Der elektrischer Garagenöffner

Der elektrischer Garagenöffner

Jeder Garagenbesitzer, der sein Garagentor mit einem elektrischen Antrieb ausgerüstet hat, weiß dessen Vorzüge zu schätzen. Sie beginnen bereits mit dem Komfort, bei Ankunft nicht aus dem Auto aussteigen zu müssen. Bequem per Knopfdruck auf der Fernbedienung öffnet sich das Tor und genauso kann er es nach der Ausfahrt aus der Garage verschließen. Besonders bei schlechtem Wetter und Regen ist dies ein großer Vorteil. Ein elektrischer Garagenöffner erleichtert aber auch die Handhabung. Menschen mit körperlichen Behinderungen, aber auch vorübergehend Gehandicapte profitieren besonders davon, wenn sie das Garagentor nicht unter Kraftaufwendung von Hand öffnen müssen.

Es gibt aber noch einen weiteren Vorteil des elektrischen Garagenöffners, der meist völlig unbeachtet bleibt. Ein solcher elektrischer Antrieb ist mit einer elektronischen Eigenüberwachung ausgestattet. Dieser sorgt dafür, dass das Tor mit gleichmäßiger Kraft geöffnet wird. Beim Auftreten von Hindernissen oder einer Blockade im Öffnungsmechanismus schaltet der Antrieb automatisch ab. Beim Öffnen von Hand würden viele Garagenbesitzer versuchen, mit noch größerer Kraftanstrengung dieses Hindernis zu überwinden. Damit würden jedoch weitere Beschädigungen am Tor hervorrufen. Ein elektrischer Garagenöffner verlängert dementsprechend auch das Lebensalter des Tores und hier besonders seiner beweglichen Teile.

Wie ist ein elektrischer Garagenöffner aufgebaut?

Die Zentrale eines solchen Garagentorantriebes besteht aus einem Getriebemotor im Gehäuse, welches unterhalb der Garagendecke montiert wird. Diese Befestigung muss besonders gewissenhaft erfolgen, denn sie muss sämtliche Zugkräfte des Tores und das Eigengewicht des Torantriebes übertragen. Der Motor treibt einen Ketten- oder Riemenantrieb an, der mit der Oberkante des Tores verbunden ist. Dieser Befestigungspunkt ist gleichzeitig mit einem Zugmechanismus ausgestattet, der beim Öffnungsvorgang alle mechanischen Verriegelungen des Tores aus ihren Fallen löst. Das bedeutet andererseits, dass ein elektrisch angetriebenes Tor nicht abgeschlossen werden darf. Die Konstruktion des Garagentorantriebes macht ein Aufhebeln unmöglich.

Der Garagentorantrieb wird über eine 230-Volt-Zuleitung angeschlossen und kann über eine Schwachstromleitung mit einem Taster in der Garage ausgestattet werden. Die gleiche Tastfunktion kann außerhalb der Garage über einen Schlüsseltaster installiert werden.
Nahezu alle Garagentorantriebe sind selbstlernend. Bei der ersten Inbetriebnahme regelt ihre integrierte Elektronik die Zugkraft des Motorantriebes ein und programmiert die Endlagenschalter. Das Gleiche gilt für die mitgelieferten Fernbedienungen, die bei der ersten Verwendung selbsttätig an der Zentrale angemeldet werden.

Kann jeder Garagenöffner an jedem Tor verwendet werden?

Es gibt zahlreiche Hersteller, die Garagentoröffner anbieten. Einige von ihnen stellen gleichzeitig Garagentore her und in ihren Katalogen ist die geeignete Kombination bereits aufgelistet. Sie unterscheiden sich lediglich in der Komfortausstattung des Antriebes wie mehreren Fernbedienungen, Zustandsanzeige oder Schaltung der Garagenbeleuchtung.
Garagentoröffner können auch an vorhandenen Garagentoren meist problemlos nachgerüstet werden. Hier entscheidet jedoch das Gewicht des Tores darüber, welcher Antrieb ausgewählt und eingebaut werden muss.

Garagentoröffner können an allen Schwingtoren und Sektionaltoren angebaut werden, deren Torblatt beim Öffnen in die horizontale Lage unterhalb der Garagendecke gekippt oder verschoben wird. Rolltore hingegen sind mit einem für das Tor speziell konzipierten Rollladenantrieb auf der Welle ausgestattet. Flügeltore können mit Garagentorantrieben auf elektrohydraulischer Basis elektrifiziert werden.

Worauf sollte man beim Kauf eines Garagentoröffners achten?

Der grundlegende Unterschied in den Produkten der verschiedenen Hersteller besteht in der Antriebsform. Garagenöffner mit Kettenantrieb sind weniger preisintensiv. Deren Ketten müssen jedoch regelmäßig gefettet und gespannt werden. Bei fast allen Modellen liegen diese Ketten offen, sodass sie hochgradig der Verschmutzung ausgesetzt sind. Ihr Laufgeräusch wird unangenehmer empfunden als das von Zahnriemenantrieben.
Zahnriemenantriebe sind etwas teurer. Ihre Antriebsriemen verlaufen innenliegend in Metallprofilen und sind deshalb besser geschützt. Sie spannen sich selbsttätig nach und sind mit diesen Eigenschaften nahezu wartungsfrei.

Beim Kauf eines Garagentoröffners sollte darauf geachtet werden, dass sein Getriebemotor mit einem Sanftanlauf ausgestattet ist. Diese Technik schont alle beweglichen Teile und Aufhängungen des Tores. Manche Torantriebe sind mit einer zusätzlichen Turbolauffunktion ausgestattet. Besonders bei direkter Lage an öffentlichen Straßen wird das Tor damit besonders schnell verschlossen.
Elektrische Garagenöffner bedeuten Komfort und schonende Bedienung.

Artikelbild: © Konstantin L / Shutterstock.com

1 Kommentar

  1. Tim 30.03.2017 10:46 Uhr

    Sehr schöner Artikel. Sehr gut und einfach erklärt.

    direkt antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.