Terrassenplatten aus Holz: Mit leichten Handgriffen eine warme Bodenbedeckung

Terrassenplatten aus Holz: Mit leichten Handgriffen eine warme Bodenbedeckung

Sie ist der große Stolz eines Hauseigentümers: die Terrasse. Aber nur der geschickte Handwerker traut sich sogar an den Bau einer Holzterrasse heran. Für den Laien sind Terrassenplatten aus Holz eine gute Alternative.

Holzfliesen: Der leicht verlegbare Kompromiss für die Terrasse

Wer nicht in der Lage ist, eine gesamte Terrasse aus Holz zu bauen, der kann auf sogenannte Terrassenfliesen aus Holz zurückgreifen. Dahinter verstecken sich quadratische Kunststoffraster, die mit Holzplanken besetzt sind. Die Fliesen bestehen also nicht vollständig aus Holz. Nur die Oberfläche ist mit dem Material versehen. Ein Kunststoffsystem darunter sorgt für einen guten Abfluss von Wasser und verhindert Schimmelbildung. Das macht den komplizierten Bau einer Unterkonstruktion überflüssig.

Holzfliesen können nicht nur auf der Terrasse verlegt werden. Sie machen auch auf Gras und Kies im Garten eine gute Figur. Ebenso können sie rund um Pool und Co eingesetzt werden.

Die Oberfläche bietet jedoch alles, was Holz mit sich bringt: Das älteste Baumaterial der Menschheit ist ein Garant für Wohnlichkeit und Wärme. Letztere strahlt es nicht nur optisch aus, auch die Haptik ist angenehm. Die Maserung von Holz ist einzigartig. In der Wohnung sorgt Holz für ein gutes Raumklima. Aber auch außerhalb wirkt es beruhigend und angenehm. In vielen Fällen sind die genormten Fliesen mit einem System versehen, das die Verlegung einfach macht: Klick- oder Stecksysteme sind meist verbreitet. Dadurch kann auch der Laie diese Bodenverlegung wählen.

Die Größe der Klickfliesen ist dabei unterschiedlich. Es gibt kleine Varianten im quadratischen Stil. Typisch sind Maße wie 30 x 30 Zentimeter, 40 x 40 Zentimeter oder 60 x 60 Zentimeter. Aber auch längliche Fliesen aus Holz für die Terrasse sind durchaus erhältlich. Die Fliesen können aus parallel verlegten Holzplatten bestehen, aber auch innerhalb der Holzfliese kann schon mit den Brettern eine unterschiedliche Optik bestehen. Um die Holzfliesen wetterfest zu machen, sind die meisten Holzoberflächen thermobehandelt.

Bei der Auswahl: Auf das richtige Holz kommt es an!

Für die Oberfläche der Fliesen stehen unterschiedliche Holzsorten zur Auswahl. Darunter fallen unter anderem:

  • Eiche
  • Esche
  • Kiefer
  • Douglasie
  • Teak
  • Bankirai
  • Massaranduba
  • Cumaru

Besonders klassisch und hochwertig sind die Hartholz-Varianten Eiche oder Esche. Dieses Holz ist besonders robust, da es langsam gewachsen ist. Jedoch müssen hier auch mehr Euros für den Quadratmeter eingeplant werden. Preiswerter sind Weichhölzer aus einheimischen Gebieten. Dazu zählen beispielsweise Kiefer oder Douglasie. Mit der Thermobehandlung werden sie widerstandsfähig gemacht. Die Douglasie ist besonders wegen ihrer Optik beliebt: Das Holz dieser Fichtenart ist rötlich-braun und dunkelt nach. Die Trendholzarten der letzten Jahre kommen jedoch aus den Tropen. Bankirai und Teak sind Holzsorten, die sich immer mehr auf den Außenbereichen von Haus und Wohnung finden.

