Behagliche Wärme – Kaminofen für die kalte Jahreszeit

Behagliche Wärme – Kaminofen für die kalte Jahreszeit

In der Herbst- und Winterzeit sehnen wir uns nach mehr Wärme und Behaglichkeit. Ein offener Kamin oder Kachelofen um den man sich versammeln und dem Spiel des Feuers zusehen kann fasziniert die Menschen seit der Urzeit. Brennt ein Feuer im Kamin, bekommen Sie sofort die Lust sich gleich hier niederzulassen und zur Ruhe kommen. Deswegen wird bei Neubau ein offener Kamin gleich in die Planung integriert. Für die Besitzer älterer Häuser ist es möglich, ein Kamin nachträglich einzubauen. Sind Sie handwerklich geschickt, können Sie die Bauarbeiten selbst in die Hand nehmen.

Welches Kamin passt zu Ihnen?

Ein Kamin ist ein begehrtes und ästhetisches Objekt in jedem Wohnzimmer. Sie sehen nicht nur unterschiedlich aus, ihre Funktionen und Verwendungsmöglichkeiten sind auch breit. Mit dem Kamin im Wohnzimmer halten Sie Ihre Wohnung warm, beheizen das Wasser, erzeugen Wärme für das gesamte Haus oder bewundern einfach das lodernde Feuer. Die letzte Möglichkeit ist zwar romantisch, entspricht aber nicht dem heutigen Stand des Umweltbewusstseins (PDF) und ist politisch nicht mehr korrekt. Zum gelegentlichen Feuern erlaubt, ab 2004 jedoch braucht jeder Kamin eine Tür und Filter gegen Feinstaub. Jeder Kamin bewegt sich vorschriftsmäßig innerhalb der erlaubten Emissionswerte. Abhängig davon, was Sie mit Ihrem Kamin vorhaben, stehen Ihnen folgende Modelle zur Verfügung:

  1. Kamin aus Glas: Je mehr Sie von dem Feuer sehen, desto gemütlicher die Atmosphäre im Wohnzimmer. Den besten Effekt erzielen Sie mit einem Kamin, der von drei Seiten verglast ist. Die Wirkung ist verblüffend – Sie glauben, ein Lagerfeuer im Wohnzimmer zu haben. Wenn die Fenster keine sichtbaren Griffe haben, ist die Wirkung des Feuers noch authentischer. Entscheiden Sie sich für Sichtfenster zum Hoch- oder Seitwärtsschieben.
  2. Hängekamin: Stammt aus skandinavischen Ländern, inzwischen immer öfter hierzulande zu sehen. Die Vorteile für diese Lösung sind eindeutig: die Verbrennungsgefahr für Kinder und Haustiere ist gleich null, der Platz ist frei wählbar, kann überall aufgehängt werden, sogar zentral im Wohnzimmer. Bei dieser Wahl schonen Sie zusätzlich Ihren Rücken – beim Feuern, Schüren und Reinigungsarbeiten brauchen Sie sich nicht mehr bücken.
  3. Der dänische Kamin: Größeres Sichtfenster, moderne Technik, selbstschließende Tür und eine Brennkammer – der klassische Ofen hat sich weiterentwickelt. Der Ofen in dieser Bauweise ist nicht fest eingebaut, kann problemlos bei einem Umzug mitgenommen werde. Von den dänischen Öfen haben Sie zahlreiche Variante zu Auswahl: Kamine zum Drehen, mit einer zusätzlichen Heizplatte, vorbereitet für Heizung mit Pellets, Gas oder Holz. Bei der Benutzung ist Vorsicht geboten, achten Sie auf die gute Wärmeregulierung, eine Überhitzung ist im Extremfall nicht ausgeschlossen.
  4. Heizsysteme mit Kaminofen: In den modernen Häusern sind die Kamine nicht nur dazu da, um mehr Gemütlichkeit in die vier Wände zu bringen. Sie werden seit einigen Jahren anspruchsvoller benutzt und beheizen das ganze Haus. Je nach Leitungen, Rohr- und Energieversorungs-Systeme stehen Ihnen einige Lösungen zur Wahl.
    • Der Gaskamin: Eine raffinierte Lösung. Der Kamin wird mit Gas befeuert, nach draußen aber erinnert er mehr an einem Kamin mit richtiger Feuerstelle. Kuschelfaktor: hoch. Hinter der Glastür sehen Sie ein Flammenspiel wie bei herkömmlichen Kaminöfen. Das Lüftungsheizung-System lässt das ganze Haus mit Wärme versorgen. Die Vorteile der Gaskamine: saubere Luft und Kamin, so gut wie keine Feinstaubemission. Wirkungsgrad: Sehr gut, liegt bei mindestens 70 Prozent. Läuft mit Erd- wie auch Propangas, eine Flüssiggaspatrone bis zu elf Kilogramm ist jedenfalls erlaubt.
    • Mit Pellets betriebene Kamine: Bestens für Energiespar- oder Niedrig-Energiehäuser geeignet. Die Pellets sind aus Holzabfällen erzeugt und besitzen einen höheren Wirkungsgrad gegenüber den Holzscheiten. Die Brennzeit dauert länger als beim Heizen mit gleicher Menge Holz. Wollen Sie mit dem Pellets-Ofen das ganze Haus beheizen, schließen Sie ihn an die Warmwasserversorgung. Der Einbau ist aufwendig, die Optik nicht so ansprechend wie bei andren Öfen – kleinere Frontscheibe. Der Vorteil liegt in der umweltschonenden und sparsamen Betrieb. Um es als Haus-Heizung zu nutzen, brauchen Sie ein Warmwasserspeicher mit 1.000 Litern Fassungsvermögen. Wenn Sie noch eine Solaranlage dazu auf dem Dach betreiben um im Sommer das Wasser aufzuheizen ist Ihr Heizsystem perfekt. Im Sommer heizen Sie mit der Sonnenenergie und im Winter mit dem Kamin.
  5. Kachelofen: Der Klassiker unter den Heizöfen. Abhängig von der Bauart hält ein Kachelofen zwölf bis 24 Stunden durch und sorgt für eine wohlige, behagliche Zimmeratmosphäre. Betreiben können Sie den Kachelofen wahlweise mit Pellets, Kohle oder Holz. Das Sichtfenster in den neuwertigen Kachelöfen verbreite die Lagerfeuerstimmung im Haus. Die Strahlungswärme beim Kachelofen ist gleich, die Luftschichten vermischen sich nicht durcheinander. Ein Kachelofen verbrennt sein Brennstoff vollständig, der Wirkungsgrad lässt sich dadurch gut sehen.

