Anleitung: Badewanne einbauen

Anleitung: Badewanne einbauen

Der Einbau einer Badewanne ist ein großes Projekt, aber auch für den durchschnittlichen Heimwerker durchaus machbar. Der erste Schritt besteht darin, die Wanne Ihrer Wahl zu kaufen – es gibt eine Vielzahl von Materialien, Größen und Stilen zur Auswahl. Sobald Sie die Wanne haben, müssen Sie den besten Platz für sie in Ihrem Badezimmer bestimmen.

In diesem Artikel beschreiben wir in wenigen Schritten, wie Heimwerker eine Badewanne einbauen können. Vor dem Einbau muss das gute Stück natürlich gekauft werden. Welches Material für die Badewanne infrage kommt, hängt von den individuellen Bedürfnissen und natürlich dem Budget des Heimwerkers ab. Nach dem Kauf beginnt der Einbau entsprechend dieser Anleitung.

Der Zusammenbau einer Badewanne mag wie eine beängstigende Aufgabe erscheinen, aber mit ein wenig Geduld und den richtigen Werkzeugen ist sie leicht zu bewältigen. Der erste Schritt besteht darin, alle notwendigen Teile und Werkzeuge zu besorgen. Dazu gehören die Wanne selbst, alle Sanitärarmaturen und eine Anleitung. Als nächstes müssen Sie mit dem Zusammenbau beginnen.

In der Anleitung finden Sie eine schrittweise Anleitung, wie Sie alle Teile richtig verwenden. In den meisten Fällen ist es hilfreich, wenn eine weitere Person bei dieser Aufgabe hilft. Sobald alles an seinem Platz ist, sollten Sie die Wanne testen, um sicherzustellen, dass keine Lecks vorhanden sind. Mit ein wenig Mühe kann jeder erfolgreich eine Badewanne einbauen.

Für die Montage der Wanne kommen zwei Möglichkeiten infrage:

  1. Man verwendet einen fertigen Wannenträger, der aus Hartschaum besteht und mit 2K PU-Schaum an dem Boden fixiert wird. Wichtig ist, diesen Schaum zu nutzen, weil er nicht nachbläht und die Konstruktion behindern kann.
  2. Für etwas geschicktere Menschen bietet es sich an, eine Verkleidung aus Porenbetonsteinen bis zum Wannenrand zu mauern. Vor dem Verfliesen sollte das Poroton zwei- bis dreimal mit Tiefgrund gestrichen werden, damit der poröse Stein dem Fliesenkleber nicht das Wasser entzieht und den Halt unmöglich macht.

Einkaufsliste für den Einbau einer Badewanne

  • Badewanne
  • Wannenfüße
  • Abflussgarnitur
  • Trägergestell
  • HT-Rohre und passendes Zubehör
  • Wannenprofilband
  • Armatur inklusive Anschlüssen
  • Brausegarnitur
  • Gipskarton / Porenbetonsteine
  • Dünnbettmörtel
  • eine Tube 2K PU-Schaum
  • Sanitärsilikon
  • Gleitmittel
  • Fliesen und Fliesenkleber
  • Fugenmörtel

Zusätzlich benötigen Heimwerker folgendes Zubehör:

Alte Badewanne entfernen

Bevor Sie Ihre Badewanne ausbauen, müssen Sie ein paar Dinge vorbereiten. Zunächst müssen Sie den Abfluss und den Überlauf abnehmen. Wenn Ihre Wanne mit einer Dusche verbunden ist, müssen Sie auch den Duschkopf abnehmen. Sobald Sie diese Anschlüsse entfernt haben, sollten Sie die Wanne relativ leicht aus der Nische heben können.

Wenn Ihre Wanne jedoch besonders schwer oder schwierig zu bewegen ist, müssen Sie vielleicht die Hilfe eines Freundes oder Profis in Anspruch nehmen. Wenn die Wanne aus dem Weg ist, können Sie damit beginnen, alle Fliesen oder andere Verzierungen zu entfernen, die sich um die Wanne herum befanden.

Wenn Sie alles entfernt haben, können Sie die Ständer und Rahmen sehen, die entfernt werden müssen, um die Badewanne vollständig zu entfernen. Dieser Vorgang kann ziemlich aufwändig sein, daher sollten Sie sich Zeit nehmen und darauf achten, dass Sie die umliegenden Wände nicht beschädigen. Wenn die Badewanne endlich weg ist, können Sie mit dem Einbau Ihrer neuen Badewanne beginnen.

