Espressomühle Test bzw. Vergleich (08/2020)

Mit unserer Kaufberatung sowie Tipps & Tricks zum besten Produkt!

Espressomühle

Das Wichtigste in Kürze

  • Liebhaber des Espressos müssen nicht Zuhause auf diese Köstlichkeit verzichten. Mit der geeigneten Maschine ist der auch in der eigenen Küche in wenigen Minuten zubereitet. Wer es besonders eilig hat, kann zu einer elektrischen Espressomaschine
  • Espressomühlen mit Scheibenmahlwerken arbeiten extrem leise und besonders fein. Aber auch Kegelmahlwerke überzeugen mit ihren Ergebnissen.
  • Zudem sind die Materialien des Mahlwerkes, die Aufheizung, Totenraum und Pflegeaufwand wichtige Kriterien, auf die beim Kauf einer Espressomühle geachtet werden sollte.

Platz 1: Rosenstein & Söhne Espressomühle NC3608-944: Elektrische Kaffeemühle mit hochwertigem Scheibenmahlwerk

Kurzbeschreibung

Platz 1 belegt die Espressomühle NC3608-944 von Rosenstein & Söhne, die mit einem hochwertigen Scheibenmahlwerk ausgestattet ist. Die Espressomühle mit einer Leistungsaufnahme von 100 Watt mahlt Bohnen für 2 bis 12 Tassen, der Mahlgrad ist in 8 Stufen individuell einstellbar. Das Mahlwerk ist herausnehmbar und leicht zu reinigen. Die Mühle besticht mit einem eleganten Design aus robustem, stoßfestem ABS-Kunststoff.

Redaktionelle Einschätzung

Die Espressomühle NC3608-944 von Rosenstein & Söhne hat eine Leistungsaufnahme von 100 Watt und besteht aus robustem, stoßfestem ABS-Kunststoff.  Es sind 8 Mahlgrade wählbar von grob bis superfein, je nach Geschmack. Insgesamt lassen sich Bohnen für 2 bis 12 Tassen (bis zu 75 g) mahlen.

Ausgestattet ist die Espressomühle mit einem hochwertigen Scheibenmahlwerk, das sich herausnehmen lässt und somit die Reinigung erleichtert. Die Mühle verfügt zudem über eine automatische Abschaltung, Deckel und Aufbewahrungsbehälter sind transparent.

FAQ

Wie groß ist die Espressomühle?
Die Maße der Espressomühle betragen 13 x 21 x 9 cm.

Ist der Behälter aus Glas oder Kunststoff?
Der Behälter ist aus Kunststoff.

Wie lange ist das Kabel?
Die Kabellänge beträgt 1,25 m.

Für welche Maschinen kann man die Bohnen mahlen?
Beispielsweise für Filterkaffee, für die Siebträgermaschine oder für die Kaffeepresse.

Welcher Mahlgrad ist für Espresso geeignet?
Für Espresso gibt es den Mahlgrad 8, extra fein.

Kundenmeinungen zu Rosenstein & Söhne Espressomühle

Knapp 60 Prozent der Käufer sind mit der Espressomühle äußerst zufrieden und vergeben die beste Bewertung. Nachfolgend die häufigsten positiven und negativen Bemerkungen:

Positiv

  • Top Preis-/Leistungsverhältnis
  • leicht zu reinigen
  • einfach in der Anwendung

Negativ

  • Mahlgrad könnte noch feiner sein

Platz 2: Rummershof Handkaffeemühle Espressomühle mit Keramikmahlwerk 2.0

Kurzbeschreibung

Platz 2 belegt die Espressomühle Handkaffeemühle von Rummershof mit Keramikmahlwerk 2.0. Die Mühle besitzt ein hochwertiges Mahlwerk aus langlebiger Keramik, das sich stufenlos einstellen lässt. Es lassen sich Bohnen für etwa 2 Personen mahlen. Alle Teile sind auseinandernehmbar und lassen sich somit leicht reinigen, auch die Kurbel ist nicht verschraubt. Die Mühle eignet sich weiterhin auch als Gewürzmühle oder Kräutermühle.

Redaktionelle Einschätzung

Die Espressomühle Handkaffeemühle von Rummershof ist eine manuelle Kaffeemühle aus gebürstetem Edelstahl. Insgesamt ist die Mühle 18 cm hoch und hat einen Durchmesser von 4,5 cm. Es lassen sich Bohnen für ca. 2 Personen mahlen, der Mahlgrad ist stufenlos präzise einstellbar.

