Rhododendron düngen – Mit der richtigen Düngung sorgen Sie für eine prächtige Blüte

Rhododendron düngen – Mit der richtigen Düngung sorgen Sie für eine prächtige Blüte

In zahlreichen Gärten gehören Rhododendren als fester Bestandteil zur Gartengestaltung. Sie sind aufgrund der Vielzahl an Blüten, die sie im Frühling ausbilden, bei vielen Gärtnern extrem beliebt. Dabei ist der Rhododendron auch noch einfach zu pflegen, denn Sie können beispielsweise voll und ganz darauf verzichten, ihn zu schneiden. Die immergrüne Pflanze gehört zur Familie der Heidekrautgewächse, bevorzugt aber im Gegensatz zu vielen anderen Arten dieser Familie einen nährstoffreichen Boden. Eine regelmäßige Düngergabe gehört daher zur Pflege des Gewächses unbedingt dazu, damit es viele Blüten bildet. Doch welcher Dünger eignet sich für den Rhododendron? Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Düngen? Wie viel Dünger sollte verabreicht werden? Und von welchen Düngemitteln sollten Sie lieber die Finger lassen, weil sie der Gesundheit der Pflanze sogar schaden? In diesem Ratgeber von Heimhelden.de erhalten Sie nicht nur eine Antwort auf all diese Fragen, sondern auch viele weitere Tipps, die Ihnen bei der korrekten Düngung Ihres Rhododendrons helfen werden.

Die richtige Düngung bei neu gesetzten Pflanzen

Der perfekte Standort für den Rhododendron ist ein halbschattiger Platz mit einem leicht sauren Boden. Staunässe sollte vermieden werden. Als Flachwurzlern gelingt es Rhododendren jedoch auch trotz der perfekten Standortbedingungen nicht, sich die notwendigen Nährstoffe selbstständig aus den tieferen Erdschichten zu holen. Damit sie üppig blühen, steht deshalb das regelmäßige Düngen auf dem Programm.

Guter Dünger ist auch dann eine wertvolle Hilfe, wenn die Erde oder der Standort nicht ideal ausgewählt wurde, denn er kann die Nachteile ausgleichen.

Wenn Sie Ihren Rhododendron ganz neu in Ihren Garten gesetzt haben, empfiehlt sich eine Düngung im März oder April. Von einer Pflanzung im Herbst ist in kalten Regionen wegen möglicher Winterschäden abzuraten, falls Sie sich aber dennoch dafür entschieden haben, sollten Sie mit dem Düngen ebenfalls bis ins Frühjahr warten. Der Strauch sollte vor der ersten Düngergabe erst kräftige Wurzeln gebildet haben.

Ein junger Rhododendron, der 30 bis 60 Zentimeter hoch ist, erhält 40 bis 60 Gramm Dünger. Am besten kaufen Sie für diesen Zweck einen speziellen Rhododendrondünger, denn er ist perfekt auf die Ansprüche des Zierstrauchs abgestimmt. Arbeiten Sie den Dünger locker in die oberste Erdschicht ein. Zusätzlich können Sie 50 bis 70 Gramm Hornspäne pro Quadratmeter beigeben. Auf diese Weise fördern Sie dunkelgrünes Laub und eine große Anzahl an Blütenknospen.

Bei älteren Pflanzen die Düngermenge anpassen

Wenn der Rhododendron gut eingewachsen ist und eine Höhe von 70 bis 120 Zentimeter erreicht hat, können Sie die Düngermenge etwas anpassen. Streuen Sie im äußeren Drittel der Krone ungefähr 90 Gramm Vorratsdünger und 50 bis 70 Gramm Hornspäne auf die Erde. Rhododendren, die schon ein paar Jahre alt sind, können bis zu 120 Gramm Vorratsdünger erhalten. Die Menge an Hornspänen bleibt aber gleich.

Diese Dünge-Empfehlungen gelten für die großlaubigen Sorten. Kleinblättrige Rhododendren, Zwergformen, Hybriden und Japanische Azaleen sollten nur die Hälfte der angegebenen Menge erhalten.

Wenn ein Rhododendron eine dichte, dunkelgrüne Belaubung aufweist und einen reichen Knospenbesatz zeigt, können Sie davon ausgehen, dass er gut mit Nährstoffen versorgt ist.

Eine Nachdüngung im Frühsommer ist möglich

Es besteht die Möglichkeit, im Zeitraum von Mai bis Ende Juni noch einmal eine Nachdüngung vorzunehmen. Empfehlenswert ist das vor allem, wenn das Frühjahr sehr regenreich war. Für die zweite Düngung eignet sich neben Blaukorn auch ein organisches Produkt. Geben Sie jedoch nicht mehr als 30 Gramm pro Quadratmeter.

