Aquarium einrichten

Aquarium einrichten

Ein Aquarium einrichten ist einfach und mit exotischen Fischen ist ein toller Blickfänger in jedem Haus. Es passt zu nahezu jedem Einrichtungsstil und wertet ihn auf. Die Einrichtung kann von jedem problemlos durchgeführt werden, wenn man dabei einige Grundregeln befolgt. Im Handel findet man komplette Sets mit Becken, Beleuchtung, Filter und Heizstab schon ab 100 Euro aufwärts. Wenn man ein absoluter Neuling in diesem Thema ist, sollte man mit Aquariumsbecken zwischen 60 und 100 Liter Fassungsvermögen anfangen. Die kleineren Becken sind schwierig in der Pflege und brauchen ein wenig Grundkenntnisse, um stabile Wasserwerte auf Dauer halten zu können. Die meisten Fischarten sollen in Becken ab 60 Liter gehalten werden. Der erste Schritt besteht in der Auswahl der zusammenpassenden Fische. Die Frage, welche Fischarten man in seinem Aquarium haben will, ist für die Einrichtung des Beckens entscheidend. Die Einrichtung ist von der Auswahl der Fische abhängig und nicht umgekehrt. Hat man eine genaue Vorstellung von der Zusammensetzung der Aquarium-Bewohner bereits skizziert, kann man mit den Arbeiten beginnen.

Einen Einrichtungsplan zusammenstellen

Es wird empfohlen, zum Aquarium einrichten anfangs einen groben Plan zu skizzieren. Davon soll ersichtlich sein, wo man welche Gegenstände im Becken platzieren will und wie die Bodenbeschaffenheit aussehen soll. Bei der Planung darf auch die technische Ausrüstung nicht fehlen. Außerdem hängt die Planung von der Fischwahl ab – brauchen die Fische beispielsweise eine Höhle, sollte sie auch in dem Plan vorkommen. Mit dem fertigen Plan kann man auf die Einkaufstour gehen. Für den Anfang sollten auf der Einkaufsliste folgende Produkte nicht fehlen:

  1. Technik.
    • Aquarium-Becken (mindestens 60 Liter Fassungsvermögen)
    • Abdeckung mit Beleuchtung
    • Regelheizer
    • Zeitschaltuhr (für die Beleuchtung)
    • Filter mit Filtermaterial
  2. Aquariumzubehör.
    • Thermometer
    • Fischefangnetz
    • Absaugschlauch
    • ein Eimer
  3. Wasseraufbereitung.
    • Wasseraufbereitungsmittel
    • Dünger für Aquarium-Pflanzen
    • Bio Bakterien Starter
  4. Bodeneinrichtung.
    • Bodengrund Depotdünger
    • Kies oder Sand
    • Steine / Wurzeln / Holz/Dekorationsgegenstände
    • Wasserpflanzen.

Bei der Dekorationsauswahl hat man eigentlich eine freie Hand, es wird einfach das genommen, was gefällt. Aus der praktischen Sicht ergeben sich jedoch einige Überlegungen, die beim Kauf hilfreich sind. Die Deko-Artikel sind nicht nur dazu da, um das Aquarium schön aussehen zu lassen. Sie erfüllen auch nützliche Aufgaben im Becken. Steine, Höhlen oder Wurzeln dienen den Fischen als hervorragende Verstecke und vermindern damit den Stress. Die Aufgabe der Wasserpflanzen besteht unter anderen in der Aufteilung des Beckens in Reviere, was für revierbildenden Fische notwendig ist.

Den richtigen Platz in der Wohnung finden

Je größer das Becken, desto sorgfältiger muss man bei der Platzwahl vorgehen. Man sollte Rücksicht auf die Bodenbelastbarkeit vor dem Aquarium einrichten nehmen. Ein Liter Wasser wiegt ein Kilo, dazu kommt noch das Beckengewicht samt Unterschrank und Bodengrund. Bei einem 100-Liter-Aquarium erreicht man schnell ein Gewicht von 120 Kilogramm. Die Belastbarkeit des Bodens fällt unterschiedlich aus, in den Altbauten darf man mit ungefähr 150 Kilogramm pro Quadratmeter rechnen, in den Neubauten sind es immerhin 400 bis 500 Kilogramm. Kennt man die genauen Werte in seinem Haus nicht, sollte der Architekt oder ein Statiker zu Rat gezogen werden. Dadurch werden etwaige Überbelastungsschäden vermieden.

Damit sich die Algen nicht zu sehr vermehren, sollte das Aquarium nicht im direkten Sonnenlicht stehen. Der Aufstellungsplatz sollte sich in einem ruhigen Bereich befinden, damit die Fische keinem unnötigen Stress ausgesetzt sind. Jedes Aquarium braucht regelmäßige Pflege. Dafür müsste ein Platz ausgesucht werden, der das leichte Hantieren im Becken ermöglicht. Das Aquarium darf nicht ohne eine Unterlage aufgestellt werden, damit die Unebenheiten aufgefangen werden. Eine Styroporplatte oder Schaumstoffmatte eignet sich dafür am besten, um die gefährlichen Spannungen zwischen Glas und Schrank zu vermeiden. Außerdem beugt man damit Energieverlusten vor. Hat man das Aquarium gesäubert, die Dichtheit getestet und aufgestellt, kann mit dem Einrichten begonnen werden.

