„Roundup“ – Unkrautvernichter richtig anwenden

„Roundup“ – Unkrautvernichter richtig anwenden

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um hartnäckiges Unkraut im Garten den Garaus zu machen. Dabei stehen mechanische Methoden wie Abbrennen, Ausreißen und Ausstechen oder aber auch die chemische Variante zur Auswahl. Chemische Unkrautvernichter sind meist eine Wunderwaffe. Viele Gärtner greifen darauf zurück, da die Behandlung mit einfachem und wenigem Arbeitseinsatz oft zum Erfolg führt. Dabei ist es jedoch sehr wichtig, dass der Unkrautvernichter richtig eingesetzt wird. Nur wenn die Anwendung stimmt, werden die richtigen Pflanzen vernichtet und nicht ungewollt das Rosenbeet, auf den der Gärtner so stolz ist. Auch das Wetter und die Witterung spielen eine wichtige Rolle für die optimale Wirkung. Zudem ist die Anwendung nicht überall erlaubt! Wer Unkrautvernichter wie „Roundup“ einsetzt, sollte daher vorher genau über die optimale Anwendung Bescheid wissen.

Die richtige Jahreszeit

Um Unkraut zu vernichten, eignen sich besonders der Frühling und der Sommer, Denn dann sind die Blätter grün und wachsen. Ebenso sind hier meist die Tages- und Nachttemperaturen im optimalen Bereich – es gibt kaum Frost. Im Sommer sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die zu behandelnde Fläche mit ausreichend Wasser versorgt ist. Bei anhaltenden Trockenperioden sollte daher vorher gut gewässert werden. Nur wenn das Unkraut wächst, kann der Unkrautvernichter „Roundup“ in den Pflanzenstoffwechsel eindringen und bis zur Wurzel vordringen. Hier wird der Absterbeprozess ausgelöst. Daher sollte die Anwendung auch bei Nachtfrost vermieden werden.

Das richtige Wetter

Der ideale Zeitpunkt ist ebenfalls eines der wichtigen Faktoren für eine erfolgreiche Anwendung von chemischen Unkrautvernichtern. Die besten Ergebnisse erzielt „Roundup“, wenn es an einem trockenen und windstillen Tag eingesetzt wird. Milde Temperaturen sind ideal, Nachtfrost kann die Wirksamkeit einschränken. Das Minimum liegt bei 10 Grad Celsius, das Maximum bei 25 Grad Celsius. Herrscht Wind, kann der Unkrautvernichter dadurch versehentlich auf andere Pflanzen weiter getragen werden, die nicht bekämpft werden sollen. So werden unbeteiligte Pflanzen beschädigt. Ebenso ist es wichtig, dass es sechs Stunden nach Anwendung von „Roundup“ nicht regnet – der Wirkstoff würde sonst zu schnell von den Blättern abgewaschen werden.

Die richtige Vorbehandlung

Um erfolgreich Unkraut zu vernichten, sollte der clevere Gärtner die Pflanzen vorher nicht abschneiden oder kürzen. Der Unkrautvernichter „Roundup“ wirkt systemisch. Das bedeutet, dass er sich in der gesamten Pflanze verteilt, sobald er von einem einzigen Blatt aufgenommen wird. Je mehr „grün“ die Pflanze also bietet, desto besser wird die Wirkung des Herbizids sein.

Die richtige Dosierung

Manchmal „ist weniger mehr“ aber oft „hilft viel auch viel“ – es kommt nur auf die richtige Dosierung an. Wer mit einem Unkrautvernichter den unliebsamen Pflanzen zu Leibe rücken möchte, muss das richtige Mischungsverhältnis beachten. Daher ist die Lektüre der Gebrauchsanleitung vor der Anwendung Pflicht. Hier sind die genauen Angaben niedergeschrieben, in welchem Verhältnis „Roundup“ mit Wasser gemischt werden sollte. Die Menge hängt von der Fläche und dem Ort der Anwendung ab. Wo und gegen welche Pflanzen der Unkrautvernichter eingesetzt werden soll, bestimmen ebenfalls das Mischungsverhältnis. Den Empfehlungen der Gebrauchsanleitung sollte unbedingt gefolgt werden. Erst dann sollte es in eine Sprühflasche gefüllt und auf die Pflanzen verteilt werden.

Der richtige Ort

Bei dem Auftragen des Unkrautvernichters ist Vorsicht geboten. Berührt „Roundup“ Pflanzen, die nicht vernichtet werden sollen, werden diese ebenfalls absterben. Daher ist ein genaues Sprühen besonders wichtig. Die Blätter der ungewollten Pflanzen sollten benetzt werden, ohne dass das Herbizid herunter tropft. So kann es sich nicht ungewollt verteilen. Auch sollte auf Wind geachtet werden. Dieser kann den leichten Sprühnebel des Vernichters ebenfalls ungewollt auf Zierpflanzen und Co verbreiten. Daher sollte bei Wind das Herbizid nicht eingesetzt werden.

„Roundup“ nicht überall anwenden

Das Pflanzenschutzgesetz verbietet die Anwendung von chemischen Unkrautvernichtern auf manchen Flächen. Dazu gehören versiegelte Flächen, die mit Beton, Platten, Pflaster oder anderen Materialien verschlossen sind. Das sind meist Wege, Terrassen und Co. Hier kann der Vernichter sich nicht abbauen, da er nicht in die Erde gelangt, sondern meist ins Grundwasser gespült wird. Ebenso ist die Anwendung in der Nähe von Gewässern und Kanalisation verboten. Auch hier kann das Mittel in das Grundwasser gelangen und mehr Schaden als Wirkung anrichten. Bei der zuständigen Behörde können Ausnahmen sowie weitere Informationen angefordert werden. Wer sich also unsicher ist, ob in seinem Garten die Anwendung auf der geplanten Fläche erlaubt ist, sollte sicher vorher genauesten informieren.

Artikelbild: © vvoe / Shutterstock

1 Kommentar

  1. andrea Krämer 15.10.2015 08:55 Uhr

    Roundup = Glyphosat = steht im Verdacht, Krebs zu erregen !!!

    direkt antworten

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