Affenbaum (Araucaria) – Standort, Pflege & Wachstum (mit FAQ und Video)

Affenbaum (Araucaria) – Standort, Pflege & Wachstum (mit FAQ und Video)

Der Affenbaum oder die Araucana fällt durch seine außergewöhnliche Wuchsform ins Auge, da er sich von den herkömmlichen Nadelbäumen abhebt. Aufgrund seiner auffälligen Optik ist er hierzulande eine beliebte Schmucktanne für den heimischen Garten. Ursprünglich stammt der Affenbaum aus Chile und den benachbarten Regionen. Seiner Herkunft und seiner Form verdankt er es, dass er häufig auch als Chiletanne, Schlangentanne, Andentanne oder Schuppentanne bezeichnet wird.

Äußere Erkennungsmerkmale

Die Nadeln des Affenbaumes sind sehr breit und besitzen eine dreieckige Form. Wer die Nadeln berührt, spürt einen schmerzhaften Stich. Die einzelnen Nadeln sind spiralförmig an den Zweigen des Affenbaumes angeordnet. Die besondere Spiralform erinnert an den Schwanz eines Affen oder auch an eine Schlange, wodurch sich die außergewöhnlichen Namen erklären lassen. Charakteristisch ist, dass die Zweige waagerecht und kreisförmig um den Stamm herum angeordnet sind. Bei dieser exotischen Optik ist es kein Wunder, dass der Affenbaum in milden Gebieten Mitteleuropas gern als Dekoration im Vorgarten verwendet wird.

Die Wahl des Standorts

Der Standort sollte so gewählt werden, dass für viel Licht gesorgt ist. Wintersonne verträgt die Araukarie jedoch nicht so gut. Optimal ist ein geschützter Ort, der sich an einer Nord- oder Westwand befindet. Gerade bei jungen Affenbäumen sollte Zugluft vermieden werden. Die beliebte Schmucktanne wächst sowohl in die Höhe als auch in die Breite und sollte daher an einem Ort gepflanzt werden, der dem Baum viel Freiraum lässt.

Das richtige Pflanzsubstrat

Was den Boden betrifft, hat der Schlangenbaum keine besonders hohen Ansprüche. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Pflanzsubstrat eine gute Durchlässigkeit besitzt, denn Staunässe würde die Wurzeln schädigen. Wenn der bestehende Boden zu dicht ist, kann Kies eingearbeitet werden. Dadurch fließt Regenwasser besser ab und eine Schädigung der Wurzeln ist ausgeschlossen. Das Pflanzsubstrat sollte mäßig nährstoffreich und nur leicht sauer sein. Ist der Erdboden zu trocken oder zu warm, dann vergilben die Nadeln der Araukarie leicht. Ein ähnlicher Effekt ist auch zu beobachten, wenn der Boden sehr kalkhaltig ist. Prinzipiell kann der Affenbaum auch als Kübelpflanze gezogen werden. Wachsen die Wurzeln hier jedoch zu schnell, muss der Baum unbedingt in einen größeren Tropf umgetopft werden.

Düngen und Gießen ist wichtig

Der Schlangenbaum zählt nicht gerade zu den pflegeleichten Baumarten. Er muss insbesondere während der warmen Jahreszeit regelmäßig mit ausreichend Wasser versorgt werden. Dies ist besonders in heißen Sommermonaten unumgänglich, denn der Wurzelballen des Baumes darf niemals vollständig austrocknen. Damit sich keine Staunässe bilden kann, sollte die oberste Erdschicht stets trocken sein, bevor der Baum gegossen wird. Staunässe führt bei dem Affenbaum schnell dazu, dass die Wurzeln verfaulen. Bei einem nährstoffarmen Pflanzsubstrat oder bei Kübelpflanzung empfiehlt es sich, den Affenbaum hin und wieder zu düngen. Ideal ist dann eine Düngerzufuhr von etwa ein- bis zweimal im Monat. Im Allgemeinen ist der Nährstoffbedarf dieser Schmucktanne jedoch nicht so hoch, sodass bei einem nährstoffreichen Boden nicht gedüngt werden muss.

