Vordach-Haustür: Welche Kosten entstehen?

Vordach-Haustür: Welche Kosten entstehen?

Das Eigenheim ist nach wie vor der größte Traum der Deutschen – und die eigene Immobilie stellt auch zugleich für die meisten Bundesbürger die größte Investition ihres Lebens dar, die als Altersabsicherung oder zum Vererben eine bedeutende Rolle spielt. Die eigenen vier Wände stellen jedoch auch psychologisch vor allem eine Oase der Gemütlichkeit dar sowie Frieden und Behaglichkeit dar in einer Zeit, die nicht immer einfach ist, und sie repräsentieren zudem auch den persönlichen Geschmack des Besitzers.

Der letzte Faktor, die Repräsentanz der eigenen Werthaltung, ist entscheidend bei allen Arbeiten rund ums Haus, bei Sanierungen und Ergänzungen von Elementen, denn hier geht es um die Visitenkarte des Besitzers, die durch den Stil der Immobilie ausgemacht ist. Die Haustür und deren Überdachung spielt dabei eine wichtige Rolle, denn sie soll sowohl einladend wirken, als auch zum übrigen Stil des Hauses passen und diesen noch steigern und aufwerten.

Hierbei gibt es heute viele Möglichkeiten, den Eingangsbereich zum einladenden und repräsentativen Blickpunkt des ganzen Hauses zu machen – von extravaganten modernen Haustürvordach-Designs mit Stahl und Glasvordach über ein Holzvordach bis hin zum eleganten Vordach mit Überdachung und Seitenblenden für Haustüren, was heutzutage für Viele das „Tüpfelchen auf dem I“ darstellt.

Große Vielfalt an Haustürüberdachungen

Hier gibt es heute im lokalen Fachhandel – und oft auch schon online zum Bestellen – eine große Vielfalt an Überdachungen mit unterschiedlichen Dachformen zum Selbsteinbau. Doch wie soll man sich im weitgefächerten Sortiment der verschiedenen marktüblichen Vordächer zurechtfinden und das passende, ästhetisch ansprechende Modell fürs Eigenheim finden?

Harmonie oder Kontraste – soll die Überdachung die Einrichtung und die Architektur ergänzen oder kontrastieren? Mit oder ohne Seitenteil? Soll das Haustürvordach dem Wetterschutz dienen und gegen Witterungseinflüsse geschützt sein? Soll die Haustürüberdachung mit einer Regenrinne ausgestattet sein? Möchte ich eine Rundung oder ein Rundbogenvordach? Müssen die Glasscheiben aus Sicherheitsglas sein? Und wie baut man ein solches Vordach fachgerecht ein?

Diese Fragen wollen wir im Folgenden detailliert beantworten, mit einem zusätzlichen Blick auf die Kriterien zur Auswahl des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses bei den Modellen.

Ein Vordach über dem Eingangsbereich hatte in den Fünfziger und Sechziger Jahren eher eine praktische Funktion – Wetterschutz. In den Siebzigern und Achtzigern kam man meist von diesem Wohn-Trend ab, da es als moderner galt, auf Vordächer bei Haustüren zu verzichten, und stattdessen das Design der Tür an sich wirken zu lassen. Profitieren Sie heute von einer Trendwende und informieren Sie sich über die formschönen neuen Angebote von Überdachungen.

Harmonie oder Kontraste? Die Wahl der richtigen Haustürüberdachung

Wer ein Vordach installieren möchte, sollte sich im Fachhandel zuerst über die möglichen Angebote informieren und eine erste Bilanz ziehen, bevor er zum Kauf schreitet. Spontan-Entscheidungen sind hier oft nicht zielführend! Besser ist es, und auch sicherer für eine Entscheidung, an der Sie langfristig Freude haben, wenn Sie mit Bedacht und unter Beachtung verschiedener Möglichkeiten auf dem Markt vorgehen.