Badewanneneinbau in 14 Schritten

  1. Bevor mit jeglichen Arbeiten im Badezimmer begonnen wird, muss zunächst der Hauptwasserhahn abgeschlossen werden.
  2. Alle Höhen und Abstände von Badewanne, Armaturen und Co. genau ausmessen. Anschließend diese Werte mit den Richtmaßen der Badewanne vergleichen. Wenn etwas nicht passt, muss die Badewanne umgehend umgetauscht werden.
  3. Als Erstes montieren Heimwerker die Ablaufgarnitur, den Überlauf sowie das Ablaufsieb.
  4. Bevor nun das Trägergestell inklusive den Saugfüßen unter der Wanne befestigt wird, sollte man sichergehen, dass der Raum sauber ist. Anschließend alles befestigen und die Wanne im Raum aufstellen.
  5. Den äußeren Wannenrand, welcher zu den Wänden zeigt, mit Wannenprofilband bekleben, um ihn vor Schmutz und Schäden zu bewahren.
  6. In diesem Schritt ist etwas Geduld gefragt, denn Heimwerker müssen die Wanne komplett mit Wasser füllen. Anschließend werden die Füße mithilfe der Wasserwaage ausgerichtet. Dann können sie die Wanne mit Wannenkleber an den Wänden befestigen.
  7. Den Abfluss mit einem HT-Rohr am nächstgelegenen Fallrohr anschließen. Das Gefälle muss mindestens zwei Zentimeter betragen. Anschließend das Wasser ablassen und das Rohr auf Dichtigkeit prüfen.
  8. Nun kann man den Fertigmörtel zubereiten und mit seiner Hilfe die Füße auf dem Badezimmerboden fixieren. Achten Sie hier auf eine waagerechte Ausrichtung der Wanne!
  9. Es folgt der Anschluss der Armatur, bei dem folgende Höhen und Abstände einzuhalten sind: Über dem Wannenrad sollten die Armaturen ab 150 bis 350 mm angebracht werden. Der Abstand der Armaturen von der Kopfseite sollte etwa 150 mm betragen. Zum Anbringen müssen Heimwerker die S-Anschlüsse in die Wandscheiben einschrauben. Anschließend direkt die Armatur mithilfe einer Armaturzange auf den Anschlüssen fixieren und den Brauseschlauch anschließen.
  10. Die Badewanne steht bereits, nun folgt ihre Umkleidung mit Porenbetonblöcken. Diese für diesen Schritt passend zurechtsägen.
  11. Die Blöcke aus Porenbeton dem Wannenrand untermauern und dabei bedenken, dass Öffnungen für den Zugang zum Ablauf benötigt werden.
  12. Die Verkleidung verfliesen und für den zuvor offen gelassenen Zugang einen Revisionsrahmen nutzen.
  13. Abschließend die Wanne wieder mit Wasser füllen und alle Fugen mit Sanitär-Silikon verfugen. Zum Glattstreichen eignet sich Spülmittel.

Spartipps

  • Wer eine Badewanne auch zum Duschen nutzt, kann direkt bei der Montage oder auch nachträglich eine Duschabtrennung installieren.
  • Ebenfalls wichtig ist die Installation einer Duschstange inklusive einem höhenverstellbaren Duschschlauch.
  • Der Brausekopf sollte einen verstellbaren Strahl für maximale Entspannung besitzen.
  • Beim Duschen lässt sich der Verbrauch mit einem Dusch-Stopp reduzieren. Diese Funktion unterbricht den Wasserfluss, wobei die Wassertemperatur bis zum erneuten Aufdrehen erhalten bleibt.

 

Weitere Tipps & Tricks für einen reibungslosen Ablauf

Welche Badewanne eignet sich am besten für Ihr Zuhause?

Badewannen gibt es in einer Vielzahl von Formen und Größen, so dass es schwierig sein kann, die perfekte Badewanne für Ihr Zuhause auszuwählen. Es gibt jedoch ein paar Dinge, die Sie beachten sollten, damit Sie die beste Entscheidung treffen können.

Berücksichtigen Sie zunächst die Größe Ihres Badezimmers. In einem kleinen Badezimmer benötigen Sie wahrscheinlich eine kleinere Badewanne, während in einem großen Badezimmer eine größere Wanne Platz findet. Zweitens: Überlegen Sie, wie Sie die Wanne nutzen möchten. Wenn Sie sich entspannen möchten, ist eine Badewanne mit Krallenfuß oder ein Whirlpool vielleicht die beste Wahl.

Wenn Sie jedoch eine Wanne zum Baden von kleinen Kindern oder Haustieren benötigen, ist eine normale Badewanne vielleicht praktischer. Und schließlich sollten Sie auch Ihr Budget im Auge behalten. Luxus-Badewannen können teuer sein, aber es gibt auch viele erschwingliche Optionen.

Wenn Sie diese Faktoren berücksichtigen, können Sie sicher sein, dass Sie die perfekte Badewanne für Ihr Zuhause finden.

Wie wird die alte Badewanne entsorgt?

Viele Hausbesitzer stehen vor der Herausforderung, eine alte Badewanne zu entsorgen. Badewannen gelten zwar nicht als Sondermüll, können aber aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts schwer zu recyceln sein. Aus diesem Grund werfen viele Menschen sie einfach in den Hausmüll. Dies ist jedoch nicht die beste Option für die Umwelt.