Das hochwertige Mahlwerk besteht aus langlebiger Keramik und ermöglicht maximale Flexibilität bei der Einstellung. Die Mühle mahlt angenehm leise und kann auch als Gewürz- oder Kräutermühle verwendet werden. Sie ist leicht zu reinigen dank herausnehmbarer Teile.

FAQ

Kann man die Stärke der Körnung einstellen?
Ja, über eine Einstellschraube am Mahlwerk.

Ist die Drehrichtung vorgegeben?
Ja, die Mühle dreht sich nur in eine Richtung.

Wie fein mahlt die Mühle? Reicht es für Espresso?
Ja, die Mühle eignet sich auch zum Mahlen für Espresso.

Ist die Mühle für Links- und Rechtshänder geeignet?
Ja, die Espressomühle kann als Links- und Rechtshänder verwendet werden.

Kann man die Espressomühle in der Spülmaschine säubern?
Nein, die Teile sind nicht spülmaschinenfest.

Kundenmeinungen zu Rummershof Handkaffeemühle Espressomühle mit Keramikmahlwerk

61 Prozent der Käufer sind mit der Espressomühle zufrieden und vergeben die beste Bewertung. Nachfolgend die häufigsten positiven und negativen Bemerkungen der Käufer:

Positiv

  • gute Verarbeitung
  • kompakte Größe
  • einfach in der Anwendung

Negativ

  • Mahlwerk teilweise nicht gleichmäßig

Platz 3: Eureka MCI Espressomühle mit Timer Chrom Kaffeemühle MCI/MT220C-951

Kurzbeschreibung

Platz 3 belegt die Espressomühle/Kaffeemühle MCI/MT220C-951 von Eureka mit Timer. Die Espressomühle hat eine Leistung von 225 Watt und 1350 Umdrehungen/min. Sie ist mit einem Scheibenmahlwerk mit einem Scheibendurchmesser von 50 mm ausgestattet. Weiterhin kann die Espressomühle stufenlos eingestellt werden, je nach gewünschtem Mahlgrad. Der Bohnenbehälter hat ein Fassungsvermögen von 250 Gramm.

Redaktionelle Einschätzung

Die Espressomühle/Kaffeemühle MCI/MT220C-951 von Eureka punktet mit einem optisch ansprechenden Gehäuse aus Druckguss-Aluminium und Edelstahl. 225 Watt Leistung und 1350 U/min sorgen für ein sehr homogenes Mahlgut. Der Mahlgrad kann wahlweise stufenlos eingestellt werden über ein Stellrad.

Der Bohnenbehälter fasst insgesamt 250 g Bohnen und ist einfach zu reinigen. Das Scheibenmahlwerk besteht aus Edelstahl. Weitere praktische Features sind beispielsweise die Timer-Funktion, die geringe Gehäuse-Vibration oder die 4-Punkt-Aufhängung mit Mahlgradverstellung.

FAQ

Wie funktioniert der Timer?
Über den kleinen grauen Knopf kann die gewünschte Zeit eingestellt werden.

Wie groß ist die Espressomühle?
Die Abmessungen betragen 113 x 159 x 324 mm (B x T x H).

Wie schwer ist die Mühle?
Die Espressomühle wiegt 4,5 kg.

Gibt es größere Bohnenbehälter?
Ja, es sind für diese Mühle auch Behälter mit 500 g Fassungsvermögen erhältlich.

Wie groß ist der Durchmesser der Mahlscheiben?
Der Durchmesser beträgt 50 mm.

Kundenmeinungen zu Eureka MCI Espressomühle mit Timer

68 Prozent der Käufer sind begeistert von der Espressomühle und vergeben nach dem Kauf die beste Bewertung. Nachfolgend die häufigsten positiven und negativen Bemerkungen:

Positiv

  • optisch ansprechend
  • tolles Mahlergebnis
  • einfach zu reinigen

Negativ

  • zu wenige Einstellungen möglich

Ratgeber: Fragen, mit denen Du Dich vor dem Kauf einer Espressomühle beschäftigen solltest

Wirkliche Espresso-Liebhaber, wie die Profis von Coffeescanner schwärmen von „Tigerstreifen in der Crema“, achtet auf den perfekten „Tamperdruck“ oder die Qualität des „Mahlguts“. Ein Barista hat seine eigene Fachsprache für richtig guten Espresso. Doch auch der Laie kann in den eigenen vier Wänden mit ein wenig Geschick mithalten, wenn die wichtigsten Funktionen einer Espressomühle bekannt sind.

