Staubschutzmaske Test bzw. Vergleich (01/2021)

Mit unserer Kaufberatung sowie Tipps & Tricks zum besten Produkt!

Staubschutzmaske

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Staubschutzmaske bekommt man in unterschiedlichen Schutzstufen.
  • Bei den verschiedenen Maskentypen hat man die Wahl zwischen der Einweg- und der Mehrwegmaske.
  • Schutzmasken müssen bei einer Reihe von Berufen als Schutz getragen werden.

Ratgeber: Fragen, mit denen Du dich vor dem Kauf einer Staubschutzmaske beschäftigen solltest

Nicht erst seit Corona sind Atemschutzmasken praktisch in aller Munde. Es gibt eine Reihe von Berufen, bei denen es zwingend vorgeschrieben ist, dass eine Maske getragen werden muss. Es geht hierbei darum, dass der Träger auf der einen Seite vor Feinstäuben und auf der anderen Seite auch vor Viren, Bakterien oder sonstigen Partikeln geschützt ist.

Für das Tragen einer Staubschutzmaske gibt es eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten. Personen in handwerklichen Berufen tragen Schutzmasken, insbesondere bei Arbeiten wie dem Schleifen oder dem Fräsen. Menschen, die während ihrer Arbeit schädlichen Partikeln oder Dämpfen ausgesetzt sind, wie zum Beispiel beim Lackieren, bei Rauchentwicklung und bei schädlichen Gasen, sollten immer eine Schutzmaske tragen. Nicht zuletzt wird die Maske von Personen getragen, die in Berufen arbeiten, bei denen die Gefahr einer Ansteckung besonders hoch ist.

Vielfach stellt man sich die Frage, wann trägt man eine Atemschutzmaske und wann eine Feinstaubmaske? Gibt es Unterschiede bei den Maskentypen und worin besteht dieser?

Atemschutzmaske vs. Feinstaubmaske bzw. Staubschutzmaske

Die Schutzmaske soll den Träger vor Atemgiften schützen. Man hat hierbei die Wahl zwischen einer Vollmaske, die das komplette Gesicht oder gar den Kopf bedeckt und einer halben Maske, die lediglich über Mund und Nase reicht. Bei der Feinstaubmaske bzw. der Staubschutzmaske handelt es sich im Grunde genommen ebenfalls um eine Atemschutzmaske, die Schutz vor dem Einatmen von Staub und Schwebeteilchen bietet. Eine solche Maske schützt jedoch nicht vor Dämpfen und Gasen. Zumeist bekommt man solche Masken in der Ausführung Halbmaske.

Beim Kauf einer Maske ist es wichtig, dass diese für den jeweiligen Einsatzzweck geeignet ist.

Wo bekommt man Atemschutzmasken?

Atemschutzmasken, Staubschutzmasken und Feinstaubmasken bekommt man sowohl im Baumarkt, in der Apotheke, bei den verschiedenen Arbeitsschutzaustattungsunternehmen und natürlich im Internet. Sucht man nach einer Schutzmaske mit einem Wechselfilter, sollte man diese möglichst direkt vor Ort kaufen, denn so kann man auf der einen Seite den korrekten Sitz der Maske überprüfen und bekommt auf der anderen Seite auch immer die passenden Wechselfilter.

Entscheidung: Welche Staubschutzmasken gibt es und welche ist die richtige für dich?

Die verschiedenen Maskentypen

Bei den Maskentypen wird unterschieden zwischen der einfachen Mundschutz-Maske bis hin zu der komplexen Vollmaske. Als Verbraucher hat man zudem die Wahl zwischen Einweg- und Mehrwegmasken.

  • Einwegmasken – Feinstaubmaske und Halbmaske – schützt gegen Schwebeteilchen.
  • Mehrwegmaske – Halbmaske mit Wechselfilter, Vollmaske mit Kombinationsfilter – schützt gegen Gase, Dämpfe und Schwebeteilchen.

Einwegmaske vs. Mehrwegmaske

Zumeist bestehen Einweg-Feinstaubmasken aus einem Vliesstoff mit Gummibändern für sicheren Halt. Dank eines formbaren Nasenbügels kann man die Maske individuell an die Gesichtskontur anpassen. Diese Masken sollte man nur einmal bzw. nur an einem Arbeitstag tragen.