Der richtige Schnitt

Im Idealfall sollte die Araucana nicht beschnitten werden. Es empfiehlt sich, den Baum so wachsen zu lassen, wie es die Natur vorsieht. Wer den Baum nach Belieben gekürzt, der verhindert, dass sich ein neuer Trieb bildet. Darüber hinaus sorgt ein willkürlicher Schnitt dafür, dass die exotische Optik des Baumes regelrecht verunstaltet wirkt. Wer nicht auf einen Schnitt verzichten kann, sollte Äste immer komplett direkt am Stamm abschneiden. Ein stummelartiger Fortsatz sollte dabei stehen gelassen werden. Der Schnitt darf stets nur im Sommer bei warmen und trockenen Witterungsverhältnissen durchgeführt werden.

Die Überwinterung

Ein gesunder Affenbaum, der schon etwas älter ist, überwintert gut, denn er ist verhältnismäßig frosthart. Der Baum eignet sich jedoch nicht für Gegenden, in denen lang anhaltende und kalte Winter üblich sind. Darüber hinaus müssen junge Bäume im Winter mit einem speziellen Winterschutz vor der Kälte geschützt werden. So können auch junge Exemplare gut überwintert werden. Dafür eignet sich zum Beispiel Vlies. Aber auch Jute, Matten aus Schilfrohr oder Fichtenzweige können verwendet werden, um den Baum zu schützen. Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Überwinterung ist, dass die Temperaturen nicht für längere Zeit weniger als -15 Grad Celsius betragen. Ist der Boden dauerhaft gefroren, dann kann der Affenbaum keine Flüssigkeit aufnehmen. Kommt obendrein noch direkte Wintersonne hinzu, verdunstet die aufgenommene Flüssigkeit. Unansehnliche Schäden an den Nadeln sind die Folge. Im schlimmsten Fall vertrocknet der Affenbaum sogar vollständig. Ein im Kübel gepflanzter Schlangenbaum sollte im Wintergarten bei Temperaturen um die fünf Grad Celsius überwintert werden.

Wachstum des Affenbaumes

Obwohl die Araukarie nur langsam wächst, zeichnet er sich durch ein kontinuierliches Wachstum in die Höhe und die Breite aus. Er wird in Mitteleuropa mehrere Meter hoch und breit. In Chile gibt es sogar einige Exemplare, die mehrere tausend Jahre alt und bis zu 30 Metern hoch sind. Sehr alte Affenbäume sind daran erkennbar, dass sie bis in die oberste Krone hinaus frei von Ästen sind. Während die Bäume in ihrer Heimat oft 10 bis 20 Meter hoch werden, schaffen sie es hierzulande meist nur auf etwa fünf Meter. Dabei erreichen sie eine Breite von drei bis vier Metern. Auch das Geschlecht spielt für das Wachstum Rolle, denn männliche Affenbäume werden nicht so groß wie weibliche Exemplare. Der Schlangenbaum wächst jedes Jahr etwa zehn 10 bis 30 Zentimeter. Dabei entsteht jeweils eine neue waagerechte Etage mit frischen Ästen.

Blüten, Zapfen und Samen

Affenbaum-Samen

Affenbaum-Samen

Der Affenbaum blüht im Allgemeinen erst, wenn er mindestens 30 Jahre alt ist. Die Blütezeit ist dann immer im Sommer von Juli bis August. Bei den Blüten gibt es ebenfalls Unterschiede zwischen den männlichen und den weiblichen Bäumen. Die zylinderförmigen Zapfen der männlichen Bäume hängen an den Ästen. Bei weiblichen Affenbäumen stehen auffällige kugelförmige Zapfen aufrecht. Sie sind etwa 15 Zentimeter groß und zerfallen nach einem bis drei Jahren. Die reifen Samen, die bis zu vier Zentimeter lang sind, fallen dabei heraus. Die öl- und eiweißreichen Samen des Affenbaumes werden von vielen Menschen gern verzehrt.