Denn mit der richtigen Bohne fängt es zwar an, um wirklich delikaten Espresso auch Zuhause genießen zu können. Doch es kommt auch auf die passende Espressomaschine an. Die Rolle der Espressomühle wird bei der Zubereitung noch immer zu sehr unterschätzt. Dabei weisen Tests und Vergleiche den Weg, um Nieten und Helden voneinander abgrenzen zu können. Die nächsten Zeilen verraten, worauf bei der Auswahl einer Espressomühle geachtet werden sollte.

Definition: Das ist eine Espressomühle

Der Name verrät die Funktion. Eine Espressomühle ist dazu da, die vorhandenen Espressobohnen klein zu mahlen, um schließlich aus ihnen wohlschmeckenden Espresso zuzubereiten. Dabei ist es wichtig, dass die Mühle besonders feinen Kaffee herstellt, um einen vollmundigen Geschmack zu bekommen. Wer einmal frisch gemahlene Bohnen für seinen Espresso genossen hat, weiß um den aromatischeren und intensiveren Geschmack des Getränks.

Espressomühlen dürfen dabei nicht mit Kaffeemühlen verwechselt werden. Sie haben viel feinere Abstufungen an Mahlgraden als Kaffeemühlen. Denn die Homogenität des zerkleinerten Kaffees ist bei Espresso besonders wichtig. Zwar sind auch solche Mühlen in Kaffeevollautomaten manchmal vorhanden, die dort jedoch als Espressokocher bezeichnet werden.

Espressomühlen selbst haben nur die Aufgabe, den Kaffee möglichst aromaschonend zu zerkleinern. Sie können sowohl manuell als auch elektrisch betrieben sein. Zudem wird zwischen Mühlen mit Speicher für das Mahlgut und Mühlen mit Sieb unterschieden.

Wusstest Du schon, dass es ein Nationales Institut für italienischen Espresso gibt? Laut dem Instituto Nazionale Espresso Italiano darf beispielsweise die optimale Brühzeit für einen Espresso nicht länger als 25 bis 30 Sekunden betragen. Dabei sollte das Wasser am besten mit einem Druck von 9 bar in den Siebträger gedrückt werden.

Espressomühle versus Kaffeemühle – die Unterschiede

Wie bereits erwähnt, ist eine Espressomühle nicht mit einer Kaffeemühle gleichzusetzen – Filterkaffee ist ja auch nicht gleich Latte Macchiato! Beide Geräte unterscheiden sich in wichtigen Kriterien. Kaffeemühlen können aus Bohnen grobes bis feines Kaffeepulver herstellen. Doch für einen Espresso reicht dies nicht aus. Kaffeemühlen erreichen nicht die optimale Partikelgröße, die bei einem Espresso verlangt ist.

Daher mahlen Espressomühlen deutlich feiner und auch gleichmäßiger. Denn hier spielt die Homogenität des Kaffeemehls ebenfalls eine wichtigere Rolle als bei Kaffee. Zudem braucht es bei einer Espressomühle feine Abstufungsmöglichkeiten – der Mahlgrad ist hier oft individueller einstellbar als bei Kaffeemühlen. Kaffeemühlen eignen sich daher nicht unbedingt für die Herstellung von Espressopulver.

Für wen eine Espressomühle geeignet ist

So mancher meint, es gäbe doch gutes Espressopulver im Handel zu kaufen. Für solche Liebhaber reicht dies vollkommen auch. Doch Fans von richtig gutem Geschmack sollten unbedingt zur Espressomühle greifen. Denn der Unterschied von fertigem zu frisch gemahlenem Pulver ist ganz deutlich zu schmecken. Wer einmal diese Vorzüge kennt, möchte nicht mehr darauf verzichten.

Espressomühlen sind daher vor allem für Fans der aus Mailand stammenden Kaffeezubereitungsart. Vorgemahlenes Espressopulver verliert mit der Zeit an Aromen. Zudem gibt es Mühlen, die per Hand mit der Kurbel betrieben werden, aber auch elektrische Geräte. Letztere sind vor allem für die Espressotrinker geeignet, die oft und schnell die Kaffeespezialität genießen wollen.

Gibt es in Deinem Haushalt viele Espressoliebhaber? Dann sollte ebenfalls eine elektrische Mühle in die Küche einziehen, um ohne viel Aufwand große Mengen von Espressopulver herstellen zu können. Per Knopfdruck wird das Pulver in der perfekten Partikelstärke gemahlen.

