Schlaf, Kindlein Schlaf: 5 Tipps, wie man Kinder zum Schlafen bringt

Schlaf, Kindlein Schlaf: 5 Tipps, wie man Kinder zum Schlafen bringt

Die langen Tage im Sommer sind Eltern ein Dorn im Auge. Denn ohne Dunkelheit haben die Kleinen meist keine Lust, sich in ihr Bett zurückzuziehen. Wir geben Eltern einige Tipps, wie sie die Kleinen zum Einschlafen bringen.

Für Kinder ist es ungerecht: Draußen ist es hell, alle anderen bleiben noch auf, und es selbst muss ins Bett. Einen Appell an die Vernunft können sich Eltern sparen. Wehrhafte Kinder lassen nicht mit sich diskutieren. An den lauen Sommerabenden müssen Eltern kreativ werden.

Warum das pünktlich Einschlafen wichtig ist

Es gibt Kinder, die Probleme damit haben, ins Bett zu gehen. Für sie soll der Tag am liebsten nie enden. Sie erfinden unterschiedliche, meist äußerst phantasievolle Gründe, den Tag auszuweiten – zum Ärgernis und zur Verzweiflung ihrer Eltern.

Als Eltern muss man darauf achtgeben, dass diese Probleme nicht zu einem endlosen Machtkampf mutieren. Beide Seiten leiden unter einem solchen Gefecht. Grundsätzlich ist es ratsam, seinen Kindern in gewissen Situationen zu ermöglichen, selbst ihre Aufstehzeit zu bestimmen. Beispielsweise können Eltern ihrem Nachwuchs mitteilen, dass am morgigen Tag Sonntag ist und sie so lange sie möchten ausschlafen können. Bei diesem Schachzug handelt es sich um eine paradoxe Intervention, wie in einem Artikel des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen zu lesen ist. Kinder erhalten den Eindruck, sie könnten selbst eine Entscheidung treffen. Dabei ist diese stark an die Vorgabe der Eltern gebunden.

Für Kinder sind diese paradoxen Aufträge ein Spiel, weshalb sie auch so effektiv sind. Gleichzeitig befriedigen die Aufträge das Bedürfnis nach Autonomie, welches in den jungen Menschen besonders aktiv ist.

Nachfolgend unsere fünf Tipps, wie Eltern ihre Kinder zum Einschlafen bringen.

1. Spielbetten: Aus Abenteuern ein Schlafritual machen

Es gibt viele süß gestaltete Spielbetten, mit deren Hilfe Eltern das Einschlafen spaßig gestalten können. Mit dem Nachwuchs sollten sie hier in der Burg spielen und abschließend erklären, dass jeder Prinz, jede Prinzessin oder jeder Held nach einer langen Schlacht seine wohlverdiente Ruhe benötigt. Nur mit dieser Ruhe können sie Energie für den nächsten Tag tanken und die Welt besser machen.

2. Licht aus: Künstliche Dunkelheit erzeugen

Wenn die Knirpse Dunkelheit zum Einschlafen benötigen, können Eltern selbst für diese sorgen. Vorhänge und Rollläden verdunkeln das Zimmer und senden dem kindlichen Gehirn Impulse, dass es Zeit zum Schlafen ist. Gute Verdunkelungsmöglichkeiten sind übrigens nicht nur gut zum Einschlafen. Sie helfen dem Kind auch, sich insgesamt besser auszuruhen. Das morgendliche Aufstehritual wird auf diesem Wege nicht länger zur Geduldsprobe.

3. Rituale: Mit regelmäßigen Abläufen den Schlaf herbeirufen

Apropos Rituale: Je früher Eltern ihren Kindern Rituale beibringen, desto leichter wird es ihnen auch in Zukunft fallen, zum richtigen Zeitpunkt Schlafen zu gehen. Das Ritual kann wie folgt aussehen:

  • Schlafanzug anlegen
  • Zähne putzen
  • Geschichte lesen
  • ein abschließender Kuss

Menschen sind Gewohnheitstiere – das ist bei Kindern nicht anders. Kluge Eltern nutzen diese Eigenschaft zu ihrem Gunsten.

4. Spontanität: Kinder auf Trab halten

Rituale funktionieren nicht bei jedem Kind. Für den Nachwuchs kann es wirkungsvoller sein, wenn ihre Eltern das Schlafengehen jeden Abend neu gestalten. Sie können beispielsweise das Bett der Kleinen zunächst mit Kuscheltieren ausstatten und dem Kind sagen, dass diese warten, dass das Kind zu Bett kommt. Ohne das Kind könnten sie nicht einschlafen.

Auch die Gutenacht-Geschichte muss nicht immer klassisch vorgelesen werden. Einige Geschichten kann man mit einer Handpuppe wunderbar ausschmücken.

5. Baden: Ein entspanntes Bad hilft beim Einschlafen

Eltern kennen es: Nach einem anstrengenden Tag wünschen sie sich nur noch, ein entspanntes Bad zu nehmen. Auch Kinder lieben es, zu baden. Bei ihnen hat das Bad noch eine wichtige Funktion: Es säubert die Kleinen von Kopf bis Fuß. Wer täglich in der Sandgrube buddelt, wird die kleinen Körnchen überall haften haben. Ein schöner Nebeneffekt: Ein Bad macht Kinder unglaublich müde.

Artikelbild: © wavebreakmedia / Shutterstock

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.