Teppich verlegen: Anleitung und Tipps

Teppich verlegen: Anleitung und Tipps

Der Teppichboden ist der meistverlegte Bodenbelag in Deutschland. Er ist trittsicher, hält warm, wirkt schalldämpfend und ist dank seiner zahlreichen Farb- und Mustervariationen äußerst dekorativ. Eine günstige und pflegeleichte ist das Laminat. Beide haben eines gemeinsam: Sie lassen sich leicht und unkompliziert verlegen. Eine Anleitung zum Teppich verlegen finden Heimwerker im Anschluss.

Teppicharten

Der Teppich ist dank moderner Produktions- und Fasertechniken der ideale universelle Bodenbelag. Es gibt spezielle Teppiche für Fußbodenheizungen, feuchtigkeitsverträgliche Varianten, für Allergiker und die Küche. Selbst für die Hygieneanforderungen im Gesundheitswesen gibt es eine flüssigkeitsundurchlässige und bleichmittelbeständige Sorte. Der bürotaugliche Teppichboden verhindert mit leitfähigen Fasern elektrostatische Aufladungen.

Die schier unendliche Auswahl an Materialien und Designs verleiht dem Teppichboden seine enorme Beliebtheit. Neben ihrem Design sind sie aufgrund ihrer modernen Beschaffenheit auch ausgesprochen pflegeleicht und strapazierfähig. Das Saugen von dem Teppich ist meist ausreichend, um ihn vor Schmutz zu befreien. Eine spezielle Teppichreinigung (Shampoonierung) ist von Zeit zu Zeit empfehlenswert.

In Teppichgeschäften und Baumärkten sind die gängigen Teppicharten meist als Rollenware erhältlich. Heimwerker zahlen pro Quadratmeter, die meisten Teppichböden sind vier bis fünf Meter breit und bis zu 30 Meter lang. Spezielle Ausführungen im Fachhandel können auch auf bestellte Maße geliefert werden.

Folgende Teppicharten stehen zur Auswahl:

  • Naturfaserteppiche
  • Schlingenteppiche
  • Velourteppiche
  • Nadelvliesteppiche

Werkzeug

Der Heimwerker sollte sich darüber klar werden, ob er den Teppich teilweise oder komplett verkleben oder lose verlegen möchte. Je nachdem, für welche Variante er sich entscheidet, wird unterschiedliches Werkzeug benötigt.

Achtung: Mieter sollten auf ihre Mietvertragsbestimmungen achten. Einige Vermieter möchten nicht, dass der Teppichboden geklebt wird.

Wer sich für das Kleben entscheidet, sollte beim Einkauf des Klebers auf die Bestandteile achten. Neben den darin enthaltenen Schadstoffen gibt es auch Varianten, die für Allergiker geeignet sind.

Grundsätzlich sind folgendes Werkzeug und folgende Materialien notwendig:

  • Generell:
  • Beim losen verlegen:
  • Beim festen verlegen:
    • Teppichspanner
    • Teppichfixierer
    • glatte Schraumrolle
    • Zahnspachtel
    • Teppichkleber
    • Haftgitterfolie
  • Anbringen von Übergängen und Fußleisten:

Raum messen

Damit Heimwerker wissen, wie viel Teppichboden sie kaufen müssen, haben sie zunächst die Aufgabe, den Raum auszumessen. Beim Vermessen müssen sie einen Überstand von etwa 30 Zentimetern für den Teppich berücksichtigen. Sollten sich im Zimmer Einbuchtungen befinden, wird von der größten Breite des Raumes ausgegangen. Bei schiefen Wänden ist besondere Vorsicht gegeben.

Boden vorbereiten

Unebenheiten und Risse sind keine Seltenheit in alten Wohnungen. Bevor Heimwerker den Teppich verlegen können, müssen sie diese Probleme mit Ausgleichsmasse ausgleichen. Anschließend muss der Boden gut trocknen und gesäubert werden. Das Säubern ist besonders dann wichtig, wenn der alte Teppichboden entfernt wurde. Profis verwenden zum Entfernen der alten Teppichbodenreste den Stripper, ein spachtelartiges Elektrowerkzeug. Für Heimwerker ist die Arbeit etwas mühseliger: Die Reste lassen sich mit einer Schleifmaschine am einfachsten entfernen. Wer sich die Arbeit erleichtern möchte, der kann Profigeräte im Werkzeugverleih mieten.

Teppichboden fachgerecht verlegen

Teppichböden können im Grunde auf jeder Unterlage verlegt werden. Nachdem der Boden vorbereitet wurde, muss der Boden nur noch gründlich gereinigt werden. Zum Verlegen stehen Heimwerkern zwei Varianten zur Verfügung:

  1. Loses Verlegen mit Teppichklebeband.
  2. Verkleben mit Teppichkleber, Haftgitter oder Fixierer.

Der Arbeitsablauf ist für beide Varianten in etwa dieselbe:

  • Den Teppichboden im leeren Raum ausrollen. Muster müssen parallel zu den Wänden verlaufen. Der Teppich sollte mindestens 12 Stunden liegen bleiben, damit sich die Wellung komplett legen kann.
  • Anschließend den Teppichboden in alle Richtungen streifen, mit Klebeband auf dem Boden fixieren und mit einem Teppichmesser die Kanten der Raumbegrenzung grob ausschneiden. Heimwerker können sich die Arbeit erleichtern, indem sie den Teppich an den Rändern hochklappen. Beim Schneiden den Überstand nicht vergessen!
  • Nun den Teppichboden an einer Raumecke und Stirnwand exakt anlegen. Passt der Teppich, kann man die Klebeband-Schutzschicht entfernen und ihn auf dem Klebestreifen andrücken.
  • Im nächsten Schritt müssen Heimwerker mit ihren Händen den Teppich durch Schieben an den Wänden entlang und zur Mitte drücken, um Falten und Beulen zu entfernen. Anschließend die Überstände passend zuschneiden.
  • Abschließend müssen alle Unebenheiten beseitigt und der Rest des Teppichbodens zugeschnitten und festgeklebt werden.

Das lose Verlegen empfiehlt sich für Räume bis 25 Quadratmeter oder dann, wenn Mieter den Teppich beim Umzug mitnehmen möchten. Durch den fehlenden Kleber kann sich der Teppichboden bei Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen oder hoher Belastung beulen. Deshalb ist das lose Verlegen in Büro, Bad, Küche und Kinderzimmer nicht empfehlenswert.

Artikelbild: © Syda Productions / Shutterstock

1 Kommentar

  1. Greco 09.02.2018 00:13 Uhr

    Vielen Dank für die Liste um welche Werkzeuge, die Ich brauche. Wir haben nicht so viel. Ist es möglich, dass ich die Werkzeuge mieten könnten? Ich muss unser Teppich bald verlegen.

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