Trampolin im Garten: So sorgen Sie beim Hüpfen für Sicherheit

Trampolin im Garten: So sorgen Sie beim Hüpfen für Sicherheit

Ein Trampolin im eigenen Garten? Das ist für viele Familien heutzutage so selbstverständlich wie der Sandkasten. Allerdings sollten Sie einige Dinge beachten, damit der Hüpfspaß auch wirklich sicher ist.

Sicheres Gartentrampolin auswählen – Worauf kommt es an?

Seit dem Jahr 2015 gibt es die neue europäische Norm DIN EN 71-14, nach der Trampoline geprüft werden. Dort werden Prüfverfahren und Anforderungen an Trampoline festgelegt. Achten Sie deshalb beim Kauf darauf, dass es das GS-Prüfzeichen besitzt.

Gute Trampoline sind im Handel ab einem Preis von etwa 130 Euro erhältlich.

Des Weiteren sollte ein gutes Trampolin die folgenden Merkmale mitbringen:

  • Separate Polsterung von Rahmen und Haken im Sprungbereich, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Folienverkleidung über den Federn, die fest mit dem Sprungtuch verbunden ist, um zu verhindern, dass kleine Kinderfüße zwischen Sprungmatte und Federnabdeckung geraten.
  • Verzinkte und rostunempfindliche Metallteile.
  • Abdeckungsplane für das Sprungtuch im Lieferumfang enthalten, um vorzeitige Materialermüdung durch die Witterung zu vermeiden.

Zudem ist es beim Kauf wichtig, wie viel Gewicht das Trampolin tragen kann. Soll es nur für ein Kind herhalten oder auch für Erwachsene? Die maximale Belastungsgrenze muss umso höher sein, je stärker das Trampolin belastet wird.

Ein sicherer Standort ist wichtig

Auch der Standort sollte mit Bedacht ausgesucht werden. Auf einer ebenen Rasenfläche stehen Trampoline besser und sicherer als auf einem betonierten oder gepflasterten Untergrund. Das Gestell kann auf dem Rasen an mehreren Stellen im Boden verankert werden. Meist wird das dafür benötigte Zubehör mitgeliefert oder ist separat erhältlich.

Ein fachgerechter Aufbau und eine regelmäßige Wartung erhöhen die Sicherheit

Erledigen Sie den Aufbau am besten zu zweit und beachten Sie die Herstellerangaben.

Halten Sie einen Abstand von mindestens zwei Metern zu Bäumen, zum Haus und zu anderen Hindernissen.

Prüfen Sie nach der Winterpause, ob alle Teile noch funktionsfähig und intakt sind. Quietschende Geräusche beim Springen deuten auf eine Materialermüdung hin. Dann ist es eventuell notwendig, die Federn oder das Sprungtuch auszutauschen. Überprüfen Sie regelmäßig die Steckverbindungen, die Muttern und die Schrauben sowie die Verankerung im Boden, um eine hohe Sicherheit beim Springen zu gewährleisten. Auch das Netz kann mit der Zeit spröde werden und im schlimmsten Fall sogar reißen, weshalb es mehrmals im Jahr kontrolliert werden sollte. Spätestens nach zwei Jahren empfiehlt sich ein Austausch des Netzes.

Wichtige Regeln für das Springvergnügen im Garten

Zu guter Letzt gibt es ein paar Regeln, die Sie für ein sicheres Springvergnügen aufstellen und beachten sollten:

  1. Kleinkinder, die jünger sind als sechs Jahre, sollten noch nicht auf dem Trampolin springen, weil ihre Knochen noch nicht fest genug sind. Für kleine Kinder gibt es sogenannte Kindertrampoline, die zum Springen in Frage kommen.
  2. Es sollte immer nur eine Person zur selben Zeit auf dem Gartentrampolin springen, denn bei zwei Nutzern könnte es aufgrund der Gewichtsunterschiede zu unkontrollierten Sprüngen kommen, die das Verletzungsrisiko erhöhen.
  3. Kinder sollten während des Springens wegen der Erstickungsgefahr keine Bonbons oder Kaugummis kauen.
  4. Am besten wird in Socken oder barfuß gesprungen.
  5. Andere Gegenstände wie Stöcke oder Bälle haben auf dem Trampolin nichts verloren.
  6. Das Sicherheitsnetz muss immer geschlossen sein.

Beaufsichtigen Sie Ihre Kinder beim Springen, damit Sie bei etwaigen Unfällen oder Verletzungen schnell zur Stelle sind oder drohende Gefahren eliminieren können, bevor etwas Schlimmeres passiert.

Zusammenfassung

Damit das Trampolinspringen sicher ist, sollte ein Modell mit dem GS-Prüfzeichen ausgewählt werden. Zudem gibt es beim Aufbau, der Wartung und der Nutzung einige Dinge zu beachten.

Artikelbild: Martinan / Bigstock.com

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