Goldmünzen als Hobby

Goldmünzen als Hobby

Als die Entscheidung zum Brexit gefallen ist, schoss das Edelmetall Gold auf ein Zweijahreshoch. Investoren und Verbraucher schätzen das Edelmetall seit Jahren als vergleichsweise sichere Möglichkeit, ihr Erspartes zu investieren. Doch ein wertvolles Metall wie Gold muss sicher aufbewahrt werden.

Der Volksentscheid der britischen Bevölkerung zum Austritt aus der EU kam überraschend, auch wenn Umfragen vor der Abstimmung ein knappes Ergebnis prophezeiten. Heimlich hofften die meisten Menschen, dass es nicht zu einem Brexit kommt – und doch ist der Austritt eingetroffen. Viele Verbraucher in Großbritannien und Europa sind über die Zukunft verunsichert. Sie wollen ihr Erspartes sicher aufbewahren.

Die Investition in Gold muss mit Bedacht und Sorgsamkeit erfolgen. Das Edelmetall ist nämlich eine langfristige Geldanlage, die vor Inflation und Krisen schützen soll. Wer als Heimwerker in Gold eine Alternative zum Tagesgeldkonto sieht, der irrt sich. Gold sollte nicht von heute auf morgen verkauft werden, um das Material für den Bau einer Terrasse zu finanzieren.

Brexit löst große Goldnachfrage aus

Das Austrittsvotum hat für Turbulenzen an den Finanzmärkten gesorgt. Anfang Juli stieg der Goldpreis auf ein neues Hoch von rund 1.322 Dollar je Feinunze. So viel kostete das Edelmetall zuletzt vor mehr als zwei Jahren.

Da niemand ernsthaft mit dem Brexit gerechnet hat, ist die Unsicherheit bei vielen Menschen groß. Es wird spekuliert, welche Auswirkungen der Austritt auf Geschäftsbereiche und ganze Wirtschaften haben könnte. Deshalb retten viele Menschen ihr Erspartes, indem sie das Edelmetall erwerben. Trendforscher Gerald Celente ist sich sicher, dass alle Vorzeichen darauf hindeuten, dass der Preis für Edelmetalle stark ansteigen könnte.

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Allein in diesem Jahr wuchs der Goldpreis um 300 Dollar. Das Rekordhoch erreichte das Edelmetall im September 2011 (rund 1.900 Dollar).

Investitionen immer streuen

Trotz der aktuell hohen Goldnachfrage sollte niemand übereifrig handeln. Kluge Menschen wissen, dass sie niemals alles auf eine Karte setzen. Auch beim Geldanlegen gilt diese Regel. Das Ziel liegt darin, das Verlustrisiko zu mindern. Möglich wird das, wenn man sein Erspartes in verschiedene Finanzobjekte investiert: Unterschiedliche Edelmetalle, Tagesgeldkonten, Aktien – selbst die Renovierung des Hauses ist eine sinnvolle, rentable Investition. Schließlich erhöht sie den Wert der Immobilie.

Gold sicher lagern

Beim Goldkauf haben Heimwerker stets die Wahl, ob sie in Barren oder Münzen investieren. Für die Lagerung spielt die Form des Goldes keine große Rolle. Edelmetallbaren gelten generell als eine sichere, aber langfristige Investition.

Theoretisch ist es durchaus möglich, die Edelmetalle zu Hause zu lagern. Doch bei den hohen Werten kann kaum ein Heimwerker nachts beruhigt schlafen oder tagsüber das Haus verlassen. Zur Vorstellung:

  • eine große Goldmünze (1 oz) kostet derzeit über 1.200 Euro
  • zehn Münzen sind mehr als 12.000 Euro wert

Diese wertvollen Edelmetalle sollte niemand ungeschützt im Wohnzimmerschrank aufbewahren. Auch von der Verwendung raffinierter Verstecke, wie man sie aus Filmen kennt, ist abzuraten. Wenn Heimwerker das Versteck kennen, weiß womöglich auch ein Einbrecher Bescheid.

Die sicherste Aufbewahrungsmöglichkeit ist ein zertifizierter Wertschutzschrank, auch Safe oder Tresor genannt. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass er nach EN 1143–1 zertifiziert ist sowie die VDS Klasse 1 erfüllt. Aus Sicherheitsgründen ist der Tresor an einem Ort zu positionieren, wo er nicht sichtbar ist, zum Beispiel einem Abstellraum.