Entscheidung: Welche Espressomühlen gibt es und welche ist die richtige für Dich?

Auf dem Markt sind unterschiedliche Espressomühlen. Nicht nur die Antriebsart (elektrisch versus manuell) wird hier unterschieden. Vor allem beim Mahlwerk gibt es hier Differenzierung. Zudem ist die Materialbeschaffenheit von Espressomühlen ein weiteres Abgrenzungsmerkmal. Generell gibt es folgende Arten:

  • Mühlen mit Scheibenmahlwerk
  • Mühlen mit Kegelmahlwerk
  • Mühlen mit Schlagmahlwerke
  • Mühlen mit Hybridmahlwerk
  • Mühlen mit Walzenmahlwerk
  • Mühlen aus Keramik oder Edelstahl

Mühlen mit Scheibenmahlwerk

Dieses Mahlwerk wird bei Espressomühlen am häufigsten verwendet. Die Kaffeebohnen werden bei dieser Technik durch zwei aufeinanderliegende, konkaven Mahlscheiben gemahlen. Eine der beiden Scheiben wird angetrieben, die andere Scheibe ist fest. Durch die konkave Form ist der Abstand der beiden Scheiben nicht gleichmäßig: innen etwas größer als an der Außenseite.

Beim Mahlen mit einem Scheibenmahlwerk wird die Kaffeebohne zunächst an der Innenseite aufgebrochen, bevor die Zentrifugalkraft sie weiter nach außen drängt. Durch den geringeren Abstand der Scheiben dort wird die Bohne immer feiner gemahlen. Der Abstand bestimmt letztendlich über den Mahlgrad.

Der Vorteil dieser Technik ist, dass die Mühlen besonders fein mahlen. Zudem arbeiten sie sehr leise. Ein Nachteil ist jedoch die starke Wärme, die durch den Mahlvorgang entsteht. Wenn Bohnen zu stark erhitzt werden, verbrennt ein Teil der Kaffeeöle bereits, was einen bitteren Geschmack zur Folge haben kann. Auch kann der Kaffee verbrannt schmecken. Die Wärmeentwicklung im Scheibenmahlwerk kann geringer werden, je größer der Durchmesser der Scheiben ist.

Vorteile des ScheibenmahlwerksNachteile des Scheibenmahlwerks
– häufig in Espressomühlen verwendet– Erhitzung des Kaffees beim Mahlen
– mahlt besonders fein und gleichmäßig– Bohnen werden gebrochen
– mahlt zudem sehr leise
– besonders gut für Espresso geeignet

Mühlen mit Kegelmahlwerk

Hier werden die Espressobohnen – wie der Name es schön verrät, durch zwei Kegel gemahlen. Der Aufbau ähnelt dem Scheibenmahlwerk, jedoch werden die Bohnen zwischen inneren Kegel und äußerer Wand zerkleinert. Der Vorteil: Die Mahloberfläche ist bei gleichem Durchmesser größer als beim Scheibenmahlwerk.

Je weiter nach unten die Bohne gelangt, desto feiner wird sie gemahlen, da sich der Abstand immer mehr verringert. Statt der Zentrifugalkraft spielt hier die Schwerkraft eine wichtige Rolle. Daher braucht es nur eine geringe Drehzahl bei einem Kegelmahlwerk. Das hat den Vorteil, dass der Kaffee weniger erhitzt wird – das Pulver wird schonender für das Aroma hergestellt. Je größer der Durchmesser, desto höher wird jedoch die benötigte Drehzahl. Zudem sind solche Mahlwerke nicht besonders leise.

Vorteile des KegelmahlwerksNachteile des Kegelmahlwerks
– braucht weniger Kraft und Drehzahl zum Mahlen– Mahlvorgang ist besonders laut
– weniger Wärme beim Mahlen des Kaffees– teurer als andere Mahlwerke
– Aromastoffe bleiben vollständig erhalten

Mühlen mit Schlagmahlwerk

Der Aufbau solch einer Espressomühle ähnelt dem eines Mixers. Hier sind es zwei kleine rotierende Messer, die die Kaffeebohnen wir mit einem Propeller zerkleinern. Das hat den Nachteil, dass der Mahlgrad ungleichmäßig ist, denn die Messer können die Bohnen nicht homogen zu Pulver verarbeiten. Das kann bitteren Kaffee zur Folge haben.

