Seit Gründung wurden rund eine Million Brenner in mehr als 25 Länder verkauft. Bekannt ist aktuell die Serie „Ecoheat“ unter den Ölbrennwertkesseln.

Preise: Das kosten Ölbrennwertkessel durchschnittlich

Der Preis für einen Ölbrennwertkessel ist nicht pauschal anzugeben. Er variiert entsprechend den Kaufkriterien – mehr Heizleistung ist ebenso teurer wie die Verarbeitung von hochwertigen Materialien. Günstige Ölbrennwertkessel können bereits am 3.500 Euro erstanden werden. Hochwertige Produkte können jedoch auch bis zu 6.000 Euro kosten.

Wer zudem eine Ölbrennwertkessel im Set mit einem Wasserspeicher wählt, muss mit einer noch höheren Investition rechnet. Der Setpreis ist jedoch meist günstiger gegenüber den Preis von Einzelgeräten. Zum Preis eines Ölbrennwertkessels kommen auch die Liefer- und Montagekosten hinzu. Auch diese sollte im Vorfeld beachtet und mit dem Händler abgesprochen werden. Testsieger zeichnen sich hier nicht selten durch eine schnelle und günstige Lieferung und geringe Montagekosten aus.

Zu den Anschaffungskosten eines Ölbrennwertkessels sollten auch die Kosten für das Öl beachtet werden. Diese sind vom schwanken Ölpreis abhängig und nicht immer für einen längeren Zeitraum kalkulierbar.

Keine Förderung für Heizbetrieb mit Öl

Mit dem beschlossenen Klimapaket der Bundesregierung im Jahr 2019 entfallen zahlreiche Förderungen für Ölheizungen – sowohl seitens des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Eine Ausnahme stellen jedoch Ölbrennwertkessel dar, die mit Solarenergie gekoppelt werden können. Hier können bis zu 30 Prozent der Kosten gefördert werden. Die Anträge sind vor der Durchführung der Maßnahmen bei den entsprechenden Stellen einzureichen.

Zusammenfassung

Ölbrennwertheizungen punkten mit einer hohen Energieeffizienz. Gegenüber anderen Heizanlagen wird hier auch die Kondensationswärme der Abgase genutzt, die bei der Verbrennung von Öl entsteht. Das erhöht den Wirkungsgrad der Heizleistung auf fast 100 Prozent. Dieser sogenannte Brennwerteffekt ist bei Niedertemperaturkesseln nicht vorhanden. Beim Kauf eines Brennwertkessels mit Öl sollte auf verschiedene Kriterien geachtet werden. Dazu gehören unter anderem Heizleistung, verarbeitete Materialien, Größe und Preisleistungsverhältnis. Ein Ölheizkessel mit Brennwerteffekt kann zudem sowohl bodenstehend als auch an der Wand hängend sein.

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