Pflegeleichter Garten: ein Garten für Faule

Pflegeleichter Garten: ein Garten für Faule

Ein Garten für Faule und Menschen, die nur wenig Zeit haben – Ist das überhaupt möglich? Bedeutet ein Ziergarten nicht ebenso wie ein Nutzgarten jede Menge Arbeit?

  • Das Unkraut muss gejätet werden
  • Der Rasen ist regelmäßig zu mähen
  • Pflanzen benötigen viel Pflege: Wasser, Dünger, Rückschnitte

Die Erholung bleibt für viele Gärtner in ihrem Garten daher auf der Strecke. Kaum haben sie sich auf einem bequemen Gartenstuhl niedergelassen, sehen sie irgendwo eine Aufgabe, die noch zu erledigen ist.

Sie kennen dieses Gefühl? Dann sollten Sie Ihren Garten in dieser Saison so umgestalten, dass er pflegeleichter wird. Wie das geht, verraten wir Ihnen natürlich gerne!

Ersetzen Sie außergewöhnliche Tropengewächse durch einheimische Pflanzen

Viele Gärtner kultivieren in ihren Gärten Pflanzen, die nicht aus der hiesigen Region stammen. Blumen, Sträucher und Obstgehölze aus südlichen Ländern sind jedoch weder robust noch pflegeleicht. Oft benötigen sie sehr viel Pflege, damit sie in unseren Breitengraden überhaupt gedeihen. Daher unser Tipp: Wählen Sie für Ihren pflegeleichten Garten einheimische Pflanzen. Sie sind robuster, strapazierfähiger und kommen gut mit der deutschen Witterung zurecht. Sie müssen derartige Gewächse daher weniger oft gießen und düngen.

Außerdem ist es ratsam, immer die pflegeleichteste Sorte einer Pflanzengattung auszuwählen. Sie müssen zum Beispiel nicht auf Hortensien verzichten, obwohl sie als sehr pflegeaufwendig gelten. Die meisten Sorten sind in der Tat anspruchsvoll, denn sie haben einen hohen Wasserbedarf und gedeihen nur auf einem entsprechend ihrer Bedürfnisse vorbereitetem Boden. Die Sorte Hydrangea Annabelle ist jedoch eine Ausnahme, denn sie ist robust und verwöhnt Sie mit der Pracht ihrer weißen Blütenbälle.

Vor dem Kauf über den Pflegeaufwand der Pflanzen informieren

Sicher können Sie nicht auf Anhieb sagen, welche Pflanzen besonders pflegeleicht sind und welche eben nicht. Das müssen Sie aber auch gar nicht, denn dafür gibt es Fachhändler. Wählen Sie Ihre Gartenpflanzen nicht nur nach optischen Aspekten aus, sondern fragen Sie vor dem Kauf nach, ob das Gewächs einen hohen Pflegeanspruch hat. Die robustesten und widerstandsfähigsten Pflanzen erhalten Sie bei kleinen Gärtnereien und Baumschulen in Ihrer Nähe, weil sie dort selbst gezogen werden. Zudem sind sie an die örtlichen Bedingungen gewöhnt und gedeihen sicher auch in Ihrem Garten.

Viel Rasen, wenig Arbeit?

Um Arbeit zu sparen, gehen mittlerweile viele Gartenbesitzer dazu über, große Rasenflächen anzulegen. Wo Rasen wächst, muss man schließlich kein Unkraut jäten und keine Pflanzen düngen oder schneiden. Allerdings sollten Sie nicht unterschätzen, wie hoch der Pflegeaufwand für einen perfekten Rasen ist. Sie müssen ihn regelmäßig mähen und vertikutieren, wenn er saftig grün und gleichmäßig wachsen soll. Zudem steht oft eine Rasenausbesserung oder gerade im Frühjahr eine intensive Rasenpflege an. Einfacher wird es für Sie, wenn Sie sich eine Wildwiese anlegen. Hier sind hohe Gräser sogar gewünscht. Die einzige Voraussetzung für eine solche Wiese ist eine sonnige Fläche.

Hochwertiges Werkzeug erspart Ihnen viel Kraft und Arbeit

Angebote in Supermärkten und Baumärkten locken mit preiswerten Gartenwerkzeugen. Sie können sich jedoch Zeit, Arbeit und Geld sparen, indem Sie direkt auf hochwertiges Werkzeug setzen. Zum Einen ist es robuster und haltbarer, sodass Sie es nicht nach einer Saison wieder austauschen müssen. Zum Anderen erleichtert es Ihnen die Arbeit deutlich. Eine gute Gartenschere kann schon einmal mit 50 Euro zu Buche schlagen, sie hält dafür aber auch mindestens 10 Jahre. Bei der Benutzung sparen Sie sich viel Kraft, weil die Klingen scharf sind und die Bedienung leicht ist.

Mit einem Bewässerungssystem sparen Sie sich das Gießen

Sie möchten sich die Zeit für das tägliche Gießen sparen? Dann können wir Ihnen ein Bewässerungssystem empfehlen. Speziell für große Gärten oder ältere Menschen sind solche Systeme ideal. Heutzutage sind sie technisch schon so ausgereift, dass Kosten und Nutzen in einem sehr guten Verhältnis stehen. Ein Bewässerungssystem sollte immer vom Fachmann installiert werden. Informieren Sie sich über verschiedene Angebote in Ihrer Umgebung.

Behalten Sie die folgende Faustregel im Hinterkopf: Ein Bewässerungssystem mit Steuerungscomputer sollte für einen eintausend Quadratmeter großen Garten etwa 2000 Euro kosten.

Vergleichen Sie unbedingt die Preise mehrerer Anbieter, damit Sie nicht zu viel bezahlen.

Weniger Unkraut mit Vlies und Mulch

Unkraut jäten ist eine körperlich sehr anstrengende Arbeit. Am besten Sie verzichten ganz darauf und akzeptieren das naturnahe und zugewucherte Gesamtbild Ihres Gartens. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, den Unkrautwuchs mit den folgenden Maßnahmen etwas einzudämmen:

Vlies ist wasser- und luftdurchlässig und wird direkt in den Boden der Beete eingearbeitet. Es bewirkt, dass sich Unkraut nur oberflächlich ausbreiten kann. Derartiges Unkraut lässt sich leicht entfernen, denn es hat keine tiefen und festen Wurzeln. Auch Mulch gilt als geeignetes Hilfsmittel, um den Unkrautwuchs zu vermindern.

Artikelbild: © Elena Elisseeva / Shutterstock

 

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