Dachpappe streichen

Dachpappe streichen

In wenigen Schritten die Lebensdauer der Teerpappe erhöhen

Dachpappe ist eine effektive und zugleich preiswerte Möglichkeit, um das Dach vor Wasser zu schützen. Je länger die Dachpappe jedoch der Witterung ausgesetzt ist und je älter sie wird, desto stärker wird die Dachhaut hinsichtlich Optik und Funktion beeinträchtigt. Insbesondere die UV-Strahlung der Sonne sorgt nach einiger Zeit dafür, dass der Bitumen der Dachpappe rissig wird und ausbleicht. In diesem Fall ist es notwendig, die Dachpappe zu pflegen, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Viele Heimwerker denken darüber nach, der Dachpappe zum Schutz regelmäßig einen neuen Anstrich zu verpassen.

Doch welche Farbe ist am besten geeignet, um Dachpappe zu streichen? Hilft spezieller Dachlack wirklich dabei, Risse und andere Beschädigungen der Dachpappe zu vermeiden? Und wie sollte man beim Streichen von Dachpappe genau vorgehen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen zum Thema „Dachpappe streichen“ erhalten Sie im heutigen Ratgeber von Heimhelden.de.

Ist es wirklich sinnvoll, Dachpappe zu streichen?

Im Normalfall ist Dachpappe sehr widerstandsfähig und robust. Sie hat allerdings den Nachteil, dass sie sehr anfällig gegenüber UV-Strahlung ist. Wenn Ihr Gartenhaus, der Schuppen oder die Garage demnach regelmäßig der starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, wird die Dachpappe im Laufe der Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit einem regelmäßigen Anstrich können Sie aber dazu beitragen, die Lebensdauer Ihrer Dachhaut zu verlängern.

Welche Farben stehen als Lacke für Dachpappe zur Auswahl?

Um Schäden vorzubeugen, muss ein spezieller Anstrich erfolgen. Sie können deshalb nicht einfach eine beliebige Farbe auftragen, sondern sollten ein Mittel wählen, das in der Lage ist, das Dach vor den UV-Strahlen zu schützen. Bei diesem Speziallack handelt es sich um eine Farbe mit silbrigem Glanz, die das Licht reflektiert. Die silberne Farbe dieses Lacks hat aber keine optischen, sondern vielmehr praktische Gründe: Durch den silbrigen Anstrich wird die UV-Strahlung besser reflektiert, wodurch sich die Haltbarkeit der Dachpappe erhöht.

Zusätzlich oder alternativ kann auch ein Dichtanstrich vorgenommen werden. Die Kosten für solche Anstriche können Sie sich aber im Allgemeinen sparen, denn hochwertige Dachpappe ist ohnehin sehr dicht, wenn Sie beim Verlegen keine Fehler gemacht haben.

Wenn Ihnen das Schwarz der Dachpappe zu langweilig ist und Sie sich einen fröhlicheren Anstrich wünschen, können Sie die Dachpappe natürlich ebenfalls streichen. Ob Sie Ihr Dach grün, rot oder grau streichen möchten, ist dabei sicherlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Am häufigsten wird graue Dachpappe verlegt. Wenn Sie sich an dem Einheitsgrau sattgesehen haben, können Sie die Dachpappe zum Beispiel auch in Grün oder in Rot streichen. Weitere Farben, die als Anstrich für Teerpappe geeignet sind, gibt es meist nicht.

Diese Materialien und Werkzeuge werden für den Anstrich der Dachpappe benötigt

Bevor Sie sich an die Arbeit machen und mit dem Streichen beginnen können, brauchen Sie die entsprechenden Materialien, die Sie sicher in einem Baumarkt in Ihrer Nähe finden. Neben einem milden Reinigungsmittel sollten Sie nach den geeigneten Farben für die Dachpappe Ausschau halten. Neben einem speziellen Dachlack kommt auch ein Dichtmittel oder ein UV-Schutzmittel in Frage. Letzteres schützt die Teerpappe vor der intensiven Strahlung der Sonne und den daraus entstehenden Schäden.

Wählen Sie die Farben und Lacke immer entsprechend der jeweiligen Dachpappe, die Sie auf Ihrem Dach verlegt haben. Insbesondere für besandete Dachpappen werden im Handel spezielle Dachlacke angeboten.

Zudem sollten Sie die folgenden Werkzeuge besorgen und bereitlegen, wenn Sie die Dachpappe auf Ihrem Schräg- oder Flachdach streichen möchten:

Darüber hinaus brauchen Sie Schutzkleidung und eine Leiter, um auf das Dach vom Haus zu gelangen.

Anleitung: So gelingt der professionelle Anstrich der Dachpappe

Sie müssen kein erfahrener Dachdecker sein, um die Dachpappe zu streichen. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt es Ihnen ganz sicher, die Farbe fachmännisch aufzutragen und somit die Lebensdauer Ihres Daches zu erhöhen.