Vermehrung

Mit den Samen können die Affenbäume vermehrt werden. Wer keinen Schlangenbaum besitzt, der schon reife Zapfen hat, kann den Samen auch im Fachhandel kaufen. Bei der Wahl des Samens sollte darauf geachtet werden, dass er von einem Affenbaum stammt, der hierzulande wächst. So ist eine gute Winterhärte gewährleistet. Die Samen keimen in der Regel nach vier Monaten und können im Winter in kleinen Töpfen gezogen werden. Danach sollten die jungen Pflanzen im Frühjahr entweder an den gewünschten Standort oder in einen Kübel gepflanzt werden. Wer direkt in den Erdboden aussäen möchte, sollte dies im frühen Herbst tun. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Samen nicht ausgetrocknet ist und idealerweise direkt nach dem Reifen ausgesät wird. Alternativ sind auch kleine Affenbäume erhältlich, welche jedoch oftmals recht teuer sind.

Schädlinge und Krankheiten

Der zu den Nadelhölzern zählende Affenbaum ist im Allgemeinen robust und nur wenig anfällig für Schädlinge oder Krankheiten. Färben sich die Nadeln dennoch braun, ist das häufig kein Merkmal für einen Krankheits- oder Schädlingsbefall, sondern vielmehr ein Hinweis darauf, dass der Baum zu stark gegossen wird. Vertrocknungserscheinungen im Winter sind ebenfalls keine Seltenheit, da der gefrorene Boden oftmals nicht genug Flüssigkeit an den Affenbaum abgibt.

Hin und wieder wird der Affenbaum auch von Pilzkrankheiten befallen. Es empfiehlt sich, den Affenbaum regelmäßig auf derartige Anzeichen zu kontrollieren. Ein Pilzbefall ist für den Affenbaum gefährlich, da er nur schwer zu bekämpfen ist, wenn er einmal ausgebrochen ist. Anzeichen für einen bestehenden Pilzbefall sind zum Beispiel herabfallende und braune Blätter. Der häufigste Auslöser ist Staunässe. Der Pilzbefall sorgt dafür, dass die Wurzeln verfaulen und der Baum nach und nach abstirbt. Daher ist es umso wichtiger, dass der Boden wasserdurchlässig ist.

Was kostet ein Affenbaum?

Die Chilenische Schmucktanne ist in verschiedenen Größen erhältlich, die letztendlich ihren Preis ausmachen. Wir empfehlen, den Affenbaum ab einer Größe von mindestens 20 bis 30 Zentimetern in einem Topf zu kaufen. Wer sich das lange Wachstum ersparen möchte, kauft eine Affenschaukel, die in ihrer Höhe fast einen Meter erreicht hat.

Die Preise sind von Anbieter zu Anbieter sehr verschieden. Wir haben die Angebote im Internet verglichen, den Preis pro Zentimeter Höhe berechnet und einen Durchschnittswert errechnet. Die Preisspanne für einen Zentimeter reicht von 34 Cent bis 1,58 Euro. Wir gehen davon aus, dass der Preisunterschied mit den Qualitäten der Pflanze verbunden ist.

Höhe in cmPreis in €
1 (Referenzwert)0,71
2014,20
5035,50
9063,90

Die obige Tabelle zeigt, welchen Preis Gartenliebhaber für einen Affenbaum in drei verschiedenen Größen zahlen können.

Video

FAQ zum Affenbaum

Was ist ein Affenbaum?

Aufgrund seiner außergewöhnlichen Wuchsweise wirkt der Affenbaum exotisch. Seine Ausformungen erwecken den Eindruck, dass es sich um ein künstliches Produkt handelt. Seine Optik macht ihn aber zu einer beliebten Schmucktanne, die in vielen Deutschen Gärten beheimatet ist. Der aus Chile stammende Baum hat viele Bezeichnungen: Araucaria ist sein biologischer Name. Darüber hinaus ist er aber auch als Schlangentanne, Chiletanne, Andentanne oder Schuppentanne bekannt.

Wie viel kostet ein Affenbaum?