Das Aquarium einrichten

  1. Aquariumsboden: Zuerst streut man auf das Glasboden den Langzeit-Bodendünger aus. Das Material kommt vor allem an den Stellen zum Einsatz, wo die Pflanzen stehen sollen. Von dem Dünger wird eine Schicht von zwei bis drei Zentimetern aufgeschüttet. Als nächste Schicht wird Kies oder Sand ins Aquarium gebracht. Die meisten Pflanzen brauchen etwa sechs bis acht Zentimeter Boden, an anderen Stellen darf der Boden auch dünner sein. Vom Design her kann die Bodengestaltung nach eigenem Geschmack eingerichtet werden. Wichtig ist jedoch, dass der Bodengrund nach hinten ansteigt. Danach werden die Dekorationsgegenstände aufgestellt. Die verschiedene Steine dienen als Blickfänger und sollen an fürs Auge interessanten Stellen angebracht werden. Die Höhlen aus Keramik oder Kokosnussschalen füllen das Gesamtbild aus.
  2. Pflanzen: Während der Vorbereitung sollen die Pflanzen nass gespritzt werden, damit sie nicht austrocknen. Vor der Einpflanzung nimmt man die Pflanzen aus den Töpfen und spült sie mit lauwarmem Wasser ab. Die fauligen Wurzeln werden entfernt, die gesunden etwas kürzer geschnitten. Die Triebe und Blätter sollte man auch genau inspizieren, um nur gesunde Pflanzen ins Aquarium zu stecken. Um das Ausschwimmen der Pflanzen zu vermeiden, kann man sie mit einer Schnur an Steinen oder Holzwurzeln anbinden.
  3. Installation der technischen Geräte: Die Technik ist im Aquarium gut installiert, wenn sie kaum sichtbar ist. Dafür sind vor allem die Ecken geeignet, in denen man Filter und Heizstab gut verstecken kann. Die Stellen können anschließend mit Pflanzen, Steinbauten oder Wurzeln zusätzlich maskiert werden. Um die Gesamtoptik zu verfeinern, sollten auch sämtliche Kabeln möglichst unauffällig verlegt werden.
  4. Die Abdeckung: Zum Schluss wird die Abdeckung mit Beleuchtung auf das Aquarium oben montiert. Mit einer handelsüblichen Zeitschaltuhr wird die Beleuchtungsdauer eingestellt. Anfangs sollte sie sechs bis acht Stunden betragen. Ist das Aquarium eingefahren, kann man die Beleuchtungsdauer auf zehn bis zwölf Stunden pro Tag erhöhen.
  5. Aquarium mit Wasser auffüllen: Hat man das Becken in die endgültige Position gebracht, kann man mit dem Wassereinfüllen anfangen. Bei der Arbeit ist keine Eile geboten – man muss darauf achten, dass der Boden nicht zu sehr aufgewühlt wird. Die Abhilfe verschafft eine flache Schale, die man auf dem Boden aufstellt. Darauf wird das Wasser mit einem Becher gegossen, bis die Schale unterm Wasser verschwindet. Erst dann darf man einen Eimer zum Wassergießen benutzen. Zum Auffüllen verwendet man frisches Leitungswasser mit einer Temperatur von 24 bis 26 Grad. Das Wasser sollte mit einem speziellen Wasseraufbereiter behandelt werden. Die richtige Wasserhöhe: etwa zwei Zentimeter unter der oberen Aquariumskante.
  6. Zeit zum Einfahren: Das fertig eingerichtete Aquarium muss jetzt etwa zehn Tage lang ruhen. Die Zeit ist notwendig, damit das Wasser ein biologisches Gleichgewicht erreicht. Verschiedene Bakterienarten sollen sich in der Zeit vermehren und an bestimmten Stellen, wie dem Filter, ansiedeln können. Sie sorgen später dafür, dass die Ausscheidungen der Fische und weitere Schadstoffe abgebaut werden und damit eine gute Wasserqualität erhalten bleibt.
  7. Einsetzen der Fische: Nach einigen Tagen Wartezeit kann man jetzt mit Einsetzen der Fische beginnen. Im Zoo-Fachgeschäft werden die Zierfische in Plastiksäckchen mit Wasser gefüllt und luftdicht verpackt. Man sollte damit so schnell wie möglich nach Hause gehen und die Säckchen ins Aquarium hängen, damit sich die Fische an die Umgebungstemperatur gewöhnen. Nach einer Viertelstunde kommt nun die Zeit, vorsichtig das Aquariumswasser in die Säckchen zu gießen. Nach weiteren 15 Minuten darf man die Fische ins Aquarium lassen und schon ist das Aquarium eingerichtet.

Artikelbild: © Maxim Petrichuk / Shutterstock

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