Schritt 1: Schäden reparieren

Bevor Sie mit dem eigentlichen Anstrich beginnen, sollten Sie das Dach genau auf bereits bestehende Beschädigungen untersuchen. Im Laufe der Jahre bilden sich bei der alten Dachpappe nicht selten kleine und größere Risse, die vor dem Streichen beseitigt werden sollten. Sie können herkömmlichen Bitumenspachtel verwenden, um die Dachpappe wieder instandzusetzen.

Lassen Sie die aufgetragene Masse vollständig aushärten und fahren Sie erst dann mit der Arbeit fort.

Anschließend geht es weiter mit dem zweiten Schritt.

Schritt 2: Dachpappe von Verschmutzungen befreien

Im Laufe der Zeit lagert sich auf Ihrem Dach allerhand Schmutz ab. Er muss zunächst entfernt werden, bevor Sie die Dachpappe streichen können. Verwenden Sie ein mildes Reinigungsmittel, Wasser und eine Bürste, um die Dachpappe vollständig gründlich zu säubern. Setzen Sie keinesfalls ein ätzendes Reinigungsmittel ein, denn es würde die Oberfläche der Dachpappe beschädigen. Nach der Reinigung muss die Dachpappenfläche abtrocknen.

Schritt 3: Mit dem Anstrich der Dachpappe beginnen

Im dritten Schritt kann der eigentliche Anstrich beginnen. Dabei sollten Sie sich an die Vorgaben halten, die auf dem gewählten Lack zu finden sind. Gehen Sie beim Streichen zügig vor und tragen Sie den Lack nicht zu dünn auf, damit er eine ausreichende Schutzfunktion erfüllen kann.

Auf das richtige Timing kommt es an

Zum Streichen der Dachpappe sollte ein Tag gewählt werden, der gute Wetterverhältnisse bietet. Ideal ist eine Außentemperatur von wenigstens 18 Grad Celsius. Es kommt aber auch auf die Luftfeuchtigkeit an: Manche Sommertage sind sehr heiß und schwül. An einem solchen Tag sollten Sie Ihre Dachpappe nicht streichen, denn das Trocknen der Farbe würde dann viel Zeit in Anspruch nehmen. Besser ist es, wenn die Luftfeuchtigkeit möglichst gering ist. Bevorzugen Sie daher eine trockene und warme Witterung.

Zusammenfassung

Regelmäßige Anstriche helfen dabei, die Lebensdauer von Dachpappe zu erhöhen. Sie schützen die Dachhaut vor der schädlichen UV-Strahlung, welche im Laufe der Zeit dafür sorgt, dass Risse und andere Schäden entstehen und die Dachpappe undicht wird. Außerdem kann die Dachpappe gestrichen werden, um für eine andere Optik zu sorgen.

Artikelbild: © Volodymyr Plysiuk / Shutterstock

5 Kommentare

  1. volker 18.06.2017 17:17 Uhr

    „Bei diesem Speziallack handelt es sich um eine Farbe mit silbrigem Glanz, die das Licht reflektiert. Die silberne Farbe dieses Lacks hat aber keine optischen, sondern vielmehr praktische Gründe: Durch den silbrigen Anstrich wird die UV-Strahlung besser reflektiert, wodurch sich die Haltbarkeit der Dachpappe erhöht“ – Das ist ein Zitat aus dem o.a. Artikel. Bitte sagen Sie mir wie dieser silbrige Speziallack heißt und noch besser, wo es ihn gibt und was er kostet.
    Vielen Dank! Volker

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  2. wendler 20.07.2017 21:10 Uhr

    Kann ich auf alte anstrich drüber streichen oder muss der kommlete anstrich entfernt werden.Wenn ja dann wie oder reicht es wenn ich die losen stellen entferne und mit grundierung behandle.

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  3. Günter Heise 20.07.2018 22:21 Uhr

    Ich suche einen roten Dachlack für besandete graue Dachpappe. Wer kann mir ein Produkt und eine Versandfirma benennen.

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  4. Micael 13.09.2018 14:57 Uhr

    Ich habe Dachlack auf Dachpappe gestrichen und nach 40 Stunden fing es an zu regnen und spülte alles wieder ab. Was kann ich jetzt machen. Teer Auftragen oder neue Dachpappe annageln?

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    1. Freddy 02.03.2019 09:54 Uhr

      Besorge dir Kaltanstrich aus der früheren DDR. Dachpappe mit dem Drahtbesen ordentlich abfegen, so das Moose, Flechten und loses Material entfernt sind. Anschließend reihenweise mit dem Kaltanstrich streichen und gleich absplitten.
      So hast du lange Zeit wieder Ruhe. Ich habe das im vorigen Jahr mit meiner Frau zusammen erledigt. Ein 110 m² großes Pappdach ist wieder neuwertig. Früher wurde es auch immer so gemacht und das hat sich bewährt.

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