Schlagmahlwerke wurden früher zahlreiche verbaut, da sie besonders günstig waren. Jedoch hat sich das aufgrund der Qualität geändert. Heute finden sich diese Mahlwerke nur noch selten in Espressomühlen und gelten als „billig und ungeeignet“.

Vorteile des SchlagmahlwerksNachteile des Schlagmahlwerks
– günstiger Preis– ungleichmäßiges Ergebnis
– einfach in der Reinigung– kann bitteren Kaffee erzeugen
– schnell im Mahlvorgang– veraltet: nur noch selten zu finden

Mühlen mit Hybridmahlwerk

Solch ein Mahlwerk ist ziemlich selten, denn hier werden Kegel und Scheiben beim Mahlen von Espressobohnen hintereinander genutzt. Dadurch werden die Bohnen zunächst nur grob gebrochen und später fein gemahlen. Das lässt ein gleichmäßiges Pulver entstehen. Das Mahlen ist schonend. Zudem braucht es hier „keinen Druck von oben“.

Vorteile des HybridmahlwerksNachteile des Hybridmahlwerks
– besonders schonendes Mahlen– nur äußerst selten verbaut
– kein Druck notwendig– teuer in der Anschaffung

Mühlen mit Walzenmahlwerk

Dieses Mahlwerk wird auch Langsammahlwerk genannt. Es verfügt über zwei gerillte Walzen, die sich langsam drehen. Sie haben verschiedenen Größen, die Rillen sind unterschiedlich angeordnet und auch die Geschwindigkeit ist nicht gleich. Dadurch werden hier die Bohnen nicht zerrieben, sondern zerdrückt. Jedoch geht das Mahlen sehr langsam vonstatten, was sie jedoch auch besonders schonend macht. Die Walzmahltechnik muss ständig gekühlt werden und ist sehr teuer, was sie für den privaten Gebrauch eher ungeeignet macht.

Vorteile des WalzenmahlwerksNachteile des Walzenmahlwerks
– schonendste Art des Mahlens– nicht für Privatgebrauch geeignet, eher für industriellen Einsatz (z. B. Große Röstereien)
– Wärmeentstehung ist vernachlässigbar– dauert lange
– teure Technik

Mühlen aus Keramik oder Edelstahl

Wie bereits angedeutet, ist auch beim Mahlwerkmaterial ein Unterschied zwischen den Espressomaschinen auszumachen. Hier stehen meist Keramik oder Edelstahl zur Auswahl. Keramikmahlwerke nutzen sich nur langsam ab, zudem erhitzen sie im dauerhaften Betrieb weniger, bieten ein feineres Ergebnis und gelten als hochwertiger. Daher findet sich dieses Material eher in professionellen Mühlen. Wer viel Espresso trinken will oder die ganze Familie versorgen möchte, sollte daher auf ein Mahlwerk aus Keramik achten. Auch hat Keramik eine hohe Langlebigkeit.

Ist die Espressomühle nicht allzu oft im Einsatz, kann auch ein Mahlwerk aus Edelstahl ausreichen. Auch dieses Material ist sehr langlebig, zudem stabil, leicht, und relativ rostfrei. Der Vorteil von Edelstahl ist die etwas geringere Feinstaubproduktion. Edelstahlmahlwerke sind jedoch ein wenig lauter als die Versionen aus Keramik. Zudem ist die Erhitzung hier stärker.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst Du Espressomühlen vergleichen und bewerten

Es gibt zahlreiche Espressomühlen auf dem Markt. Um die richtige auszuwählen, sollten einige Kaufkriterien beachtet werden. Diese werden auch in Tests und Vergleichen zurate gezogen, um Testsieger zu küren und die Spreu vom Weizen zu trennen. Zu den Kriterien gehören unter anderem:

  • die Betriebsart
  • die Leistung
  • das Mahlergebnis
  • die Zahl der Mahlgrade
  • der vorhandene Totraum
  • das Einfüllvolumen für die Bohnen
  • eine Timerfunktion
  • die Handhabung
  • die notwendige Pflege

Die Betriebsart

Wie bereits schon erwähnt, können Espressomühlen elektrisch gesteuert werden, aber auch die manuelle Bedienung ist weit verbreitet. Jede Antriebsart hat seine Vor- und Nachteile. Wer nur wenig Espressopulver benötigt, kann eher zu einer Hand-Espressomühle greifen. Bei großen Mengen jedoch sollte die elektrische Variante bevorzugt werden.