Bankirai ist ein Hartholz aus Südostasien, das jedoch sehr preisgünstig angeboten wird. Die Farbe kann von Hellbraun bis Dunkelbraun variieren. Auch Teak punktet durch seine Langlebigkeit. Das Tropenholz stammt aus Indien und Burma, wird aber auch in Pakistan, Kambodscha und Vietnam kultiviert. Es zeichnet sich vor allem durch mittel- und goldbraune Farbtöne aus. Neu sind die Trendholzsorten Massaranduba und Cumaru. Ersteres stammt aus der Karibik und ist eines schweres, hartes Holz mit einer rötlich-braunen Farbe. Seine Haltbarkeit ist exzellent und ebenso verfügt es über eine enorme Resistenz. (Dauerhaftigkeitsklasse 1). Cumaru ist ebenfalls besonders hart und langlebig. Dieses Holz hat eine gelb- bis rotbraune Färbung. Es hat ebenso wie Massaranduba eine edle Optik.

Es gibt auch als Alternative Fliesen, die zwar wie Holz aussehen, aber nicht aus Holz sind. Dabei wird die Optik auf Feinsteinzeug übertragen. Hier sind Verlegungen von Fußbodenheizungen möglich, ebenso bietet diese Alternative eine hohe Rutschfestigkeit.

Nachteile: Auch Holzfliesen brauchen Pflege

Wo Vorzüge sind, gibt es immer auch die zweite Seite der Medaille. So haben auch Holzfliesen für die Terrasse einige Nachteile. Je nach Holz muss hier der Heimwerker manchmal tief in die Tasche greifen, um eine große Terrasse mit ihnen auszustatten. Ebenso verfärbt sich Holz mit der Zeit durch Sonne und Regen. Auch so manche Holzfliese bleibt davon nicht verschont. Daher sollte regelmäßig mit Öl gearbeitet werden, um die Optik zu erhalten. Ebenso sind Holzfliesen höher als andere Varianten. Das liegt am Unterbau. Für manche Terrasse würde das eine unschöne Erhöhung bedeuten.

Verlegung: Einfache Arbeit auch für den Laien

Die Terrassenfliesen aus Holz sind besonders einfach zu verlegen, wenn sie mit einem Klick- oder Stecksystem versehen sind. Der Heimwerker sollte dennoch einige Vorbereitungen treffen:

  1. Ausmessen der Terrasse
  2. Begradigung von unebenen Stellen
  3. Reinigung der Oberfläche

Natürlich muss zunächst klar sein, wie viel Fläche mit Holzfliesen bedeckt werden soll. Daher ist ein genaues Ausmessen ein Muss. Wichtig ist auch, dass die Fläche der Terrasse eben ist. Wer auf unebener Strecke Terrassenfliesen verlegt, riskiert Spannungen. Im schlimmsten Fall kann die Fliese sogar reißen. Daher sollte bei Bedarf nachgeholfen werden. In manchen Fällen kann aber auch die Unterkonstruktion an die Unebenheit mittels Schnitt angepasst werden. Bevor die Fliesen verlegt werden, sollte ebenso der Untergrund von Schmutz und Dreck befreit sein. Die eigentliche Verlegung erfolgt dann in folgenden Schritten:

  1. Lockeres Auslegen der Platten
  2. Ausmessen der Randplatten
  3. Zuschneiden der Randplatten
  4. Zusammenfügen der Fliesen
  5. Lackieren und reinigen

Der clevere Handwerker legt die Holzfliesen zunächst lose auf die Fläche. Anhand dessen kann festgestellt werden, ob die Randfliesen zugeschnitten werden müssen. Wer einen besonders festen Halt wünscht, sollte für die Randfliesen Varianten aus Holzrahmen oder Betonrahmen wählen. Erst wenn alles passt, sollten die Fliesen ineinander gesteckt und festgeklopft werden. Ist alles verlegt, sollte eine Lackbehandlung für die Langlebigkeit folgen. Abschließend ist eine Reinigung ratsam.

Zusammenfassung

Holzfliesen sind für die Terrasse eine wertvolle Alternative, wenn diese nicht vollständig aus Holz gebaut werden kann. Die Fliesen verfügen über einen Kunststoffunterbau mit Holzoberfläche. Verschiedene Holzsorten stehen dabei zur Auswahl. Die meist quadratischen Stücke lassen sich einfach zusammenstecken. So kann jeder Laie sie verlegen.

Artikelbild: © Africa Studio / Shutterstock

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