Kommt man dagegen häufiger mit Feinstäuben und anderen schädlichen Stoffen in Kontakt, sollte man eher zu einer Mehrwegmaske mit einem austauschbaren Filter greifen. Die Filter lassen sich nach der Nutzung mit ein paar einfachen Handgriffen austauschen. Wichtig ist hierbei, dass der Ersatzfilter immer die exakte Größe des Originals hat. Aus diesem Grund sollte man bei Ersatzfiltern möglichst immer zu den Filtern des Originalherstellers greifen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst Du eine Staubschutzmaske vergleichen und bewerten

Die Filterschutzklassen

Eine partikelfiltrierende Maske soll den Träger vor dem Einatmen von Staub, Rauch und anderen schädlichen Teilen schützen. Ebenfalls bietet die Maske Schutz vor öligen und wässerigen Aerosolen. Eingeteilt werden Masken in 3 Schutzklassen gemäß DIN EN 149. Je mehr abgefiltert werden soll, umso mehr Lagen Filtermaterial muss die Maske haben.

Schutzklasse Beschreibung
FFP1 filtern mindestens 80 % der Schwebeteilchen; bieten eine geringe Schutzwirkung und eignen sich für Arbeiten mit störendem Staub oder Rauch, sodass es nicht zu gesundheitsschädigenden Folgen kommt; Arbeitsplatzgrenzwert – 4-fache
FFP2 filtern mindestens 94 % der Schwebeteilchen; bieten eine mittlere Schutzwirkung gegen feste und flüssige Stoffe, wie zum Beispiel bei thermischen und mechanischen Prozessen (Schweißarbeiten); Arbeitsplatzgrenzwert – 10-fache
FFP3 filtern mindestens 99 % der Schwebeteilchen; schützen vor giftigen, festen und flüssigen Teilchen sowie vor Bakterien, Sporen, Viren und Enzymen; Arbeitsplatzgrenzwert – 30-fache

FFP steht für Filtering Face Piece, was zu Deutsch bedeutet, eine filtrierende Halbmaske.

Wichtig – die zusätzliche Kennzeichnung

Beim Kauf einer Maske sollte man auch einen Blick auf die zusätzliche Kennzeichnung werfen. Es geht hier um die Wiederverwendbarkeit der Partikelfilter.

  • NR (Not Reusable): nicht wiederverwendbar; die Maske mit einem solchen Filter darf nur einmalig getragen werden.
  • R (Reusable): wiederverwendbar; Masken mit einem solchen Filter dürfen mehrmals getragen werden.
  • D: Masken mit einem solchen Filter eignen sich für eine erhöhte Feinstaubbelastung. Jedoch sorgt die geringe Staubeinspeicherung für einen leichten Anstieg vom Atemwiderstand.

Schutzmasken mit kombinierten Filtern

Wird mit lösungsmittelhaltigen Stoffen gearbeitet, wie zum Beispiel beim Verkleben von Teppichböden, sollte eine Atemschutzmaske entweder in Form einer halben Maske oder gar einer Vollmaske mit einem kombinierten Filter getragen werden. Diese Filter sind je nach Aufnahmevermögen in verschiedene Filtertypen und auch Filterklassen eingestuft und so gekennzeichnet.

Filtertyp Gefahrenstoffe Kennfarbe Klasse
A Organische Dämpfe mit einem Siedepunkt über 65 Grad (Benzin, Nitro-Verdünner, Terpentin, Xylol) braun 1,2,3
B Anorganische Gase (Brom, Chlor, Schwefelwasserstoff) grau 1,2,3
E Säuren (Schwefeldioxid, Hydrogenchlorid) gelb 1,2,3
K Ammoniak grün 1,2,3
P Partikelschutz weiß 1,2,3
ABEK Kombinierter Schutz gegen Dämpfe und Gase

Das Aufnahmevermögen der Filterklassen

Beim Aufnahmevermögen der einzelnen Filter wird in verschiedene Klassen unterschieden. Mit der Filterklasse wird angegeben, wie stark ein Grenzwert überschritten werden darf.

  • Klasse 1 – geringe Kapazität
  • Klasse 2 – mittlere Kapazität
  • Klasse 3 – hohe Kapazität

Wissenswertes rund um das Thema Staubschutzmaske

Helfen Schutzmasken gegen Corona-Viren?

Befasst man sich näher mit dem Thema Schutzmasken, stößt man unweigerlich auf die Frage, ob Schutzmasken auch gegen Viren, insbesondere Corona-Viren, schützen. Dazu muss man wissen, dass Viren höchst infektiös sind. Auch wenn die FFP-3-klassifizierten Masken den höchsten Schutz bieten, gibt es noch keine klinischen Studien zum tatsächlichen Infektionsschutz. In einem Beschluss der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin heißt es ganz klar, dass eine Verbreitung eines Erregers durch das Tragen von einem Mund-Nasen-Schutz vermindert werden kann.

