Küchenspülen-Ratgeber: Kauf, Montage und Reinigung

Küchenspülen-Ratgeber: Kauf, Montage und Reinigung

Spülbecken sind in die Küchenarbeitsfläche eingelassene Bereiche, die zur Säuberung von Tellern, Küchenmaterialien und sonstigem Geschirr gedacht ist. Diese Becken bestehen in der Regel aus korrosionsbeständigem Stahl, Stahlblech, Keramik, Steingut oder Kunststoffen. Nahezu alle Küchenspülen besitzen Überlauflöcher, die Wasser nicht versehentlich überlaufen lassen.

Was kostet eine Küchenspüle?

Da die Küchenspüle mehrmals täglich in der Küche im Einsatz ist, sollte man beim Kauf nicht nur auf die Optik, sondern auch auf Qualität und Funktionalität achten. Der Klassiker unter den Materialien ist Edelstahl. Sowohl zu Hause als auch in renommierten Küchen kommt das leicht zu pflegende Material zum Einsatz. Mindestens genauso gerne werden emaillierte Küchenspülen gekauft. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da Email bei harten Schlägen abplatzen kann. Praktisch ist das Material, da es, ebenso wie Spülen aus Keramik und Kunststoff, in vielen Farben zur Verfügung steht, gleichzeitig aber auch sehr robust ist.

Kostenbeispiele für verschiedene Küchenspülen:

Art der Spüle Kosten
Edelstahlspüle, rechteckig ab ca. 30,00 Euro
Edelstahlspüle, rund ab ca. 50,00 Euro
Emaille-Spüle, rechteckig ab ca. 90,00 Euro
Eurostone-Spüle, rechteckig ab ca. 100,00 Euro
Eurostone-Spüle, rund ab ca. 120,00 Euro
Silgranit-Spüle, rechteckig ab ca. 150,00 Euro
Silgranit-Spüle, rund ab ca. 160,00 Euro
Granit-Spüle, rechteckig ab ca. 250,00 Euro
Keramik-Spüle, rechteckig ab ca. 280,00 Euro

Wer nun das Material gewählt hat, der ist noch lange nicht fertig, denn ein Spülbecken alleine erledigt nicht die ganze Arbeit, es fehlt noch die passende Abtropffläche. Wo sollte diese hin? Nach links oder nach rechts? Diese Frage hängt zunächst davon ab, ob die Nutzer Links- oder Rechtshänder sind. Aber auch das Platzangebot und die Einteilung der Möbel spielen eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich gehört aber die Abtropffläche an den Rand, um die Arbeitsfläche nicht unnötig einzuschränken.

Auch die Frage des Stils, also welche Armatur zur vorhandenen Kücheneinrichtung passt, lässt sich einfach beantworten. Verbraucher müssen lediglich wissen, ob sie lieber getrennte Hähne für warmes und kaltes Wasser bevorzugen oder mit Mischbatterien arbeiten möchten:

  • Die Zweigriff-Armatur hat natürlich den Nachteil, dass man mit zwei Händen arbeiten muss. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Wasserverbrauch höher ist, da die ideale Wassertemperatur aufwendig gemischt werden muss.
  • Einhebelmischer erlauben das simple regulieren von Wassertemperatur und -menge – alles mit nur einer Hand. Dadurch sinkt der Wasserverbrauch um 15 bis 30 Prozent. Empfehlenswert ist der Einsatz von Energiespararmaturen, die in der Mittelstellung warmes und kaltes Wasser durchlassen.
  • Mit einem Sensorwasserhahn lässt sich besonders viel Wasser sparen – nämlich bis zu 70 Prozent. Nach nur einer Sekunde wird das Wasser automatisch gestoppt, wenn der Sensor die Hände nicht mehr registriert.

Des Weiteren erleichtert ein hoher Auslauf sowie eine ausziehbare Schlauchbrause das Spülen um ein Vielfaches.

Montage der Küchenspüle in 10 Schritten

Für Heimwerker ist die Montage einer Küchenspüle kein Problem, wenn unsere Anleitung Schritt für Schritt befolgt wird:

  1. Bevor jegliche Arbeiten beginnen, müssen Heimwerker den Hauptwasserhahn schließen und alle Leitungen leer laufen lassen.
  2. Werden die alten Eckventile genutzt, reicht es, diese zu schließen.
  3. Als Nächstes werden Wasserzulauf und -ablauf sowie die Küchenspülenpüle demontiert. Sollte die neue Spüle etwas größer sein, muss der Ausschnitt der Arbeitsplatte entsprechend angepasst werden.
  4. Um die Arbeitsplatte anzupassen, muss man die Spüle umdrehen und auf die Platte legen, anschließend die Konturen markieren. Einige Spülen bieten Schablonen, die die Arbeit spürbar erleichtern.
  5. Im nächsten Schritt die Arbeitsplatte entlang der Schnittlinien mit einer Stichsäge ausschneiden. Es wird empfohlen, den Schnitt zunächst mit einem Bohrloch zu beginnen.
  6. Nun hat man die Möglichkeit, die Schnittkanten mit Silikon einzustreichen oder mit Dichtungsband zu bekleben.
  7. Nach dem Einbau von Armatur, Ablaufgarnitur und Wasserüberlauf sollte man darauf achten, dass die Krallen fest in der Arbeitsplatte sitzen.
  8. Jetzt wird das Loch für die Armatur angezeichnet, mit einer Bohrmaschine oder Lochstanze ausgeschnitten und die Armatur mit einem Armaturenschlüssel montiert.
  9. Anschließend das Anschlussstück für den Wasserablauf sowie den Siphon montieren.
  10. Wer einen Warmwasserspeicher verwenden möchte, muss diesen von einem Elektro-Fachmann montieren lassen. Der Speicher benötigt drei Anschlüsse von einer Niederdruckarmatur, nämlich ein Eckventil Kaltwasser, Kaltwasserzulauf sowie Warmwasserrücklauf.

Tipp: Neue Küchenspülen besitzen in der Regel einen integrierten Abflussieb. Sollte dieser nicht vorhanden sein, lässt er sich problemlos im Baumarkt kaufen und nachrüsten. Er ist eine mehr als sinnvolle Investition, um Rohrverstopfungen vorzubeugen.

4 Tipps zur Reinigung der Spüle

Bei der Reinigung der Küchenspüle setzen die meisten Menschen auf eine möglichst gute Auswahl der Reinigungsmittel, welches besonders wirksam für das jeweilige Material der Spüle ist. Die meisten Spülen sind aus Edelstahl hergestellt, Silgranit und Keramik sind aber auch immer häufiger zu finden. Nachfolgend einige Tipps, mit denen die Spüle in Glanz erstrahlt.

  1. Edelstahl: Spülbecken aus Edelstahl sind in der Bundesrepublik am häufigsten anzutreffen. Für ihre Reinigung gelten dieselben Reinigungstipps wie die für andere Gegenstände aus Edelstahl, das bedeutet: Warmes Wasser sowie etwas Spülmittel reichen zur Reinigung in der Regel aus. Abschließend muss man nur noch mit einem Handtuch trocken wischen. Wichtig ist es, die Küchenspüle möglichst immer nach dem Gebrauch zu reinigen, dann können auch keine Kalkflecken entstehen.
  2. Flecken entfernen: Sollte sich aller Vorkehrungen zu Trotz dennoch Kalk absetzen, kann man die Spüle aus echtem Edelstahl durchaus mit sauren Reinigern putzen. Auch das beliebte und für viele Zwecke verwendbare Essig kann weiterhelfen, indem man Küchenpapier in Essig tränkt und es etwa 30 Minuten auf dem Kalkfleck einwirken lässt. Anschließend lässt sich der Fleck mit einem Schwamm abwischen und mit Wasser abspülen. Für besonders hartnäckige Verfärbungen und Flecken empfiehlt sich Backnatron, welches man mit einem Schwamm direkt auf den Fleck aufträgt. Nach kurzer Einwirkung sorgfältig abwaschen und mit einem sauberen Tuch trocken reiben. Bei jeder Reinigung sollten auf kratzende Gegenstände wie Stahlwolle oder Topfschwämme verzichten werden, sie können den empfindlichen Edelstahl beschädigen.
  3. Geheimtipp bei Siligranit: Das Verbundmaterial aus Granit und Acryl, Silgranit, zeichnet sich durch seine besonders gute Kratzfestigkeit und Unempfindlichkeit gegen Flecken aus. Kalkflecken können dennoch entstehen, lassen sich aber relativ einfach bekämpfen: Die Kraft der Zitrone beziehungsweise ihre Säure bewirkt wahre Wunder. Ebenfalls empfehlenswert ist der anschließende Einsatz eines Vollwaschmittels, um die Küchenspüle komplett zu reinigen. Dazu muss die Spüle ausgiebig eingeseift werden, anschließend das Waschmittel über Nacht wirken lassen. Am nächsten Tag können Verbraucher alles gründlich abspülen. Beim Kauf von Vollwaschmittel ist darauf zu achten, dass es auch wirklich das gewünschte Produkt ist. Feinwaschmittel enthält nicht die benötigten Bleichmittel, um hartnäckige Flecken und Schmutz zu entfernen.
  4. Keramikspülen reinigen: Für Küchenspülen aus Keramik gibt es am wenigsten zu beachten, da Produkte aus Feinstein grundsätzlich eher unempfindlich sind. Dennoch kann es vorkommen, dass Metallgegenstände durch Abrieb einige Streifen oder Flecken hinterlassen. Mit Scheuermilch lassen sich diese Unreinheiten leicht beseitigen.

Artikelbild: © Couperfield / Shutterstock

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