Es gibt für Ihre Haustür sicherlich nicht nur ein mögliches Vordach, sondern mehrere Optionen, die passen könnten, je nachdem, ob Sie Ihren Stil ergänzen oder verändern wollen. Um Fehlkäufe zu vermeiden, sollten Sie sich daher schon im Vorhinein überlegen, ob Sie stilistisch eher ein Freund von Harmonie oder Kontrasten sind. Die marktüblichen Modelle von Haustürvordächern sind entweder aus Glas und Metall (meist Edelstahl oder Aluminium) und transparent oder aus Holz im eleganten oder rustikalen Stil.

Weiterhin gibt es auch Vordächer mit Seitenteilen. Bei der Wahl der Haustürüberdachung muss man überlegen, welche Material-Art wo eingesetzt werden soll, damit das Endergebnis optimal wirkt. Ein adrettes Holzvordach sieht natürlich an einem Holzhaus fantastisch aus, doch an einer modernen Stadtvilla wirkt es deplatziert.

Ein modernes Glasvordach aus geprägtem Glas oder Acrylglas mit Alu-Befestigungen sieht hingegen repräsentativ aus an einem Geschäftshaus oder einer futuristischen Villa, doch es passt stilistisch kaum zum traditionellen Einfamilienhaus. Wenn jedoch Dimension, Farbe und Material des Vordachs mit der allgemeinen Architektur Ihres Hauses harmonieren und diese stilsicher ergänzen, haben Sie mit Sicherheit eine gute Entscheidung getroffen.

Die marktübliche Vielfalt an Vordächern lässt sich im Grunde sehr leicht kategorisieren: nach Material. Glas, Metall, Kunststoff, Holz – wer sich sicher ist, welches Material er bevorzugt, und welches Material an seinem Hauseingang optisch am besten wirkt, hat sicherlich schon einen guten Kauf getan. Am besten passt man das Material des Vordachs dem Material der Haustür an – eine Holztür mit Holz-Vordach, eine Glastür mit Glasvordach und so weiter.

Alles in einem Guss – Wie das Vordach mit Fenstern und Türen harmoniert

Wir haben schon erwähnt, dass das Vordach der Haustür mit dieser selbst harmonieren sollte. Ein weiterer Trick von Architekten – und findigen Bauherrn – ist es, das Vordach stilistisch auch den Fenstern des Hauses anzupassen, damit die Fassade des Hauses „wie aus einem Guss“ wirkt. Wenn die Fenster beispielsweise modern sind und sichtbare Leisten aus Aluminium haben, ebenso die Eingangstür, sollte die Wahl eines Aluminium-Vordachs, vielleicht in Pultdach-Form, leichtfallen.

Wenn die Türen und Fenster aus Holz oder mit Holzrahmen versetzt sind, ist ein Holzvordach passend – idealerweise aus demselben Holz und in dem gleichen Farbton, den der Rest der Elemente aufweist. So sieht ein rustikales Haus aus Holz oder im Fachwerkstil mit einem Vordach im skandinavischen Stil einfach zum Träumen aus – ein Blickfang wie aus einem Astrid-Lindgren-Roman.

Doch auch das aktuelle Pultdach aus Edelstahl, das derzeit so beliebt ist, kann ganz hervorragend aussehen, wenn es zum Stil des Hauses, der Haustür und den Fenstern aus Edelstahl oder Aluminium passt. Mit dem geeigneten Vordach erweitern Sie Ihr Haus architektonisch um ein weiteres schmückendes Element – manche Ästheten sagen, Sie spielen damit eine höhere Oktave der Baukunst.

Preiswert, aber nicht billig, denn die Stil-Erweiterung wertet Ihr Haus auf – Die Kosten von Vordächern im Vergleich

Wenn es um die Kosten von Vordächern geht, spielt das Material eine entscheidende Rolle – ebenso die Größe und die Frage, ob man eine bekannte Marke kaufen möchte oder lieber ein formschönes Produkt ohne großen Namen. Zuletzt spielt es natürlich auch eine erhebliche Rolle, ob man die Vordachmontage selbst übernehmen möchte oder ein Unternehmen beauftragt, das natürlich für Handwerkerkosten sorgt.