Im Klartext bedeutet dies jedoch lediglich, dass man durch das Tragen einer Maske andere vor einer Tröpfcheninfektion schützt. Der eigne Schutz ist hierbei zweitrangig, denn nur durch das Tragen einer Maske, egal welcher Klasse, kann man sich nicht effektiv schützen. Viren dringen nicht nur durch den Mund und die Nase in den Körper, sondern auch über die Augen und teilweise durch die Haut. Im Schnitt haben Viren eine Größe von 0,2 bis 2 µm, sodass sie auch durch eine FFP3-Maske durchdringen.

Um wirklich sicher geschützt zu sein, müsste man einen Ganzkörper-Spezialanzug in Kombination mit einer speziellen Atemmaske tragen. Man kennt dies von Mitarbeitern aus Chemie-Laboren oder von Militärangestellten. Als Normalbürger kann man sich am besten vor Corona-Viren schützen, indem man Abstand zu anderen Menschen hält, sich ausgiebig und regelmäßig die Hände wäscht und bei Bedarf eine Maske gegen eine grobe Tröpfcheninfektion oder eine Schmierinfektion trägt.

Was bewirkt das Ventil an den Masken?

Das eingesetzte Ventil an einer Maske funktioniert nur in eine Richtung. Dies bedeutet, dass nur die eingeatmete Luft gefiltert wird. Experten sagen hierzu, dass eine infizierte Person diese Form von Schutzmasken nicht tragen sollte, da es dennoch vorkommen kann, dass Keime, die sich in der Atemluft befinden über das Ausatemventil in die Umgebungsluft gelangen könnten. Auf keinen Fall senkt ein solches Ventil das Infektionsrisiko für andere Personen. Aus diesem Grund sollte kranke Personen mindestens für 14 Tage das Haus nicht verlassen.

Des Weiteren raten Experten davon ab, dass man eine Maske mit einem Ausatemventil in Kombination mit einem medizinischen Mundschutz trägt. Unter Umständen kann dies beim Atmen gefährlich werden, denn unter der Maske kann sich CO2 bedenklich hoch anreichern. Als Träger atmet man so vermehrt Kohlendioxid ein. Durch zu wenig Sauerstoff in der Atemluft kann dies zu Benommenheit und im schlimmsten Fall zu einer Ohnmacht führen.

Asiaten und die Schutzmasken

Sowohl im Fernsehen wie auch im Internet und natürlich im echten Leben sieht man Asiaten permanent mit einer Schutzmaske. Sieht man genauer hin, wird man feststellen, dass es sich um einen Mundschutz handelt, wie man ihn von Ärzten und Krankenschwestern kennt. Im medizinischen Bereich dient dieser Schutz den Patienten vor Speichel der Mitarbeiter und die Ärzte und Schwester von eventuellen Blutspritzern.

Solch ein Mundschutz wird fälschlicherweise als Atemschutz angesehen und die Träger fühlen sich damit sicher. In den asiatischen Teilen der Welt gibt es viele Menschen mit hoher Armut, eine sehr hohe Krankheitsrate und auch eine hohe Luftverschmutzung. Aus diesem Grund ist es für die Menschen dort vollkommen normal einen Mundschutz zu tragen sobald sie ihr zu Hause verlassen. Auf den ersten Blick mag dies komfortabel und vielleicht auch gesund wirken.

In den letzten Jahren hat die Schweinegrippe, die Vogelgrippe und zuletzt das Corona-Virus dazu beigetragen, dass sich dieser Brauch gefestigt hat. Für viele ist der Mundschutz zu einem Mode-Accessoire geworden. Viele nutzen die Maske aber auch um einen ungepflegten Mund mit schlechten Zähnen oder das fehlende Make-up zu verstecken.

Diese Masken bieten keinen Schutz, denn sie erfüllen nicht einmal die Kriterien einer FFP-1 Maske. Im Grund genommen erhöhen solche Masken sogar das Infektionsrisiko, denn Personen, die eine solche Maske wägen wiegen sich oft in falscher Sicherheit und vernachlässigen die anderen Schutzmaßnahmen.  Bestenfalls kann eine solche Maske vor einer Schmierinfektion schützen, indem man sich nicht so einfach an den Mund oder die Nase fassen kann.

Artikelbild: Maridav / Bigstock.com

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