Einfahrt pflastern – Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Einfahrt pflastern – Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Das Pflastern der Einfahrt ist beim Hausbau zumeist die letzte Baumaßnahme. Nicht selten beginnt man mit dem pflastern der Einfahrt, wenn man bereits in seinem Traumhaus wohnt. Man kann die Einfahrt mit Pflastersteinen, aber auch mit Natursteinen verlegen. Einige nutzen auch Rasenkammersteine zum Verlegen der Einfahrt. Dies hat den Vorteil, dass es eine weitere Sickerfläche am Haus gibt und Regenwasser nicht in die Kanalisation gelangt.

Welche Kosten kommen beim Pflastern der Einfahrt auf mich zu?

Die Berechnung bietet einen groben Überblick über mögliche Kosten für eine Einfahrt mit 30 m².

ArbeitskostenPreise
Aushub 7,00 Euro/m²210,00 Euro
Schotterschicht Unterbau 20,00 Euro/m²600,00 Euro
Erdaushub abfahren 5,00 Euro/m²150,00 Euro
Splittbett auslegen 2,00 Euro/m²60,00 Euro
Pflastern 40,00 Euro/m²1.200,00 Euro
Materialkosten
Schotter 11,00 Euro/m³99,00 Euro
Betonsteinpflaster 20,00 Euro/m²600,00 Euro
Split 4,00 Euro/m³6,00 Euro
Randsteine 4,00 Euro/lfd. Meter80,00 Euro
Gesamtkosten3.005 Euro

Grobe Preise für das Pflastern der Einfahrt

Damit man die Baukosten zum Pflastern der Einfahrt möglichst genau schätzen kann, muss man im Vorfeld klären, ob man die Pflasterarbeiten durch eine Fachfirma erledigen lässt oder in Eigenregie tätig wird. Führt man die Pflasterarbeiten selbst aus, kann man einige Hundert Euro Arbeitskosten sparen. Es fallen nur noch die Materialkosten an.

Jedoch darf man in keinem Fall seine eigenen handwerklichen Fähigkeiten unterschätzen. Plant man ein komplexes Verlegemuster für die Einfahrt, dann lohnt die Beauftragung einer Fachfirma in jedem Fall. Je nach Region berechnet eine Fachfirma für den Aushub, das Auffüllen und das Pflastern der Einfahrt zwischen 40 und 65 Euro pro Stunde Arbeitszeit. Je nachdem wie groß die Einfahrt ist, muss man mit mehreren Arbeitstagen rechnen.

Zu den Arbeitskosten kommen dann noch die Materialkosten für den Schotter oder Kies sowie für die Pflastersteine oder Natursteine. Für eine kleine Auffahrt mit einer Größe von 30 Quadratmeter muss man zwischen 1.500 und 3.000 Euro Gesamtkosten veranschlagen. Ebenfalls nicht vergessen darf man die Kosten für den Unterbau der Einfahrt. Die Kosten des Unterbaus können sich auf ca. 20 Euro pro Quadratmeter belaufen.

Dieser Preis variiert je nach Region und nach Handwerker. Nicht selten wird im Vorfeld auch geplant, dass der Gartenweg mit denselben Steinen und dem gleichen Verlegemuster gepflastert wird.

Beim Verlegen der Einfahrt in Eigenleistung fallen nur die Materialkosten an. Für eine Einfahrt mit 30 Quadratmeter wären das ca. 985 Euro inklusive dem Mieten eines Minibaggers für 2 Tage (100 Euro/Tag).

Kann die Einfahrt kostengünstig befestigt werden?

Der günstigste Belag für die Auffahrt ist der lose Schotter oder Kies. Jedoch gefällt nicht jedem diese Variante, denn die losen Steine können unter Umständen das Auto beschädigen oder zu anderen Schäden führen. Asphalt macht nur Sinn bei großen Einfahrten, denn bei kleinen Flächen muss man mit extrem hohen Kosten rechnen.

Aus diesem Grund sind Pflastersteine für die Einfahrt eine gute Lösung. Die Einfahrt wird damit nicht nur befestigt, sondern auch optisch attraktiv gestaltet. Pflastersteine bringen eine Reihe von Vorteilen und bieten ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Kosten für die Steine

Je nach Art der Pflastersteine muss man pro Quadratmeter Pflasterfläche mit einem Preis von 10 bis 120 Euro rechnen. Hier kommt es in der Regel auf die Eigenschaften an, die man persönlich wünscht. Für eine Einfahrt wird oft ein kostengünstiges und stabiles Verbundsteinpflaster aus Beton gewählt. Hier muss man mit Preisen von 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Entscheidet man sich dagegen für Rasenkammersteine, dann kosten diese im Schnitt 50 Euro pro Quadratmeter. Besonders teuer sind Natur- und Granitsteine. Diese sehen jedoch auch sehr gut aus. Bei den Kosten spielen auch die Form und die Farbe der Pflastersteine eine Rolle. So ist ein bräunlicher Vierkantstein in der Regel günstiger als ein roter runder Stein.