Doch bei den meisten handelsüblichen Bausätzen von Vordächern aus Holz oder Edelstahl ist die Aufbauanleitung gleich dabei und das Do-it-yourself-Verfahren derart selbsterklärend, dass auch ungeübte Handwerker sich an der Vordachmontage versuchen können.

Ausnahmen: Vordächer, die ein sehr hohes Gewicht oder auch ungewöhnlich große Dimensionen haben (z.B. für eine Doppeltür) oder eine Terrassenüberdachung – hier braucht man mindestens einen freundlichen Helfer zum Anhalten der Elemente, wenn nicht einen Fachmann zum Einbau! Die leichteren, kleinen Pultdächer aus Aluminium und Glas sind meist im Alleingang einbaubar.

Art des Vordaches Kosten
Einfaches Pultvordach aus Polycarbonat-Dachplatten 70 – 150 €
Pultvordach aus Aluminium und Klarglas 150 – 300 €
Design-Vordach aus Edelstahl und Glas 300 – 450 €
Holz-Vordach, teils mit Dachschindeln ab 400 €
Rechteckvordach aus Edelstahl oder Aluminium 400 – 900 €

Verschiedene Kategorien von Vordächern

In der ersten Kategorie „einfache Pultvordächer aus Polycarbonat-Dachplatten“ finden sich viele Angebote, die einfach und preiswert zu erwerben sind. Stilistisch ist es ein Pultdach oder Rundbogenvordach, das eine leicht geschwungene einfache Wellenform aufweist und sich harmonisch den meisten Haus-Typen anpasst. Allerdings ist Polycarbonat nicht das dauerhafteste und beste Material, so dass nach einigen Jahren Beeinträchtigungen durch Witterungseinflüsse oder auch Verfärbungen beim Material auftreten können. Doch für eine formschöne und sehr preiswerte Übergangslösung am Haus, die vielleicht später ersetzt wird, ist das Pultvordach aus Polycarbonat sicher eine gute Idee.

Das „Pultvordach aus Aluminium und Glas“ ist die zweitgünstigste Kategorie im Baumarkt, die noch immer zum geringen Preis eine sehr wertige optische Aufmachung Ihres Hauses erlaubt. Hier gibt es viele Varianten und unterschiedliche Designs, die zu Ihrem Architektur-Stil passen sollten und sich im Idealfall auch mit Fenstern und Türen gut ergänzen. Allerdings sind bei diesen marktüblichen Angeboten die Glasstärken der Glasscheiben zu beachten, denn diese sind nicht immer gleich. Tipp: am besten ein Glasvordach mit stärkerem Glas oder Sicherheitsglas kaufen, damit die Verglasung vor Witterung (Wind, Schnee, Regen) geschützt ist.

Bei dem „Design-Vordach aus Edelstahl und Glas“ handelt es sich um Vordächer, meist mit Seitenteilen, die aus einer wertigen Edelstahl-Legierung und Qualitäts-Glas gestaltet sind. Die Preisspanne, die hier angegeben wird, ist jedoch nicht repräsentativ, da es gerade in dieser Kategorie viele Angebote gibt, die deutlich unter, aber auch deutlich über der genannten Preisspanne liegen – diese bildet nur den statistischen Mittelwert ab. Für ein solches Glasvordach entscheiden sich Puristen, die gute Qualität am Haus mit ansprechendem Design paaren wollen und dafür gern ein paar Euro mehr ausgeben.

Das „Holz-Vordach, teils mit Dachschindeln“ ist die dritte Kategorie von Vordächern, die sich optisch wunderbar ins Ensemble einfügen kann, wenn Holzart und Farbe der Fassade angeglichen werden und gleichsam in diese übergehen. Verspielte Bauherren wollen hier gern auch seitlich kleine Dachschindeln am Vordach anbringen, was, seitlich betrachtet, den optischen Eindruck eines „zweiten Giebels“ erweckt und sehr reizvoll wirken kann. Die Kosten für ein solches Holzvordach rangieren im mittleren Bereich, wobei aber natürlich auch hier die individuelle Ausfertigung eine große Rolle spielt.