Badewannen bestehen aus Porzellan, einer Art von Keramik, die auf Mülldeponien nicht so leicht abgebaut werden kann. Darüber hinaus enthalten sie oft Blei und andere schädliche Chemikalien. Daher ist es wichtig, bei der Entsorgung einer alten Badewanne vorsichtig zu sein.

Am besten spenden Sie sie an ein örtliches Recyclingzentrum oder einen Altmetallhändler. Diese Unternehmen werden dafür sorgen, dass die Wanne ordnungsgemäß recycelt oder entsorgt wird.

Die Badewanne richtig pflegen

Eine Badewanne gehört zu den am häufigsten genutzten Einrichtungsgegenständen in Ihrem Zuhause und ist auch eine der am leichtesten zu pflegenden. Mit ein wenig Pflege und Aufmerksamkeit können Sie die Lebensdauer Ihrer Badewanne jedoch erheblich verlängern.

Zuallererst ist es wichtig, dass Sie Ihre Badewanne sauber halten. Kehren und wischen Sie den Boden Ihrer Wanne regelmäßig, um die Ansammlung von Schmutz und Dreck zu verhindern. Wischen Sie außerdem die Wände der Wanne nach jeder Benutzung ab. So können Sie verhindern, dass sich Seifenschaum und Schimmel festsetzen.

Es gibt eine Vielzahl von Reinigungsprodukten, die Sie für die Reinigung einer Badewanne verwenden können. Für die allgemeine Reinigung können Sie eine milde Seife oder ein Spülmittel verwenden. Für hartnäckigere Flecken kann ein stärkeres Reinigungsmittel erforderlich sein. Es ist jedoch wichtig, dass Sie das Etikett sorgfältig lesen, um sicherzustellen, dass das Produkt für die Verwendung in der Badewanne sicher ist.

Einige scharfe Chemikalien können die Oberfläche beschädigen oder schädliche Rückstände hinterlassen. Im Zweifelsfall ist es immer am besten, den Reiniger zunächst an einer kleinen Stelle zu testen. Sobald Sie ein Produkt gefunden haben, das gut funktioniert, sollten Sie die Wanne gründlich ausspülen, um alle Reinigungsmittelreste zu entfernen. Mit ein wenig Fleiß und dem richtigen Reiniger wird Ihre Badewanne bald wieder blitzsauber sein.

Vergessen Sie nicht, Ihren Abfluss monatlich zu reinigen, um Verstopfungen zu vermeiden. Mit ein wenig Mühe können Sie dafür sorgen, dass Ihre Badewanne jahrelang wie neu aussieht.

Zusammenfassung

Für viele Menschen ist die Badewanne ein luxuriöses Bedürfnis. Sie bietet eine bequeme und entspannende Möglichkeit, eine lange, heiße Dusche zu nehmen oder den Stress des Tages wegzuspülen. Allerdings ist eine Badewanne auch mit einer Reihe von Kosten und Überlegungen verbunden. Erstens erfordert ihr Einbau eine erhebliche Investition an Zeit und Geld. Zweitens benötigen sie viel Platz, was in kleinen Badezimmern ein Problem darstellen kann. Und schließlich müssen sie regelmäßig gereinigt und gewartet werden, damit sich kein Schimmel bilden kann. Angesichts dieser Faktoren ist es wichtig, die Kosten und Vorteile des Einbaus einer Badewanne abzuwägen, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Für manche Menschen überwiegen die Vorteile, für andere ist das Gegenteil der Fall. Letztlich ist die Entscheidung eine Frage der persönlichen Vorlieben und des Lebensstils.

 

 

 

 

 

Artikelbild: © AlexRoz / Shutterstock

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3 Kommentare

  1. Lisa 21.01.2016 11:34 Uhr

    Sehr schöner Artikel, ein Video dazu wäre noch sehr aufschlussreich.

    direkt antworten
  2. Friedhelm Feldmann 11.11.2021 14:30 Uhr

    Sehr geehrte Herren,
    leider sind ihnen ein paar Fehler unterlaufen.
    „Wer sich für eine Stahlwanne entschieden hat, muss diese an dieser Stelle von einem Elektriker erden lassen. Heimwerker, egal wie erfahren sie sind, dürfen die Erdung nicht selbst vornehmen!“

    Die Stahlbadewanne muss seit 2002 nicht mehr geerdet werden.
    Des weiteren dürfte selbst wenn, es ein fachkundiger Leihe machen. Er darf sogar in seinem Haus selber die
    Elektroinstallation vornehmen. Er muss es nur nach den Regeln der Technik machen.
    Anders sieht es in öffentlichen Gebäuden aus oder bei Mietwohnungen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Friedhelm Feldmann

    direkt antworten
    1. HeimHelden.de 11.11.2021 15:24 Uhr

      Sehr geehrter Herr Feldmann,
      vielen herzlichen Dank für Ihren hilfreichen Hinweis. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihre Heimhelden-Redaktion!

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