Palmen düngen: So vermeiden Sie Fehler

Palmen düngen: So vermeiden Sie Fehler

Sie ist die beliebteste Pflanze in deutschen Wohnzimmern: die Palme. Denn sie versprüht die Atmosphäre von Urlaub in mediterranen Gefilden. Doch hierzulande gelten Palmen als Exoten, denn das Klima ist ihnen fremd. Daher kommt es auf die richtige Pflege an, damit die Palme gedeiht und wächst. Gerade beim Düngen können dabei viele Fehler begangen werden.

Die Bedürfnisse der Palme

Die meisten Pflanzen werden in einheimischen Gefilden in Kübeln im Inneren gehalten. Nur sehr wenige Sorten sind winterhart und können auch im Garten stehen. Damit die Palme mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt ist, müssen diese leicht löslich und schnell zur Pflanze transportiert werden. Denn Palmen haben oft sehr tiefe Wurzeln, daher brauchen sie Dünger, der flüssig zu ihnen gelangt: entweder mittels Flüssigdünger oder wasserlöslichem Pulver.

Palmen brauchen selten viele zusätzliche Nährstoffe, denn die Pflanzen sind meist sehr genügsam. Ohne Düngen gehen sie nicht so schnell ein. Eine Überdosis hingegen vertragen sie nicht so gut und können bei zu viel Nährstoffen absterben. Ebenso lieben Palmen Kalk, dürfen aber nicht zu stark kalkhaltiges Wasser erhalten. Daher ist es wichtig, beim Düngen von Palmen die richtige Balance zu finden.

Dieser Dünger ist für Palmen am besten geeignet

Für Palmen eignet sich sowohl mineralischer als auch organischer Dünger. Der Handel hält hier zahlreiche verschiedene spezielle Palmendünger parat, die aber nicht immer die beste Wahl sind und zudem nicht selten viel Geld kosten. Daher kann der mineralische Dünger auch leicht mit einem Nebenprodukt der Natur ersetzt werden.

Der richtige mineralische Dünger für Palmen

Wer sich für einen künstlichen Dünger aus dem Handel entscheidet, sollte darauf achten, dass folgende Inhaltsstoffe vorhanden sind, die Palmen brauchen:

  • Phosphor
  • Kalium
  • Magnesium
  • Stickstoff

Wichtig ist dabei, dass der Anteil des Phosphors am geringsten ist. So eignen sich Dünger mit beispielsweise einer folgenden Verteilung:

  • Phosphor 6 Prozent
  • Kalium 12 Prozent
  • Magnesium 5 Prozent
  • Stickstoff 16 Prozent

Wichtig ist auch, dass der Palmendünger chloridarm ist. Denn die meisten Palmen werden hierzulande im Kübel oder Topf gehalten. Diese Erde enthält bereits viel Chlorid. Wird dies nun mit dem Dünger ebenso zugeführt, droht eine Überdosierung, die der Palme erheblich schaden kann.

Der richtige organische Dünger für Palmen

Natürliche Dünger sind durchaus eine Alternative bei der Nährstoffversorgung von Palmen. Die Pflanzen wissen diese Bemühungen zu schätzen und gedeihen unter ihnen prächtig. Mögliche Naturdünger sind:

  • Rinderdung
  • Pferdemist
  • Brennsesseljauche
  • Hornspäne
  • Guano

So mancher natürlicher Dünger ist dabei jedoch geruchsintensiv und unschön für die Nase, vor allem wenn die Palme im Wohnzimmer steht. Hier eignen sie sich nur begrenzt. Aber gerade im Wintergarten kann organischer Dünger bedenkenlos eingesetzt werden.

Da Palmen nicht zu viel Kalk vertragen, eignet sich Blaukorn ebenso nicht wirklich zur Düngung von Palmen, auch wenn manche Ratgeber etwas anderes sagen. Diese Zugabe würde vor allem Palmen im Kübel regelrecht versalzen.

Der richtige Zeitpunkt und die optimale Dauer des Düngens

Der richtige Zeitpunkt, Palmen zu düngen ist in der Hauptwachstumszeit. Diese beginnt meist im April oder Mai und dauert bis Oktober an. Es spricht jedoch nichts dagegen, schon im Spätsommer die Düngung einzustellen.

Bei der Nährstoffgabe sollte die angegebene Dosierung nicht überschritten werden, das kann sich fatal auf die Palme auswirken. Daher sollte sich bei der Anwendung an die Anleitung gehalten werden – die meisten Palmendünger müssen verdünnt werden. Schnell wachsende Sorten brauchen meist die vollständige Dosis, langsam wachsende Sorten kommen leicht nur mit der Hälfte aus.

Da Palmen leicht überdüngt werden können, empfiehlt es sich, einen Langzeitdünger zu verwenden. Dieser braucht nur einmal im Frühling gegeben werden.

Regeln für das richtige Düngen von Palmen

Beim Düngen von Palmen kann leicht etwas schief gehen. Wer sichergehen will, kann folgende Grundsätze beachten.

Palmen sollten lieber schwächer als stärker gedüngt werden. Eine Winterzugabe ist nur notwendig, wenn die Pflanze warm und an einem hellen Standort steht. Andererseits stellt sie ihre Wachstumsphase ein. Neu gekaufte und gerade erst umgetopfte Palmen sollten die ersten zwei Monate gar keinen Dünger erhalten.

Bei der Anwendung sollte der Dünger nicht auf den trockenen Wurzelballen gegeben werden, das kann ihn verbrennen. Auch in der prallen Sonne ist die Nährstoffzugabe nicht ratsam – es herrscht Sonnenbrandgefahr. Zudem darf der Dünger nie in das „Herz“ der Palme gegeben werden oder die Blätter benetzen. Das kann ihr ebenfalls mehr schaden als helfen.

Wer einen Langzeitdünger geben möchte, sollte ihn am besten beim Umtopfen in die Erde einarbeiten. Düngestäbchen gehören hingegen an den Rand des Topfes, um ebenso den Wurzeln nicht zu schaden.

Zusammenfassung

Palmen sind eine beliebte Pflanze in hiesigen Wohnzimmern. Damit sie gedeihen, brauchen sie neben ausreichendem Gießen und den richtigen Temperaturen jedoch auch etwas Hilfe bei den Nährstoffen. Palmen sollten am besten im Zusammenhang mit Flüssigkeit gedüngt werden. Möglich sind sowohl mineralische als auch organische Dünger.

Artikelbild: © c_73 / Bigstock.com

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