Wasserführende Kaminöfen: Wie sich Heizwärme doppelt nutzen lässt

Wasserführende Kaminöfen: Wie sich Heizwärme doppelt nutzen lässt

Kaminöfen gewinnen in Zeiten, in denen Energiepreise immer teurer werden, und jeder versucht so viel wie möglich Energie zu sparen, mehr und mehr an Beliebtheit. Neben den preislichen Vorteilen, die ein Kaminofen mit sich bringt, erzeugt er auch schnell eine wohlfühlende Wärme, die mit hoher Effizienz an die Wohnung abgegeben wird. Dank technischen Innovationen im Bereich der Feuertechnik können Verbraucher heute regenerative Brennstoffe in einen kostengünstigen, nachwachsenden Brennstoff, der auf eine umweltfreundliche Art und Weise Wärme erzeugt, verwandeln.

Wasserführende Kaminöfen sind aus ökonomischer, ökologischer und technischer Perspektive ein echter Heizkostensparer. Im Gegensatz zu den klassischen Öfen bindet ein Pufferspeicher die Heizkraft in den Wasserkreislauf der Heizungsanlage ein. Die überschüssige Wärme kann zur Erwärmung von Brauchwasser verwendet und zum Teil in Solarthermen integriert werden. Dadurch wird die klassische Funktion des Kaminofens über zwei weitere essenzielle Eigenschaften erweitert, ohne dass Mehrkosten entstehen.

Wie sich Feuer und Wasser hervorragend vertragen

Klassische Kaminöfen erzeugen relativ schnell Wärme und geben sie an den Raum ab, in dem sie stehen. Wasserführende Kaminöfen bieten den zusätzlichen Vorteil, dass sich die gewonnene Wärme in anderen Räumen nutzen lässt – und das jederzeit und ökonomisch sinnvoll. Als zusätzlicher Energielieferant wird ein wasserführender Kaminofen an das zentrale Heizungssystem des Gebäudes angeschlossen. In dem Ofen befindet sich eine Wassertasche, die beim Feuern mit erwärmt wird. Das erhitzte Wasser gelangt dabei über einen Wärmetauscher zum Pufferspeicher. Von dieser Zwischenstation wird das aufgeheizte Wasser als Heiz- und Warmwasser in die jeweiligen Räume des Hauses geleitet.

Die Wärmeabfrage ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. In der Regel werden etwa zwei Drittel zur Wasserseite und das restliche Drittel an den Raum als Strahlungs- und Konvektionswärme abgegeben. Durch die erzeugte Wärme sparen Verbraucher nicht nur Geld, sie entlastet auch die Heizungsanlage und verhindert, dass im Raum zu hohe Temperaturen entstehen.

Besonders rentabel ist die Kombination von einem wasserführenden Kaminofen mit einer Solaranlage auf dem Dach. Die Nutzung des Ofens mit regenerativen Energien entlastet Klima, Umwelt und den Geldbeutel. Sobald die Kraft der Sonne nachlässt, kann der Kaminofen seine Arbeit verrichten. Je nach Wirkungsgrad und Verbrennungstechnik des Kaminofens sind Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent möglich.

Fragen und Antworten zum wasserführenden Kaminofen

Wie funktioniert ein wasserführender Kaminofen?

Ein moderner wasserführender Kaminofen entnimmt die Wärme, die für Brauch- und Heizwasser benötigt wird, aus seinem erhitzten Feuerraum. Die dort erreichte Hitze erwärmt das Wasser im Wasserregister des Ofens. Anschließend gelangt es mit einer Temperatur von rund 60 °C in den Pufferspeicher, Heizkörper oder Boiler. Das Wasserregister wird in den meisten Fällen in den Heizungsrücklauf eingebunden. So ist es möglich, das Rücklaufwasser erneut zu erwärmen und wieder in den Rücklauf zu speisen.

Wie kann man das Wasserregister in den Heizkreis einbinden?

Das Einbinden in den Kreislauf erfolgt durch einen geeigneten Fachinstallateur. Das abgekühlte Heizwasser läuft über den Heizungsrücklauf zurück durch den Kaminofen, wird wieder erhitzt und von dort aus zum Pufferspeicher transportiert. So entsteht ein Kreislauf, bei dem das Wasser immer warm ist und den Verbrauchern zur Verfügung steht. Der Heizkessel leistet durch das Erwärmen des abgekühlten Wassers kaum Arbeit, sodass der Gas- oder Ölverbrauch um ein Vielfaches gesenkt wird.

Welche finanziellen Vorteile ergeben sich?

Der große Vorteil von wasserführenden Kaminöfen ist die zusätzliche Wärme, die kostenlos entsteht. Mit einem klassischen Kaminofen kann man lediglich den Aufstellraum des Ofens beheizen. Wasserführende Kaminöfen produzieren dagegen Wärme, die zum Beheizen und Versorgung mit Warmwasser des ganzen Hauses verwendet wird. Die Wärme des Kaminofens wird also praktisch in zweifacher Weise genutzt. Dadurch lässt sich Energie und Geld sparen und die Umwelt entlasten. Zusätzliche Informationen erhalten Sie auf Atmosfire.de.

Artikelbild: © Duncan Andison / Shutterstock

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