Kaminofen transportieren – so geht’s richtig

Kaminofen transportieren – so geht’s richtig

In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Menschen, die es sich in ihrem Haus oder ihrer Wohnung gerne so gemütlich wie möglich machen möchten. Nicht selten wird dann die Entscheidung gefällt, dass ein Kaminofen angeschafft werden soll. Immerhin kann ein hochwertiger Kaminofen nicht nur ein äußerst ästhetischer Eyecatcher sein, er verbessert auch die Lebensqualität ungemein.

So geht von ihm beispielsweise eine ausgesprochen angenehme und wohltuende Wärme aus, das Spiel der Flammen im Inneren der Brennkammer hat etwas ganz Eigenes und Faszinierendes und außerdem vermittelt ein Kaminofen eine gewisse Geborgenheit. Also gehen viele los und begeben sich auf die Suche nach einem geeigneten Kaminofen, der nicht nur ordentlich viel Wärme erzeugt, sondern sich zudem optimal in das Gesamtbild der Wohnfläche integriert und so für deutlich mehr Harmonie sorgt. Doch selbst wenn sie sich schon bald für einen schönen Kaminofen entschieden haben, der es dann am Ende auch sein soll, machen sich viele keine Gedanken darüber, wie sie ihre neue Errungenschaft denn eigentlich nach Hause bekommen sollen.

Wie bekommt man den neuen Kaminofen nach Hause?

Noch bevor Sie sich auf den Weg begeben, um einen Kaminofen zu kaufen, sollten Sie unbedingt auch daran denken, wie Sie diesen nach Hause bekommen können. Oftmals gibt es zahlreiche Hürden, die es zu überwinden gilt, an die man aber im ersten Moment gar nicht denkt. Doch ist der Kaminofen erst mal gekauft, ist guter Rat oftmals teuer.

Damit es Ihnen gelingt, den neuen Kaminofen nach Hause zu transportieren, sollten Sie in jedem Fall dafür sorgen, dass Sie eine geeignete Sackkarre zur Verfügung haben. Haben Sie auch Treppen zu überwinden, dann sollte die Sackkarre unbedingt mit Kufen ausgestattet sein. Dadurch ist es Ihnen möglich, die Sackkarre umso leichter die Treppenstufen rauf oder runter gleiten zu lassen.

Es gibt auch sogenannte Treppenkarren, die unter anderem auch als Treppensteiger Sackkarre bekannt sind. Diese besitzen in der Regel einen drei- oder fünfarmigen Radstern, der entweder als Haupt- oder als zusätzliche Bereifung angebracht ist. Mit einer solchen Sackkarre können Sie den Kaminofen noch leichter die Treppen hinauf und auch runter transportieren.

Müssen Sie den Kaminofen hingegen nur ebenerdig transportieren, dann können Sie auch auf ganz normale Transportrollen zurückgreifen. Diese erhalten Sie in der Regel gegen eine geringe Leihgebühr in jedem Baumarkt.

Was sollte vor dem Transport des Kaminofens beachtet werden?

Bevor Sie den Kaminofen transportieren, sollten Sie versuchen, ob Sie die Tür des Ofens aushängen können. Nicht nur, dass Sie das Gewicht dadurch ein wenig reduzieren können – Sie senken damit auch das Risiko, dass die Ofentür womöglich noch kaputtgeht, denn die meisten Ofentüren bestehen aus Glas, das zwar feuerfest ist, aber dennoch brechen kann.

Damit Sie sicher über Hindernisse gelangen, ohne den Kaminofen dabei von der Sackkarre zu verlieren, ist der Kaminofen zu sichern. Hierfür nehmen Sie einfach ein reißfestes Seil, mit dem Sie den Kaminofen an der Sackkarre fixieren.

Ein Spanngurt ist eine echte Alternative zum Seil, denn es ermöglicht eine noch festere Sicherung des Kaminofens an der Sackkarre und kann sich dank einer Sicherung nicht versehentlich von selbst lösen.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Solange ein Kaminofen neu ist und noch nie angefeuert wurde, müssen Sie äußerst behutsam mit dem Kaminofen umgehen, denn die Lackierung muss erst noch einbrennen. Solange dies noch nicht geschehen ist, kann die Lackierung daher noch leicht einen Schaden nehmen.

Da die Lackierung bei einem Kaminofen noch nicht eingebrannt ist, sollten Sie den Ofen unbedingt während des Transportes gut mit Decken oder dicken Tüchern abdecken. Insbesondere zwischen Spanngurt und Kaminofen sollten Sie eine Decke legen, damit der Lack keine Druckstellen bekommt.

Wenn Sie den Kaminofen das erste Mal anheizen, kann es nach etwa 10 bis 15 Minuten beginnen zu qualmen. Der Grund dafür ist die Spezialfarbe, die für die Lackierung des Kaminofens verwendet wurde. Mit steigender Temperatur wird diese zunehmend weicher und es entweichen Gase, die alles andere als angenehm riechen. Sorgen Sie daher für eine ausreichende Belüftung der Räumlichkeiten. Öffnen Sie sämtliche Drosselklappen und Luftregler und lassen Sie die erste Holzaufgabe vollständig abbrennen.

Berühren Sie während der gesamten Brenndauer nicht die Lackierung und lassen Sie die Ofentür einen leichten Spalt geöffnet, damit die Dichtung der Ofentür nicht in die Lackierung einbrennt und dadurch beschädigt wird. Ist das Holz komplett verbrannt, muss der Kaminofen für mindestens zwei bis drei Stunden abkühlen können, damit die Ofenlackierung vollständig aushärten kann.

Nehmen Sie beim ersten Anfeuern die Topplatte des Kaminofens ab und die Abdeckung des möglicherweise vorhandenen Warmhaltefaches ab, damit sich daran kein Ruß absetzen kann. Besitzt die Ascheschublade eine Dichtung, ziehen Sie diese beim ersten Anbrennen ein paar Zentimeter heraus.

Zusammenfassung

Mit einem Kaminofen holen Sie sich eine nachhaltige, alternative Wärmequelle ins Haus, die zudem ein echter Blickfang ist. Für den Transport verwenden Sie im besten Fall eine Sackkarre – müssen Treppen überwunden werden, ist eine Treppenkarre die bessere Wahl. Schützen Sie die Lackierung vor Beschädigung, denn diese härtet erst nach dem ersten Anbrennen des Ofens vollständig aus und ist bis dahin noch recht weich.

Artikelbild: © Albert Pego / Shutterstock

1 Kommentar

  1. Ralf Printz 23.03.2018 03:04 Uhr

    wie geht der transport mit 1nem kücjenherd, 240 kg,im haus über stufen?

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