Was ihr Rasen jetzt nach dem Winter braucht

Was ihr Rasen jetzt nach dem Winter braucht

Der Rasen hat in der Gestaltung des Gartens eine hohe Bedeutung. Er sorgt für einen schönen Gesamteindruck und bietet eine Fläche zum Spielen für Kinder sowie zum Relaxen für die Eltern. Doch eine Rasenfläche benötigt mehr Pflege, als viele Gärtner annehmen, denn der Rasen ist empfindlich für Stress. Trockenheit, Nässe, starke Beanspruchung und die falsche Pflege setzen dem Gras zu. Gerade nach der Winterzeit äußert sich das in kahlen Stellen, dünnem Wuchs und braunen Flecken. Wir verraten Ihnen, was Ihr Rasen jetzt nach der kalten Jahreszeit braucht, damit er schon bald wieder grünt und gedeiht.

Die ersten Pflegemaßnahmen nach dem Winter

Die Rasenpflege nach dem Winter ist besonders wichtig. Nur so kann die Wiese im Sommer kräftig und gesund wachsen. Die ersten Maßnahmen im Frühjahr gestalten sich daher wie folgt:

  1. Legen Sie den Rasen komplett frei und entfernen Sie kleine Zweige sowie liegengebliebenes Laub durch gründliches Abharken.
  2. Lassen Sie die feuchten Stellen, die sich unter dem Laub gebildet haben, gut abtrocknen, bevor Sie weitere Pflegemaßnahmen durchführen.
  3. Mitte März bis Anfang April steht die erste Düngung mit einer organisch mineralischen Mischung an, denn schon ab einer Bodentemperatur von 8 Grad kann der Rasen die notwendigen Nährstoffe aufnehmen.

Wenn Ihr Rasen von Schneeschimmel befallen ist, rauen Sie die komplette Fläche mit einem Laubrechen leicht auf. So kann sich das plattgedrückte Gras aufstellen. Anschließend nehmen Sie die Frühjahrsdüngung vor. Dadurch regeneriert sich die Grasnarbe innerhalb von vier Wochen meist ganz automatisch, sodass die Schäden von selbst zuwachsen.

Das Vertikutieren als Frühjahrskur für Rasenflächen

Schauen Sie sich Ihren Rasen im Frühjahr ganz genau an. Meistens sind einige Stellen verfilzt und von Moos überlagert. Wenn Sie den bemoosten Stellen keine Aufmerksamkeit schenken, kann das Moos die Rasenpflanzen auf Dauer verdrängen. Es besteht daher dringend Handlungsbedarf! Bei Moosbefall muss der Rasen also vertikutiert werden. Dafür benötigen Sie einen Vertikutierer, der eine Messerwelle mit Widerhaken besitzt. Sie dringt senkrecht in den Boden ein und reißt sämtliche Verfilzungen, abgestorbene Gräser und auch Moosflechten aus der Rasenfläche. Da das Wurzelgeflecht des Mooses zerstört wird, wächst kein neues Moos nach. Auch Staunässe und Algenbildung können Sie durch das Vertikutieren vermeiden.

Vertikutieren Sie nicht zu früh nach dem Winter! Durch den senkrechten Schnitt werden die Rasenpflanzen stark beansprucht und in ihrem Wuchs beeinträchtigt. Dadurch werden die Gräser zusätzlich geschwächt.

Wir empfehlen, nach der Frühjahrsdüngung zwei Wochen mit dem Vertikutieren zu warten, damit der Rasen Kraft tanken kann. Zudem sollten Sie immer darauf achten, dass die Messer nicht tiefer als drei Millimeter in den Erdboden eindringen. Andernfalls würden die Rasenpflanzen zu stark beschädigt.

Säen Sie kahle Stellen im Rasen nach

Kurz nach dem Vertikutieren gibt der Rasen häufig ein trauriges Bild ab. Nun gilt es, ihn ausreichend zu gießen, damit er sich schnell wieder erholen kann.