Tipps und Hinweise zum richtigen Befeuern

Der Kaminofen sorgt in Ihrem Haus für ein behagliches und warmes Wohnklima, aber nur dann, wenn er richtig beheizt ist. Der Duft des Holzes in der Nase, Knistern des Feuers – ein schönes Gefühl, wenn die Ästhetik des Kaminofens mit der Umweltschonung harmoniert. Beheizen Sie den Ofen nicht ordnungsgemäß, entwickelt er sich im schnellen Tempo zu einem wahren Umwelt-Verschmutzer. Deswegen sollen Sie in erster Linie auf die Auswahl des Holzes achten. Richtige Lagerung ist für das umweltgerechte Heizen von Bedeutung. Nicht jedes Holz ist als Kaminbrennstoff geeignet. Nasses oder frisch geschlagenes Holz ist für das Heizen im Kaminofen überhaupt nicht brauchbar. Holz benötigt eine gewisse Reifezeit, bevor es den Weg in den Ofen findet. Nach zwei Jahren Trockenlagerung dürfen Sie das Holz verbrennen. Wird es längere Zeit eingelagert, sinkt sein Heizwert. Ist das Holz noch zu frisch, verdampft das Wasser beim Verbrennen, die Temperatur der Flammen sinkt, Feinstaub und Kohlenmonoxid-Gehalt steigen und dadurch die Umweltverschmutzung. Achten Sie bei der Aufbereitung auf die Größe und Länge der Holzscheite. Die dürfen nicht zu groß oder zu lang sein, den Ofen nicht überfüllen. Benutzen Sie auf keinem Fall den Kaminofen als Entsorgungsstelle für alte Bretter, Möbelteile, Zaunpfähle oder Obstkisten. Die Farb- oder Konservierungsstoffe, die dieses Holz meisten enthält, verwandeln sich bei der Verbrennung zu giftigen Schadstoffen.

Achten Sie auf die Holzsorte und die richtige Lagerung

Verschiedene Holzsorten haben unterschiedliche Brenneigenschaften. Beachten Sie: Leichtes Holz erzeugt weniger Energie als ein schweres. Der Gewinner auf der Heizwert – Skala ist die Buche, die sich auch gut für die offenen Feuerstellen eignet. Die Esche und Birke haben ähnliche Heizwerte wie die Buche. Bei der Eiche ist Vorsicht geboten – sie knistert stark und verspritzt gerne Glutstücke. Für den offenen Kaminofen eher ungeeignet. Möchten Sie schnell aufheizen, ist die Fichte mit kurzer Anheiz-Zeit und hoher Verbrennungstemperatur eine richtige Wahl. Beim Kaufen handeln Sie nicht nur nach dem Preis. Günstige Mischholzangebote enthalten oft größere Mengen Holzes von schlechter Qualität. Die Maßeinheit beim Holzkauf spielt eine große Rolle. Bei den Raumkubikmetern wird das Holz sorgfältig gestapelt und enthält weniger Freiräume als der Schüttraumkubikmeter. Zum Vergleich: 1,4 Schüttraum = einem Raumkubikmeter.

Geeignete Holzlagerstelle wählen

Lagern Sie Ihr Brennholz nicht in geschlossenen Räumen. Die Schimmel- oder Pilzbildung ist dadurch vorprogrammiert. Für die Holzlagerung ideal ist ein Platz im Freien, am besten mit einer Überdachung versehen. Ist die Stelle dem Wind ausgesetzt (am besten westliche Richtung) kann das Holz optimal und schnell trocknen. Achten Sie auf die ausreichenden Abstände: Zwischen Boden und Brennholz und zwischen Wand und Brennholz jeweils zehn Zentimeter Raum lassen. Sonst kann die Feuchtigkeit nicht abfließen, Fäulnis und Pilz sind die Folgen. Benutze Sie eine Plane als Abdeckung, achten Sie auf ihre Luftdurchlässigkeit. Stapeln Sie Ihr Holz nicht zu einem Quadrat. Ordnen Sie es in die Länge, auf diese Weise trocknet es schneller.

Artikelbild: © l i g h t p o e t / Shutterstock

1 Kommentar

  1. Thomas 08.01.2019 09:34 Uhr

    In unserem Haus gibt es auch einen Kaminofen. Er sorgt für ein behagliches und warmes Wohnklima zu kalten Jahreszeiten. Dabei achten wir auch auf das umweltgerechte Heizen selbstverständlich.

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