Eigenschaften der Hand-EspressomühleEigenschaften der elektrischen Espressomühle
– traditionelle Herstellungsweise von Espressopulver– komfortabler und einfacher Betrieb
– sehr genau regulierbare Mahlgradeinstellungen– zahlreiche verschiedene Einstellungen möglich
– günstiger als elektrisch betriebene Mühlen– schnellere Zubereitung von Pulver
– anstrengender durch Kurbelbetrieb– Mahlgrad nur per Tastendruck steuerbar
– wenige zusätzliche Einstellungen– teurer in der Anschaffung
– langsamer– der traditionelle Charme geht verloren

Die Leistung

Wer sich für eine elektrische Espressomühle entscheidet, sollte auch einen Blick auf die Motorleistung werfen. Je stärker diese ist, desto schneller werden die Bohnen gemahlen. Typisch sind Leistungen zwischen 150 und 300 Watt. Jedoch sind auch Maschinen mit 600 Watt auf dem Markt – doch hier passiert es schnell, dass der Kaffee anbrennt und schließlich sein Aroma verliert.

Manuelle Espressomühlen haben keine angegebene Wattzahl, da sie mit Handbetrieb laufen. Hier entscheidet also der Kraftaufwand des Nutzers! Daher lassen sich solche Geräte in dem Kriterium Leistung nicht miteinander vergleichen.

Das Mahlergebnis

Die Qualität des Mahlgutes ist gerade bei Espresso besonders wichtig. Daher sollte auch auf das Ergebnis nach dem Mahlen unbedingt geachtet werden. Denn je gleichmäßiger das Pulver ist, desto besser schmeckt das Heißgetränk. In den Test- und Vergleichsberichten ist daher die homogene Konsistenz des Pulvers ein wichtiges Vergleichsmerkmal. Auch der Anteil an Feinstaub bei dem Mahlvorgang wird hier oft betrachtet.

Die Zahl der Mahlgrade

Je mehr Mahlstufen eine Espressomühle besitzt, desto besser. So sind die Einstellungen und Zubereitung des Espressopulvers deutlich flexibler. Fans wissen, wie viel Feingefühl es bei der Einstellung des Mahlgrades braucht, um auch die anvisierten Nuancen im Espresso zu zaubern.

Daher ist es auch von Vorteil, wenn die Mahlgrade stufenlos eingestellt werden können. Damit ergeben sich „unendlich viele Mahlstufen“, die der Liebhaber für ein optimales Ergebnis einstellen kann. Optimal ist auch eine Aufteilung in Mikro- und Makroeinstellung. So lassen sich einmal gewählte Einstellungen wieder finden, wenn beispielsweise die Kaffeesorte gewechselt wurde. Solch ein Mikro- und Makroeinstellung kann mehrere Hunderte Mahlgrade replizieren.

Viele getestete Espressomühlen bieten eine Mahlgradanzahl zwischen drei und 30. Im ersten Fall gibt es meist nur die klassische Auswahl zwischen grob, mittel oder fein. Andere Geräte bieten mit zwölf Stufen mehr Auswahl. Je mehr vorhanden sind, desto akribischer kannst Du beim Mahlen Deines Espressopulvers sein.

Der vorhandene Totraum

Der Totraum ist ein Bereich einer Espressomühle, in dem gemahlenes Pulver hängen bleibt und nicht direkt ausgegeben wird. Je nach Bauweise kann dies mehr oder weniger Pulver bedeuten, das es nicht zum frischen Anteil schafft, sondern erst beim nächsten Durchgang im Auswurf landet. Das Resultat: Heute gibt es frisches Kaffeepulver mit einem Teil von vorgestern. Das kann den Genuss des Espressos besonders schmälern.

Das Einfüllvolumen für die Bohnen

Bei manchen Espressomühlen ist ein Bohnenbehälter vorhanden, in dem mehr Bohnen untergebracht werden, als für einen Mahlvorgang gebraucht werden. Bei anderen Geräte gibt es dies nicht – diese werden „Grind-on-demand-Mühlen“ genannt. Ist ein Behälter vorhanden, ist dessen mögliche Füllmenge ebenfalls ein Vergleichskriterium. Je größer der Behälter ist, desto seltener muss der Nutzer vor jedem Espresso nachfüllen. Das ist bei großen Kaffeemengen vorteilhaft. Bei kleinen Behältern ist die Portionierung jedoch einfacher.