Warum spezieller Rhododendrondünger ideal ist

Spezieller Rhododendrondünger stellt für die Nährstoffzufuhr des Rhododendrons die beste Wahl dar. Er ist speziell auf die Bedürfnisse dieser Pflanze – die eine Vorliebe für saure Böden hat – abgestimmt. Der pH-Wert des Bodens sollte bei 4,5 liegen. Dieser Wert wird jedoch von einem normalen Gartenboden kaum erreicht. Er ist vielmehr typisch für reine Moorböden. Bereits bei der Pflanzung sollten Sie diese Vorliebe berücksichtigen und das Pflanzloch mit torfiger, mooriger oder spezieller Rhododendron-Erde anreichern.

Rhododendrondünger ist ein NPK-Dünger, der auf Stickstoff, Phosphor und Kalium basiert. Darüber hinaus enthält er die folgenden Bestandteile:

  • Organisches Material wie Feder- oder Knochenmehl
  • Calcium
  • Eisen
  • Magnesium
  • Spurenelemente

All diese Komponenten tragen zu einem optimalen Wachstum aller Pflanzenteile und einer reichhaltigen Blütenbildung bei. Darüber hinaus regen sie das Bodenleben an und erhöhen den Anteil der Mikroorganismen, die der Rhododendron braucht, um die Nährstoffe gut aus dem Erdreich aufzunehmen. Eine Besonderheit bei Rhododendrondünger ist zudem der geringe Salzgehalt. Das ist wichtig, um Nährstoffverluste durch Auswaschungen zu vermeiden.

Rhododendron kostengünstig düngen mit Kompost und Kaffeesatz

Neben der Zufuhr eines geeigneten Düngers kann es nicht schaden, dem Boden regelmäßig etwas Kompost zu geben. Dadurch sorgen Sie dafür, dass die Erde die Feuchtigkeit und die Nährstoffe besser speichern kann. Zudem bleibt der Boden schön locker.

Ein hervorragender organischer Dünger für Rhododendren ist auch der Kaffeesatz. Er liefert alle wichtigen Nährstoffe, lässt den Boden saurer werden und reichert das Erdreich mit Humus an. Beides ist für den humusliebenden und kalkempfindlichen Zierstrauch ein großer Vorteil. Dabei ist Kaffeesatz als Abfallprodukt praktisch umsonst.

Kaffeesatz kann ruhig zusätzlich zu den anderen Düngern gegeben werden, ohne dass Sie die Menge dieser Düngemittel reduzieren müssten, weil seine Nährstoffkonzentration gering und organisch gebunden ist. Günstig ist es auch, den Kaffeesatz mit Hornmehl zu mischen. Dieses Düngemittel wird dann genauso wie jeder handelsübliche organische Dünger nach dem Ausstreuen in die Erde eingearbeitet. So zersetzt sich der Kaffeesatz möglichst schnell.

Finger weg von Kalkdüngern

Wenn Sie beim Kauf eines Düngers für den Rhododendron unsicher sind, ob er sich für den Zierstrauch eignet, schauen Sie sich das Etikett genauer an. Sofern das Produkt Kalk enthält, darf es für die Rhododendron-Düngung nicht verwendet werden. Dieser Dünger würde den pH-Wert zu stark erhöhen, worauf fast alle Rhododendron-Arten empfindlich reagieren.

Gelbe Blätter beim Rhododendron? Spezialdünger hilft!

Spurenelemente sind für das Wachstum und die Blüte des Rhododendrons von besonders hoher Bedeutung. Aber auch Stickstoff, Magnesium und Phosphor sind wichtig. Wenn ein Rhododendron gelb gefärbte Blätter aufweist, ist das immer ein Alarmsignal. Meist liegt das an einem akuten Mangel an Stickstoff. Sie sollten schnell handeln und mit einem geeigneten, stickstoffhaltigen Dünger nachhelfen, damit die Pflanze schnell wieder gesunde, grüne Blätter bilden kann.

Welcher Dünger hilft, wenn der Rhododendron nicht blüht?

Wenn der Rhododendron nicht blühen will, ist das natürlich ärgerlich. Die Blüte kann komplett ausfallen, wenn der Rhododendron bereits überdüngt wurde – und zwar mit Phosphor und Stickstoff. Beide Wirkstoffe können in zu hoher Konzentration dafür sorgen, dass der Rhododendron überhaupt nicht mehr blüht. Achten Sie in Zukunft darauf, die Nährstoffgaben besser auf die Erde abzustimmen und setzen Sie reinen Stickstoffdünger am besten nur in organischer Form ein.

Zusammenfassung

Der Rhododendron ist ein Flachwurzler, der nicht in der Lage ist, sich die benötigten Nährstoffe aus den tieferen Erdschichten zu ziehen, weshalb er auf regelmäßige Düngergaben angewiesen ist. Die genaue Düngermenge hängt dabei von der Wuchshöhe, dem Alter und der Blättergröße des Zierstrauchs ab. Optimal zum Düngen des Rhododendrons ist spezieller Rhododendrondünger, aber auch Kaffeesatz, Kompost und Hornspäne kommen in Frage.

Artikelbild: Maleo / Bigstock.com

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