Kosten für weiteres Material

Damit man die Kosten für die Pflasterung der Auffahrt kalkulieren kann, muss man auch die kosten für den Zukauf von weiteren Materialien kennen. Man benötigt Schotter und Kies. Pro Kubikmeter zahlt man im Baustoffhandel rund 10 bis 15 Euro. Für die Pflasterbettung sowie für das Einkehren in die Fugen wird Brechsand bzw. Fugensand benötigt. Der Brechsand schlägt mit ca. 15 Euro pro Tonne zu Buche.

Möchte man die Pflasterung mit Randsteinen stabilisieren, kommen hier weitere Kosten hinzu. Das Stabilisieren der Einfahrt macht Sinn, wenn diese befahren wird, denn oftmals reichen die Maßnahmen des Unterbaus nicht aus. Für den Preis maßgeblich ist hier die Qualität der Steine.

Kosten für den Aushub und was muss man beachten

Nimmt man den Aushub in Eigenleistung vor, dann kostet dies in erster Linie Schweiß. Erleichtern kann man sich die Arbeit durch das Anmieten von einem Bagger. Ist der Untergrund in seiner Beschaffenheit unproblematisch, muss man nicht mit zusätzlichen Kosten rechnen. Stößt man dagegen auf einen problematischen Untergrund, können sich die Kosten leicht verdoppeln oder gar verdreifachen. Insbesondere gilt dies bei steinigen und felsigen Böden.

Maßgeblich ist hier die Bodenklasse. Ab einer Klasse von 5 muss man mit höheren Kosten rechnen. Kann man den Erdaushub nicht auf dem Grundstück verwenden, dann muss man für den Abtransport sorgen. Hier fallen in der Regel Kosten von 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter an.

Wie wird der Erdaushub berechnet?

Bevor man mit dem Verlegen der Steine auf der Auffahrt beginnen kann, muss der Bereich entsprechend der einzelnen Arbeitsschritte vorbereitet werden. Dies bedeutet, dass man rund 40 cm Material ausheben muss, damit man die Schotterschicht und den Split zur Verdichtung und Festigung des Untergrunds auftragen kann.diese Schichten sind essentiell wichtig. Des Weiteren muss natürlich auch die Höhe der Pflasterstein kalkuliert werden.

Beispiel:

Schotterschicht 25 bis 30 Zentimeter

Split 5 Zentimeter

Pflastersteine 8 Zentimeter

Die Menge an Split und Schotter berechnet man folgendermaßen:

Schotter = Fläche x 0,3 Meter

Split = Fläche x 0,05 Meter

Bei einer Einfahrt mit 30 Quadratmeter und einem Aushub von 40 cm benötigt man 9 Kubikmeter Schotter und 1,5 Kubikmeter Split. Den Aushub kann man in Eigenleistung übernehmen. Jedoch muss man für diese Arbeit in der Regel einen Minibagger mieten, der in etwa 100 Euro pro Tag kostet.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten beim Verlegen von Pflastersteinen?

In erster Linie ist die Auswahl der Pflastersteine maßgeblich entscheidend für den Preis der Einfahrt. Je nach Region, Gegebenheiten vor Ort und Fachbetrieb können die weiteren Kosten sehr unterschiedlich sein. Die Kosten sind stark abhängig von

  • Kosten für den Erdaushub
  • Kosten für den Unterbau und das Splittbett
  • Aufwand für das Verlegen der Pflastersteine
  • Nutzung von eventuellen Randsteinen
  • eventuelle Entwässerung
  • Arbeitsaufwand der Handwerker oder des Fachbetriebs (Entwässerungsrinne, Rüttelplatte; Richtschnur, Abfuhr von Erdreich usw.)

Welche Steine eignen sich zum Pflastern der Einfahrt?

Zumeist fällt die Entscheidung bei den Steinen, auf Pflastersteine aus Beton, Natursteine oder spezielle Steine wie Klinkerpflaster oder Holzpflaster. Zum Verlegen eigen sich alle genannten Steine. Je nach individuellem Geschmack passen Natursteine besser zu einem Blockbohlenhaus als Betonsteine. Letztendlich entscheiden der persönliche Geschmack und das Budget über die Auswahl der Pflastersteine.