Eine Timerfunktion

So manche elektrische Mühle bringt auch Hightech mit sich. Allen voran ist hier die Timerfunktion zu nennen. Ist einmal die optimale Mahlgradeinstellung gefunden, kann mit dieser Timerfunktion die Durchlaufzeit eingestellt werden. So kannst Du sichergehen, dass bei jedem Durchgang genau die richtige Pulvermenge produziert wird – das Abwiegen wird also indirekt möglich.

Die optimale Menge von Espresso ist bei dessen Zubereitung ebenfalls wichtig, da diese die anschließende Durchströmgeschwindigkeit in der Siebträgermaschine beeinflusst – und somit auch den Geschmack.

Die Handhabung

Natürlich spielt auch eine einfache Handhabung bei einer Espressomühle eine wichtige Rolle für die Entscheidung. Daher betrachten Test und Vergleich diese ebenso: Ist die Anwendung einfach? Gibt es ein leicht verständliches Bedienmenü? Können die Einstellungen des Mahlgrads präzise vorgenommen werden? Wer hier auf Nutzererfahrung zurückgreifen möchte, kann sich auch in den zahlreichen Rezensionen im Internet umschauen.

Die notwendige Pflege

Last but not least ist der Pflegeaufwand einer Espressomühle ebenso ein wichtiges Kaufkriterium. Dieser sollte so gering wie möglich sein. Denn eine Reinigung ist nach jedem Mahlen wichtig oder ratsam, um nicht alte Pulverreste weiter zu transportieren. Wichtig ist hier, dass sich die Teile der Maschine leicht auseinanderbauen lassen. Auch spülmaschinenfeste Teile sind von Vorteil. Jedoch sind dies nicht alle – hier solltest Du die Herstellerangaben genau anschauen. Im Inneren braucht es meist eine Reinigung per Pinsel, daher ist ein guter Zugang ebenso wichtig!

Wissenswertes rund um das Thema Espressomühlen

Bei der Auswahl der richtigen Espressomaschine spielt natürlich auch das Preis-Leistungs-Verhältnis eine wichtige Rolle. Die Preise hängen von den verschiedenen Herstellern ab. Auch hier gibt es eine große Auswahl.

Preise von Espressomühlen

Die Preisspanne für Espressomühlen ist besonders groß. Günstige Produkte sind schon ab 15 Euro erhältlich. Aber auch mehrere Hundert Euro lassen sich in solch ein Gerät investieren. Die Preise sind sowohl abhängig vom Hersteller, als auch vom verbauten Mahlwerk und den Materialien. Handbetriebene Geräte sind günstiger als elektrische Mühlen. Je mehr Feinheiten, Einstellungen und Funktionen die Mühle bietet, desto höher ist der Preis ebenfalls zu erwarten.

Teuer heißt nicht immer gut und billig ist nicht immer untauglich. Daher achten Tests und Vergleiche vor allem auf das Verhältnis zwischen Preis und Leistung. Wer hier einen guten Griff machen will, sollte auf Preis-Leistungs-Sieger setzen.

Bekannte Hersteller von Espressomühlen

Auch bei Espressomühlen gibt es zahlreiche unterschiedliche Hersteller auf dem Markt. Einige haben sich in diesem Segment einen spezialisierten Ruf erarbeitet, andere überzeugen mit einer Vielfalt. So mancher Hersteller überzeugt auch mit gleichbleibender Qualität auf Dauer. In Tests und Vergleichen werden häufig Espressomühlen von folgenden Herstellern bewertet:

  • Rommelsbacher
  • Baratza
  • Graef
  • Nemox
  • Eureka
  • Mahlkönig

Rommelsbacher

Diese Marke ist für elektrische Kaffeemühlen mit ausgezeichneter Qualität bekannt. Das Unternehmen ist einst mit der Entwicklung und Produktion von Lautsprecheranlagen im Jahr 1918 in Stuttgart gestartet. Inzwischen ist das Familienunternehmen in der dritten Generation und bietet Produkte „made in Germany“. Im Bereich Espressomaschinen werden neben hochwertigen Produkten auch Modelle für Einsteiger geboten, die mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnissen überzeugen.

Baratza

Das amerikanische Unternehmen Baratza ist seit dem Jahr 2005 bekannt für elektrische Kaffeemühlen. Vor allem eine einfache Bedienung und ein leiser Lauf des Mahlwerks werden als Stärke dieser Marke betrachtet. Im Portfolio sind sowohl Modelle für den privaten Hausgebrauch auch als für die industrielle Verwendung vorhanden.