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Heimwerker, die auf Nummer sicher gehen möchten, bewahren ihr Gold bei einem Dienstleister wie diesem auf, der über ein sicheres Edelmetalldepot verfügt. Ein Depot hat den Vorteil, dass es bei einem Einzelschadenfall gut versichert ist – in diesem Fall bis zehn Millionen Euro.

Die Lagerung in einem Depot bringt nicht nur Sicherheit, sondern auch Flexibilität. Aus dem Depot heraus können Goldbesitzer ihren Edelmetallbestand an den Dienstleister verkaufen, meist online über deren Webseite, per Telefon oder E-Mail. Auf diesem Wege wird Gold nicht nur zu einer langfristigen Investition, auch der kurzfristige Handel mit dem Edelmetall ist möglich.

Goldbarren: Für langfristige Investitionen geeignet

Für langfristige Investitionen entscheiden sich Anleger für Goldbarren. Diese bis zu ein Kilogramm schweren Goldstücke tragen verschiedene Informationen wie den Namen des Herstellers oder eine Seriennummer.

Praktisch sind sogenannte Kombi-Barren, die in einem Verbund aus mehreren Goldplättchen angeboten werden. Sie sollen Anlegern den Verkauf erleichtern, weil sie leicht und verlustfrei aufgeteilt werden können. Der einzige Nachteil ist, dass Tafelbarren teurer sind als ein massiver Barren derselben Gewichtsklasse.

Wie auch bei den Goldmünzen gibt es Barren mit speziellen Prägungen. Der Hersteller Perth Mint aus Australien hat Varianten im Angebot, die mit dem Nationalsymbol des Landes, dem Känguru, verziert sind.

Goldmünzen: Das Edelmetall als Hobby ansehen

Nicht immer muss das Investitionspotenzial des Edelmetalls genutzt werden. Heimwerker können sich an schönen Goldmünzen erfreuen, indem sie die Unzen sammeln. Eine beachtliche Kollektion an Goldmünzen kann von Generation zu Generation weitergegeben werden. Im Notfall besteht die Möglichkeit, die Münzen zu verkaufen.

Zu unterscheiden ist zunächst zwischen Sammler- und Anlagemünzen. Erstere sind nicht für Geldinvestitionen geeignet, da Verbraucher nicht nur den Präge- und Materialwert zahlen müssen, sondern auch den Sammlerpreis.

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Anlagemünzen hingegen bestehen hauptsächlich aus Gold und haben einen hohen Feingehalt. Sie werden in verschiedenen Gewichtsklassen von 1/20 Unze bis 1 Unze angeboten. Bekannte Vertreter der Anlagemünzen sind Maple Leaf (Kanada), Krügerrand (Südafrika) sowie Nugget (Australien).

Je höher die Auflage einer Anlagemünze, desto günstiger ist in der Regel ihr Einkaufspreis. Eine große Bekanntheit sorgt dafür, dass sie leicht verkauft werden kann.

Gold über eine Police versichern

Barren und Goldmünzen sind grundsätzlich über die Hausratversicherung abgesichert. Viele Versicherer haben hohe Ansprüche an die Aufbewahrung und Erfüllung bestimmter Sicherheitsklassen der Safes. Übersteigt der Goldpreis den Wert von 25.000 Euro, müssen Verbraucher Zusatzprämien verhandeln.

Ohne Frage hat das Aufbewahren des Goldschatzes zu Hause den Vorteil, dass das Edelmetall immer verfügbar ist. Bei großen Mengen und aufgrund der problematischen Umstände mit der Versicherung lohnt sich die Aufbewahrung selten. Die Lagerung in einem Edelmetalldepot ist die bessere Alternative.

Zusammenfassung

Gold hat als Krisenwährung und langfristiges Investitionsmittel schon immer eine große Rolle gespielt. Heimwerker sollten prüfen, ob sich eine Investition in das Edelmetall für sie rentiert. Mit unseren Tipps können sie ihren Goldschatz sicher aufbewahren.

Artikelbild: © Frith's Photography / Bigstock.com

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0 Kommentare

  1. Nico Alberts 06.05.2020 10:40 Uhr

    Gut zu wissen, dass man trotz der aktuell hohen Goldnachfrage niemand übereifrig handeln sollte. Interessant, dass man beim Goldkauf die Wahl hat es in Barren oder Münzen zu investieren. Mein Mann bewahrt seine Goldmünzen in einem Safe auf.

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