Die am wenigsten kostengünstige, aber für Viele wertvollste Variante ist das „Rechteckvordach aus Edelstahl oder Aluminium“, das aus einem Gestell bzw. einer hochwertigen breiten Rechteckplatte besteht, die oft auch eine Regenrinne oder integrierte Beleuchtung besitzt, und direkt über der Haustür angebracht wird durch Befestigung an den Seiten oder mit Stützen.

Nicht eigens erwähnt, aber natürlich auch machbar sind Vordach-Individualanfertigungen, beispielsweise mit einer Rundung oder einer Dachneigung. Diese sind natürlich teurer und können über 1000 Euro kosten, sind dafür aber langlebig und auch so individuell, dass kein anderer dasselbe Modell haben kann und Ihr Haus wahrlich aus der Straßenreihe heraussticht. Achtung: mancherorts benötigen Vordächer eine Baugenehmigung.

Das Vordach anbringen leicht gemacht: Die Montage in wenigen Schritten erklärt

Wenn man das passende Modell gefunden hat, möchte man oft gern Geld sparen und die Eindeckung selbst montieren. Kein Problem! Die meisten heutigen Produkte haben eine detaillierte Bauanleitung, die in wenigen Schritten erklärt, wie das gute Stück an der Hauswand oder Fassade angebracht werden muss.

Wie schon gesagt, ist bei schwereren Modellen zumindest eine zweite Person zum Anhalten und Justieren vonnöten – ein leichtes Aluminium-Vordach kann man jedoch allein installieren. Bei der Montage kommt es darauf an, ob die Eingangsüberdachung selbst an der Hauswand montiert wird, oder ob das Glasdach durch Edelstahl- oder Aluminium-Streben „schwebend“ an der Hauswand angebracht wird.

Im ersteren Fall ist eine Anbringung auf der seitlichen Fläche des Materials an der Hauswand vonnöten, im Letzteren eine Punktanbringung an den jeweiligen Stützpunkten der Träger. Auch macht es einen Unterschied, ob Ihre Mauer aus Backstein ist, aus Holzträgern oder aus einem anderen Baumaterial, da das Montage-Material entsprechend angepasst werden muss. Doch diese Unterschiede beim Bauen kann Ihnen der entsprechende Berater im Baumarkt leicht erklären, so dass einem erfolgreichen Eigen-Einbau nichts im Wege steht.

Zusammenfassung

Ein formschönes Glasdach über der Haustür ist heute für viele Bauherren das Nonplusultra, doch es gibt auch viele andere Arten von Vordächern aus Edelstahl oder Holz, die Ihr Haus stilsicher ergänzen können. Grundsätzlich gilt, dass Vordach, Fenster und Türen sich stilistisch ähnlich sehen sollten. Die marktüblichen Preise rangieren zwischen 70 € für die einfachste Variante aus Kunststoff und 900 € für aufwändige Vordächer aus Holz oder beschichtetem Aluminium, was, zusätzlich zum leichten Anbringen der Elemente, ein Plus für Viele darstellt, die ihr Haus verschönern wollen.

Artikelbild: vladr / Bigstock.com

2 Kommentare

  1. Lena 04.04.2019 09:01 Uhr

    Hallo und danke für diesen Beitrag zum Haustürvordach. Ich hatte noch nicht daran gedacht, dass man das Vordach auch mit einer Regenrinne ausstatten kann. Meine Mutter möchte ein Vordach aus Glas, dieser Artikel wird ihr sicherlich dabei helfen, einen Überblick zu dem Thema zu bekommen.

    direkt antworten
  2. Schubert 06.06.2019 10:30 Uhr

    Leider gehen Sie bei der Wahl des Vordaches weder auf die Ausladung noch auf die seitlichen Überstände ein. ,

    Mit freundlichen Grüßen
    H.Schubert

    direkt antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.