BetonsteineNatursteinplattenSpezielle Pflaster
MerkmaleAus Beton oder Zement; in verschiedenen Farben erhältlichAus Naturstein (Basalt, Gneis, Granit, Grauwacke, Porphyr)Klinkerpflaster aus Ton; Holzpflaster meist aus Eichenholz
VorteileSauberer Zuschnitt; akkurate Verlegung; verschiedene Farben und Formen; Vergleichsweise günstigNatursteinplatten sind sehr langlebig; farbbeständig; pflegeleicht; widerstandsfähig; rutschfest; Natursteinplatten bieten ein lebendiges ErscheinungsbildWiderstandsfähig; kein Verblasen der Farben; verschiedene Farben
NachteileOhne Geotextilunterlage können Unkraut und dergleichen in den Fugen wachsen; Fugen erschweren das Beseitigen von Laub und SchneeUnterschiedliche Güte; nie identisch in Form und Farbe; schwieriger Zuschnitt; vergleichsweise teuer; Laub und Schnee kann unter Umständen schwer zu entfernen seinSehr teuer; Holzpflaster muss intensiv gepflegt werden

Preise für Randsteine

Je nach Qualität und Material variieren die Preise für Randsteine deutlich. Im Schnitt zahlt man für einen laufenden Meter Randsteine 5 Euro.

Preise für das Pflastern

Dies kommt immer auf den Zeitaufwand an, den ein Handwerker für das Verlegen der Steine kalkuliert. Einfache Pflastersteine mit einem unkomplizierten Verlegemuster lassen sich schneller verlegen und sind somit günstiger. Hat man jedoch Sonderwünsche beim Verlegemuster, kann man die Preise deutlich in die Höhe treiben.

Geometrische Muster oder komplizierte Verlegearten bedeuten einen höheren Zeitaufwand für die Fachfirma, der sich auf der Rechnung bemerkbar macht. Zum Schluss wird nur noch Fugensand in die Fugen eingekehrt. Sehr oft kann man dies Selbst übernehmen und spart damit Geld. Der Fugensand wird großzügig mit einer Schaufel in einer Schicht auf der Fläche verteilt und dann mit einem Besen eingekehrt.

Was kostet eine eventuelle Entwässerung?

Als Erstes muss geklärt werden, ob die Entwässerung mit einer Entwässerungsrinne von der Kommune vorgeschrieben wird. Entscheidet man sich für ein Sickerpflaster mit entsprechendem Unterbau und Bettung kann in den meisten Fällen auf eine extra Entwässerung verzichtet werden. Bei kleineren Einfahrten versickert das Regenwasser auch im Randbereich insbesondere dann, wenn ein entsprechendes Gefälle in die Planung mit einbezogen wird.

Muss jedoch eine Rinne in einem Versickerungsschacht verlegt werden oder das Wasser mittels einer Rigole abgeleitet werden, muss man mit höheren Kosten rechnen. Im günstigsten Fall kostet eine Rinne ca. 30 Euro pro laufenden Meter. Der dazugehörige Sickerschacht kostet meist 60 Euro. Soll das Ganze hochwertiger ausgeführt werden, dann kommt eine Edelstahlrinne oder eine Zisternen-Lösung zum Einsatz. Hier können die Kosten mehrere Hundert Euro betragen.

Wie kann man Geld beim Pflastern der Einfahrt sparen?

In erster Linie kann man Geld für das Pflastern der Einfahrt sparen, indem man nahezu alle Arbeiten in Eigenleistung durchführt. Dazu gehören der Unterbau, die Tragschicht, das Abrütteln von Schotter und Kies sowie das Pflastern der Steine und das Einkehren in die Fugen. Damit die Auffahrt optisch gerade erscheint, sollte man immer mit einer Schnur arbeiten, die die Richtung vorgibt.

Im Übrigen sollte man sich seiner handwerklichen Fähigkeiten sicher sein, denn sonst ärgert man sich schnell über die Mängel an der Einfahrt. Insbesondere dann, wenn man regelmäßig mit dem Auto über die Einfahrt fährt, kann es schnell zu unschönen Stellen in der Auffahrt kommen. Wenn zum Beispiel die Tragschicht oder der Unterbau nicht richtig ausgeführt sind, können unter Umständen die Pflastersteine verrutschen.

Zusammenfassung

Das Pflastern der Einfahrt wird vom Bauherren meist erst geplant, wenn alle Arbeiten in und um das Haus erledigt sind. Von der kostengünstigen Variante mit Schotter oder Kies reichen die Möglichkeiten zum Pflastern der Einfahrt bis in den hochpreisigen Sektor mit Natursteinen, Holzpflaster oder mit Klinkerpflaster.

Ist man sich seiner handwerklichen Fähigkeiten sicher, dann kann man das Pflastern der Einfahrt durchaus in Eigenleistung vornehmen. Möchte man sich nicht um Entwässerung und perfektes Verlegemuster kümmern, dann kann auch eine Fachfirma das Pflastern der Einfahrt ausführen.

Artikelbild: Virrage Images / Bigstock.com

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