Moos und Unkraut wachsen bevorzugt auf sauren Böden. Daher sollten Sie den Rasen mit Kalk versorgen, um Moos langfristig fernzuhalten, denn so wird der pH-Wert der Erde reguliert.

Nach dem Kalken empfiehlt es sich, dem Rasen einige Tage Ruhe zu können. Dadurch kann er sich von sämtlichen Strapazen erholen. Anschließend ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um ausgedünnte Stellen in der Grasnarbe mit einer geeigneten Rasenmischung nach zu säen. Für schattige Stellen empfiehlt sich zum Beispiel Schattenrasen. Mit dieser Prozedur reparieren Sie Schäden im Rasen. Streuen Sie den Samen locker aus dem Handgelenk heraus. Die erste Hälfte werfen Sie in die eine Richtung, den Rest quer dazu. Anschließend verwenden Sie einen Rechen, um den Samen zu verteilen. Im Idealfall sollte er angewalzt werden, damit das Gras schneller anwachsen kann. Nach dem Säen ist die Rasenfläche zwei Wochen lang feucht zu halten, denn andernfalls vertrocknen die Keimlinge.

Eine dichte Grasnarbe durch regelmäßiges Rasenmähen

Die goldene Regel beim Rasenmähen lautet: Mähen Sie lieber öfter und kürzen Sie den Rasen dabei nicht zu stark. Durch den regelmäßigen Schnitt können sich die Gräser am Boden verzweigen, sodass ein dichter Wuchs entsteht. Beachten Sie beim Rasenmähen immer die folgenden Tipps:

  • Die empfohlene Schnitthöhe des Rasens liegt bei 3,5 bis 6 Zentimeter
  • Je besser die Nährstoff- und Wasserversorgung sowie die Bodenqualität, desto tiefer dürfen Sie den Rasen schneiden
  • Verzichten Sie vor dem Rasenmähen darauf, die Rasenfläche zu betreten, denn die niedergetretenen Grashalme können sonst nicht abgeschnitten werden
  • Mähen Sie niemals, wenn das Gras noch nass ist, da die einzelnen Halme sonst stark verletzt und Pilzinfektionen gefördert werden

Sie fragen sich, welcher Rasenmäher der beste ist? Das hängt ganz von der Art Ihres Rasens sowie der Größe und der Lage der Rasenfläche ab. Zudem spielt Ihre körperliche Verfassung eine wichtige Rolle bei der Auswahl. Viele Gärtner empfinden das Rasenmähen als harte Arbeit.

Dünger versorgt Ihren Rasen mit Nährstoffen

Für ein gesundes Wachstum benötigt der Rasen Kalium, Phosphor und Stickstoff. Auch Sekundärstoffe wie Schwefel, Calcium und Magnesium sind in geringen Mengen notwendig. Zudem sollten Sie Spurenelemente wie Zink, Mangan, Eisen und Kupfer in Form eines Düngers zuführen.

An heißen und sonnigen Tagen sollte nicht gedüngt werden. Der trockene Boden ist nicht in der Lage, die Nährstoffe an die Grashalme abzugeben. So entstehen Verbrennungsschäden, die ganze Rasenflächen zerstören können!

Der optimale Zeitpunkt zum Düngen ist also dann, wenn der Wetterbericht Regen ansagt und der Himmel schon bedeckt ist. Durch das Regenwasser wird der Dünger aufgelöst und in den Erdboden gespült, wo er über die Wurzeln von den Graspflanzen aufgenommen wird.

Mit der richtigen Vorbeugung Winterschäden vermeiden

Zum Schutz vor Pilzen sollten Sie den Rasen im Herbst mit einem kaliumhaltigen Herbst-Rasen-Dünger auf die Strapazen der kalten Jahreszeiten vorbereiten, denn er kräftigt das Gewebe des Rasens. Bestimmen Sie auch den pH-Wert des Bodens und düngen Sie ihn mit Kalk, wenn er zu sauer ist. Betreten Sie die Rasenfläche im Winter möglichst selten, denn insbesondere an frostigen Tagen drohen andernfalls Rasenschäden.

Artikelbild: © Dudarev Mikhail / Shutterstock

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