Graef

Dieses Unternehmen ist bei vielen Espressofreunden bekannt, dessen Erfolgsstory im Jahr 1920 im sauerländischen Arnsberg mit der Konstruktion der ersten handbetriebenen Allschnittmaschine begann. Im Laufe der Jahre kamen zahlreiche Produktsortimente im Bereich Küche hinzu. Das Unternehmen wurde bereits mehrfach als „Marke des Jahrhunderts“ ausgezeichnet, zuletzt im Jahr 2019. Espressomaschinen von Graef sind zumeist mit einem hochwertigen Kegelmahlwerk ausgestattet, zeichnen sich durch sich langsam drehende Motoren und wenig Hitzeerzeugung aus. Es stehen zahlreiche verschiedene Modelle zur Auswahl, sodass für jeden Bedarf etwas dabei ist.

Nemox

Dieses Unternehmen kommt aus dem gleichen Land wie der Espresso: Italien. Einen Namen hat sich Nemox seit der Gründung im Jahr 1986 mit Eiscreme-Maschinen gemacht, die seither sechs Millionen Mal hergestellt wurden. Aber auch im Bereich Espressomühlen gibt es eine gute Auswahl. Die Modelle von Nemox überzeugen mit einem schlichten Design und sind oft aus hochwertigem Edelstahl gefertigt. Nemox setzt vorzugsweise auf Kegelmahlwerke.

Eureka

Seit Ende des Zweiten Weltkriegs stellt Conti Valerio aus Florenz unter dem Markennamen Eureka Kaffeemühlen vorzugsweise für den professionellen Bereich her. Das italienische Traditionsunternehmen punktet in Tests und Vergleichen oft mit einer professionellen Qualität, einem gleichbleibenden Mahlergebnis und genauen Einstellungsmöglichkeiten. Die Produkte von Eureka liegen preislich im oberen Bereich. Jedoch werden oft Zuverlässigkeit und Langlebigkeit gelobt.

Mahlkönig

Diese Marke bezeichnet sich selbst als erste Wahl professioneller Barista weltweit und als Innovationsführer. Seit dem Jahr 1924 werden unter diesem Namen Kaffeemühlen geboten. Der Marke ist auch die Einführung des „Grind-on-demand-Prinzips“ auf dem Markt zu verdanken. Mahlkönig ist ein Brand der Hemro Group, die ihren Sitz in der Schweiz hat.

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Hersteller auf dem Markt. Zu den bekannten Marken gehören unter anderem auch Mondo del, Caffè, WMF, Bialetti, Rancilio, Ecooe, Gourmeo und Zassenhaus.

Fazit

Espressoliebhaber wissen um die Qualität ihres Lieblingsgetränks, wenn die Bohnen frisch zum Pulver gemahlen wurden, bevor der Brühvorgang beginnt. Bei Espresso ist eine Homogenität des Kaffeemehls dabei besonders wichtig, um einen guten Geschmack zu erzielen. Daher müssen Espressomühlen besonders aromaschonend arbeiten. Die unterschiedlichen Modelle variieren nicht nur bei der Technik des Mahlwerks, sondern auch in vielen verschiedenen Kaufkriterien, die jedoch auch den Preis bestimmen. Doch für wahre Espressoliebhaber ist hier eine gute Qualität auch eine teure Investition wert.

☕ Welche Espressomühle ist die beste?

Eine gute Espressomühle sollte mehrere Anforderungen erfüllen: Sie sollte beim Mahlen nicht zu heiß werden und sie sollte fein und vorallem homogen mahlen. Eine sehr gute Wahl wäre hierfür z.B. die Maschine GRAEF CM 80.

🍶 Welche Kaffeemühle für Siebträger?

Hierfür empfiehlt es sich eine Kaffeemühle mit Scheibenmahlwerk zu kaufen, da sie damit für einen guten Preis das beste Mahlergebnis erhalten.

❓ Welches Mahlwerk bei Kaffee?

Geeignet sind Kegel- oder ein Scheibenmahlwerke, egal ob aus Stahl oder Keramik. Welches Sie bevorzugen hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Das Kegelmahlwerk ist etwas teurer, liefert dafür aber 100% unbeschädigtes Aroma. Im Verarbeitungsmaterial liegt Keramik vorne, allerdings ist dies auch kostspieliger als Stahl.

ℹ️ Was macht eine gute Kaffeemühle aus?

Die Mühle sollte die Kaffeebohnen zerkleinern, ohne sie zu erhitzen. Außerdem sollte sie homogene, also gleichmäßig große Kaffeebohnenteilchen erzeugen.


Artikelbild: happy_lark / Bigstock.com

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