Estrichgitter

Estrichgitter

Das Estrichgitter kommt dann zum Einsatz, wenn der Estrich bzw. der Beton versteift werden muss. Die Steifheit von Estrich muss dann gegeben sein, wenn unflexible Materialien verlegt werden. Gerade wenn es sich um Keramik- oder Steinbeläge handelt, ist ein Estrichgitter ein unbedingtes Must-Have.

Wird ein Estrichgitter verlegt, soll es den Sinn ergeben, die Bewegungen des Estrichs so gut es geht zu verringern. Gerade bei Fliesen oder Naturstein ist es ratsam, vorab ein Estrichgitter zu verlegen.

Was ist ein Estrichgitter?

Hierbei handelt es sich um Drahtgitter, oft sind sie verzinkt, aber es gibt sie auch blank. Sie werden so weiterverarbeitet, dass sie sich im oberen Drittel der Estrichkonstruktion befinden. Wichtig ist es, dass sie mit einem rostfreien Draht verbunden werden. Rödeldraht eignet sich bestens dafür.
Es darf zwischen unterschiedlichen

  • Größen,
  • Drahtstärken
  • und Maschenweiten

unterschieden werden.

Wie stark das Estrichgitter sein muss hängt allein von der Armierung des Estrichs ab. Der Draht aus dem das Estrichgitter gemacht ist, zeichnet sich durch seine spezielle Festigkeit aus. Diese Festigkeit kann auch variieren, denn ja nach Drahtstärke wird auch nach Festigkeit unterschieden.
Der Baustoffhandel bietet

  • blanke
  • und verzinkte Gitter an.

Ob Estrichgitter benötigt werden, hängt von der Beschaffenheit des Raumes ab. Der Grundriss des Zimmers und die Größe des Raumes bestimmen es. Zudem haben die zu erwarteten Verkehrslasten Einfluss darauf.

Als Alternative dazu bietet sich die Faserbewehrung an. Gerade bei Fließestrich kommen diese Fasern gerne zum Einsatz.

Aufgabe des Estrichgitters

Vorrangig ist es die Aufgabe des Estrichgitters, Rissbildungen im Zement zu minimieren, damit der Belag eine lange Haltbarkeit verzeichnen kann.

Eine statische Funktion ist dem Estrichgitter bei Verlegung auf der Dämmschicht nicht gegeben.

Wie ist ein Estrichgitter aufgebaut

Hierbei handelt es sich um verzinkten Betonstahl, die einzelnen Stabdurchmesser haben eine Größe von 2 bis 3 mm. Die Maschenweite liegt in der Regel bei 50 – 150 mm. Die Maschenweite des Estrichgitters wird überlappend aufgelegt und zwar so, dass sie sich im obersten Drittel der Estrichschicht befindet.

Die passende Alternative zum Estrichgitter

Die gleiche Aufgabe erfüllt die Faserbewehrung, hierbei handelt es sich um Fasern aus Stahl, die als Estrichanimierung dienen. Bei der Herstellung des Estrichs werden diese Fasern einfach mit eingebunden.

Sollte die Schwindrissbildung von Zementestrich minimiert werden, so werden dafür Animierungen aus Glasfaser- und Polypropylenfaser eingesetzt. Glasfaser- und Polypropylenfaser können aber nicht der Verbreiterung von Rissen und der Höhenverschiebung der Risskanten entgegenwirken. Denn die Glasfaser- und Polypropylenfaser zeichnen sich durch ihre hohe Dehnfähigkeit aus.

Welche Kosten entstehen?

Die Faserbewehrung, die bei der Herstellung des Estrichs gleich berücksichtigt wurde, ist etwas teurer in der Anschaffung. Dafür gestaltet sich die Faserbewährung um vieles einfacher, das einfache Handling gerechtfertigt den höheren Preis. Um die Fasern in den Estrich genau einzuarbeiten, bedarf es einen Zwangsmischer. Freifallmischer eignen sich für die Verarbeitung weniger, da sonst die einzelnen Fasern verknäueln.

Steht kein entsprechender Mischer zur Verfügung, sollte auf das traditionelle Estrichgitter zurückgegriffen werden.
Denn der perfekte Fließestrich baut auf die richtige Konsistenz auf. Verknäulte Fasern sind bei hiesigen Bauarbeiten nicht hilfreich.
Wer bereits ein Estrichgitter bei Bauarbeiten eingebaut hat, der weiß, diese Arbeit kostet Zeit. Aber Zeit, die sich wirklich bezahlt macht. Estriche im Bauwesen vertrauen noch immer der klassischen Form der Estrichbewehrung. Insbesondere bei Zementestrichen übernehmen die Estrichgitter eine sehr wichtige Rolle. Auch bei der späteren Verwendung von Keramik- oder Steinbelägen erfüllen sie ihren Zweck.

Vorteile der Estrichmatte

  • Die Gitter sorgen dafür, dass der Höhenversatz der Risskanten ausgeschlossen werden kann, sie verhindern den Höhenversatz und zudem wird die Gefahr von möglich auftretenden Rissen bei thermischen Einflüssen gebannt.
  • In der Regel können solche Matten nicht falsch eingebaut werden, sie liegen meist richtig.
  • Die Verarbeitung erfolgt rasch und unkompliziert. Wichtig ist es an die Überlappung der Maschenweite zu denken.
  • Sie ist perfekt für den Fließestrich, denn sie schwimmt nicht auf. Eine Estrichmatte liegt immer plan an.
  • Beschädigung an der Isolierung und an Folien können durch die Estrichmatte nicht verursacht werden. Da die meisten Estrichmatten mit rundherum glattgeschliffenen Kanten versehen sind.

Das Estrichgitter und der Estrich

Beim Estrichverlegen gilt folgendes Motto: So dünn als möglich und so dick als nötig.
Ein dicker Estrichbelag ist nicht der bessere. Ein Estrich ist eine Schicht, die eine vorgegebene Höhenlage erreicht und einen Bodenbelag aufnehmen kann. Er besteht aus einem Bindemittel, einer Gesteinskörnung, Wasser und allfälligen Zusätzen. Daher ist auch ein Betonfußboden nichts anderes als ein Estrich.

Zusammenfassung

Ein Estrichgitter dient zur Versteifung des Bodens. Rissbildungen im Zement werden so vorbeugt, thermische Einflüsse haben keinen Einfluss mehr auf den Zement. Zudem gewinnt der Belag, der auf den Estrich kommt an Lebensdauer. In der Regel handelt es sich meist um verzinkten Betonstahl, die einzelnen Stabdurchmesser weisen eine Größe von 2 bis 3 mm auf. Die Maschenweite liegt zwischen 50 bis 150 mm. Die Maschenweite des Estrichgitters wird überlappend aufgelegt und zwar so, dass sie sich im obersten Drittel der Estrichschicht befindet. Als Alternative dazu bietet sich die Faserbewehrung an. Bei der Herstellung des Estrichs werden Fasern aus Stahl eingearbeitet. Der Fließestrich baut vorrangig darauf auf.

Artikelbild: © Brilliance Eye / Bigstock.com

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