Einen pflegeleichten Garten anlegen

Einen pflegeleichten Garten anlegen

Die Sonne scheint und es lockt der Garten raus ins Freie… so zumindest im Idealfall. Im Normalfall ruft der Garten viel eher nach einem – unabhängig davon, ob nun die Sonne scheint oder nicht. Garten bedeutet Gartenarbeit. Wer sich vor prächtiger Kulisse erholen will, der muss zu gegebener Zeit etwas dafür tun. Das ist am allerwenigsten ein Problem für jene, die das Gärtnern an sich schon als Entspannung empfinden, wenn sie meditativ Unkraut jäten, den Rasen mähen oder einen Teich anlegen. Doch nicht jeder hat einen grünen Daumen für sich gepachtet und vielen fehlt einfach die Zeit, einen Garten intensiv zu bewirtschaften.
Allerdings muss dies nicht bedeuten, dass man unter solchen Umständen auf einen schönen, harmonischen und gepflegten Garten verzichten muss. Einen Garten pflegeleicht anzulegen ist vom Konzept her kein Hexenwerk und schont langfristig Zeit sowie Kosten. Und das Wichtigste dabei: Man hat mehr Freude am und weniger Arbeit im Garten!

Ganz ohne Arbeit geht es nicht

Natürlich gestaltet sich auch ein pflegeleichter Garten nicht von selbst. Man spart zwar auf lange Sicht viel Pflegebedarf ein, muss dafür aber in der Vorbereitungsphase intensiver Arbeit reinstecken, wenn man einen pflegeleichten Garten realisieren will. Sorgfältige Vorbereitung, von der Planung bis zum Anlegen des Gartens, ist unausweichlich mit Arbeit verbunden und bringt sicherlich Investitionskosten mit sich. Doch wenn das Resultat dabei stimmt, steht am Ende der pflegeleichte Garten.

Wer in Sachen Gartengestaltung eher ein Greenhorn ist und vielleicht gerade deswegen einen pflegeleichten aber dennoch hübschen Garten will, der kommt an der Aneignung von Kenntnissen nicht vorbei. Ganz ohne Hintergrundwissen wird es schwer, einen pflegeleichten Garten anzulegen. Beim Anlegen eines pflegeleichten Gartens dreht sich alles um das Kennen und ggf. Schaffen von guten Bedingungen. Konkret heißt dies: Man muss die eigenen Boden-, Licht und Wetterverhältnisse in Betracht ziehen und darauf basierend die Pflanzen wählen, denen die lokalen Gegebenheiten entgegenkommen. Es geht also längst nicht nur darum Pflanzen auszuwählen, die von Haus aus genügsam sind. Wenn man sich im Wesentlichen auf die Pflanzen beschränkt, denen man ein gutes Habitat bieten kann, dann wird man es nachher einfacher haben. Dabei muss man sich keineswegs auf den Ist-Zustand beschränken. Es ist durchaus auch möglich, ein angestrebtes Milieu zu schaffen. So kann man beispielsweise mediterrane Pflanzen an besonders exponierten, sonnigen Flächen einpflanzen und dort unter Gabe von eher wenig Kompost für den nährstoffarmen Boden sorgen, den diese eher schlichten Asketen benötigen.

Generelle Tipps

Unabhängig davon, wie nun der Boden bei Ihnen beschaffen sein mag, können wir vorab ein paar allgemeine Tipps geben, die der Zielsetzung eines pflegeleichten Gartens nahezu immer entgegenkommen.

Manche Stauden sind Trumpf

Stauden sind dicht wachsende Pflanzenteppiche, die von unterschiedlichster Erscheinung sein können. Mal feingliedrig und verworren mit kleinen Blüten, mal grob und kompakt gedrungen mit dicken, satten, grünen Blättern. Stauden verhalten sich überwiegend wie Kräuter. Sie verholzen nicht und können mehrere Jahre immer wieder austreiben.

Allgemein haben Stauden den Vorteil, dass sie sowohl dekorativ als auch funktional sind. Durch ihren dichten Wuchs dämmen sie Unkraut ein, indem sie es räumlich verdrängen und ihm das Licht nehmen. Gleichzeitig wachsen viele Stauden selbst gut im Schattenbereich. Das gilt insbesondere für die sogenannten Schattenstauden, die unter minimalem Sonnenschein nicht nur wachsen sondern regelrecht gedeihen.

Die meisten Stauden wachsen recht schnell und sind teilweise ausgesprochen pflegeleicht. Neben den Schattenstauden lassen sich in dieser Hinsicht noch die winterharten Stauden und Bodendecker Stauden empfehlen. Winterharte Stauden bleiben selbst im Winter grün und sind von entsprechender Zähigkeit. Bodendecker Stauden machen sich gut an Böschungen, wo sie Erosionen und kahle Stellen verhindern, da sie nicht hoch wachsen und nur wenig Feuchtigkeit brauchen. Überdies sind Bodendecker Stauden meist trittfest. Also durch und durch solide und durch ihren bodennahen, dichten Wuchs sehr effektiv gegen Unkraut.

Pflegeleichte Zierbäume

Im Allgemeinen gehören Bäumen jeglicher Art zu den pflegeleichtesten Pflanzen überhaupt… zumindest solange, bis man sie schneiden muss. Pflegeleichte Zierbäume sind in diesem Sinne solche, die nicht oder kaum geschnitten werden müssen. Dabei handelt es sich um Bäume mit von Natur aus runder Krone. Beispiele dafür wären der Zierapfel sowie die Zierkirsche oder einige Ahornsorten (insbesondere Japan-Ahorn und Fächer-Ahorn).

Was sonst noch zum Garten gehört

Außer aus der Bepflanzung besteht ein Garten aus Gartenwegen, Gartenzaun, gegebenenfalls Terrasse und Möblierung. Auch diese Komponenten bedürfen mehr oder weniger intensiver Pflege. Generell gilt: Wer hier zu Beginn etwas mehr ausgibt und anpackt, hat später bedeutend weniger zu tun. Ein feuerverzinkter Stahl-Gartenzaun trotzt Korrosion. Gartenmöbel sollten hinsichtlich ihrer Wetterfestigkeit gewählt werden. Das muss keineswegs auf Plastikstühle hinauslaufen. Besonders harte Hölzer eignen sich ebenso für Gartenmöbel.

Wichtig ist die sinnvolle Gestaltung von Gartenwegen. Diese dienen nämlich auch als natürliche Begrenzungen für Pflanzenwuchs und verhindern so, dass Unkraut ohne Weiteres wuchern kann. Insbesondere wenn sie möglichst fugenlos angelegt sind (wodurch sie im Übrigen auch leichter zu säubern sind). Sinnvoll angelegte Gartenwege bringen Ordnung ins sprießende Grün.

Artikelbild: © wavebreakmedia / Shutterstock

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