Umzug mit Hund und Katze: Tipps für einen reibungslosen Ablauf

Umzug mit Hund und Katze: Tipps für einen reibungslosen Ablauf

In Deutschland leben 11,8 Millionen Katzen und 6,7 Millionen Hunde. Die beiden Arten sind die beliebtesten Haustiere der Bundesrepublik und zählen zu den Bewohnern zahlreicher Mietwohnungen. Bei einem Umzug müssen sie selbstverständlich in die neue Wohnung umziehen. Keine leichte Aufgabe, wenn ihre Besitzer nicht einige Punkte berücksichtigen.

Für den nachfolgenden Artikel wurden Informationen aus Artikeln von umzugsratgeber.de bezogen.

Haustierhaltung mit Vermieter absprechen

Laut dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands befindet sich in etwa jeder dritten Wohnung ein Haustier. Sie sind Teil vieler Familien und ihnen sollte genauso viel Beachtung geschenkt werden, wie jedem anderen Familienmitglied. Leider sind nicht alle Vermieter tierfreundlich. Sie haben in der Regel nichts gegen die Tiere selbst. Viel mehr möchten sie nicht riskieren, dass die Vierbeiner den Hausrat beschädigen.

Vor dem Umzug in eine neue Wohnung sollten Besitzer einer Katze oder eines Hundes mit dem Vermieter absprechen, ob er die Tierhaltung erlaubt. Vermieter dürfen eine Haustierhaltung nicht ohne Weiteres ablehnen. Sie sind dazu verpflichtet, zu prüfen, ob die Nutzung der Wohnung gemäß § 535 I BGB möglich ist.

Vermieter müssen folgende Dinge prüfen:

  • Ist der Hund eine Notwendigkeit, weil sein Besitzer blind ist?
  • Kann der Hund Nachbarn belästigen?
  • Ist die Wohnung für die Art und Größe des Tieres angemessen?

Spricht nichts gegen das Haustier, dann sollte seine Haltung erlaubt werden.

Haustiere nicht unnötig emotionalem Stress aussetzen

Ist die Erlaubnis des Vermieters eingeholt, steht dem Umzug nichts mehr im Wege. Nun müssen Haustierbesitzer überlegen, wie sie möglichst zügig und effizient in die neue Wohnung umziehen. Eines dürfen sie dabei nicht vergessen: Umzüge können für Haustiere Stress bedeuten.

Der Umzug ist für alle Beteiligten mit Stress verbunden. Das wissen Menschen, die in ihrem Leben mindestens einmal die Wohnung gewechselt haben. Die Stresssituation ist für Tiere weitaus größer, denn sie können nicht ohne Weiteres mit herumlaufenden, fremden Möbelpackern und einer sich plötzlich ändernden Umgebung fertig werden. Um das Problem zu lösen, rät der Deutsche Tierschutzbund, ein Zimmer der alten Wohnung vor dem Umzug leer zu räumen. Herrchen hinterlassen hier lediglich einen Futternapf, Körbchen und Spielzeug. Das Tier kann sich hier ausruhen, ohne dass es dem Umzugsstress der anderen Zimmer ausgesetzt ist. Falls aus diversen Gründen kein Zimmer freigeräumt werden kann, sollten Tierbesitzer ihren Liebling an Freunde und Bekannte geben, bis der Umzug abgeschlossen ist.

Unterschiedliche Eingewöhnung für Hund und Katze

Hunde und Katzen reagieren unterschiedlich auf den Umzug, weshalb sie eine individuelle Betreuung benötigen.

  • Hunde: Für sie ist die Umstellung auf das neue Revier unproblematisch. Je nach Charakter des Hundes freut er sich auf ein neues Abenteuer. Die Fahrt in die neue Wohnung überstehen nicht alle Hunde gleich gut. Deshalb ist es wichtig, Hunde vor dem Umzug an den Pkw zu gewöhnen.
  • Katzen: Bei Katzen ist die Umstellung nicht ganz so unkompliziert. Veränderungen können Katzen wochenlang beeinflussen. Besitzer sollten ihre Katze zunächst an einen Transportkäfig gewöhnen und sie mit diesem schonend in die neue Wohnung transportieren.

Die Haustiere an die neue Wohnung gewöhnen

Mit dem Umzug in die neue Wohnung beginnt für die Tiere ein neuer Lebensabschnitt. Um ihnen die Anpassung zu erleichtern, sollten Besitzer alles Mögliche tun, um ihnen diese Phase zu erleichtern.

Katzenbesitzer können den alten Kratzbaum mit einem neuen Produkt ersetzen. Als Heimwerker spricht natürlich alles dafür, einen Kratzbaum selbst zu bauen. Der Kratzbaum sollte nicht als eine bloße Notwendigkeit für die Katze angesehen werden. Stattdessen ist er so zu planen, dass er fließend in die Wohnung integriert wird.

Freigänger sollten nach dem Umzug in der Wohnung bleiben. Erst wenn sie die neue Wohnung als ihr Revier akzeptiert hat, können Besitzer sie die Außenwelt erkunden lassen.

Auch der Hund sollte mit neuen Spielereien an die neue Wohnung gewöhnt werden. Wenn diese einen Garten besitzt, kann man dem Vierbeiner eine eigene Hütte bauen. In der Wohnung verdient der Hund ein neues Schlafkörbchen, in dem er sich bei Bedarf zurückziehen kann.

Mit den Haustieren ins Ausland umziehen

Ein Sonderfall, der eine spezielle Vorbereitung vorsieht, ist der Umzug ins Ausland. Der Umzug innerhalb der EU ist aus Sicht der Einfuhr von Haustieren weitestgehend unproblematisch, da es in fast allen Ländern einheitliche Regeln gibt. In einigen Ländern werden spezielle Impfungen oder Quarantäneaufenthalte verlangt. Genaue Hinweise gibt es auf den Webseiten der jeweiligen Länder sowie auf dieser Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Abseits der Einfuhr der Tiere ins Ausland ist der Umzug mit einem großen Aufwand beim Transport verbunden. Je nachdem, wie weit das Reiseziel entfernt ist, muss das Haustier viele Stunden lang transportiert werden.

Der Transport des Haustiers sollte so schonend und kurz wie möglich gestaltet sein, auch wenn er die Besitzer mehr kostet.

Für kurze Distanzen ist die Fahrt mit einem Pkw zu bevorzugen. Lange Distanzen sind per Flugzeug schneller und stressfreier zu bewältigen.

Zusammenfassung

Für Haustiere bedeutet der Umzug mindestens genauso viel Stress wie für ihre Besitzer. Hunde werden mit dem Umzug besser fertig als Katzen. Letztere müssen langsam an die neue Umgebung gewöhnt werden. Bei einem Umzug ins Ausland sind besondere Vorbereitungen zu treffen.

Artikelbild: © VP Photo Studio / Shutterstock

1 Kommentar

  1. Luise Mikamann 16.11.2017 00:48 Uhr

    Wir haben drei Katzen und wir haben es schon mit unser Vermieter abgesprochen. Wir haben schon ein Cat tree aber wir wissen nicht wie wir es mit uns nehmen können. Wir ziehen nächste Woche um. Haben Sie Tipps für wie man ein Transport effizient einpackt?

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