Korkboden-Preise: So viel kostet der Trendbodenbelag

Korkboden-Preise: So viel kostet der Trendbodenbelag

Korkboden erlebt in der Inneneinrichtung gerade ein Revival und wird immer beliebter. Denn der umweltfreundliche Stoff ist nicht nur für Allergiker geeignet, er wärmt auch und federt zudem weich beim Gehen. Auch sind durch den industriellen Fortschritt verschiedene Optiken möglich: Korkboden muss daher nicht wie das hässliche Granulat aussehen, sondern kann wie Holzdielen oder Steinfliesen erscheinen. Doch die Vielfalt lässt auch die Preise für den beliebten Boden variieren. Welche typischen Preissegmente das sind, verraten die folgenden Zeilen.

Unterschiedliche Qualitätsstufen: Das beeinflusst die Kosten

Korkboden ist nicht gleich Korkboden. Verschiedene Kriterien können die Preise pro Quadratmeter für diesen Bodenbelag beeinflussen. Die Preise variieren nicht nur von Region zu Region – auch die Stufen der Versiegelung sind hier ausschlaggebend. So gibt es Kork:

  • naturbelassen
  • lackiert
  • mit Wachs behandelt
  • geölt

Je stärker der Boden behandelt und versiegelt, desto teurer ist der Preis. Auch bietet die oberste Schicht von Korkboden die Möglichkeit, ein unterschiedliches Dekor aufzudrucken. Wenn Stein- oder Holzoptik bei Korkboden ins Spiel kommt, wird der Bodenbelag ebenfalls teurer. Ein maschinell gefertigtes Furniersystem bei Korkboden ist günstiger als handgefertigte Varianten.

Zudem beeinflusst die Bezugsquelle ebenso den Preis: Kommt der Korkboden aus einem Meisterbetrieb statt aus dem Massenhandel, kann von mehr Kosten ausgegangen werden. Dabei ist jedoch oft eine hohe Qualität des Bodens garantiert.

Unterschiedliche Formen: Kosten von Korkplatten

Eine Variante, Haus und Wohnung mit Korkboden zu versehen, sind Korkplatten beziehungsweise Fliesen. Diese werden auf den Boden vollflächige aufgeklebt (nicht selten auch als Bahnen). Kork als Platte ist die günstige Variante. Diese sind sowohl als homogene Fliese als auch mit furniertem Aufbau erhältlich.

Günstige Varianten gibt es schon ab zehn Euro pro Quadratmeter zu kaufen. Diese Korkplatten sind jedoch naturbelassen – das heißt: ohne jegliche Behandlung und Oberflächendesign. Versiegelte Platten gibt es schon ab 15 Euro pro Quadratmeter. Aber auch hier ist noch keine andere Optik eingearbeitet.

Sollen es Korkplatten mit Holz- oder Steinoptik sein, muss tiefer ins Portemonnaie gegriffen werden. Erste Angebote für diese Fliesen beginnen bereits bei 20 Euro pro Quadratmeter. Hochwertige Korkplatten sind schon für durchschnittlich 30 Euro pro Quadratmeter erhältlich.

Bei dieser Verlegeart müssen jedoch Kosten für den Kleber eingeplant werden. Hier bietet der Handel speziellen Korkkleber für Wand und Boden an. Da Kork ein umweltfreundliches Material ist, sollte auch der Kleber diese Voraussetzungen erfüllen und beispielsweise lösungsmittelfrei sein.

Unterschiedliche Formen: Kosten von Fertigkorkboden

Korkboden kann jedoch auch im Fertigparkettsystem gekauft werden. Diese Form ist ähnlich dem Klick-System von Laminat. Das Kork-Fertigparkett verfügt über ein Nut- und Federsystem. Die Fliesen werden nur ineinander geklickt und der Korkboden bei dieser Variante schwimmend verlegt.