Der Preis für ein Exemplar des Affenbaumes hängt von seiner Wuchshöhe und Qualität ab. Dieser Nadelbaum ist häufig in einer Wuchshöhe von einem halben Meter erhältlich und kostet in dieser Größe etwa 20 bis 50 Euro. Die Qualität des Baumes wirkt sich direkt auf seinen Preis aus.

Wann sollte man den Affenbaum schneiden?

Der Affenbaum entfaltet seine Schönheit am besten, wenn man ihn natürlich wachsen lässt. Besitzer, die seine Äste kürzen, verhindern, dass ein neuer Trieb austreiben kann. Folglich wirkt der Ast amputiert und unschön. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, den Baum natürlich wachsen zu lassen.

Wann kann man den Affenbaum pflanzen?

Der Frühling ist der Zeitpunkt, wann man einen Affenbaum pflanzen sollte. Grundsätzlich benötigen Tannen Licht und Wärme zum Wachsen, jedoch bekommt ihnen direkte Sonneneinstrahlung in den jungen Jahren nicht. Im Frühling erwärmt sich das Wetter langsam und liefert so ideale Bedingungen für ein schnelles Wachstum. Wichtig ist, dass die Frostperioden vorbei sind.

Wann ist es sinnvoll, den Affenbaum umzupflanzen?

Der Affenbaum benötigt viel Licht, um seine optimale Höhe und Breite zu erreichen. Wärme ist für seinen Wuchs ebenfalls wichtig. Deshalb sollte man den gekauften Affenbaum frühstens im Frühling und spätestens im Herbst umpflanzen.

Wie pflanzt man einen Affenbaum richtig?

Da der Baum nicht oder nur selten geschnitten werden sollte, benötigt er einen Standort, der möglichst großzügig ist. Beim Auspflanzen selbst sind keine besonderen Hinweise zu beachten. Wichtig ist, dass man den Affenbaum nicht bei starker Kälte pflanzen sollte. Wer den Affenbaum an einen sehr sonnigen Ort pflanzen muss, kann die Pflanze mit einer dicken Mulchschicht, die man um den Stamm anbringt, im Winter schützen. Auf diese Weise friert der Boden in der kalten Jahreszeit nicht ein und die Wasseraufnahme bleibt gewährleistet.

Was muss ich bei der Pflege eines Affenbaumes beachten?

Der Affenbaum ist einer der wenigen Tannen, die viel Licht zum Wachsen benötigt. Während ihrer Hauptwachstumszeit müssen Gartenbesitzer sie vor dem Austrocknen schützen, indem sie die Tanne regelmäßig und großzügig gießen. Ein Anzeichen dafür ist das Abtrocknen der ersten Erdschicht. Zu viel Nässe verträgt die Araucaria nicht, sie bevorzugt lieber Trockenheit. Junge Bäume sind übrigens nicht winterhart und benötigen einen entsprechenden Winterschutz. Weiterhin muss der Affenbaum, wie bereits beschrieben, vor der Wintersonne geschützt werden.

Wie schnell wächst ein Affenbaum?

Obwohl der Affenbaum viel Licht zum Wachsen benötigt, ist sein Wuchs sehr langsam. Meist wächst dieses Exemplar nur zehn bis dreißig Zentimeter pro Jahr. In seiner Heimat erreicht der Affenbaum eine Höhe von bis zu 30 Metern. Hierzulande erreicht der Affenbaum bis zu zehn Meter Höhe und eine Breite von vier Metern.

Fazit

Hierzulande erfreut sich der Affenbaum einer steigenden Beliebtheit, was vor allem an der exotischen Wuchsform liegt. Der Baum benötigt jedoch einen perfekten Standort und viel Pflege, damit er schön anzusehen bleibt. Staunässe, Wintersonne und Dauerfrost verträgt der Affenbaum nicht. Der Schlangenbaum kann nicht nur direkt in den Erdboden gepflanzt werden, sondern eignet sich auch als Kübelpflanze. In jedem Fall ist der exotische Baum aus Chile in jedem Vorgarten ein Blickfang.

Artikelbild: © Evgeny Gorodetsky / Shutterstock
Affenbaum-Samen: © Iuliia Timofeeva

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