Grundsätzlich ist diese Form des Korkbodens teurer als die Platten. Das Fertigparkett besteht aus drei Schichten: Die unterste Schicht besteht aus Kork, die Trägerschicht variiert von Hersteller zu Hersteller und die Nutzschicht besteht wie bei den Platten aus Naturkorkgranulat oder Naturkorkstücken – versiegelt oder unversiegelt, bedruckt oder unbedruckt. Preisunterschiede ergeben sich hier auch durch verschieden dicke Nutzschichten. Die Plattenstärke von Fertigparkett ist aber allgemein geringer.

Diese Form des Korkbodens ist in der günstigen Variante schon ab 25 Euro pro Quadratmeter zu bekommen. Sind Spezialoptiken, Oberflächenbehandlungen und Co gewünscht, so kann der Quadratmeter aber auch schnell 70 Euro und mehr kosten. Die durchschnittlichen Preise für Kork-Fertigparkett liegen bei 55 Euro pro Quadratmeter.

Korkboden im Klicksystem ist zwar in den Anschaffungskosten teurer, jedoch kann beim Verlegen wieder Geld gespart werden. Beim Fertigparkett sind keine Kosten für Kleber und Co notwendig. Auch die Verlegung geht schneller und einfacher, was sich beim Zeiteinsatz eines Handwerkers wiederum auszahlt.

Die Verlegung von Korkboden: Das kostet ein Handwerker

Wer sich nicht selbst zutraut, seinen gekauften Korkboden zu verlegen, der kann einen Handwerker beauftragen. Hier liegen die Preise für das reine Verlegen bei etwa 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter. Doch damit ist noch nicht Schluss. Das Anbringen der Fußleisten kann extra kosten: sechs bis acht Euro pro Meter.

Aber auch Kosten für Versiegelung und Co können hier je nach Materialvorlage anfallen. Die meisten Handwerker berechnen diese mit 30 bis 50 Euro pro Stunde. Eine Feuchtigkeitssperre in Form einer Folie muss zudem eingeplant werden – weitere 1,50 Euro pro Quadratmeter kommen hier oben drauf. Anfahrts- und Transportkosten können ebenfalls anfallen.

Wer also rund 30 Quadratmeter mit Korkboden durch einen Handwerker ausstatten lassen will, kommt schnell bei Gesamtkosten von etwa 2500 Euro heraus. Hier sind Materialkosten für einen durchschnittlichen Korkboden und übliche Arbeitskosten einberechnet.

Tipps zum Sparen: Schnäppchen und Restposten lohnen sich

Wer jetzt glaubt, das sei zu viel für sein schmales Budget, kann jedoch mit einigen Tricks bei den Preisen für Korkboden sparen. So muss es nicht immer der teuerste Bodenbelag aus dem Meisterbetrieb sein. Korkboden gibt es auch im Angebot – Restposten werden von vielen Händlern zu günstigeren Preisen angeboten. Lagergründe und Umstellung des Sortiments stecken hier meist dahinter. Online lassen sich diese Angebote schnell mit wenigen Klicks finden.

Aber auch ein Blick in Kleinanzeigenportale lohnt sich. Hier bieten oft Privatleute ihren übrig gebliebenen Korkboden an, weil sie sich beispielsweise in der Kalkulation verrechnet haben und zu viel gekauft hatten. Mit ein bisschen Zeit und Recherche findet sich so ein neuer Korkboden für wenig Geld.

Zudem kann auch beim Handwerker mit einigen Tricks gespart werden. Zunächst gilt: Unbedingt mehrere kostenlose Angebote einholen, um Preise vergleichen zu können! Auf Handwerker-Onlinebörsen bieten Profis ihre Dienste oft auch günstiger an – wenn beispielsweise gerade die nächste Woche nicht gut mit Aufträgen ausgelastet ist. Eine kurze Onlinesuche kann ihr ebenfalls bares Geld sparen.

Zusammenfassung

Korkboden ist eine bequeme, umweltfreundliche und für Allergiker geeignete Alternative für Haus und Wohnung. Der Preis dafür variiert jedoch je nach Versiegelung, Region oder Art der Verlegung. Mit einigen Tricks kann dabei jedoch auch gespart werden.

Artikelbild: jrferrermn / Bigstock.com

 

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